VW Golf VI 1.4 TSI (ab 2008)

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VW Golf VI 1.4 TSI (ab 2008)

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Deutschlands Liebster

3  23.03.2012

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Lircachaille

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Erfahrungsberichte:18

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 30 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo,

hier wie versprochen ein Testbericht über den Golf 6 mit dem in der Fachpresse hochgelobten 1.4 TSI mit 122PS. Diesen musste ich mir für 2 Tage zwangläufig mieten weil die Wekstatt großen Andrang hatte und bei meinem Vectra (Caravan 1.9 cdti 120 PS, auch hier bei Ciao beschrieben) die größere Wartung anstand . Das das nur 2 Tage waren und nicht unbedingt was über die Langlebigkeit des Fahrzeugs aussagt ist mir klar, aber ich versuch das mal mit dem Golf 4 1.4 16V mit 75 PS (ebenfalls bei Ciao beschrieben) zu vergleichen der schon seit gut 12 Jahren in der Familie meiner Frau noch gut gepflegt seinen Dienst tut. Ganz nebenbei fährt seit 2 Jahren mein Arbeitskollege einen ähnlichen Golf 6 nur in Schwarz mit derselben Motorisierung (1.4 TSI) und hat damit auch schon einiges hinter sich. Außerdem fuhr bis vor kurzem mein Nachbar den Golf 5 als Variant als 2.0 TDI und ist mir selbst auch nur allzu gut bekannt. Werde daher versuchen alles unter einem Hut zu bringen. Aber nun zum den von mit gemieteten Golf. Dazu nochmal kurz die technischen Daten als kurze Übersicht:

Marke : Volkswagen
Typ : Golf 6 (Ausstattung Comfortline)
Bauart: Limousine (5-Türig)
Erstzulassung: Februar 2011
Wagenklasse: Kompakt/untere Mittelklasse/im Volksmund "Golfklasse"
Wagenfarbe: Dunkelblaumetallic
Zylinderanordnung: 4R
Antriebsart: Frontantrieb
Getriebe: 6-Gang Handschaltung
Aufladung: Abgasturboaufladung
Leistung: 90 KW/122PS/200 NM bei 1500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Beschleunigung: 0-100 km/h in 9,5 sekunden
Abgasnorm: Euro 5 (grüne Plakette)
co2-Ausstoß: 144g/km
Leergewicht: 1290 kg
Kofferraumvolumen: 350-1305 Liter
Verbrauch: 6,2 Liter Super Bleifrei auf 100 km im Drittelmix (E-10 tauglich)
Außenmaße: 4199 × 1779 × 1479 mm (Länge x Breite x Höhe)


Äußere Erscheinung/Design/Außenmaße:
Sportlich sieht der Golf aus, aber auch ein wenig scharfkantiger als die vorangegangenen Generationen (Golf 4 und 5). Hat damit auch etwas von seinen Rundungen verloren. Aber gut, das liegt am Geschmack des aktuellen Disigns. Mir persönlich sagen die älteren Designrichtungen vorangegangener Modelle doch etwas mehr zu, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache. Die Farbe im dunkelblauem Metallic finde ich sehr ansprechend. Generell sind dunkle Farben beim Golf 6 sehr hervorhebend und steigern noch das sportliche Erscheinungsbild. Die Außenmaße sind für einen kompakten Wagen recht beachtlich. Solche Außenmaße zumindest in der Breite brachten in den 90er bis Anfang 2000 nur Modelle im Format eines Passats mit sich. Da aber das Format zwischen den einzelnen Wagenklassen immer mehr verwischen ist es nicht verwunderlich das man bald eh nicht mehr von einer klar difinierten Wagenklasse sprechen kann. Meiner Meinung nach unterscheiden sich kompakte und Mittelklassekombis nur noch in der Länge. Zwischen einem Golf 6 und einem aktuellen Passat stehen faktisch nur noch ca. 10 cm Länge. Aber der Wachstumswahn wird die nächsten Jahre weiterhin seinen Lauf nehmen. Denn der demnächst auf dem Markt kommende Golf 7 wird wieder in der Breite und Länge wachsen. Ein Skoda Octavia, der auf der Golfplattform aufbaut, hat jetzt schon fast Passatausmaße. Von den Maßen her ist der Golf 6 dem Vorgänger Golf 5 ungefähr ebenwürdig. Also kann man, was viele schon wissen eher ein Faßelift als ein neues Modell. Aber dasselbe System macht VW seit Jahren schon bei allen
anderen Modellen, sei es Golf, Passat oder Polo. Aber im Großen und Ganzen ist der Wagen schon eine ansehnliche Erscheinung, dennoch fehlt mir eins beim Golf im allgemeinen: Charakter. Aber auch das ist eher Geschmackssache und muss nicht unbedingt an dieser Stelle gewertet werden.


