Volksfürsorge Rentenversicherung

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... Man muss doch sagen, dass ich die Volksfürsorge für ein "noch" menschliches unternehmen im gegensatz zu anderen in der branche halte. Als Berater bin ich schon jahrelang tätig, Verkauf macht Spass, der Erfolg im Verkauf ist ein besonderes Erlebnis. Dennoch hat sich der Aussendienst ... Bericht lesen





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1-6 von 7 Erfahrungsberichten    
> Alle 7 Volksfürsorge Rentenversicherung Erfahrungsberichte anzeigen
Vertriebsassistent bei der Volksfürsorge
Erfahrungsbericht von Nirvana69 über Volksfürsorge Rentenversicherung
29. April 2007


Produktbewertung des Autors:   

Erreichbarkeit im Ernstfall: fast kein Problem 
Zahlungsbereitschaft im Ernstfall: ohne Zögern 
Beitragshöhe / Leistungsverhältnis: gut 
Allgemeine Kundenfreundlichkeit: geht so 

Pro: Angestelltenverhältnis, gute Weiterbildung, menschlich in Ordnung
Kontra: undurchsitiges Provisionssystem, zu viele Unternehmensziele, mangelhafter Bestand

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo,


generell sind die "gestandenen" versicherungsunternehmen( nicht nur vofü, sondern auch allianz provinizal etc.) nicht zu vergleichen mit strukturvertieben a la AWD.

volksfürsorge arbeitet mit nebenberuflichen mitarbeitern, die dann nach § 84 HGB selbständig sind.
die vofü setzt die eu-vermittlerrichtlinien so um, dass nebenberfuliche mitarbeiter erstmal als tippgeber fungieren, mit der möglichkeit datenaufnahmen bei neukunden zu machen. der altbekannte produktverkauf durch ungelernte kräfte in der gesamten branche wird durch neues recht auch eingedämmt. so darf man erst nach mehrmonatigen lehrgängen (auch als nebenberuflicher) dann erst die sparten beim kunden verkaufen, die man geschult bekommen hat.

wie auch überall im verkauf, und ich glaube das nicht nur versicherungen ihre produkte verkaufen müssen, ich habe in mehreren bwl büchern mal aufgeschnappt, das der vertrieb existenzgrundlage eines jeden unternehmens ist, ist die wichtigste voraussetzung nciht unbedingt das 100% produktwissen, sondern die kommunikationsfähigkeit.

generell wird der nebenberufliche über dauer gutes geld verdienen wenn er seine beziehungen und kontakte nutzt, und dann den sprung über empfehlungen schafft. das ist nunmal einfach so, da beist die maus kein faden ab.

die vorstellungsgespräche und die einstellungstests, soweit vorhanden, kommen eher so rüber als wenn alle genommen werden.

hat den hintergrund, dass man eben in einem gespräch und anhand der früheren arbeitsleistungen nicht unbedingt feststellen kann, die vertriebsstark jemand ist. das geht nur on the job....

die volksfürsorge ist als tochter unter dem dach der am generali gruppe auch eine schwester der dvag. die dvag besitzt mittlerweile die achener münchener. aber in diesem konzerndach sind zumindest ncoh die vofü mit einem eigenen geschäftspolitischen aufbau gesegnet, noch....

als nebenberuflicher kann man reinschnuppern und ohne druck verkaufen, man hat ja seinen lebensunterhalt mit seinem eigenen job.

als hauptberuflicher stellt die vofü, eher branchenunüblich, noch angestellte mitarbeiter ein.

festgehalt als garantie, darüberhinaus noch provision, mit denen man erstmal das festgehalt auffüllt und dann alles was darüberhinausgeht noch extra ausgezahlt bekommt.

Die Vertriebsassistentenausbildung:
schulungen zum versicherungsfachmann sind pflicht. unternehmensintern wird man verkäuferisch UND produkttechnisch gut geschult.
Angestelltenverhältnis.
Verdienst :1600 + 40 VL Brutto , und Provision "on top" später wird das Gehalt erst ins Verdienen gebracht und anschliessend die Provision ausgezahlt.

Arbeitszeit variabel, Abends Kundentermine, Vormittags Besprechungen, Seminare und Vorbereitung.

