Mein treuer Body-Guard
16. Aug 2008
(17. Aug 2008)
Pro:
Optik, Qualität, Zuverlässigkeit, Sicherheit
Kontra:
Platz hinten, Bremsen, Originalteil - Preise
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Zuverlässigkeit:
Fahreigenschaften:
Bedienung:
Platzangebot:
mehr
 Mawigo
Über sich:
Hi, ich heiße Martin und bedanke mich hiermit vielmals für die tollen Bewertungen meiner Berichte, d...
Mitglied seit:11.08.2008
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Vertrauende:5
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1.) Wie kam ich zu diesem Fahrzeug: ****************************************** Ich fuhr in meinem bisherigen Leben eigenartigerweise ausschließlich Autos, die mit einem "V" beginnen. Nach einigen VWs (2 Polos, 3 Passats) kaufte ich mir dann einen schon ziemlich alten Volvo 440. Und obwohl dieser Wagen mich zwar nicht restlos zu überzeugen vermochte - was aber nicht so neu für mich war, da dies auch VW noch nicht schaffte -, konnte ich einige Jahre später nochmals ein Produkt dieses Herstellers mein Eigen nennen. Diesmal einen V40-1.8er (Benziner) in silber-metallic, den ich von einem Geschäftspartner recht günstig angeboten bekam. Der Jahreswagen mit toller Ausstattung und nur 15.600km am Buckel wurde mir 8-fach bereift (die weiteren 4 befanden sich natürlich im Kofferraum und nicht am Auto) um sehr faire € 19.000,- angeboten, der Neupreis lag damals bei ca. € 24.500.
€ 6.000,- (inkl. Reifen) zu sparen, wenn ein Wagen nur 1 Jahr alt ist, klang für mich wirklich sehr vorlockend, entsprach dies doch ca. einem Viertel des Neupreises, und 25% verliert kein Fahrzeug in nur einem Jahr an Wert. Eine ausgedehnte Probefahrt sorgte dann schließlich recht bald schon für meinen Entschluss, dieses Fahrzeug in den nächsten Jahren als meinen Begleiter auszuwählen. Die Wahl fiel deshalb auf einen Benziner, da ich a.) Diesel-Motoren in einem PKW nicht ausstehen kann, b.) ich nicht allzu viel fahre (ca. 12.000km/Jahr) und c.) vorwiegend in der Stadt und daher auf Kurzstrecken unterwegs bin, was den Dieseln ja nicht so ganz behagt.
2.) Die technischen Daten: ****************************** Hersteller: Volvo Modell: V40 (Kombi) Farbe: silber-metallic Motor: 1,8 Liter (1.783ccm) Benziner, 4-Zylinder Leistung: 122 PS (bei 5.600), 160 Nm (bei 4.000) Getriebe: 5 Vorwärts- + 1 Rückwärtsgang, manuell Baujahr: 2/2001 (Hinweis, ab 2000 gab es die überarbeitete Version, die man von außen an den modifizierten Scheinwerfern, Rückleuchten und vergrößerten Seiten-Leuchten erkennt) Länge/Breite/Höhe: 4,52/ 1,72/ 1,43m Leer-/ Gesamtgewicht: 1.280 kg (mit Ausstattung wohl ca. 1.350 kg), 1.770 kg Kofferraum: 413 bis 1.422 Liter Fahrleistungen: Vmax = 200kmh, Ausstattung: Servo, Fensterheber, Funk-Zentralverriegelung, el. verstellbare und beheizbare Aussenspiegel, Klima, 2 integrierte Kindersitze, 6 Airbags (2x vorne, 2x seitlich und 2 Window-Bags über fast die gesamte Innenlänge), ABS, verstellbares Lenkrad, höhenverstellbarer Fahrersitz, Vordersitze mit Lordosen-Stütze, Beifahrersitz komplett nach vorn klappbar, "Finde-Heim"-Licht, Sound-Anlage mit 8 Lautsprechern (2 davon als Subwoofer in der Kofferraum-Seitenwand) Echt-Verbrauch: ca. 7 Liter (bei defensiver Fahrweise, wenig Stadt und max. 120 km/h auf Autobahnen) ca. 9,5 Liter (mit vorwiegend Kurzstrecken, viel Stadt und 150 auf Autobahnen und natürlich mit Licht am Tag)
Als Vergleich dazu mein VW Passat 2.0 mit 115 PS, der unter 10 Litern nur zu bewegen war, wenn man ihn schob… 3.) Der Innenraum/ Das Wohlfühlen: ***************************************** 3.1.) Die Sitze: Auf den Vordersitzen herrscht Platz zur Genüge, das Einsteigen vorne ist auch für groß gewachsene (ich bin 1,84m) ein Kinderspiel, die Sitze sind groß, angenehm und vielleicht um eine Spur zu weich, was aber auch an mir liegen könnte, da ich nicht unbedingt der Leichtesten einer bin. Der Seitenhalt ist weniger die Stärke der Sitze, ein Volvo ja aber auch nicht für sportlich ambitionierte Fahrer konzipiert, langstreckentauglich sind die Sitze aber allemal und auch die Kopf-Stützen reichen für Fahrer bis ca. 1,90 aus.
