... Auch ihr neustes Werk, "Vittorio", handelt folgerichtig von den Geschöpfen der Nacht, aber mit diesem Buch erreicht Rice endlich wieder ein wenig von dem Glanz, der sie nach "Interview mit einem Vampir" überstrahlt hatte.
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Endlich wieder geschmackvoll gruseln mit Anne Rice
Erfahrungsbericht von Liamara über Vittorio - Roman / Anne Rice 29.08.2002
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
durchschnittlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
ein Lichtblick nach einigen nur mässigen Anne - Rice - Büchern, bietet fabelhafte Sprache und üppige Beschreibungen
Kontra:
manchmal etwas zu ausschweifend, keine besonders aufregende Story
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Anne Rice hat, wie so viele Schriftsteller, die einmal grossen Ruhm erfuhren und deren Fans ständig auf ähnlichen Geschichten bestehen, ihre Höhen und Tiefen. Irgendwann bekommt man selbst als treuester Leser das Gefühl, sie könne und wolle einfach über nichts anderes als Vampire, Vampire und nochmals Vampire schreiben. Auch ihr neustes Werk, "Vittorio", handelt folgerichtig von den Geschöpfen der Nacht, aber mit diesem Buch erreicht Rice endlich wieder ein wenig von dem Glanz, der sie nach "Interview mit einem Vampir" überstrahlt hatte.
Die Story ist schnell erzählt, denn "Vittorio" ist nur ein schmales Buch, und die Geschichte wird ziemlich ausschweifend dargelegt. Vittorio ist ein junger Adliger im 15. Jahrhundert, geprägt durch seine Zeit, verwöhnt, reich, leidenschaftlich und üppig lebend. Doch in seine heile Welt dringt eines Tages - oder besser: eines Nachts - das Grauen ein. Eine Horde Vampire überfällt und tötet seine gesamte Verwandtschaft. Vittorio selbst jedoch wird verschont.
Der Grund? Die überaus schöne Vampirin Ursula ist fasziniert von Vittorios Anblick und seiner Ausstrahlung. Sie hat sich in ihn verliebt. Und das Unglaubliche: auch Vittorio erliegt Ursula, verliebt sich in sie, kommt mit ihr zusammen. Sie erleben wundervolle Stunden, aber Vittorio ist auch auf Rache aus. Er will die Mörder seiner Familie töten. Ursula jedoch verschont er, als er das Versteck der Vampire ausmacht und die Untoten vernichtet. Ursula scheint das sogar zu begrüssen. Vittorio träumt, geblendet von ihrer Schönheit, von einer Zukunft allein mit Ursula. Ursula jedoch weiss, was dazu nötig ist - sie macht Vittorio zum Vampir...
Das ist tatsächlich im Grossen und Ganzen bereits alles, was in "Vittorio" an nennenswerter Geschichte vorhanden ist. Im Grunde ist das jedoch egal, denn mit diesem Buch hat es Anne Rice endlich wieder geschafft, mich für sie einzunehmen. Bereits mit "Memnoch" hatte ich eigentlich das Interesse an ihr verloren, denn irgendwie schien sie von Buch zu Buch an Stil und Einfallsreichtum zu verlieren. Überdies störte mich, wie bereits erwähnt, dass sie anscheinend NUR noch über Vampire schreibt. Nun könnte man einwerfen, dass Grisham immer nur Anwaltsgeschichten und andere Autoren immer nur Thriller schreiben, aber der Unterschied bei Anne Rice war, dass man bei ihr eine grosse Kraft und Leidenschaftlichkeit herauslesen konnte, der sie von den anderen Bestseller-Autoren unterschied, und eben das schien meiner Ansicht nach immer mehr abzunehmen.
Aber in "Vittorio" ist sie wieder voll da. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie sich hier von den Vampirchroniken löst, all den Geschichten um Armand, Lestat und den anderen. Allerdings erwähnt Vittorio selbst gleich zu Beginn, dass er diese Geschichten kenne und dass es durchaus möglich sei, dass er sich eines Tages aufmachen würde, um diese Vampire zu besuchen. Möglicherweise wird Vittorio irgendwann Teil der Vampirchroniken. Noch ist er dies jedoch nicht.
