Auf der Jagd nach der verschollenen Kreide
07.06.2008
Pro:
Effekte, Soundtrack
Kontra:
manche Darsteller, Story, Regie
Empfehlenswert:
Ja
 David.1980
Über sich:
Es geht wieder Richtung Messen... wer Filme brauch und sucht... nun bitte melden! Empfehlung!!! Bi...
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Gestern Mittag, kam nach langer Wartezeit endlich mal eine neue Bestellung an DVDs und ich hatte vor mir ca. 20 DVDs liegen, die ich früher oder später mal anschauen sollte. Das Dumme war nur, ich wusste gestern einfach nicht was und hab daher einfach blind gezogen, und dabei diesen Film erwischt. Also viel Spaß mit dem Zufallsfilm der Woche! Inhalt Seit dem ersten Teil hat sich inzwischen viel getan! Die Wächter der Nacht (also die Guten) haben Antons Sohn an die böse Seite verloren und er entwickelt sich prächtig zu einem mächtigen Anderen. Papi ist davon ein klein wenig frustriert und merkt so nebenher gar nicht wie seine Azubine sich in einen Schwan verwandelt, der obendrein ebenfalls sehr mächtig zu werden droht. Macht ja aber eigentlich alles auch nichts, denn vor ein paar Jahrhunderten ging etwas los, was heute ebenfalls ärger macht. Die Kreide des Schicksals wurde mit Müh und Not und einem Zeitsprung erobert und diente Jahre lang einem mächtigen Anführer als kleine Versicherung. Aber wo steckt die Kreide heute? Doch nicht etwa beim Barbesitzer um die Ecke?? Naja macht ja auch Nichts, denn es gibt ja noch ein Problem. Die bösen Anderen haben inzwischen keinen Bock mehr, dauernd nur auf Antrag meucheln zu dürfen und planen daher den Aufstand. Natürlich nicht so banal, dass man sagt OK wir schlagen uns nun die Birne ein, nein, sie wollen es auch noch clever beginnen, in dem sie es so darstellen, als wären sie die armen Opfer. Folglich muss einem der Bösen, ein wenig weh getan werden, um die Guten als böse darzustellen und zu töten. (Ähm ja!) Aber das macht ja auch Nichts, denn es gibt ja noch ein Problem. Anton gilt plötzlich als Aussätziger und Vertragsbrecher und wird zu seinem Schutz in einen anderen, weiblichen Körper transferiert und muss fliehen. Klar das frustet ein wenig, aber man darf dafür ungestraft anderen Frauen beim Duschen zusehen. Man sollte sich nur verkneifen dann zu sagen, dass man eigentlich Anton ist und sich in die Dame verliebt hat. (Klatsch) Aber das macht alles Nichts, denn es gibt noch ein Problem. (Wer hätte es gedacht!?!?) Die dämliche Kreide hat auch noch kleine Macken beim Bedienen. Das Dumme Teil lässt sich nur auf das eigene Schicksal anwenden und nicht prinzipiell mal auf alles was einem so einfällt. Aber das macht Nichts, denn mein Problem ist nun, dass ich keine Ahnung habe wie ich diese Geschichte vernünftig weiter erzählen soll, ohne das Ende anzudeuten und zu verraten oder 10-15 Seiten zu verbrauchen. Es ist einfach unglaublich viel Story in dem Film die sich um die oben genannten Punkte dreht und je nach dem auch mit einander verflochten ist. Aber auf jeden Fall mal sehr interessant zu sehen, wie viele Probleme ein Film bewältigen kann, oder zumindest aufwirft, bis man sie dann durch radikale Lösungen beseitigt.