Wichtiger als das ist da wohl das Wohlfühl-Kriterium und dies wird aufgrund der zahlreichen Verstellmöglichkeiten (längs, hoch, Neigung der Sitzfläche! stufenlose Neigung der Lehne mit Lordosenstütze[Abstützung der Wirbelsäule im Nierenbereich]) auch mehr als nur erfüllt. Das Lenkrad lässt sich zusätzlich in der Höhe verstellen, um den Arbeitsplatz des Fahrers so ermüdungsfrei zu gestalten, wie es nur möglich ist. Bei den Rücksitzen sieht die Sache aber etwas anders aus, denn durch den für diese Klasse relativ kurzen Radstands des V40ers von 2,56 sind die hinteren Türen relativ kurz, was den Einstieg etwas erschwert. Erstmal drin geht es dann aber wieder, die Sitze sind hinten wesentlich härter als vorne aber nicht "unbesitzbar", der Platz für die Beine stellt wiederum kein Problem dar, da unter den Vordersitzen Platz für die Füße der Hinterbänkler zur Verfügung steht. Die Vordersitze sollten bei voller Besatzung nach Möglichkeit aber nicht ganz nach hinten geschoben werden, denn sonst wird´s wirklich eng, was in dieser Fahrzeugklasse aber auch keine Seltenheit darstellt.
3.2.) Die Ablagen: Diese zwar häufig
vorhanden, aber leider nicht immer auch gut nutzbar. So befinden sich solche in allen 4 Türen (eher flach), zwischen den Vordersitzen (ok), unter dem Lenkrad (zwar breit aber nicht allzu tief), in der Mittel-Konsole (ok) und im Handschuhfach, das zwar relativ groß ist und auch über eine zusätzliche Ablage im inneren verfügt, aber nur mäßig befüllt werden kann, ohne dass es Probleme beim Schließen gibt. Im Kofferraum allerdings gibt es dafür einige praktische Ablagen, einmal unter der Boden-Matte, unter der auch das Reserve-Rad liegt, wo aber noch genügend Platz für andere Dinge zur Verfügung steht, wie auch an beiden Seiten, wovon rechts ein Bereich mittels einem Netz abgetrennt ist und links die Möglichkeit besteht, dies mittels einem Gurt zu machen, der darüber hinaus auch noch an der rechten Fahrzeugseite eingesteckt werden kann, um so Teile vor dem herumrutschen zu sichern.
3.3.) Die Materialien/ Anmutung: Die innere "Bestückung" ist zumindest cockpitseitig zweigeteilt, das heißt, dass oberhalb die weichen Kunststoffe zum Einsatz kommen, während diese im unteren oder hinteren Bereich eher hart sind, allen gemein ist aber die gräuliche Färbung. Zwar macht das im Alltag nur wenig Unterschied, da die harten Teile aber leicht kratzempfindlich sind, sollte man eher aufpassen, um keine bleibenden "Verzierungen" im Innenraum spazieren zu fahren.
Die einfache Pflege (feuchtes Tuch oder Cockpit-Spray + trockenes Tuch) ist natürlich in jedem Fall gegeben. 3.4.) Die Bedienung: Ein Volvo ist mehr oder weniger auch dafür bekannt, den Fahrer vor keinerlei Rätsel zu stellen, was die Bedienung anbelangt, und ich kann dem nach 2 Modellen nur absolut zustimmen. Alle Schalter, Hebel und Bedien-Elemente befinden sich dort, wo man diese entweder vermutet oder an Plätzen, die diesen ohnehin angedacht sind.
