Be yourself - und Du hast Erfolg!
25.09.2002
Pro:
der Erfolg
Kontra:
könnte eben auch kein Erfolg werden
Empfehlenswert:
Ja
 eugenja
Über sich:
Mitglied seit:16.07.2001
Erfahrungsberichte:24
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 30 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Irgendwann kommt jeder in diese Situation: eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch flattert ins Haus. Noch schlimmer als die schlimmste mündliche Prüfung - so stellen sich die meisten ihr erstes Vorstellungsgespräch vor. Das muss aber nicht sein, denn eine gute Vorbereitung und vielleicht auch ein bisschen Training können Dir helfen, dass Du gelassen ins Vorstellungsgespräch gehst. Es ist ein "Beschnuppern" von beiden Seiten - schliesslich willst Du ja auch wissen, wer Dein zukünftiger Arbeithgeber ist und wie Du dort empfangen wirst. Vorbereitung ................. Nachdem Du eine Einladung bekommen hast, ist es wichtig, so viel wie möglich über das Unternehmen zu erfahren (was macht das Unternehmen, wo hat es Niederlassungen, wer sind die wichtigsten Leute). Am besten recherchierst Du dazu im Internet. Schau auf die Internetseiten des Unternehmens. Dort findest Du neben dem Leistungsspektrum meist auch aktuelle Daten zum Unternehmen (Pressemitteilungen, auf welche Messen geht das Unternehmen demnächst usw.). Vor allem kannst Du im Voraus meist viel über die Firmenphilosophie erfahren. Schreib Dir auf, welche Fragen Du dem Arbeitgeber stellen willst. Im Bewerbungsgespräch signalisierst Du damit nicht nur Interesse, wenn Du zum Unternehmen Fragen stellst, sondern "wer fragt, der führt"!Besorge Dir im Voraus eine Wegbeschreibung, damit Du nicht am Tag des Bewerbungsgespräches feststellst, dass Du nicht weißt, wo Du hin musst. Nichts ist schlimmer, als wenn Du unpünktlich erscheinst, weil Du im Stau stehst oder keinen Parkplatz findest. Klamotten - ein wichtiges, meist aber überzogenes Thema. Zieh zum Vorstellungsgespräch nur Sachen an, in denen Du Dich wohlfühlst. Dein Gegenüber merkt sehr schnell, wenn Du Dich in Deinen Klamotten "reingeborgt" fühlst. Das Credo heißt hier: saubere, ordentliche und schicke Klamotten sind ok. Je nach Position, auf die Du Dich bewirbst, wird aber dennoch sehr auf Dein Outfit geachtet. Termin passt nicht? Kein Problem - rufe den Personalchef an und frage nach einem anderen Termin (den solltest Du dann aber einhalten). Übe vielleicht mit einer Person Deines Vertrauens so ein Gespräch, wenn Du Dir sehr unsicher bist. Überlege Dir im Voraus, warum Du Dich dort beworben hast, wie Du Dir Deinen neuen Job vorstellst, wo Lücken in Deinem Lebenslauf sind, was Deine Stärken und Schwächen sind. Das sind alles Fragen, die garantiert gestellt werden.Du brauchst Dich aber davor nicht zu fürchten. Deine Stärken und Schwächen bekommst Du bspw. mit sog. Bewerberungsratgebern raus - oder Du fragst am besten, die die Dich am Besten kennen - Deine Freunde und Familie. Das Gespräch: ..............Normalerweise beginnt das Gespräch so, dass Du über Belanglosigkeiten gefragt wirst: "Wie war die Fahrt" usw. Das dient zum "Entkrampfen" und ein bisschen Smalltalk dient auch zum ersten Beschnuppern. Danach geht es meistens darum, was Du bisher gemacht hast, warum Du nun gerade Dich auf diese Position und bei diesem Unternehmen beworben hast.Lücken im Lebenslauf? - Stehe dazu. Das ist menschlich. Beispielsweise warum Du so lange studiert hast - weil Du ein Semester eine Reise nach Afrika gemacht hast - das kannst Du ruhig sagen. Das zeigt dem Personalchef, dass Du Dich durchsetzen kannst und Du ehrlich bist. Stärken/ Schwächen - eine der meist gehassten Fragen. Stehe dazu und bekenne Dich auch zu Deinen Schwächen. Biete zu Deinen Schwächen an, dass Du daran arbeitest und Dir diese Schwächen bewusst sind. Keiner von uns ist perfekt. Letztlich will das Unternehmen mit dieser Frage prüfen, ob Du zum Unternehmen passt. Spätestens in der Probezeit würde das Unternehmen Deine verschwiegenen Schwächen feststellen.Peinliche Fragen? Es gibt eine Reihe von Fragen, die Du nicht beantworten musst. Bspw. ob Du schwanger bist oder beabsichtigst, schwanger zu werden. Das geht das Unternehmen nichts an! Lass Dich von solchen Fragen nicht einschüchtern. Erkundige Dich vor dem Gespräch, welche Fragen dazu gehören. Am besten, Du schaust in eines der zahlreichen Bewerbungsbücher! Deine Fragen - solltest Du unbedingt stellen. Wie gesagt, es ist ja auch eine Gelegenheit für Dich, zu schauen, ob es Dir im Unternehmen gefällt. Bspw. frag nach Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Soziale Leistungen des Unternehmens usw.Gehaltsvorstellungen: das ist auch ein Thema, bei dem viele nicht wissen, was sie sagen sollen. Es gibt branchenübliche Gehälter, die Du für Deine Ausbildung wissen solltest. Mach Dir im Voraus Gedanken, was Du gern verdienen möchtest. Bitte immer die Gehaltsvorstellungen in Brutto äußern, denn das Unternehmen rechnet für Dich in Brutto. Beachte bei deinen Gehaltsvorstellungen die momentane Konjunktur, der Standort des Unternehmens usw. Verkaufe Dich nicht unter Wert! Hilfe dazu findest Du u.a. unter www.focus.de - da gibt es Gehaltsrechner und -tests. Lief das Gespräch gut, kannst Du zu einem zweiten Gespräch oder einen Schnuppertag eingeladen werden. Frag ruhig nach letzterem - das ist für beide Seiten eine interessante Sache. Vereinbare am Ende des Gesprächs einen Termin, wann ungefähr eine Entscheidung getroffen ist (falls dass das Unternehmen nicht selbst anspricht).Fazit: ........... Angst brauchst Du vor einem Gespräch nicht haben, wenn Du Dich gut vorbereitet hast. Sei Du selbst, alles andere fliegt irgendwann auf. Sie das Gespräch auch als Deine Möglichkeit, das Unternehmen zu "beschnuppern". Viel Glück!
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
|
|
25.09.2002 11:06
In nächster Zeit wird das wohl auch auf mich zukommen ...
25.09.2002 10:53
Einen Punkt hätte ich deutlicher hervorgehoben 'sei Deiner selbst bewußt'. Viele sind sich Ihrer Stärken und Schwächen nicht bewußt, dabei ist dieser Punkt wohl sehr wichtig, es recht, wenn man dies auch darstellen soll. Dein Bericht ist sehr umfassend und doch auf das Wesentliche beschränkt, Gruß Michael
25.09.2002 10:39
So ein Bericht hilft mir wirklich besonders heute, denn ich hab morgen ein sehr wichtiges Vorstellungsgespräch, da muss ich aber wirklich noch etwas im Internet recherchieren (ist das richtig geschrieben?), damit ich dann nicht zu dumm dastehe... Bin jetzt schon aufgeregt! Danke!