Zuuuuuuugaaaaaaaaabeeeee!!!
02.03.2007 (17.02.2008)
Pro:
Lange Spielzeit, tolles Auftreten, super Musik ; - )
Kontra:
Wartezeit beim Einlass (siehe Bericht)
Empfehlenswert:
Ja
 ChaziChaz
Über sich:
Gegenleser.
Mitglied seit:19.05.2002
Erfahrungsberichte:373
Produktvideos:1
Vertrauende:206
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 244 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Einer der umstrittensten Künstler Deutschlands ist wieder auf Tour. Bushido, von Eltern und Lehrern gefürchtet, zieht mit seiner Crew von Stadt zu Stadt und bei einem Eintrittspreis von 27€ erwartet man eine tolle umfangreiche Show. Erst Recht, wenn man wenige Wochen zuvor von Konkurrent Sido so enttäuscht worden ist, wie ich. Dieses Konzert war mein zweites von Bushido, ob er die Erwartungen erfüllen oder gar übertreffen konnte? Wann und wo? Von Anfang bis Ende Februar gab Bushido in sage und schreibe vierundzwanzig Städten Konzerte, darunter waren Städte wie Rostock, Mannheim, Karlsruhe oder sogar dem schweizerischen Zürich. Ich war am 21. Februar im Stahlwerk in Düsseldorf, wo ich ihn auch im letzten Jahr gesehen habe. Still waiting… Die Anfahrt mit dem Auto ging, dank Wegbeschreibung, ohne Probleme. Obwohl sich schon eine Stunde vor Einlass eine riesige Warteschlange, die sich sogar aus dem Gelände erstreckte, gebildet hat, konnten wir fast am Eingang parken. Kaum aus dem Auto ausgestiegen standen wir um 18 Uhr schon in der Schlange. Das wir die Jacken im Auto gelassen hat, schien sich kurzfristig als Fehlentscheidung herauszustellen. Nach einer Stunde warten, begann so langsam der Einlass. Langsam ist wohl ein wenig untertrieben, aber die Vorfreude auf das Konzert lies auch die, schließlich knapp zwei Stunden lange, Wartezeit vergessen. Um 19 Uhr fegte glücklicherweise ein monsunartiger Regenschauer über uns, hielt jedoch nicht lange an. Kapuzenpullover sind immer hilfreich. Kurz vor 20 Uhr waren wir dann endlich in der Halle drin und bekamen eine nette (EC-Karten ähnliche) Karte in die Hand gedrückt, die man als Werbegag für das neue Album (heute erschienen [2.3.07]) des Ersguterjunge (Bushidos Label) - Rappers ,Chakuza' verstehen kann. Aber das Ding sieht auf jeden Fall gut aus und verschönert seitdem mein Portemonnaie.
Die Location Wie gesagt war dies mein zweites Bushido - Konzert im Stahlwerk, sodass mir der Schuppen bekannt vorkam. Als erstes gelangt man in eine Art Vorhalle, in der Essen (zum Beispiel Pizza) und Trinken kaufen konnte. Die Preise für das Essen waren nicht schlecht, die Pizza hat auch gut geschmeckt. Die Getränke (Cola 3€) waren ein wenig teuer, aber man muss ja nicht unbedingt was trinken. Außerdem war ein kleiner Stand aufgebaut, wo man T-Shirts, Gürtel und weiteres Merchandise kaufen konnte. Die Toiletten habe ich nicht benutzt, sie sollen aber relativ ordentlich gewesen sein.Danach ging es in die eigentliche Konzerthalle, ein riesiges Gebilde, in der in mittlerer Lautstärke ein wenig Musik lief. Man glaubt gar nicht, dass sich die ganze Halle füllen ließe, aber spätestens bei Konzertbeginn war es Rappelvoll. Vom Eingang aus auf der linken Seite konnte man sich ebenfalls noch etwas zu Trinken kaufen, ohne etwas vom Konzert zu verpassen. In der Mitte der Halle war der Lichttechniker positioniert, an dessen Seite