Ausbildungskosten betragen 11000 Euro ge-24-telt. Also beim Abschluss der Weiterbildung und festübernahme wird jeden monat der Betrag um ein 24-Teil abgetragen, bis halt zwei jahre rum sind. verlässt man vorher das unternehmen, klaut man den goldenen löffel, oder wird nach der ausbildung nicht übernommen....eigentlich hat die vofü in der formulierung ein breites feld für spekulationen und deutungen offen gelassen...darf man den restbetrag anteilig zurückzahlen.

ein vorbereitungskurs versicherugnsfachmann kostet bei der bankakademie lediglich 1600 Euro

Die Ausbildung erfolgt in Produktschulungen, und Vertriebsschulungen, gegen ende der 14 monatigen ausbildung werden intensivkurse für die vorbereitung auf die versicherungsfachmannprüfung abgehalten.

in der Praxis wird man von Mitarbeitern und dem Orga-Leiter (Chef) begleitet. relativ schnell kann man slebständig los und auch als VA eigenständig arbeiten. schon recht früh trägt man die verantwirtung für seinen bestand , seine aufgaben und auch über seine Zahlen.
in der anfangsphase sollte man schnell den Sprung vom Bestand in die Empfehlungskunden schaffen.

Man lernt mit dem Beratungssystem und der Philosophie umzugehen. Also das erstellen von Analysen, nachbearbeiten sowie die anschliessende Beratung mit Lösungsvorschlägen und Abschluss. Hier liegt das Problem, dass alle in der Direktion von diesem System erzählen, wie man es als Assistent leben solle, aber vormachen und vorleben tuts irgendwie keiner.

Man arbeitet unter einem Orgaleiter, mit bis zu 10 mitarbeitern in einer Bezirksdirektion, manchmal hat eine BD ein Teambüro, manchmal eben nicht.

ca 10 BD werden zu einer VD (Vertriebsdirektion) zusammengefasst. der Vertriebsdirektor ist dann schon einer der größeren fische im Haifischbecken, hat Prokura, trifft personalentscheidungen und "disziplinarvorgesetzter"

mehrere VD werden innerhalb einer Organisationsdirektion(OD) zusammengefasst, der Organisationsdirektor untersteht direkt der Vorstandsebene und ist somit einer der höchsten "Sklaventreiber"(sry aber in so einem bericht kann man sich seiner Grfühle nicht immer verwehren,).

um sich den rücken freizuhalten, werden "getürckte Analysen erstellt, das heisst man frisiert sine Berichtszahlen, macht zwar analysebögen, dies aber z.B. von bestandskunden wo kein potential mehr drinsteckt.

die gesamte Zielerfüllung in vielen kleinen bereichen und das an bürokratie erinnernde Berichtswesen bringen nicht selten mitarbeiter dazu ihre zeit für die frisierung eben dieser berichte zu vergeuden, anstatt zu arbeiten und dann halt feste zahlen zu bringen, auch wenns weniger sind als "geplant" ....

für den angestellten ist dieses "sichere" angestelltenverhältnis ein trugschluss. denn es ergeben sich nachteile die sich in verschiedenen sachen auswirken. so ist man aufgrund der aussendiensttätigkeit zum selbständigen eigenverantwortlichen arbeiten aufgefordert. verschiedene, sich schneidende, auftragsziele und kontrollmechanismen lassen es geschehen, dass man leicht desorientiert wird.

dann sind natürlich noch zielvereinbarungen die bar jeder fundierten kaufmännisdchen kalkulation aufgestellt werden. ja die VD Meinestadt hat letztes jahr 2 Mio Euro Leben geschrieben, super! da sind dann dieses jahr 3 mio drin,häh anhand welcher grundlage wird sowas gemacht? dann muss man noch ein allrounder sein. eigentlich gute idee, wenn das umfeld auch diese entwicklung begünstigen koennte. einerseits muss man eigengeschäft schreiben. hat dann aber ncoh nebenberufliche mitarbeiter zu führen, ist selber aber in der hierarchie in unterster hackordnung. vielleicht noch nichtmal ein eigenes Bezirksdirektionsbürö, dass heisst zu hause stapeln sich die akten und man koennte sich den ganzen tag selbst organisieren anstatt zum kunden zu fahren.

bestandskunden hat man auch, aber die sind zumeist entweder jahrelang gar nciht besucht worden oder von den 3 vorgänger der letzten 2 jahre schon ausgelutscht worden...

was auch nachteilig ist, ok machen zwar alle unternehmen in dieser branche, wird dadurch aber auch nciht richtiger, sind die hoeherwerdenden zielsetzungen an die mitarbeiter.