Innenraum/Platzangebot/Laderraum:
Der Innenbraum erweist sich für einen kompakten recht komfotabel. Das Platangebot ist in der ersten Reihe recht ordentlich. Also ich kann mit meinen 1,70 m Körperlänge doch recht gut ein- und aussteigen. Beim Golf 4 ist es ähnlich gelagert, finde aber das man subjektiv im Vergleich zum 6er im 4er ein wenig tiefer sitzt. Aber das ist nur mein Empfinden. Die Innenraumbreite von knapp 1,45m in der ersten Reihe sowie die Beinfreiheit ist auch hier fast schon Passattauglich. Die zweite Reihe ist vom Raum her standesgemäß wieder ein wenig enger, zumal die Beinfreiheit typisch für einen kompakten Wagen ist. Gut 1,42 gilt als Innenraumbreite in der hinteren Bank was schon für 2 Personen ordentlich Platz läßt. Hinten ist generell etwas enger da die Karosserie sich, wenn man mal die Vogelperspektive in Betracht zieht, nach hinten leicht verjüngt. Von der Höhe her können Leute mit ca. 1,80m auf jeden Fall gut Platz nehmen und das ohne sich die Birne an der Decke zu stoßen. Der anschließende kleine Kofferraum ist für eine kompakte Limousine recht ordentlich. Man kann schon etwas da einpacken und können ruhig mehr als nur 2 Einkauftüten vom Format eines Smarts sein. Bei Bedarf läßt sich auch zwecks Laderaumvergrößerung die Rückbank umklappen. Da ich aber von Natur aus der Typ für die guten alten Kombivorlieben bin, wäre mir dennoch das ganze zu klein. Im Zweifelsfalle täte ich mich eher für den Kombi (Variant genannt) entscheiden. Der ist in der Hinsicht schon praktischer. Was die Übersichtlichkeit betrifft, so muss ich sagen hat diese ein wenig mit den neueren Generationen doch ein wenig gelitten, was aber der Bauform der Karosserie und somit der Form und Anordnung der einzelnen Fenstern zuzu schreiben wäre. Doch schon im Vergleich zum älteren Golf 4 ein Negativpunkt. Das Amaturenbrett vorne ähnelt doch wieder dem des Passat. Wuchtig aber übersichtlich und sehr offensichtlich in der Handhabung angelegt. Alles ist relativ leicht verständlich und nicht zu überfrachtet mit Schaltern, ähnlich auch dem Golf 4, nur mit wesentlich größeren Chromanteil in den Applikationen im Cockpit. Materialanmutung ist angenehm und es scheint gut zusammenpassen, zumindest klappert und knarzt nichts. Optisch sportlich gehalten und Platz bis zu 4 Personen mit etwas Gepäck, also recht passabel. Nur die Beinfreiheit in der zweiten Reihe und der Kofferraum sind für mich als Familienmensch der es praktisch mag, zu wenig. Als letzten Punkt in dieser Kategorie möchte ich nochmal die Sitze ansprechen. Diese bieten schon einen angenehmen und langstreckentauglichen Komfort. Seitenhalt hat sich doch im Vergleich zum Golf 4 gebessert, diese waren schon recht gut.