Stab Regie: Timur Bekmambetov (Wächter der Nacht, the Arena, the Irony of Fate, or Enjoy Your New Happiness!) Anton: Konstantin Khabensky (Rush Hour, Wächter der Nacht, the Fall oft he Empire, the State Counsellor. Our Own)
Svetlana: Mariya Poroshina (Wächter der Nacht, Talisman of Love, the Brigade, Antikiller) Geser: Vladimir Menshov (the Saboteur 1-2, Wächter der Nacht, Spartacus and Kalashnikov, Russian Ragtime)
Olga: Galina Tyunina (Wächter der Nacht, der Spaziergang, Hunting for an Angel, or The Four Loves of the Poet and the Prophet) Zavulon: Viktor Verzhbitsky (Paragraph 78, the Irony of Fate, or Enjoy Your New Happiness!, Wächter der Nacht, Saboteur)
Alisa: Zhanna Friske (Wächter der Nacht) Yegor: Dmitry Martynov (Wächter der Nacht, Talisman of Love)
Kostya: Aleksei Chadov (Streetracers, the Heat, Alive, Wächter der Nacht, War, the 9th Company) Zoar: Aleksei Maklakov (My Home on the green Hills, Ende des Atamans, Hinterm Haus der Feind)
Bear: Aleksandr Samojlenko (Wächter der Nacht, Tycoon: a new Russian) Technische Daten: Herstellungsland: Russland (2006) Original Titel: Dnevnoy dozor Laufzeit: 139:46min (ca. 7 Minuten länger als im Kino) Altersfreigabe: FSK 16 Bildformat: 2,35:1 Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Deutsch (DTS 5.1) Russisch (Dolby Digital 5.1) Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch (wie kein Russisch??) Extras: Making of (26.10 Minuten) Russischer Trailer (1.04 Minuten)
Fassungen: In Deutschland ist die DVD bei 20th Century Fox als Directors Cut erschienen, der die internationale Fassung im Kino ablöste. Leider hat man dabei aber auf ordentliche Extras verzichtet und außer einem recht interessanten Making Of bekommt man leider nichts. Das ist heutzutage eine schwache Leistung, was die DVD zum Neukaufpreis nicht wirklich interessant macht, sondern man nur kurz warten muss, bin dieses in Massen gepresste Ding, günstig zu haben ist.
Kritik: Story Die Story ist meiner Meinung nach um einiges erzählender als die des ersten Teils, hat aber leider doch ein paar Macken, die an und für sich den Zuschauer mehr verwirren als das sie ihm Tipps dazu geben, worum es in Wirklichkeit geht. Wir werden viel mehr mit der banalen Geschichte um den Kampf zwischen Gut und Böse vollgemüllt, die obendrein noch von der Geschichte eines Vaters erzählt, der zwischen seinem Sohn und seiner "Freundin" wählen muss. Als Tiefgang wird uns nur eine einzelne kleine Geschichte preisgegeben, die aber so aufgebauscht wird, dass man schon beinah Angst hat, dass man taub wird wenn der Ballon platzt. Es ist auch eigentlich nichts Neues, dass ein Artefakt gesucht wird, in diesem Fall eine Kreide, mit der man das Schicksal ändern kann. Kreativ ist daran vielleicht nur, dass unglaublich viele verkorkste Wesen auf der Suche nach der Kreide sind und irgendwie vergessen, dass sie sich gegenseitig am liebsten auslöschen würden. Alle wollen dann auf einmal nur noch normal sein. Wirklich Schade. Naja viel zu viele Baustellen und kein Sprengmeister in Sicht!
Regie Tja was soll man denn da sagen? Klar ist die Regiearbeit gut. Aber ich würde sie gern ein wenig anders bewerten als es wohl üblich ist. Ich will nicht an Hand von schönen Bildern oder guten Schauspielerorganisation bewerten, sondern mal daran messen, wie gut ein Regisseur eine Story erzählen kann. Da ist es nämlich leider doch nicht so toll wie man denkt. Klar haben wir einen schönen bunten und ausschmückenden Film, aber warum zum Teufel ist das ein so langer Film geworden? Meine Güte, das doch ganz klar, der Regisseur hat unglaublich triviales Zeug in den Film gepackt, das aber dem Zuschauer kein bisschen hilft. Hauptsache alles Mal anschneiden und nichts wirklich klar durchziehen. Kein Wunder geht am Schluss auch ein wenig die wirkliche Story verloren und wirkt erbärmlich kurz im Vergleich zum Film. Naja vielleicht ist es ja wichtig für Teil drei und nicht nur ein etwas merkwürdiges Phänomen im russischen Film, dass Nebenhandlungen ebenso wichtig sind wie die Hauptgeschichte. Kamera Man merkt sehr schnell, dass Russland doch auch ein wenig amerikanisierter ist als man denkt, denn diese Leistung der Kameratechnik ist nicht von ungefähr und sicherlich nicht einfach so aus der Tasche gezogen. Hier hat sich jemand sehr ausführlich und leidenschaftlich damit auseinander gesetzt, wie man am besten eine Aufnahme in Szene setzt. Der Zuschauer soll verführt und umspielt werden, und das passiert hier im großen Stile. Der Puls des Films ist direkt zu spüren und führt mit der Kamera definitiv auf eine der schmackhaftesten Venen um den Zuschauer wirklich satt an Bildern zu machen.