das halbe Konzert lang ein Kamerateam stand. Wegen letzterem haben die etwas kleineren Mitbürger kaum Sicht auf die riesige Bühne gehabt, zum Glück bin ich etwas größer. Los geht's… Die Lichter gingen aus. DJ Stickle ließ Musik laufen und kündigte Chakuza an, der die Menge direkt einheizen konnte. Neben ein paar älteren Liedern (z.B. ,Geschichte schreiben' vom ,Blackout' - Mixtape) hat er dem Publikum auch ein paar Songs vom neuen Album präsentiert, die mir persönlich sofort gefallen haben. Auch deswegen habe ich mir seine Platte heute gegönnt. Nach knapp 20 Minuten gingen die Lichter kurz wieder an… Show must go on… … bis sie wenige Minuten wieder ausgingen und das allgemeine Gekreische der weiblichen Zuschauer die Halle zum Zittern brachte. Der weiße Hintergrund, der die Bühne zu Beginn noch begrenzt hat, stellte sich später als Projektionsunterlage heraus, auf dem ein Video abgespielt worden ist. Letzteres zeigte Bushido unter anderem bei verschiedenen Preisverleihungen, wo er 2006 ordentlich abräumen konnte (wie Echo und EMA). Die gezeigten Dankesreden des Rappers sollten wohl das Publikum einheizen; das haben sie auch geschafft. Man merkte wirklich, wie die Atmosphäre angespannter wurde. Das Ende des Videos war eine Live-Aufnahme und zeigte Bushido auf dem Weg zur Bühne. Durch diverse Gesten (Hand ans Ohr halten) brachte er die Halle zum Kochen. Das Video ging aus und Bushido legte los… Vorweg: Kann natürlich sein, dass ich im Nachhinein die Songs ein bisschen durcheinander gebracht habe. Ich bitte um Verständnis. :-) Die ersten Songs waren überwiegend die der aktuellen Platte ,Von der Skyline zum Bordstein zurück'. ,Universal Soldier', ,Hast du was bist du was', ,Kickboxer', ,Sex in the City', ,Endgegner' und ,Typisch Ich' sind da zu nennen. Der Vers ,Ich bin zweimal Gold gegangen' von ,Goldjunge' musste mittlerweile in ,Ich bin fünfmal Gold gegangen' geändert werden. Die Halle bebte, das Publikum war fast lauter als der Sound. Echt irre.Neben Bushido waren, natürlich auch die eben angesprochenen DJ Stickle und Chakuza, Nyze (als Backup-Rapper), D-Bo und K1 (oder so ähnlich, kannte den nicht) vertreten. Neben DJ Stickle sorgten auch noch ein Schlagzeuger und ein Bassist für die Musik. Mit ,Augenblick' fing dann das richtige Gekreische an, was zwar nicht so krass war wie im Jahr zuvor (Bushido dachte im vorigen Jahr er wäre Tokio Hotel), aber die Ohren trotzdem fast zum Platzen brachte. Mit ,Janine' ging es gleich genauso weiter, danach kam D-Bo auf die Bühne und performte gemeinsam mit Bushido ,Sieh in meine Augen'. Danach gönnte sich Bushido eine kleine Pause, D-Bo machte mit zweien seiner Songs, nämlich ,Gefühlsleer' und ,Aussenseiter', weiter. Da ich nicht der größte Fan von D-Bo bin, hat mich der Auftritt auch nicht wirklich vom imaginären Hocker gerissen. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Halle allgemein eine kleine Auszeit brauchte, sodass die Stimmung erst mit dem Comeback von Bushido wieder zurückgekommen ist. Nun ging es mit Chakuza, Nyze und Kay One und ,Vendetta' weiter, Kay One hat dabei den leicht modifizierten Part von Eko übernommen, überzeugen konnte er mich jedoch nicht. Mit ,Geben und Nehmen' (vom Nyze - Album), ,Eure Kinder' (aktuelles Chakuza - Album) und ,Wenn wir kommen' ging das Konzert vorerst in die Schlussphase. ,Wenn wir kommen' hat sich im Laufe der Zeit zu einer echten Partynummer entwickelt, das Lied war der vorläufige, vielleicht sogar endgültige Höhepunkt des Konzerts. Danach verabschiedete sich die Crew und hat sich, welch ein Zufall, nach wenigen Minuten von den lautstarken Fans wieder auf die Bühne befördern lassen. Nach ,Blaues Licht' kamen endlich die, von mir lang ersehnten, älteren Stücke. ,Berlin', ,Bei Nacht' und ,Cordon Sport Massenmord'. Besonders gehört für mich zu Bushidos besten Songs, weshalb es mich sehr gefreut hat, dass der Berliner das Lied spielt. Danach folgten noch ,Von der Skyline zum Bordstein zurück', mit ,Nie ein Rapper' und dem darauf folgenden ,Outro' war das Konzert nun wirklich zu Ende. Schade.Zwischen den Songs wusste Bushido immer wieder, die Fans zusätzlich zum feiern zu bringen. Auch der ein oder andere kleine Gag zwischendurch lockerte das Konzert ein bisschen auf, sodass zu keiner Zeit Langeweile aufkommen konnte. Lediglich eine Sache hat mich mit der Zeit ein wenig genervt, und zwar das er eine Rangliste der Städte gemacht hat, in der er aufgetreten ist. Natürlich hatte dies nur einen Zweck, und zwar, dass das Publikum damit einen Ansporn zum Lärm-Machen hat. Aber nach zwei Konzerten und somit zweimal unzählige Aufforderungen ,Wollt ihr Platz 1? Dann macht mal Lärm' zieht diese Masche nicht mehr ganz so. Gerne wieder... Wie man eventuell herauslesen konnte, bin ich mit dem Konzert absolut zufrieden. Die 27€ waren ein gut angelegtes Geld in knapp drei Stunden Unterhaltung, die ich jederzeit wieder ausgeben würde. Auch meine zwei Komparsen waren begeistert. Als Negativ würde ich lediglich die lange Wartezeit und den unendlich scheinenden Einlassvorgang bezeichnen, wofür er als Künstler aber natürlich nichts kann. Schade war auch, dass Saad (einer meiner Lieblinge) nicht dabei war.Das nächste Konzert des Berliners hier in der Nähe ist Anfang Juni in Bonn, und ich werde dort wohl wieder anzutreffen sein, trotz des Mal wieder erhöhten Preises (32€). Ich kann einen Bushido-Auftritt für HipHop-Sympathisanten auf jeden Fall empfehlen, da kann man rein gar nichts falsch machen! Zum Abschluss meines Berichtes noch ein kleines Zitat: "Düsseldorf: Bushido-Konzert vollkommen unbedenklich In Düsseldorf hat der Rapper Bushido ein Konzert gegeben, das vom Ordnungsamt beobachtet wurde. Die Behörde hat jetzt erklärt, dass der Auftritt des Skandal-Rappers vollkommen bedenkenlos war. Bushido hat keinen seiner Titel, die auf dem Index stehen, zum Besten gegeben. Darüber hinaus kamen auch keine seiner als jugendgefährdend geltenden CDs in den Verkauf. In den Jugendeinrichtungen der Stadt werden keine der insgesamt acht indizierten Bushido-Songs aufgelegt." Quelle: http://www.shortnews.de/shownews.cfm?id=656628&u_id=330694
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18.02.2008 20:15
was der gute moritz über bushido denkt, konnte ja die deutsche zuschauerwelt beim echo 08 bewunder *grins* ... ist zwar nicht meine richtung, aber dennoch ein prima bericht! liebe grüße!
18.02.2008 11:58
ich war auch schon auf bestimmt 2 bushido konzerten, aber mir wird das langsam zu teuer!
17.02.2008 23:08
Macht der immer noch einen auf Ghetto-Bewohner??? *g* Dein Bericht ist jedoch sehr gelungen. LG, €ki :)