Bremsen/Fahrwerk/Fahrverhalten:
In Sachen Bremsen kann man dem Golf nicht viel Nachsagen, nur das sie stark zupacken und zuverlässig funktionieren. Aber das konnten die vorangegangenen Golfgenerationen alle von ganz ordentlich (Standartgolf) bis supergiftig (GTI). Kann mir aber auch vorstellen das Beläge und Bremsscheiben je nach Giftigkeit, Leergewicht und Motorisierung schon etwas schneller verschleißen können. Aber das ist bei jedem Fahrzeug und bei jeder Marke weltweit so. Das Fahren selbst ist relativ problemlos, aber vom Fahrwerk ein relativ komfortabeler Sportler.
(Hierbei handelt es sich um das standartmäßige Fahrwerk mit Stahlfedern.)
Kurven lassen sich sehr spielend auch mit etwas flotteren Tempo bestreiten. Ähnelt doch ein wenig dem Fahrverhalten eines Ford Fokus, aber der ist im Vergleich doch noch eine Hausnummer strammer. Der Golf 4 wirkte dagegen etwas gutmütiger, aber auch weniger kurvenfreundlich. Daher eine recht positive Entwicklung.

Motorisierung/Verbrauch:
Kommen wir wieder mal zum liebsten Kapitel der meisten Leser. Der Motor ist 122 PS starker Benziner der seine Leistung aus 1.4 Liter Hubraum samt Abgasturbolader bezieht. Es gibt dazu noch eine stärkere Variante mit 160 PS, die hat aber zusätzlich noch einen Kompressor unter der Haube. Aber kommen wir wieder zum Test anstehenden "kleineren" Motor. Befehle ans Gaspedal
antwortet der Motor mit spontanen Ansprechen und ab ca. 1900 U./min laut Tacho geht dann gut die Post ab. Habe zwar jetzt nicht mit der Uhr nachgemessen, aber der Sprint in ca. 10 sek. auf 100 schafft der Wagen mühelos. Leider geht im höheren Drehzahlbereich ein wenig die Puste aus. Hatte das Vergnügen den Wagen auf einen Autobahnabschnitt (ca. 45km Hinweg) zu fahren. Fahrgeräusche sind in diesem Wagen doch recht gut gedämmt. Also kaum wahrzunehmen. Schneller als 140 km/h bin ich aber selbst nicht gefahren. Maximalleistung
des Fahrzeugs habe ich damit nicht abgerufen, zumal der Wagen nicht mir gehört. Aber mein Kollege fährt einen ähnlichen Golf 6 mit derselben Motorisierung und er hat seinen auch bis 210 km/h laut Tacho getrieben. Nebenbei fährt er seinen im alltäglichen Gebrauch mit gut 50 km zur Arbeit (Breckerfeld bis Dortmund). Der angebene Verbrauch läßt sich da kaum realisieren. Ich habe in den 2 Tagen 163 km zurrück gelegt und bin bei gemischter Fahrweise auf einen Verbrauch von 7 Litern Super Bleifrei gekommen und das bei gemischter Fahrweise. Ein Golf 4 mit dem 1.4 16V und 75 PS verbraucht zwar etwas weniger (ca. 0,5 Liter) , aber es fehlt etwas dagegen an Feuer im Motor um voran zu kommen. Stadtverkehr waren weitesgehend gemieden worden. Eigentlich gut aber die Dieselmodelle sind da für mich derzeit das wirtschaftlichere Gefährt. Als Langstreckenfahrer und aufgrund der aktuellen Sprittpreise käme für mich diese Motorisierung weniger in Betracht. Der Kollege fährt ähnliche Verbräuche mit seinen Wagen ein. Denkt schon darüber nach ob er aufgrund der Langstrecken in 2 Jahren dem Benziner abschwört und evtl. auf dem 1.6 TDI mit 105 PS umsattelt. Wäre aufgrund der Langstrecken wirtschaftlich von Vorteil.

