Fahrzeugbewertung des Autors:
| Pro: |
Verarbeitung, Zuverlässigkeit, Platz, Kosten, Fahrgefühl |
| Kontra: |
der Aschenbecher ist zu klein |
Ein Autobericht aus der Sicht einer Frau :o)
Der Kauf
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(Dönekes zum Drüberscollen für Eilige)
Es begab sich aber zu jener Zeit, dass mein alter Kadett wieder zum TÜV musste und ich der Prüfung mit sorgenvollem Blick entgegensah, schließlich wäre einiges dran zu machen gewesen. So überlegte ich hin und her, und kam dann zu folgender Milchmädchenrechnung: 300 € muss ich in die alte Möhre reinstecken, um sie über den TÜV zu kriegen. Wenn ich sie jetzt verkaufe, bringt er 500, macht 800 €. Für 800 € bekomme ich mit ein bisschen Glück einen Wagen mit weniger Macken und noch mindestens einem Jahr TÜV, vielleicht sogar einen mit G- Kat, der steuermäßig nicht so teuer ist. Also schmiss ich den Rechner an und stöberte ein wenig bei mobile.de. Dort gab es neben Schrottkoffern und ollen Gurken einen Volvo 460 in relativ gutem Zustand, allerdings ein gutes Stück weit weg. Ich überlegte ein wenig und wollte am nächsten Tag die Telefonnummer des Verkäufers raussuchen, gab bei mobile.de gleich die Suchbegriffe "Volvo" und "bis 1000 €" in die Umkreissuche ein und staunte nicht schlecht: Ein Autohaus um die Ecke meines Arbeitsplatzes bot einen Volvo 940 Kombi BJ 1992 für 750 € an, aufgrund der hohen Laufleistung von 290.000 km allerdings nur für Händler oder Export. Was scheren einen Volvo die vielen Kilometer? Der ist doch bei 200.000 grad erst eingefahren!
Aber ist so ein Volvo nicht zu teuer in Steuern und Versicherung? Im Internet wurde ich schnell fündig. Die angebotene 2 Liter- Maschine kostet im Jahr mit ca. 300 € weniger als der Kadett (nach der Aufrüstung auf Euro2 dann irgendwann nur noch 170 €), die Versicherung dafür ein wenig mehr, ca. 400 € im Jahr bei SF6. Der Spritverbrauch wurde mit irgendwas zwischen 10 und 11 Litern Normal Bleifrei angegeben, was ich für solch ein großes Auto durchaus erträglich finde. Selbst die Kosten für Ersatzteile waren erstaunlich günstig, so kostet zum Beispiel eine komplette Auspuffanlage weniger als 200 € (Alle Töpfe!).
Auf der Suche nach dem Haken an der Sache begab ich mich am nächsten Morgen mit ausreichend Bargeld in der Tasche zu dem Händler und bat darum, den Wagen mal ansehen und Probe fahren zu dürfen. Kein Rost, der Motor trocken und ölfrei, ein heimlicher Blick ins Service- Checkheft ergab, dass der Wagen lückenlos gepflegt und gewartet wurde und erst vor kurzem nagelneue Bremsen eingebaut wurden. Obwohl der Verkäufer bereits Anfragen von Händlern und Exporteuren auf dem Tisch liegen hatte, konnte ich ihn davon überzeugen, das Auto mir zu verkaufen - auch Gebrauchtwagenverkäufer sind nur Menschen… ich konnte mein Glück kaum fassen.
Einsteigen und losfahren
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Der Elch ist ausgestattet mit dem unkaputtbaren B200F- Motor und einem 5- Gang Schaltgetriebe.