Schauspieler Ist das was ich in diesem Film gesehen hab wirklich Schauspielerei? Bin mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher. In vielen Situationen wirken manche Charaktere doch ein wenig unflexibel oder desorientiert, aber wenn es dann zur Sache geht, können sich die Meisten wohl sehr gut in die Rolle einfühlen und intuitiv ein Maximum herausholen. Anders ist es bei den Hauptrollen, da dort wirklich ein paar gute und ein paar schlechte Schauspieler dabei sind. Konstantin Khabensky ist da wohl als Mittelmaß der beste Anfang. Er kann zwar durchaus überzeugen in der Rolle des Anton, aber bei genauerer Betrachtung, ist und bleibt es auch eine eher unkomplizierte Rolle die nur auf dem Prinzip des Vagabunden aufgebaut ist. Daher brauch er sich ja nur ein wenig gehen zu lassen. Aber das kann er immerhin.
Mariya Poroshina alias Svetlana ist dafür ganz gut in ihrer doch etwas kargen Rolle, die ja im Prinzip als Schlüsselfigur herhalten sollte. Die etwas naive, verliebte und staksige Blondine, ist aber auch wiederrum kein Job der unglaublich schwer ist! Man muss aber ganz klar unterscheiden zwischen dem Niveau einer Paris Hilton und der hier dargebotenen Leistung, die meiner Meinung nach wirklich mal gut dargestellt ist. Der Oberbösewicht hat ja wieder einmal mir am besten gefallen und ich muss sagen, dass ich einfach die Tendenz habe zu glauben, dass Bösewichter einfach mehr Spaß beim Film haben. Hier merkt man es aber überdeutlich und ich kann nur betonen, dass dieser Schauspieler einfach noch öfter eingesetzt werden sollte um sein Talent weiterhin zu beweisen.
Soundtrack Hab ich da etwa gute Musik gehört? In einem aktuellen Kinofilm? Aber ja, ich bin entsetzt! Das bin ich ja schon kaum mehr gewohnt, aber ich freu mich riesig. Zwar versteh ich nichts, wenn Russen auf einer Party betrunken singen, aber hey was soll es, klingt doch recht unterhaltsam. Was mich auch total freute, ist das die Musik gezielt eingesetzt ist und nicht wahllos in jede Nische geprügelt wurde. Daher ein klares Plus für diesen Film! Tricktechnik Inzwischen ist es ja ein offenes Geheimnis, dass Hollywood nicht mehr die einzige Traumschmiede auf der Welt ist und schon gar nicht mehr allein auf dem Gebiet der Animation dominiert. Paradebeispiel, dieser Film! Unglaublich gute und verspielte Animationen und Effekte reihen sich hier aneinander und werden auf gar keinen Fall langweilig. Vielleicht ein wenig unglaubwürdig, aber das ist ja in einem Film mit Hexen und Dämonen wohl auch legal. Besonders beeindruckend ist hierbei auch, dass man gar nicht erst versucht, große Risiken einzugehen, wo die Animation sich doch als Fehlerhaft oder noch unausgereift erweisen könnten, sondern man arbeitet bis an die Grenzen, mit dem was man schon hat. Dafür ein großes Lob von mir!
Fazit Gutes Popcorn Kino und mehr nicht wäre wohl zu banal zusammen gefasst. Vielmehr ist es so, dass eine sehr verwirrende Geschichte sehr liebevoll verpackt wurde, und dadurch zu Detaillastig geworden ist, und die man mit vielen Effekten möglichst ausschmücken wollte. Letztendlich sorgt aber dann doch eher die etwas dürftige Ausstattung dann dafür, dass es nun nur 3 Sterne für den Film gibt, denn es ist leider einfach nicht genug nur ein Making Of auf eine DVD zu pressen. So darf man gar nicht erst anfangen, wenn die Zukunft eh schon Blue ray ist und man da noch mehr auf ne Scheibe packen kann und dann auch muss, um nicht den Verkäufer zu ärgern.
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24.08.2008 11:22
super Bericht.... den Film fand ich grottenschlecht
16.07.2008 14:27
hab den 2. Teil immernoch nicht gesehen, hatte mir irgendwie schon unter dem 1. mehr vorgstellt.
02.07.2008 22:27
Ich hab den Film gesehen, und ehrlich gesagt fand ich den so schlecht dass ich nach na Weile einfach abgeschaltet hab und die ganze Story is irgendwie an mir vorbeigezogen... =/ Liebe Grüße