Langlebigkeit/Kosten/Anfälligkeiten/Wartungen:
Gut, da ich den Wagen nur 2 Tage hatte, kann ich selbst nur sehr wenig über Langlebigkeit eines Golf 6 berichten. Bei meinem Arbeitskollegen aus Breckerfeld sieht diese Sache ein wenig anders aus. Der fährt seinen Wagen (Baujahr 2010) seit gut 2 Jahren durch die Landschaft und hat bislang gut 52000 km seit dem (Neu)Kauf zurrück gelegt und das bei gut 60% AB, 20% Bundesstrasse und 20% Dorf/Stadtfahrt/Kurzstrecke. Dabei fällt beim Wagen eine Besonderheit auf die schon beim Golf 4 schon Gang und Gebe war. Er frisst Öl und das nicht zu knapp. Man kann sagen das gut 1,5 Liter Öl auf 3-5000 km nachgefüllt werden müssen. Der Werkstattmeister meines Vertrauens meinte das das bei VW normal wäre. Mein privater Vectra C (trotz Diesel) nimmt sich zwischen den Intervallen (alle 30000km) nicht mal nen viertel Liter. Da muss ich sagen das solche Sachen wohl unnötig und auf Dauer Geld kosten, besonders bei Fahrern mit viel Autobahn und langen Landstrecken im Alltag. Vor gut einem Monat ist beim Kollegen die Garantie erloschen, darauf hin hat er diese um weitere 3 Jahre verlängert, was auch gut und sinnvoll war, zumal sich der Turbolader 1 Woche nach Garantieablauf bei Kilometerstand 51000 verabschiedete. Hätte er die Garantie nicht rechtzeitig verlängert, hätte seine Fachwerkstatt mal eben ca. 2000€ für nen neuen
genommen. Da blieb mir ehrlich gesagt die Spucke weg, zumal das bei einem normal gefahrenen Wagen bei der Laufzeit und dem Alter bei guter Pflege nicht passieren dürfte. Aber es ist passiert, und ich hab mir sagen lassen das das nicht grad ein Einzelfall war und das sich diese Störanfälligkeit rumgesprochen und bei vielen örtlichen Autohäusern in meiner Umgebung bekannt ist und auch kommentarlos bestätigt haben. Im selben Atemzug wurde ich darauf aufmerksam gemacht das die Steuerkette im 1.4 TSI reißen kann (alle anderen Golfgenerationen davor fuhren nur mit Zahnriemen), was ich selbst ebenfalls für ein Unding halte, zumal nach meinem Wissen Steuerketten meist keine Wechselintervalle wie Zahnriemen besitzen und eigentlich ein Autoleben halten sollten. Aber dieser Fehler wurde bereits auch in den vergangenen Monaten in der Fachpresse thematisiert. Und wo wir schon mal beim Autoleben sind, so zweifel ich ernsthaft, aufgrund des sogenannten Downsizing am Motor (herunterstufung des Hubraums am Motor mit stärkerer oder gleichbleibender Leistung), ob dieser die Laufleistung bringt wie die älteren Motoren mit langhubiger Technik. Inzwischen wird in der aktuellen Motortechnik schon von Dreizylinder mit aufgeblasenen 125 PS und das schon mit nur 1,0 Liter Hubraum gesprochen. Ich frag mich da ernsthaft wie empfindlich oder gar langlebig der Motorblock da noch sein darf. Ich als Familienvater und Langstreckenfahrer schätze da eher etwas größere Motoren die mich auch bis an die 300000km und darüber hinaus begleiten können. Weil ich gehöre wie viele andere auch zu denen in der Bevölkerung die sich nicht alle 3 Jahre ein neues Auto kaufen können. Ganz ehrlich, diese Politik finde ich allgemein als unfug. Aber kommen wir zum Golf zurrück. Ob das Intereur langlebig ist kann ich derzeit am Golf 6 weniger beurteilen , aber bei dem Vorgänger einem Golf 5 als Variant in der Trendlineausstattung mit dem 2.0 TDI von 2006 von meinem Nachbarn schon eher und das sah nach 120000 gefahrenen kilometern Ende 2011 nicht mehr gut aus. Als da wären ein komplett vom Leder befreites Lenkrad, die Einrastclips für die vorderen Gurte waren oft defekt, sowie Störungen in der Klima und Elektrotechnik waren Gang und gebe. Das Fahrzeug wurde nur von einem Familienvater samt Ehefrau normal gefahren und gewartet und das sowohl auf Mittel- und Langstrecke. Getriebe, besonders mit 6 Gängen, egal ob Handschaltung oder DSG waren in der Vergangenheit bei allen VW-Modellen samt Tochterfirmen immer mal wieder für böse Überraschungen gut und das lange vor Erreichen der 100000km-Marke. Auch hier ist Vorsicht geboten. Hoffe das der 6er das ganze besser macht. Versicherung sind bei diesem Wagen mit Vollkasko, 25000 km im Jahr, B-Tarif und Familienwagen und 45% je nach Versicherung gut 500-550 € im Jahr fällig, so mein Arbeitskollege. Was soll ich dazu sagen. Golf ist der meist gefahrenste Kompaktwagen in Deutschland, dementsprechend wird laut Statistik auch mehr Unfälle gebaut und dementsprechend auch etwas teurer als andere. Hier nochmal die Versicherungeinstufungen: KH 15/VK 17/ TK 16. Die Kaskoeinstufungen sind bei der Version mit 160 PS nochmal ne ganze ecke teurer. Teilkasko bekommt dann eine 21 als Einstufung. Eine Inspektion mit Ölwechsel erfolgt normalerweise alle 28000 km mit sogenannten Longlifeöl was nicht immer billig ist. Die KFZ-Steuer beträgt (Stand 2012) im Jahr 76€.

