45 Wochen Werkstattaufenthalt in 3 Jahren!
29.04.2009
Pro:
Design, Platzangebot
Kontra:
Verarbeitung, konstruktive Mängel, Kundenservice,
Empfehlenswert:
Nein
 S.Holme
Über sich:
Mitglied seit:29.04.2009
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 18 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nach 3 BMW's, 1 Audi, 1 Chevrolet, 1 Range Rover und einen Landrover sowie einen Opel, benötigte ich ein größeres Fahrzeug um Kundenbesuche im Außendienst zu tätigen. Der Volvo XC90 hatte es mir mit seinem Design und überragenden Platzangebot angetan. Auch der günstige Preis sowie die Sonderkonditionen für Firmen haben zur Kaufentscheidung beigetragen.
Nach 4 Monaten Lieferzeit hatte das lange Warten ein Ende und die Volvo Odyssee einen jähen Anfang und zwar nämlich, dass nach noch nicht mal 4000km die Bremsscheiben des Wagens abgefahren waren als hätte man gerade die 100.000km Grenze erreicht. Dies war dann auch das erste Mal bei dem ich Bekanntschaft mit der Volvo Garantie Abteilung machen hab müssen, Bremsscheiben wurden zwar nach Antrag getauscht (bei BMW würde selbst noch nach 15 000km ohne überhaupt ein Monieren meinerseits Bremsscheiben und Beläge auf Garantie getauscht) jedoch wurden die alten Bremsbelege wieder eingebaut, da es sich ja da um ein Verschleißteil handelt (kurzum die neuen Scheiben waren halt dann auch gleich wieder hin) Man denkt sich, kann ja mal passieren…. …. Doch es kam noch besser….
Nur nach nun 3 Jahren und 170 000km und 2 Automatikgetrieben, einer Kardanwelle, einer Klimaanlage die nicht mehr entfeuchtet, ein Radio der noch immer nicht geht, ein Telefon welches sich sporadisch abschaltet, Radlager die nach 80000km defekt sind und unzähligen Störungen in der Elektronik (die es ja angeblich gar nicht gibt, weil sie ja nur sporadisch auftreten), ein sich in seine Einzelteile auflösendes Lenkrad, Verkleidungen die sich nach 15000km lösen, eine Distance Control (Einparkhilfe) die nur bei Schönwetter funktioniert (in Schweden parkt man halt nicht bei Regen ein) Schalter die locker werden, Spiegelverstellungen, die ihren Dienst einstellen, Mahlgeräusche die ich mir laut Volvo auch nur einbilde, einer Tankanzeige die mal mehr und dann mal weniger anzeigt, einer losgerissenen Sicherungsbox im Motorraum, lockeren Motorenlagern, Einspritzdüsen die undicht sind, einer Standheizung die nicht nur raucht wie ein Düsenjäger sondern auch so laut ist, Fensterheber die nicht mehr gehen, Softledersitze die einem unter dem Hintern wegfaulen (Softleder steht bei Volvo für lackiertes Spaltleder) sowie der Oberknaller: Das Abschalten der kompletten Elektronik durch Geisterhand! (Hat sich als Software Fehler entpuppt, der aber eigentlich nur durch ein kostenpflichtiges Software Update behoben werden kann) sowie 1000 anderen ärgerlichen Kleinigkeiten und komischen Geräuschen weiß man es halt dann auch noch besser. Volvo ein schönes Auto zum günstigen Preis, allerdings nicht wirklich zum Fahren geeignet (übrigens dies wurde mir auch durch Herrn M. vom Volvo Customer Service bestätigt, ich fahre zu viel)
Heute schuldet mir die Volvo Assistance sage und schreibe 836 Euro an Abschlepp- und Taxikosten, (auch nach mehrfachen Nachfragen, gibt’s keine Antwort wo das Geld bleibt (womit sich der am Anfang gelobte Rabatt wieder relativiert) Aber das allerbeste an Volvo ist die Kommunikation mit dem Kunden, egal ob man Briefe nach Schweden schreibt oder es hier mit der Customer Care versucht, es tut sich nichts! Man hat also auch keine Arbeit irgendwelche Briefe von Volvo zu lesen (Auch nicht schlecht)
Über die Werkstatt gibt’s nichts Schlechtes zu berichten, die armen Meister sind immer einen Herzinfarkt nahe wenn ich komme (ob das wohl bei allen XC90 so ist?) und bemühen sich irgendwie zwischen mir, den Kunden und Volvo Customer Service zu vermitteln. Was mich echt verwundert, ist diese verbissene Art von Volvo Customer Service, das eigentlich nur der Kunde an allem Schuld ist (er fährt ja tatsächlich mit diesem Auto, so was aber auch… ) und Volvo eigentlich nie einen Fehler oder etwas Falsch gemacht hat. (Am Ende gehört Volvo doch nicht zu Ford, sondern zu Scientology….naja oder Customer Service hat seine Kurse dort besucht… was solls….)
Welchen Schluss zieh ich nun daraus: Will ich ein Auto zum Fahren kauf ich keinen Volvo, will ich eins zum Anschauen kann ich unter Umständen viel Geld sparen und kauf einen Volvo.
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30.04.2009 22:51
mir reicht das für ein SH :-)
30.04.2009 20:04
Interessanter Bericht über ein nicht alltägliches Auto ;-). Montagsautos gibt es übrigens nicht, die mieseste Qualität läuft am freitag kurz vor Feierabend vom band. LG Gerd
30.04.2009 14:00
@ noname_6032 Es handelt sich ja auch nicht um die Werkstatt sondern um das Fahrzeug sowie den Kundenservice von der Firma Volvo Deutschland. Grundsätlich hatten alle Probleme mit dem Fahrzeug nciht mit der Werkstatt zu tun. @knopfi, glaube nicht wirklich, dass es ein Montagsauto ist, da komischerweise ähnliche Probleme (Elektronik, Getriebe, Radlager) bei dem XC70 (gleiches Baujahr) meiner Cousine im weit entfernten Canada aufgetreten sind. Wo ich dir zustimmen muss ist, dass Volvo Fahrer wohl eher zu der Sorte Mensch gehören, die sich Fehler (dazu rechne ich mal den Kauf eines Volvo's) nur sehr schwer eingestehen, eine furchtbare Markentreue besitzen oder halt mit Autoprobleme leben können. (Wahrscheinlich eine Kombination aus allem)