WASP / Hohlbein, Wolfgang

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...de) WASP Der junge Wayne ist vor kurzer Zeit mit seiner Mutter auf eine kleine Insel gezogen. Als Stadtmensch fällt ihm die Eingewöhnung nicht leicht, aber er hat es immerhin geschafft, einen Job bei der örtlichen Zeitung zu bekommen. Schon am Anfang wird dem Leser klar gemacht, dass Wayne ... Bericht lesen





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Ein (Wespen)Bett im Kornfeld (in Kreisform)
Erfahrungsbericht von Lady-Alexa über WASP / Hohlbein, Wolfgang
21. Juni 2009


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: leichte Kost 
Unterhaltungswert: sehr hoch 
Spannung: durchschnittlich spannend 
Humor: wenig humorvoll 
Aufmachung: schön 

Pro: Schreibstil, interessant, unterhaltsam
Kontra: Wiederholungen, Ende

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

DATEN

Verlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3-8000-5436-7
Seiten: 960

WOLFGANG HOHLBEIN

Wolfgang Hohlbein (geboren am 15. August 1953 in Weimar) ist ein deutscher Schriftsteller in den Genres Horror-, Science-Fiction- und Fantasyliteratur. Mit 35 Millionen verkauften Büchern zählt er außerdem zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Seinen Durchbruch erlangte er 1982 mit seinem ersten Roman Märchenmond. Seitdem hat er, oft in Zusammenarbeit mit seiner Frau, mehr als 200 Bücher veröffentlicht und gilt als der meistgelesene deutschsprachige Fantasy- und Science-Fiction-Autor. Auch unterstützt er andere Schriftsteller wie im Jahr 1994 Bernhard Hennen bei seiner Trilogie Das Jahr des Greifen: Der Sturm / Die Entdeckung / Die Amazone. 2004 erschien mit Am Abgrund aus der Reihe Die Chronik der Unsterblichen erstmals eine Comic-Adaption eines Hohlbein-Romans. Märchenmond wurde 2006 als erstes seiner Bücher in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Hohlbein sieht sich nicht als intellektuellen Schriftsteller mit moralischer Botschaft, er bezeichnet sich selbst lieber als Unterhaltungsautor: Ich schreibe einfach nur die Bücher, die ich selbst gerne lesen würde. Außerdem kann ich mich mit Literaten wie Böll oder Grass nicht vergleichen. (www.wikipedia.de)

WASP

Der junge Wayne ist vor kurzer Zeit mit seiner Mutter auf eine kleine Insel gezogen. Als Stadtmensch fällt ihm die Eingewöhnung nicht leicht, aber er hat es immerhin geschafft, einen Job bei der örtlichen Zeitung zu bekommen. Schon am Anfang wird dem Leser klar gemacht, dass Wayne der Held ist. Auch wenn er etwas unsicher daherkommt, ist er doch gleich von Anfang an die zentrale Figur. Und er wird auch gleich ins kalte Wasser gestoßen, den die Geschichte startet mit Wayne in der Rolle des rasenden Reporters. In einem Minihubschrauber wird er durch die Gegend geflogen, um aus der Luft Fotos von einem Kornkreis zu machen. Als der Hubschrauber fast abstürzt, beginnt für Wayne eine aufregende Zeit. Es ist dem Leser von Anfang an klar, dass Wayne auf der kleinen Inseln unglücklich ist. Doch das Abenteuer mit dem Fliegen bringt gleich einmal Schwung in sein Leben - und in die Geschichte. Und den hat es auch nötig, immerhin hat man fast 1000 Seiten vor sich. Glücklicherweise startet die Geschichte rasch und Wolfgang Hohlbein bringt es schnell auf den Punkt. Auch wenn die Szenen ausschmückend beschrieben sind, wird man nicht mit elendslangen Erklärungen gelangweilt. Der flüssige Schreibstil erlaubt ein flüssiges Lesen, sodass man rasch vorankommt und die vielen Seiten gleich viel weniger erschreckend wirken. Man erwartet natürlich eine gewisse Fülle in der Geschichte, die Dicke allein verspricht eine umfassende Erzählung. Allerdings braucht der Autor stolze 100 Seiten nur für die erste Szene. Der Flug, der Beinahe-Absturz und die Landung auf dem abgelegenen Bauernhof. So ist dem Leser nach 100 Seiten klar, dass es wohl doch nicht so ein großes Übermaß an Geschichte geben wird.