als vertriebsassistent( mitarbeiter in fachausbildung zum versicherungsfachmann) musste man früher 100 NWE( Messzahl für den Verkaufserfolg) erreichen, monatlich.

ab janbuar 2007 150 NWE. also 50 % mehr arbeit ...in einer ausbildung als berufsstarter...

im unternehmen bzw in meiner Region sind durchschnittlich 60% der verkäufer produktiv, heisst dass die überhaupt die mindestbestimmungen erfüllen. heisst aber auch dass das unternehmen gewinn einfährt wenn 5 von 10 mitarbeiter produktiv sind, dann macht die volksfürsorge schon ihre kohle.

bonifikationen sind interessant, werden aber lediglich freigeschaltet wenn ich zahlen bringe die so überdurchschnittlich gut sind, wie es max 10% der verkäufer bringen koennen.

es ist ja eigentlich normal das in einem betrieb nicht nur überflieger arbeiten, die fleissigen arbeiterbienchen machen aber auch den profit eines unternehmens aus, werden aber hier quasi übergangen.

denn wenn ich eine bonifikation erhalte die ich erst mit 5000 NWE freischalten kann, aber nur 4500 einheiten habe , dann gehe ich leer aus. obwohl man ja schon gut was gerissen hat. zu vergleichen ist das vielleicht so, wenn ein arbeiter 9.5 stunden malocht, dann bekommt er auch für 9.5 stunden lohn, da sagt der vorarbeiter nciht L: " junge du hast keine vollen 10 stunden gearbeitet, also bekommst du garnichts". macht man nicht , oder?

bei der volksfürsorge ist es aber so.
die wollen es quasi so, dass der mitarbeiter den karren zieht, mit der karotte vor sich hängend sich abstrampelt und am ende den "mindestlohn" hat. obwohl der mitarbeiter ja anteilig einen guten weg zur marke geschafft hat...

nun muss man sich dann allgemein fragen, wenn 6 von 10 mitarbeitern produktiv sind, stellt die vofü verkaufslegastheniker ein oder koennte es an der verwirrenden zielpolitik und überhöhte bonifikationsgrenzen liegen?

Nach der Ausbildung arbeitet man als Agenturleiter nahtlos weiter. man hat den job ja vorher auch schon gemacht. Festgehalt ist um 200-300 euro höher, die mindesteinheiten liegen bei 200-240 NWE. Der Bestand ist aber nicht deiner, man kann versetzt werden, man hat keinen anspruch auf den Bestand

Meine Erfahrungen mit Arbeitskollegen und die Schulungen sind angenehm.
Man muss doch sagen, dass ich die Volksfürsorge für ein "noch" menschliches unternehmen im gegensatz zu anderen in der branche halte.
Als Berater bin ich schon jahrelang tätig, Verkauf macht Spass, der Erfolg im Verkauf ist ein besonderes Erlebnis.

Dennoch hat sich der Aussendienst , vielleicht gerade speziell bei dieser versicherung, entmutigt.
die 11000 euro klausel ist ein weiteres manko, wirde auch auf nachfragen meinerseits nicht richtig eingegangen.
Sehr schlimm für mich sind die Konrollmechanismen und Zielvereinbarungen, die untereinander nicht richtig synchronisiert sind.
Als Bankkaufmann finde ich sehr schlimm, dass eigentlich nur die NWE zählen. das Arbeitsleben und deine Qualität werden lediglich auf 150 Einheiten reduziert und bestimmt.
was man kann, welches Wissen in einem schlummert, welche Pläne man hat...notting...einfach egal.

Ich werde weiterhin in der Beratung tätig sein, ob in dieser Branche oder woanders.

Natürlich werden einige sagen, man klage auf hohem Niveau, ich weiss schliesslich auch wie die Heuschrecken von bekannten Strukkis arbeiten. Aber nur weil andere einen schlimmeren Job machen, darf man die Fehler der anderen Unternehmen nicht als lapidar abstellen.

Am Ende muss jeder selbst seine Erfahrungen machen. Verkauf und gerade der Verkauf von Versicherungen wird durch Provision bezahlt. dies ist nicht verwerflich, es verdient ja schliesslich jeder Kioskbesitzer am Kunden durch Verkauf der Ware und nciht wie schön er "Guten Morgen, Auf Wiedersehen" sagt.

Meine Ausbildung und meine Moralvorstellungen werde ich immer in eine kundengerechte Beratung einfliessen lassen, genau so wie es jeder andere in seinem Job tun sollte.

