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Ein...., verrückter Vogel?

5  10.07.2002 (20.11.2005)

Pro:
Sie helfen uns, wir ihnen !

Kontra:
kein

Empfehlenswert: Ja 

Ria1

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:541

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 94 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Update
Diesen Bericht hab ich mal aus der "Versenkung" geholt, da wir seit ca. 4 Wochen eine fast weiße Amsel im Garten beobachten können, ein Albino? Nur der Schwanz ist gesprenkelt schwarz und die Flügel haben an den Schwungfedern etwas schwarz. Das Tier ist wahnsinnig scheu, denn selbst wenn ich vom oberen Fenster mich nur hinstelle um zu fotografieren, flüchtet sie. Somit konnte ich sie nur aus weiter Entfernung aufnehmen. Meine Tochter versuchte Bildvergrößerun zu machen, aber dafür ist meine Digi nicht gut genug.
Hab ihr schon mal eine weiße Amsel gesehen?

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Tirili, tirila, zwei von Fünfen sind noch da!

Sie erfreuen einen jeden!
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Ist es nicht wunderschön morgens vom Gezwitscher der Vögel im Garten geweckt zu werden! Sie erfreuen uns mit ihrem Gesang und mit dem nützlichen Vertilgen der Vielzahl von Insekten, die ebenfalls den Garten bevölkern. Wir nennen eine Vielzahl der verschiedensten Sorten "unsere mietfreiwohnenden Freunde"!
Dazu gehört ein Zaunkönigpärchen, die wunderhübschen Eichelhäher, Fischreiher ziehen ihre Runden (ganz beglückt sind unsere Nachbarn, die stolze Besitzer von Gartenteichen sind, allerdings mit einer ständig reduzierten Anzahl von Fischen!), Rotkehlchen, Meischen, . ..., ...., und nicht zu vergessen die Amseln. Die Elstern und Krähen sind natürlich auch in einer großen Zahl vorhanden, allerdings haben wir zu denen, wie zu den Eichhörnchen so unsere eigene Einstellung, doch dazu komme ich später.

Wir haben ein ganz spezielles unverwechselbares Amselpärchen, d.h. zumindest das Weibchen, denn es hat weiße Sprenkel auf dem Rücken. Zu den besagten Amseln, haben wir ein ganz besonderes Verhältnis, zur Erklärung muss ich eine kleine Rückblende vornehmen!

"Unsere" Amseln!
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In unserem alten Haus hatten wir direkt an der Terrasse einen wunderschön verästelten alten Fliederbaum. Der uns während der Blüte mit seinem verführerischen Duft verwöhnte, und einem Amselpärchen als vollendeter Brutplatz Unterkunft gewährte. Terrassen sind nun mal von den Menschen sehr bevölkert, aber das störte das Pärchen absolut nicht, im Gegenteil! Nachdem die Jungen, 5 an der Zahl, geschlüpft waren, streckten auch sie uns ständig ihre geöffneten Schnäbelchen bereit zur Futteraufnahme entgegen. Unsere Kinder damals so 11 und 7 Jahre alt und bald auch wir, konnten diesem Betteln einfach nicht widerstehen.
Alle Würmer (auf dem Misthaufen gab es da reichlich!), Fliegen,

usw., von uns "erbeutet", landete in den hungrigen Schnäbeln der Kleinen. So wenig hatte das Elternpaar bestimmt vorher noch nie zu tun gehabt! Sie schienen direkt dankbar zu sein, denn wir wurden nie von ihnen attackiert! Es war ein richtig tolles Erlebnis für die ganze Familie und die Amseln haben davon schließlich auch gut profitiert! Der gesamte Werdegang der Kleinen wurde natürlich auch auf Fotos und Video festgehalten und auch heute noch immer gerne angeschaut! Wir waren richtig enttäuscht als sie flügge geworden das Nest verließen. Aber wir haben sie noch oft bewundern können.

Zurück zu unserem jetzigen Zuhause.
Schätzungsweise die letzten 5 Jahre hat es bei uns keinen Amsel-Nachwuchs gegeben! In unserer Umgebung gibt es sehr viele Eichhörnchen, so niedlich sie auch sind, so räubern sie doch die Eier aus den Nestern von unseren Nüssen will ich gar nicht erst anfangen! Zudem haben wir eine reiche Anzahl an Elstern und Krähen, deren Nützlichkeit ich hinsichtlich Aasfraß nicht in Rede stellen will, aber auch Vogeleier und Junge sind vor ihnen nicht sicher!
Unser besagtes Amselpärchen brütete diese Jahr zuerst in einer Zypresse, rings um unser kleines Gartenhäuschen stehen dort einige, mit sehr dichtem Gezweig, also ein ideales Versteck! Aber nicht versteckt genug für die Krähen! Die Eier mussten dran glauben.