Thematisch dreht sich die Story um mehrere Themen. Am bedeutendsten ist natürlich die Sache mit den Kornkreisen, aber auch Beziehungsproblemchen, Vertrauenssachen, Freundschaftsgeschichten und so weiter fließen ein. Die Kornkreise hätten allerdings fast verhindert, dass ich das Buch überhaupt lese. Mit Fantasy habe ich es nicht so, und gerade am Anfang hatte ich immer wieder Sorge, dass kleine grüne Marsmenschchen auftauchen, oder Drachen oder Ritter. Aber zu meinem Glück hat Hohlbein einen (meiner Einschätzung nach) untypischen Weg eingeschlagen und beschäftigt sich eher mit der wissenschaftlichen Seite des Ganzen. Umweltschutz, Aktivisten und Grundsatzdiskussionen bringen einen ein wenig zum Nachdenken, wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie es eine Dokumentation erreichen könnte. Es werden auch immer wieder Daten und Fakten geliefert, allerdings hat man dabei nicht das Gefühl, dass einem nur trockenes Wissen um die Ohren gehauen wird. Beim Lesen nimmt man die Informationen ganz nebenher einfach mit, was den Lesefluss nicht stört, und trotzdem den Eindruck hinterlässt, man hätte die ein oder andere interessante Neuigkeit erfahren. Im Nachhinein muss ich aber relativieren, dass sich dieser Eindruck nicht beständig hält. Wasp ist eine Unterhaltungsgeschichte und dementsprechend sind die Daten für die Story zwar relevant, aber im Nachhinein hat man das Meiste auch schon wieder vergessen. Was mich aber nicht weiter stört, da der Schwerpunkt ohnehin auf dem Unterhaltungswert liegt.

Inhaltlich ist die Geschichte nicht besonders vielseitig. Die Natur spielt verrückt. Wayne freundet sich mit einem Mädchen an (welch Überraschung), welches natürlich auch etwas mit der Sache zu tun hat. Was die Sache ist, wird aber erst recht spät aufgeklärt. Die meiste Zeit geht es um Verschwörungstheorien, die mit einer Bohrinsel, Umweltaktivisten und Insektenexperimenten zu tun haben. Die Geschichte bezieht immer wieder Schwung aus den Wendungen, die zwar nicht wirklich überraschend kommen, aber zumindest das Tempo immer auf einem recht ansehnlichen Niveau halten. So liest sich das Buch trotz der vielen Seiten sehr angenehm und hat keine Längen. Allerdings muss man dazusagen, dass es im Grund nicht viel Abwechslung gibt. Bienen und Wespen spielen verrückt und greifen Menschen an. Wayne versucht herauszufinden, was es mit dem Kornkreis und den Insekten auf sich hat. Und dann sind noch die Nebenfiguren da: Patrizias Vater, ein Ökobauer mit seinem Sohn, Waynes Mutter, ein militanter Umweltschützer, der Chefreporter, der Chef der Borhinsel und der Insektenspezialist. Und alle wollen das Rätsel mehr oder weniger dringend lösen, alle haben irgendwie mit der Sache zu tun, aber auf die Länge gerechnet, ist die Anzahl der beteiligten Personen erstaunlich übersichtlich. Spannung kommt immer wieder einmal auf, wobei so richtiges Thrillerfeeling ausbleibt, und man vor allem wegen des hohen Unterhaltungswertes weiterliest. So richtig gefesselt ist man eigentlich nicht, auch wenn man sich nicht langweilt. Was auf Dauer etwas eintönig ist, sind die Wiederholungen. Es ist mir schon klar, dass es um randalierende Insekten geht, aber nach dem 3. und dem 4. Angriff von Bienen und Wespen ist es irgendwann nur noch das gleiche. Kleinere Variationen bringen da auch nicht mehr die Erlösung, und ich war nahe dran, ganze Seiten auszulassen, weil schon wieder ein Insektenansturm bevorstand.