Die Umstellung auf Heckantrieb ist nicht wirklich problematisch, allerdings bewegt sich der Wagen keinen Meter, wenn Schnee liegt, aber das kommt hier nur selten mal vor. Da müssen die Kids halt mal in den Kofferraum, um ein wenig Gewicht auf die Hinterachse zu bringen (für den nächsten Winter muss ich sie mästen…)
Wer sich mit Nachbars 911er anlegen will, hat hier schlechte Karten: gerade mal 112 PS hat das 2- Liter- Maschinchen; genug, um den eineinhalb Tonnen schweren Boliden zackig voran zu bringen und auf der Autobahn die mehr als ausreichende Reisegeschwindigkeit von 175 km/h zu erreichen- und das mit schlappen 20 km Anlauf…. Von der Geschwindigkeit merkt man im Inneren nichts. Man kann sich in normaler Lautstärke unterhalten und das trägt natürlich zum Familienfrieden bei. Auch bei hoher Geschwindigkeit läuft der Wagen wie auf Schienen. Die Bremsen packen bärig zu, der Wagen steht sofort wie eine eins (was dem blinden Corsafahrer gestern zugute kam, der mir die Vorfahrt genommen hat… war ganz kreidebleich, der Junge, aber der Elch stand und er lebte noch! Hätt ja mal wenigstens Danke sagen können, aber er musste wohl nach Hause ne frische Hose anziehen…)
Rückwärts einparken
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Mit einer Länge von 4,80 Metern ist der Wagen dank der Servolenkung ganz gut zu handhaben. Rundherum Glas bis an die Ecken gewährt eine gute Übersicht. Die Parklücke muss halt nur groß genug sein, damit das Auto auch reinpasst. Dabei hilft auch der große Einschlagwinkel der Vorderräder und die leichtgängige Servolenkung- so wird einparken auch bei engen Lücken nicht zur Qual.
Platzangebot
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Bei den Ausmaßen der Rücksitzbank wird dem geneigten Leser schnell klar, warum die Geburtenrate in Schweden seit Jahren konstant ist *g*.
Endlich wird ich nicht mehr von Sohnemann angequengelt, wenn er ausnahmsweise mal hinten sitzen muss, denn auch die Beine meines inzwischen 185 cm "kleinen" finden genügend Auslauf. Im Kofferraum können es sich Frau Braunkötter und Herr Weißkötter bequem machen, ein passendes festes Gitter war auch schon drin. Wenn man die Rücksitzbank umklappt, hat man eine Ladefläche wie ein französisches Bett (190 x 130).
Verarbeitung
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Vollverzinkte Karosserie, schwerer Schwedenstahl. Robust wie ein Panzer und unkaputtbar. Nichts was klappert oder ruckelt, welche eine Wohltat nach dem ollen Kadett! Man fühlt sich darin so sicher wie in Abrahams Schoß, kann sich in die gemütlichen Sitze kuscheln und die Lordosestützen stützen lassen, eine Wohltat bei langen Fahrten.
Kosten
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Wie bereits erwähnt, Steuer für die 2 Liter Maschine zur Zeit noch 300 € im Jahr, mit Euro 2- Umbau dann ca. 170 €. Der Umbausatz wird so etwa 150 € kosten, plus Einbau. Versicherung ca. 400 € bei SF 6.
Der Benzinverbrauch bei gemischten Fahrten pendelt sich zwischen 8 und 10 Litern ein, wobei es getrost auch Normalbenzin sein darf, ohne das er gleich Verdauungsprobleme bekommt.
Extras
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Das Stahlschiebedach für den Sommer lässt auf Cabriofeeling hoffen und ist mir lieber als eine Klimaanlage.
Eine elektrische Sitzheizung mag zwar überflüssig erscheinen, aber wenn man wie ich im Winter morgens um halb 6 zum Frühdienst muss, ist es eine feine Sache, von unten angewärmt zu werden…
A propos Heizung: die verdient ihren Namen wirklich! Und fünf Gebläsestufen sorgen für ordentlich Wirbel in der guten Stube.
Ansonsten hat der Wagen bis auf die Zentralverriegelung keinerlei Sonderausstattung, und die brauch ich ja auch nicht, bin vom Kadett ja nicht grad verwöhnt.
Volvofahren als Lebensart
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Elchfahrer sind anders. Bei Fragen rund um Volvos jeglicher Bauart ist die Seite www.alter-schwede.de sehr zu empfehlen. Hier wird einem schnell und sehr nett geholfen, den Ton könnte sich so mancher Ciao- Aktivist mal abgucken. Auch der Vorbesitzer des Wagens, den ich kontaktierte, war sehr freundlich und hilfsbereit - wähnte er seinen Alten Schweden doch schon auf dem Weg nach Afrika. In meinem Bad liegen jetzt keine Frauenzeitschriften mehr rum, sondern der aktuelle Katalog von SkanImport. Und angequatscht wird man mit dem Wagen auch, Flirtfaktor 100.
Meine Meinung:
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Ich bin auf den Elch gekommen. Der Wagen war extrem günstig in der Anschaffung, und auch im täglichen Einsatz frisst er mir nicht die Haare vom Kopf. Das Platzangebot, die Verarbeitung und der Komfort sind nicht zu übertreffen. Understatement pur! Wer sich die Anschaffung eines Gebrauchtwagens überlegt und Wert auf diese Dinge legt, sollte mal über einen Volvo nachdenken, denn die Preise sind im Vergleich zu Volkswagen und Co. sehr moderat.