Sämtliche Tätigkeiten des Fahrens können daher intuitiv und ohne lange nachzudenken durchgeführt werden, was letztlich auch der Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nur förderlich ist. 4.) Das Fahren und Fühlen: ******************************* Starten und loslegen…das Einlegen der Gänge gelingt butterweich und völlig ohne darüber nachzudenken, wenn ich da an VW (z.B.) denke, kommen mir beinahe schon die Tränen ob dieser "Geschmeidigkeit", wobei man nicht unerwähnt lassen sollte, dass VW mit ihrer Seilzug-Schaltung wohl nur alleine weiß, was der Vorteil dieser sein sollte…
Verschalten ist wohl eher eine seltene Ausnahme, als eine an der Tagesordnung stehende Sache, und auch die sonstige Bedienung gestaltet sich in ähnlicher Form. Die Verarbeitung und die Geräuschdämmung sind sehr ordentlich, von außen kommen nur wenig an Störendem Lärm herein, innen werden selbst auf Kopfstein-Pflaster keine unangenehmen Töne produziert. Windgeräusche werden durch die glatte, runde Form ohnehin nur in geringem Maße verursacht und machen sich daher erst bei Geschwindigkeiten von ca. 140 km/h auch innen bemerkbar.
Auch der Motor ist kaum wahrnehmbar, zumindest bis ca. 4.500 Umdrehungen, dann allerdings beginnt das Aggregat etwas kerniger zu werke zu gehen, was aber bei Motoren mit 4 Zylindern nichts Ungewöhnliches ist. Die Gasannahme ist ordentlich, wenn diese auch deutlich hinter jener von Turbo-Dieseln liegt (obwohl der Vergleich aufgrund des fehlenden Turboladers ja etwas unfair ist), dafür ist sie aber über den gesamten Drehzahlbereich ziemlich gleichmäßig vorhanden. Der Ganganschluss passt, auch wenn man sich manchmal einen 6.ten Gang wünscht und auch das Runterschalten wird vom Getriebe willig angenommen.
Alleine die Bremsen scheinen nicht auf Höhe der Zeit zu sein, nur, sie sind es…man muss sie nur anders nutzen, als bei anderen Fabrikaten, nämlich eher sehr beherzt treten (keine Angst, sie gehen dabei nicht kaputt). Was mir sonst noch auffiel, ist das Fahrwerk, welches im Bereich von Quer-Fugen leicht zum Stuckern (also harten Durchschlagen) neigt, was aber anderseits auch den Vorteil in langen Bodenwellen oder engen Kurven aufweist, da ich bis dato noch mit keinem anderen Fahrzeug auch nur ansatzweise so schnell um gewisse Kurven ( z.b. Autobahn-Abfahrten) jagte, wie mit eben diesem.
Daher auch hier unterm Strich zwar nicht perfekt, aber sehr gut gelöst und scheinbar mit sehr hohen - und daher auch der Sicherheit dienenden - Reserven. 5.) Platz, Nutz und Variabilität: ********************************* Auf den vorderen Plätzen ist alles klar, dahinter bekanntlich eher nichts mit "First-Class" und ganz hinten (Gepäckraum) macht der V40 ebenfalls nicht auf Transporter.
In der Klasse, in der er aber spielen möchte, steht er so schlecht nicht da, so verfügt z.B. ein Mercedes C-Klasse T-Modell über nur 1.395 Liter (das allerdings mit Reifen-Kit und eingerechnetem Stauraum für den Ersatzreifen), der BMW-3er über nur 1.345 Liter und ein Audi A4 selbiger Zeit über nur 1.250 Liter, weil bei diesem die Möglichkeit der seitlichen Ablage durch den geradlinigen Verbau schon im Vorfeld gänzlich ignoriert wurde. Man kann in Summe daher sagen, dass der Volvo V40 sowohl im vorderen und hinteren Passagier-Bereich keinen Grund hat, sich verstecken zu müssen, im Bereich des Gepäcks allerdings recht ordentlich punkten kann.