So unterhaltsam und kurzweilig die Geschichte auch zum Großteil ist, schlägt sie leider am Ende einen gewaltigen Haken. Die Lösung (die mir schon sehr, sehr konstruiert erscheint) finde ich nicht so prickelnd, auch wenn schon länger darauf hingearbeitet wurde. Das Ende ist eigentlich ganz gut, allerdings hat der Autor noch ein zusätzliches Finale hinten dran gepackt. Die letzten 100 Seiten sind so was wie ein zweites Finale, ein Ende nach dem Ende. Ein Zusatz, den eigentlich keiner mehr braucht, und der nach der Auflösung auch nicht mehr interessiert. Es ist längst klar, wer überlebt, wer mit wem zusammenkommt und was es mit den Kornkreisen und den Insekten auf sich hat. Das (sozusagen) zweite Ende hätte sich Wolfgang Hohlbein auch sparen können, man ich eigentlich guter Dinge, als die Lösung daherkommt. Aber die letzten Seiten, die nur noch einmal auf Druck Spannung erzeugen sollen, verderben dem Leser die Laune. Im Nachhinein ist der Eindruck vor allem der, dass das Ende nicht gut war, dass das Ende viel zu lange ausgerichtet wurde, und das die letzten Seiten vollkommen überflüssig sind. Man fiebert da auch nicht richtig mit, da man das Ende schon längst erraten hat. Positiv bleiben die Figuren in Erinnerung, die sympathisch und durchwegs glaubwürdig daherkommen. Der verschlagene, unheimliche Chefreporter hat immer ein Flair von Geheimnis um sich, und auch sonst sind die Figuren lebensnah und nachempfindbar. Etwas stört mich Patrizia, die als Superzicke eigentlich immer mit ihrem Kopf durch die Wand will. Als Heldin taugt sie daher nicht allzu viel, da man lieber eine starke Frau an der Seite des Helden haben will. Sie sollte wissen, wie man mit anderen umgeht, und nicht nur alle anzicken, rumjammern und alle anderen Menschen behandeln wie Dreck. Gegen Ende wird es zwar besser, aber Patrizia wird dieses Pubertätsgehabe nie ganz los, was sie einiges an Sympathie kostet.

Alles in Allem ist Wasp ein ganz gutes Buch. Die Länge bringt allerdings einige Probleme mit sich. Die Geschichte ist an sich interessant und spannend, allerdings gibt es zu wenig Abwechslung und zu viele ähnliche Szenen. Bei einem Film würde ich sagen, eine Szene wurde abgedreht und an mehreren Stellen eingesetzt. So ähnlich kommen die Insektenangriffe daher, immer ähnlich, wenn auch nicht ganz gleich. Der etwas mysteriöse Einschlag hält sich glücklicherweise in Grenzen, ein richtiger Fantasyroman ist Wasp nicht. Trotzdem sind Tagträume, Kornkreise und Insektengeheimsprache nicht jedermanns Sache. Ich stehe nicht so auf Fantasy, habe aber bei dem vorliegenden Hohlbein-Buch keine Probleme gehabt. Wer wegen der Kornkreise auf Aliens hofft, wird enttäuscht werden. Das Thema Umweltschutz wird gut aufgegriffen und präsentiert, auch wenn es zum Nachhaltigen Umdenken wohl nicht reichen wird. Einige Daten sind zwar interessant, verlieren sich aber in der Masse der reinen Unterhaltungsinformationen. Trotz der Länge gibt es keine langweiligen Stellen. Hohlbein beschreibt genau und detailliert, verliert sich aber nicht in Nebensächlichkeiten. Die Figuren sind glaubwürdig, aber manchmal etwas oberflächlich. Trotzdem kann man sich ein gutes Bild von den Charakteren machen. Die weibliche Hauptfigur finde ich nicht so prickelnd, dafür ist der Held umso sympathischer. Trotz einiger Schwächen ist Wasp für Hohlbein-Fans sicherlich zu empfehlen. Im Nachhinein überwiegt der positive Eindruck, und das Gefühl, ein gutes Buch gelesen zu haben. Über die meisten Schwächen hilft der lockere Schreibstil hinweg, der ein flüssiges Lesen ermöglicht. Der hohe Unterhaltungswert tut sein übriges dazu. Das Lesen macht Spaß, und es ist kein Problem, trotz der Länge, am Ball zu bleiben.

FAZIT

Wegen der angeführten Schwächen ziehe ich 2 Sterne ab, eine Empfehlung gibt es aber trotzdem.

 

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Bewertung für WASP / Hohlbein, Wolfgang von asuka2005

Pro: gute Idee, gut ausgearbeitet, nette Charaktere
Kontra: ein paar Schwächen

Hallo ihr Lieben! Nach längerer Zeit möchte ich auch mal wieder eine Bericht beisteuern. Dieses Mal über ein interessantes Buch, was ein Problem der heutigen Zeit anspricht. ~Inhalt~ Der junge Journalist Wayne will über einen wie aus dem Nichts entstandenen Kornkreis berichten und chartert dafür einen Hubschrauber. Bei dem Flug stürzt die Maschine aus unerklärlichen Gründen fast ab. Zusammen mit der Tochter des Piloten beginnt er das Geheimnis ...
...andere Insekten, die plötzlich verrückt spielen. In höchster Gefahr begreift Wayne, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes in ein riesiges Wespennest gestochen haben - und dass sie alles daransetzen müssen, die Katastrophe abzuwenden, die die Insel zu verschlingen droht. ~Meinung~ Wolfgang Hohlbein ist Deutschlands bekanntester und meistgelesener Fantasy-Autor überhaupt. Doch bei "WASP" vergreift sich Hohlbein nicht wirklich an Fantasy sondern an ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

25.01.2009

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