Jeder der Interesse am Vertrieb von Versicherungen hat, kann ich empfehlen über die nebenberufliche SChiene lang genug reinzuschnuppern, nicht nur drei Monate.
Lasst euch nicht zu einem verfrühten Schritt in den Hauptberuf drängen, hört auf euren Bauch. Denn meistens ist es so, dass man die Berufserfharungen, sofern nicht im aussendienst gesammelt, gar nicht mit dieser neuen Situation vergleichen und verwerten kann.

Dies ist ein Geschäft was man mit normalen Berufsbildern nicht vergleichen kann. Deswegen auf die innere Stimme hören. Füghlt ihr euch nicht wohl dabei, Neukunden anzurufen, Bekannte anzusprechen, für eure Leistungen zu werben, dann ist es nicht das richtige.(jeder Handwerker der sich selbständig macht, macht eine Eröffnungsfeier, lädt Geschäftspartner, bekannte und Familie ein) Ihr macht auch ein Geschäft und Geschäftemacher leben von Beziehungen und verdienen auch über Ihre Bekannte.

Besprecht den Schritt mit Leuten , die offen und aufgeschlossen mit neuen Dingen umgehen können. Viele Bekannte sind ja leider fachlich versiert in einem Gebiet, nur weil sie eine Horrorgeschichte von dem Bruder des Arbeitskollegen mitbekommen haben...

Allgemein kann der Job eine schöne Sache sein, aber dies geht nur ,wenn man selbst will und auch ein gutes Unternehmen gefunden hat.
Achso ein Mitbewerber der sich nur dadurch profiliert, indem er andere Unternehmen schlechtreden kann, der ist der falsche Partner. Denn erzählen was andere immer noch falsch machen, dadurch habe ich ja noch nicht erzählt was ich selber eigentlich gut machen kann...

.............
Dezember 07

Hallo, ich möchte nach einigen Monaten mein Erfahrungsbericht ergänzen, hat sich doch einiges getan und so denke ich kann ich ein abgerundetes Produktbild formulieren.

DIe Kollegen sind immer noch i.O. auch die Führungskräfte arbeiten nicht mit dem Zuckerbrot und Peitsche System sondern bemühen sich um positive Motivation der Mitarbeiter, also angenehmer Führungsstil.
Das einzige was immer noch stört sind die befremdlichen Zielvereinbarungen und die Meldesysteme.
Dies hat aber was mit einer Unternehmenspolitik zu tun, die darum bemüht ist eine Fusion mit unbedachten "größermachen durch Zahlen" abzuwehren.
Es werden immer noch kurzfristige Aktionen generiert, die nach einiger Zeit einfach nicht mehr verfolgt werden und im Sande verlaufen.

Sehr schön kann man das an unserem Analyseprinzip KBB sehen. Hier geht es darum. durch vernünftige Gesamtaufnahmen der wirtschaftlichen Situation eines Kunden die Beratung aufzubauen.

Einzig die Vertriebsassistenten sind frisch ausgebildet in diesem Prinzip, im Team mit langgedienten Mitarbeitern wird das Prinzip nicht konsequent umgesetzt. Teammäßig werden zwar die Ziele und Zahlen besprochen, aber dann hört auch schon die Teamarbeit auf. Ist ja klar, ist ja jeder für seinen eigenen Verdienst verantwortlich.

Dies führt dazu, dass die Vofü 3 Analysen pro Woche ab 2008 einfordert, die Mitarbeiter danach arbeiten müssen, aber irgendwie ist jeder auf sich alleine gestellt.
HINZu kommt noch, dass ja die weiteren geschäftsziele weiterhin in Sparten aufgebrochen sind. Also muss man im Jahr z.b. 40 KFZ 30000Beistragssumme Leben....5 Riester( nur Beispielzahlen) schreiben, Dies ist aber gegen das Prinzip der Analyse-Beratung, denn da kann ich dem Kunden nur anbieten was er lt. Analyse benötigt.

Persönlich hatte ich ein paar sehr erfolgreiche Monate, mein Agenturausbau klappt, die nebenberuflichen Mitarbeiter habe ich auch eingestellt.
Wahrscheinlich werde ich das Selbständigenverhältnis nach meiner Weiterbildung zum Versicherungsfachmann anstreben, so bin ich nur mir gegenüber verantwortlich und ein wenig losgelöst von unternehmenspolitisch generierten kurzsichtigen Entscheidungen....

to be continued.... 

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28.08.2001
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22.05.2002
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20.02.2001
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12.02.2001
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