Um das gesamte Volumen des V40 ausnutzen zu können, muss die Rückbank umgelegt werden. Dies ist zwar nicht schwierig, setzt aber voraus, dass die vorderen Sitze recht weit nach vor geschoben werden. Für den Platz des Fahrers ist dies in Abhängigkeit seiner Größe allerdings eine nicht immer so prickelnde Sache, da große Fahrer dabei recht bald an die Grenzen ihrer Bewegungsfreiheit stoßen. Was aber in jedem Fall leider bleibt, ist die Ladekante, die das Heben von Ladegut nur unnötig erschwert, auch wenn sie der Stabilität des restlichen Fahrzeugs sicherlich zuträglich ist. Schwere Dinge darüber wuchten zu müssen, ist nicht immer ein Vergnügen. Aber wie schon erwähnt, würde sich der V40 in der Rolle des Last-Esels sicherlich auch nicht so pudelwohl fühlen, wie er dies z.B. als nach wie vor moderne Reise-Limousine tut.
Wer also reine Nehmer-Qualitäten sucht, hat hier sicher das falsche Fahrzeug gewählt. 6.) Die Qualität/ Langlebigkeit: ********************************** Bei diesen Punkten habe ich schon Vieles erlebt und kann daher in keinster Weise klagen. Trotz täglich mehrmaligem Tür auf/Tür zu und sonstiger Strapazen gibt es nahezu keine Spuren einer Abnutzung oder des Verschleißes.
Die Türen (besonders die Fahrer-Tür) lassen sich nach wie vor satt schließen, und weisen keinerlei "Spiel" auf. Auch die sonstigen "Gebrauchs-Teile" fühlen sich zwar leicht ge-braucht, aber noch lange nicht "verbraucht" an, was so üblich auch wieder nicht ist. Auch was andere Einflüsse, wie Rost anbelangt, gibt es nichts auszusetzen. Trotz einiger Übernächtigungen im Freien (man hat ja nicht immer eine Tiefgarage zur Verfügung) gibt es im mittlerweile Ende 7.ten Jahres absolut keine Ansätze dieser braunen Pest, auch nicht in Form von Flug-Rost.
Alle sonstigen Gebrauchs-Teile, außer jenen des Verschleißes, sind absolut ok und scheinen für längere oder intensive Nutzung gemacht worden zu sein. So schnell jedoch, kann man diesem Wagen seinen "Nutzungs-Stempel" jedoch nicht aufdrücken…
7.) Einige Interessante Lösungen = Goodies: **************************************************** 7.1.) Die automatische Gurthöhen-Anpassung: Eine interessante Lösung stellt das Gurt-System dar, dieses verfügt nämlich über eine Art automatischer Höhenanpassung für unterschiedlich große Fahrer. Erreicht wird dies auf gleichsam simple wie effiziente Weise, und zwar über einen schräg angebrachten Gurt-Auslass-Schlitz an den B-Säulen. Auf diese Weise muss der Umlenkpunkt des Gurtes nicht manuell in der Höhe verstellt werden, sondern passt sich wie von Geisterhand dem jeweiligen Fahrer an. 7.2.) Der Angurt-Warner: Wird der Wagen gestartet, während man oder der Beifahrer nicht angegurtet ist (Sitzerkennung), so blinkt a.) ein Symbol auf und b.) klackt das Blinker-Relais (Das merkt man daran, dass sich bei Aktivierung des Blinkers der Takt dieses Geräusches verändert) gleichzeitig um ihr Leben, bis dieser Zustand geändert wird.
Nun, dies mag weniger positiv als eher lästig erscheinen, aber im Falle eines Unfalls, und das kann schließlich immer geschehen, sieht man diese Sache wieder etwas anders. 7.3.) Die integrierten Kindersitze: In der hinteren Sitzbank sind 2 Kindersitze integriert, die zwar einfach hand zuhaben aber nicht für ganz kleine Passagiere geeignet sind, weil diese nur den Sitzpolster gegenüber der Sitzfläche etwas erhöhen, aber im Bereich des Oberkörpers der Juniors keinerlei Abstützung erfolgt. Kinder, die die benutzen, sollten also schon etwas älter und in der Lage sein, ihren Körper auch immer aufrecht halten zu können.