Übrigens muss man vor hohen Laufleistungen keine Angst haben, wenn das Gefährt einen Original Volvo Motor hat (in den kleinen Volvos sind R19- Motoren drin), der regelmäßig gewartet wurde- Elche schaffen 600.000 km locker, wenn sie nicht -turboaufgeblasen sind. Die 200er und 230er Maschinen sind wohl am zuverlässigsten.
P.S.: Wer als erstes anhand der im Bericht vorkommenden Daten die Fahrgestellnummer meines Volvos als Kommentar abgibt, kriegt mein Vertrauen!
30.04: Jetzt kriegt er ihn endlich, den heißersehnten Aufkleber "Alter Schwede- erst 300.000 km"
3.8. Heute ist es passiert: Ich stand hinter einem LKW, als es einen derben Sclag von hinten gab- Ursache war ein Audi A4, der ungebremst in den stehenden Elch raste. Audi zerlegt, halber Meter kürzer; Elch scheinbar unversehrt inklusive Insassen. Doch leider scheint der Rahmen verzogen
| weitere Erfahrungsberichte |
Fliegender Panzer oder gepanzertes Flugzeug?!
Fahrzeugbewertung für Volvo 940 von
rkoehler
Pro: Platz, Komfort, solide weil einfache Technik, solide Karosserie
Kontra: als Diesel "Raucher", hohe Besteuerung
...Warum Volvo?!
Mein erstes selbst finanziertes und tatsächlich auch gekauftes Auto war ein Volvo - recht ungewöhnlich für einen damaligen Zivi, oder? Ich fuhr noch den Nissan Sunny Coupé, das ich von meiner Mutter übernommen hatte. Das Problem war: Irge ...
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09.08.2006
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Ein Schiff wird kommen ...
Fahrzeugbewertung für Volvo 940 von
urbanekr
Pro: Platz, Handling, Design, Zuverlässigkeit
Kontra: Fahrgeräusche
...Trotz oder vielleicht gerade wegen seiner kleinen Mängel ist unser Volvo 945 das erste Fahrzeug, welches mir (und meiner Familie) ans Herz gewachsen ist. Der mit Leder und Klimaanlage ausgestattete Wagen, EZ Jan. 1997, 165 PS (Turbo) , ist seit gut drei ...
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sehr hilfreich
31.05.2005
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mein liebster Streifenwagen
Fahrzeugbewertung für Volvo 940 von
sorano
Pro: sicheres Fahrzeug, zeitloses Design, ein Ur-Volvo eben
Kontra: -
Vorerst mal, ich kenne den Volvo 940 von der Arbeit her. Wir haben bei der Polizei als Streifenwagen noch alte Volvo 940er (Reservefahrzeuge), Volvo S70, neue Volvo V70, BMW 328er und VW Sharan's. Sicherheit Sehr sicher, denk sogar, die letzten zuge ...
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sehr hilfreich
16.07.2002
(17.07.2002)
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Mein guter Björn der letzte echte Volvo.
Fahrzeugbewertung für Volvo 940 von
bockos-welt
Pro: Groß, Ehrlich, Preiswert.
Kontra: Verbrauch, das ist aber auch das einzige was man diesem Auto anlasten kann.
Eins gleich vorweg: Mein schöner 945 Classic fährt jetzt in Schweden als Familienkutsche, er hat mir einfach die Haare vom Kopf gefressen.
Im September 1997 bekam ich nach 3 Monaten Wartezeit, meinen 2. Swedish-brick. So genannt wird der 940 und 960 vo ...
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sehr hilfreich
10.08.2003
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Schneller Kombi
Fahrzeugbewertung für Volvo 940 von
Volksdorf
Pro: Gebrauchsnutzen, Zuverlässigkeit, Verarbeitungsqualität
Kontra: Kühlwasserschwund, hoher Stadtverbrauch
1997 suchte ich nach einem großen Kombi mit 5 Kopfstützen, die den Namen verdienen, und 5 Dreipunktgurten. So viel Auswahl gab es damals gar nicht bei der Hochpreispolitik von D.C. und den Qualitätseinbrüchen bei O.
Der 940 Kombi ist bis Anfang 1998 ge ...
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03.12.2000
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