Das zweite Nest bauten die beiden in unserem Haselnussbaum. Er ist von allen Seiten offen einzusehen, nicht nur von uns, sondern auch von....! War also auch nichts mit Ausbrüten! Der dritte Versuch fand dann auf unserer ummauerten Terrasse statt! Schön versteckt im Brombeergerank, dicht an uns Menschen! Wir konnten es kaum glauben, das Versteck wurde nicht entdeckt und bald hörte man schon das hungrige Gefiepe! Zwar mussten wir an Regentagen aufs Grillen verzichten,(denn dann verziehen wir uns auf die ummauerte und überdachte Terasse) ausfegen ging natürlich auch nicht, aber....!
Fünf kleine waren ausgeschlüpft!
Mit Argusaugen beobachteten wir natürlich!
Von den fünfen blieben drei übrig (sicherlich normal verstorben)! Eines schönen Tages war das Nest leer!

Die "Rettung
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Da hatten wir gleich die "Raubvögel" in Verdacht (zu voreilig!). Was ist denn das? Unten im Bodendecker hüpften zwei noch nicht ganz zugefederte Junge herum! Mein Mann setzte sie (Gummihandschuhe vorher an), vorsichtig ins Nest zurück. Die Eltern haben ihn regelrecht bei diesem Manöver überfallen! Flügelschlagend, aufgeplustert flogen sie ihn sogar direkt an! Zwutsch, die Jungen sprangen wieder raus! Näher ins Nest geguckt, kein Wunder, lag das dritte tot darin! Was nun? Es regnete, die Kleinen waren noch nicht flügge, auch das Füttern der "Alten" konnte da kein Überleben bewirken.
Blitzidee! Da ist doch noch das alte Nest in der Haselnuss! Raus aus dem Baum, nach unten ins Gebüsch, Steinchen als Schutz vorgebaut, die Jungen reingesetzt und ein paar Minuten die Hand drüber gehalten, immer unter den Angriffs Attacken der "Alten" und während strömenden Regens!(Auch wir wurden nass!)
Siehe da, sie blieben drin und wurden auch, wie selbstverständlich, von ihren Eltern brav weiter versorgt!
Vor zwei Tagen dann war es soweit! Die ersten Flugversuche hatten erfolgt! Und wir waren nicht minder stolz als die Amseleltern!
Jetzt wo der Winter naht, kommen "unsere" Amseln schon
wieder näher aufs Haus zu! Die "Gefleckte" ist immer dabei! Zum ersten Frost wird für sie und die anderen Vögel wieder Futter im Vogelhaus liegen. Dazu werden wieder etliche umgekehrte mit Talg und Sonnenblumenkernen ausgestattete Blumentöpfe in den Bäumen hängen!

-Fazit-
Vögel bitte nur bei anhaltenem Frost füttern. Denn ansonsten finden sie überall noch genug Futter. Sei es übrig gebliebenes Obst an den Bäumen, Beeren die noch an den Sträuchern sitzen, oder ähnliches. Dann aber auf richtiges Futter(Brotkrumen quellen im Magen auf und können den Tod der Tiere bedeuten) und Fütterungsweise achten (Trockener, überdachter Überstand). Man macht sonst zuviel falsch und schadet mehr, als es den Tieren nützt!

War das jett schon Hobby, oder nur Freizeitbeschäftigung, oder einfach nur ein Bericht über Vögel?

Eure Ria

Bilder von Vögel
Vögel Bild 6321603 tb
Nur ein weißer Punkt, leider!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
gerrhosaurus78

gerrhosaurus78

24.12.2007 23:49

Hmmm, die Natur steckt voller Überraschung. LG, Daniela

ritaritter

ritaritter

09.01.2006 09:40

ich finde diese Geschichte wirklich schön. ich denke man könnte die noch weiter ausbauen zu einer Tiergeschichte

negendank

negendank

03.12.2005 23:29

Lese ich richtig? Oben stehen "Amphibien". Kann jemand so dumm sein, um Amphibien mit Vögeln zu verwechseln? Diesmal bewerte ich nicht. Davon abgesehen ist es ein guter Bericht. VLG - Olaf

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