Ansonsten aber zieht man einfach das aus dem Sitz herausstehende Band hoch und drückt den dadurch freiwerdenden Mini-Sitz einfach nach hinten, bis er deutlich hörbar einrastet. Die bestehenden Gurte können also problemlos verwendet werden, da die Kleinen ja etwas höher sitzen dürfen und der dadurch freigewordene Platz der ursprünglichen Sitzbank dient ihnen als Fuß-Stütze, oder eher als Füßchen-Stütze. Das Zurückbauen ist ebenfalls denkbar simpel, einfach nur in den frontseitigen Schlitz der Mini-Sitze hinein greifen und die Verriegelung lösen, dadurch wird der Sitz wieder frei und kann in die ehemalige Position gebracht werden.
7.4.) Der umlegbare Beifahrer-Sitz: Durch ein paar Dreher am Sitz-Rad kann man die Beifahrer-Sitzlehne ganz nach vorne legen, wodurch sich die maximale Innenraum-Länge auf ca. 2,7m beläuft. Eine einfache aber sehr effektive Möglichkeit, lange Stücke zu transportieren, ohne sie hinten aus dem Fahrzeug ragen zu lassen. 7.5.) Das "Finde-Heim"-Licht: Wird im ausgeschalteten Zustand der Hebel für das Fernlicht aktiviert, so schaltet dies die "Finde-Heim"-Funktion ein. Dabei leuchtet das abblendlicht für einige Sekunden, um dem Fahrer so den Weg nach Hause oder anders wohin zu erleichtern…danach schalten sich wieder von selbst ab.
7.6.) Die automatische Tür-Verriegelung: Wenn man dieses Fahrzeug mittels der Funk-Fernbedienung aufschließt, aber nicht innerhalb von 2 Minuten einsteigt bzw. das Zündschloss aktiviert, verschleißt der Wagen automatisch wieder alle Türen. Das mag zwar lächerlich klingen, ist aber nicht ganz unpraktisch, da man sich ja auch mal wieder von seinem Wagen entfernen könnte, wenn man am Parkplatz einen Freund trifft, und auf eine neuerliches Absperren seines eigenen Wagens vergisst. Wer schon einmal bestohlen wurde, wird diese Funktion dankbar annehmen… 8.) Die Zuverlässigkeit/ Pannen: ************************************ Der aktuelle Kilometer-Stand beträgt 93.000 (wie schon gesagt, ich fahre nicht viel, aber oft), ich fuhr bisher also ca. 77.000km, die Nutzungs-Dauer beläuft sich auf ca. 6,5 Jahre, was unterm Strich einen Wert von ca. 12.000 km/ Jahr ergibt.
Das ist zwar sicherlich keine herausragende Leistung für ein Auto dieser Preisklasse und dieses Anspruchs, aber man darf die Art der Nutzung hierbei nicht unterschätzen. Bei einem Einsatz von selten 300, 500 oder mehr Kilometern am Stück wird ein PKW gänzlich anders beansprucht, als wenn man jeden Tag nur 30/40 Kilometer zurücklegt, dies aber immer auf Kurzstrecken geschieht und auch mit zahlreichem Starten und Ab-/Aufsperren Hand in Hand geht, ganz zu schweigen natürlich auch von der höheren Belastung des Antrieb-Stranges (Schaltung, Kupplung, Getriebe) durch den "stopp-and-go"-Einsätzen.
Ich darf hier aber recht stolz erwähnen, dass ich bis auf einige Kleinigkeiten (Batterie, Lampen, Bremsen) keinerlei Probleme mir diesem Fahrzeug hatte. Dass die Batterie (der Akku) bei längeren Stadt-Einsätzen ohne ein Autobahnstück dazwischen ein wenig müde wird, ist verständlich, umso mehr, als dass dieser Akku noch der erste ist, und das nach fast 8 Jahren und permanenten Kurzstrecken.