Anne Rice schreibt ausschweifend, ausschmückend und endlich wieder überaus sprachgewaltig in "Vittorio". Manchmal natürlich auch etwas ZU ausschweifend, etwas ZU ausschmückend. Man kann es verzeihen, ist doch der Stil endlich wieder fesselnd. Das ist das eigentlich Faszinierende an diesem Buch - die Geschichte selbst tritt leicht in den Hintergrund, zumindest für mich, denn es war endlich wieder eine Lust, Anne Rice's Formulierungen zu lesen und in ihre Sprache einzutauchen.
Was diesem Buch fehlt, ist objektiv betrachtet eine "wirkliche" Story. Vittorio erzählt lange von seinem Leben im 15. Jahrhundert, den Belustigungen und Festivitäten seiner Zeit, bevor die Sache mit Ursula wirklich ins Rollen kommt. Es ist ja nun auch wenig, was es da zu erzählen gibt: sie verliebt sich, er verliebt sich, sie macht ihn zum Vampir, und nun lebt er schon so lange und wollte eben einmal erzählen, wie es dazu gekommen ist. Zudem ist das Buch mit 272 Seiten etwas knapp, hört aber - glücklicherweise, für die Dramaturgie - genau zum richtigen Zeitpunkt auf.
Für wen könnte "Vittorio" ein Lesevergnügen sein? Nun, zunächst einmal natürlich für alle Anne Rice-Fans. Vielleicht gibt es noch mehr von ihnen, die an ihr nicht allein das Vampir-Thema, sondern vor allem ihren Stil lieben - diese werden von "Vittorio" begeistert sein. "Vittorio" kommt noch nicht ganz an ihre früheren Werke heran, ist aber endlich wieder ein Lichtblick.
Wer sich für Horror-Geschichten interessiert, hat vermutlich weniger Freude an diesem Buch, denn es ist allenfalls ein wenig gruselig, mehr nicht. Im Vordergrund steht nicht das Vampirdasein, sondern die unmögliche Liebesgeschichte zwischen Vittorio und der Vampirin. Das Ganze könnte also eher Frauen ansprechen. Und alles in allem geübte Leser, denn "Vittorio" ist keine seichte Sommerlektüre, sondern erfordert Aufmerksamkeit. Anne Rice ist nicht immer leicht zu lesen, und auch in "Vittorio" hat sie durch eingestreute Begegnungen mit Engeln den Hang zum Verworrenen. Doch diesmal kriegt sie die Kurve auch wieder, also kann man ihr diesen leichten Ausflug in göttliche Gefilde durchaus verzeihen.
Bleibt mir als Fazit: empfehlenswert, vier Sterne, ich freu mich endlich wieder auf Neues von Anne Rice!
Pro: Wenn man etwas was ganz laues will, ist man hier richtig! Kontra: Aber, come on, das hatten wir doch alles schon! Und schon viel spannender!
Ist dies ein zweites "Interview mit einem Vampir"? Opulent und vor Blut triefend ist die Verfilmung von Anne Rice´ Roman ein Klassiker unter den Vampirfilmen geworden. Kann "Vittorio", Anne Rice´ neuestes Buch da mithalten?
Der Inhalt
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D ...
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Pro: Spannung, Leseverhalten Kontra: nicht gut für Kleinere, Humor
Hallo liebe Leser/Leserinnen!
Dies ist nun mein letztes Buch, was ich in meinem Urlaub gelesen habe und ich möchte euch auch dieses vorstellen. *Wie ich zu diesem Buch kam*
Meine Schwester sollte sich in der Metro(in der Ramschkiste) ebenfal ...
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„Vittorio“ ist ein weiterer Roman von Anne Rice der Vampire beinhaltet. Das Buch ist aber keine Fortsetzung der Vampirchronik sondern ein Einzelroman und so zu werten wie „Engel der Verdammten“. Das Buch hat 335 Seiten und ist im Verlag Hoffmann und ...
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Pro: Stilistisch angenehm und fließend zu lesen; Schöne, lebhafte Beschreibung der Szenarien und Charaktere Kontra: Streckenweise geradezu unerträglich langatmig, verworren und, meiner Ansicht nach, zu sehr von Religion durchdrungen
Die Autorin
Anne Rice (Gebürtig Howard Allen O'Brien) kam 1941 als Tochter irischer Einwanderer in New Orleans zur Welt. Nach der streng katholischen Erziehung in einer katholischen Mädchenschule (In der auch der Name in Anne geändert wurde) fiel s ...
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