Ausstattung am Wagen:
Generell ist der von mir gemietete Wagen in der sogenannten "Comfortline"-Ausstattung für meinen Geschmack mehr als ausreichend ausgestattet. Heizung/Klima funktionieren bravoziös und hinterlassen soweit einen positiven Eindruck. Das Radio und die dazu gehörende Technik arbeitet auch soweit zuverlässig kommen trotz einiger Verbesserungen im Vergleich zum Golf 4 noch immer nicht an die Konkurenz aus Köln und Rüsselsheim ran. Wahrscheinlich gibt es bestimmt etwas für bessere Akustik bei VW, aber bestimmt wie immer zu horenden Aufpreisen. Sitzheizung hat zwar auch der Golf in dieser Ausstattung aber habe sie so gut wie gar nicht ausprobiert weil die Heizung relativ gut und zügig arbeitete. Das einzige Feature was ich beim Golf recht interessant finde sind die optional einzustellenden Dämpfer am Fahrwerk die der Mietgolf jetzt nicht hatte, aber mein Kollege sich in seinem "optional" gegönnt hatte. Die Technik selbst kenne ich schon von Opel und ist dort schon seit Jahren seit dem älteren Astra H bekannt und gehört dort auch immer noch bei Astra J und Insignia zum guten Ton. Man unterscheidet da zwischen Normal, Komfort und Sport. So sollte man eigentlich jeden Geschmack treffen. Die meisten tendieren eh zum Komfort für Genießer oder zum Sport für Hobbyrennfahrern. Die wenigsten werden so denke ich die Zwischenstufe wählen.

Fazit:
Ein schönes Auto keine Frage. Fahren tut sich der Golf 6 genau wie die Generationen 4 und 5 relativ entspannt und unaufgeregt (es sei den man nimmt gleich nen GTI). Für Leute die viel Stadt bzw. Landpartien bestimmt eine gute Sache, für die Autobahn meines Erachtens nur eingeschränkt tauglich, auch wenns mein Kollege auf der Arbeit tut. Für sowas nimmt man nach wie vor einen Dieselmotor und nichts anderes, besonders auf Langstrecken. Für 4 Personen mit ein wenig Gepäck ist genug Platz drin. Wer es praktischer mag sollte sich eher den Kombi zulegen und wer weiter auf Golfbasis mit noch mehr Platz setzt sollte sich den Skoda Oktavia Kombi anschauen. Der Motor selbst haut für 1.4 Liter Hubraum dank seines Turbos ordentlich Dampf aus ihm heraus, aber auch zum Preis eines heftigen Sprittverbrauchs an der Zapfsäule. Wer ihn ruhig fährt verbraucht auch wenig, aber für so eine Fahrweise genügt schon der alte Golf 4 mit seinem 75 PS aus dem 1.4 16V. Die einzelnen Mängel die ich kenne bzw. auch in meinem Bekanntenkreis kennen gelernt habe sind für meinen Geschmack zuviel des Guten und zuviel für einen Premiumhersteller. Da kommt man aus dem Zahlen von Teuros gar nicht mehr raus. Also empfehlt sich da auf jeden Fall die Garantie zu nutzen und ggf. zu verlängern, sonst wirds arg teuer und das Zwiebelleder bringt einem zum heulen. Leider gibts da aus meiner Sicht nur eine eingeschränkte Empfehlung.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
XXLALF58

XXLALF58

24.03.2012 07:51

bh

Geli3006

Geli3006

24.03.2012 07:50

Ein Wäschestück für dein Auto.L.G. Angelika

schumitoni

schumitoni

23.03.2012 22:07

Sehr kritisch auseinandergenommen - Toll rüübergebracht, dann geb i doch mal nen BH aus

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