Durch das "Licht-am-Tag"-Szenario, auf dessen Sinnhaftigkeit ich hier aber nicht näher eingehen möchte, ist es auch sehr einfach nachzuvollziehen, dass sich immer mal eine Lampe recht rasch verabschiedet. Ebenso, wie die Bremsbeläge wohl auch im städtischen Verkehr nicht so lange halten dürften, wie bei einem "born-on-the-raod"-Wagen, der den Großteil seines Lebens in "freier Wildbahn" verbringen darf… Ansonsten jedoch, gab es nichts, was mich ärgerte, mich in die Werkstätte zwang (bis auf einen Rückruf, der aber in einigen Minuten geschah und kostenlos war) oder mich außernatürliches Geld kostete…
9.) Ein Unfall und seine Folgen: ************************************ Wie das Leben so spielt, ist es nicht immer einfach, Unfälle zu vermeiden. In diesem Fall lag es rein an mir, als ich nur einige Monate nach der Anschaffung einem Ford Sierra ungebremst hinten auffuhr, da sich der Pilot dieses Gefährts nicht mehr zutraute, bei blinkendem Grün noch über die Kreuzung zu fahren, was ich rückwirkend gesehen wohl zweifellos seinem Alter anrechnen darf. Ich fuhr also ungebremst mit ca. 50 km/h in den Sierra, so dass dieser seine Vordertüre nur noch schwer, und die hinteren gar nicht mehr aufbekam. Jeder, der weiß, dass ein Sierra länger und weit schwerer ist, als mein schwedischer Freund, hat daher eine ungefähre Vorstellung von der Kraft, die schon bei so niedrigen Geschwindigkeiten frei wird.
Bei mir gab es eine verbeulte Motorhaube, sichtbare Schrammen an den vorderen Stossflächen, die aber noch intakt war, sowie einer sehr stark deformierten vorderen crash-box (ein sicherheitsrelevantes Teil, das Volvo für genau solche Vorfälle und dem dafür erforderlichen Abbau von kinetischer Energie einbaut). Ansonsten gab es nichts, keine Risse in der Front-Scheibe, keine klemmenden Front-Türen, und auch keine Beeinträchtigung der Funktionen des Fahrzeugs, nichts…nicht mal ein Airbag löste aus. Es ist schon erstaunlich, wie sicher diese Volvos sind…
10.) Das Fazit: ***************** Der Volvo V40 ist nicht nur ein Auto für Individualisten oder Querdenker, wie es oft heißt, ganz im Gegenteil sogar, ist er ein Wagen für eher vernünftige Fahrer, da er nicht zum Rasen animiert. Man kann damit zweifellos auch recht flott unterwegs sein, man will es aber - ganz im Einklang mit der Hersteller-Philosophie - eher nicht, da eher das Gleiten oder "Rollen" (Volvo ist das lateinische Wort für "ich rolle") dem Charakter dieses Fahrzeugs eher entspricht. Für alle, die mehr wollen, bot Volvo natürlich auch noch den 136 PS Benziner (2.0), den 165 PS Soft-Turbo-Benziner (2.0T)und last, but not least, den 200 PS-Turbo-Benziner (1,9 aber offiziell T4) an - die Frage stellt sich allerdings einzig und allein nach dem "wofür" oder dem "wozu"… HINWEIS: Der Nachfolger des V40, der aktuelle V50, ist neben einem 100, einem 125, einem 140 und einem 170 PS-Benziner sogar mit einem 5-Zylinder Turbo-Motor mit 225 PS und Kraft satt erhältlich, was ich auch hier ebenso wenig als die richtige Motorisierung ansehe…
Ich für meinen Teil bin mit diesem Produkt nicht nur der Optik wegen vollauf zufrieden und würde, so ich die Wahl hätte, diesen Wagen nochmals kaufen…und zwar sofort. Für Familien und den dafür oftmals erforderlichen Platz ist dieser Wagen aber nur bedingt zu empfehlen, auch wenn diverse Konkurrenten aus edlem Hause diese Disziplin auch nicht wirklich besser beherrschen.
Das Leben könnte so schön sein, gäbe es mehrere - auch nur ansatzweise - so treue und verlässliche Begleiter, wie dieses Fahrzeug… PS: Sorry, wurde wohl etwas länger als gedacht, aber anderseits ist so eine Ding ja auch nicht nur einfach so zu beschreiben…;-)
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20.08.2008 13:30
Glückwunsch zu diese tollen Bericht. BH. LG OLaf
19.08.2008 09:52
Da hat sich aber jemand Mühe gegeben...
18.08.2008 08:59
Schicke mir bitte mal die Anhängelasten. Die interessieren mich als Besitzer von 3 Anhängern :-) Dieter