Jedes noch so schreckliche Detail wird beschrieben...
18.11.2009
Pro:
Fesselt, lässt den Leser nicht kalt, ein wahrer Psychothriller/ - horror, ich mag den Schreibstil
Kontra:
Nichts für schwache Nerven . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Stil
Unterhaltungswert
Spannung
mehr
 XxAnGeLxX
Über sich:
:))
Mitglied seit:25.11.2000
Erfahrungsberichte:517
Vertrauende:331
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 187 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute soll es wieder um ein Buch gehen, welches ich die letzten Tage gelesen habe. Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt, ein Buch, welches Wahrheiten aufzeigt, die doch keiner wissen möchte. Dieses Buch lässt einen sicher nicht kalt, doch die Geschichte ist so erschreckend beängstigend, dass es nichts für schwache Nerven ist: .
WAHNSINN / KETCHUM, JACKInfos zum BuchDas Buch „Wahnsinn“ von Jack Ketchum, welches in der Originalausgabe bereits im Jahre 1995 erschien, habe ich beim Stöbern in einer Buchhandlung entdeckt. Ich hatte zuvor ein Buch des Autors mit dem Titel „Evil“ gelesen, es für einen sehr harten, aber doch guten Horrorroman gehalten. Da mir sein Schreibstil gefiel und ich hin und wieder gerne ein derartiges Buch lese, musste ich nicht lange überlegen, ob ich es auch mit dem „neuen“ Buch probiere. Nachdem ich den Preis von 8,95€ gezahlt habe, gehörte das Buch mir. Über den Autor kann man dem Buch folgendes entnehmen: Jack Ketchum ist das Pseudonym des ehemaligen Schauspielers, Lehrers und Literaturagenten und Holzverkäufers Dallas Mayr. Neben den Werken von Stephen King oder Clive Barker zählen seine Horrorromane in den USA unter Kennern zu den absoluten Meisterwerken des Genres. Jack Ketchum wurden dafür schon mehrere namhafte Auszeichnungen verliehen. Stephen King sagt über den Autor: „Seien Sie gewarnt: Ketchum schreckt in seiner Direktheit vor nichts zurück. Er schreibt so gut wie Clive Barker, James Ellroy und Thomas Harris.“Weitere Produktinformationen entnehme ich amazon.de: Taschenbuch: 352 Seiten Verlag: Heyne Verlag (2. November 2009) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453675525 ISBN-13: 978-3453675520 Originaltitel: Stranglehold .
StorySchon in seiner Kindheit und Jugend fällt Arthur Danse unangenehm auf. Doch egal, was er macht, sei es ein Feuer legen, einen Einbruch begehen oder ein Mädchen vergewaltigen: Man findet niemals stichhaltige Beweise, die belegen, dass er es tatsächlich war. Trotzdem zweifelt Officer Duggan niemals daran, dass Arthur die Taten begangen hat und im Grunde nichts Gutes im Schilde führt. Von seinen Eltern wird Arthur geliebt, seine Eltern halten stets zu ihm und können nicht glauben, dass ihr Arthur jemals etwas böses tun könnte, niemals. Als Arthur erwachsen ist, übernimmt er ein Restaurant und lernt dort auf einer Hochzeit Lydia McCloud kennen, die keine rosige Kindheit und auch schon mehrere gescheiterte Beziehungen hinter sich hat. Kurze Zeit später heiraten sie und bekommen einen Sohn, der Robert heißt.Arthur scheint ein sehr guter Ehemann und ein liebevoller Vater zu sein. Er hat mit seinem Geschäft, dem Restaurant, viel Erfolg, verdient gutes Geld. Lydia hätte niemals gedacht, dass Arthur den guten Menschen nur spielt. Eines Nachts kommt sein wahres Ich durch. Er zwingt Lydia mit ihm im Bett genau das zu tun, was er will, egal wie sehr es ihr wehtut. Es kommt immer häufiger dazu, dass er sie schlägt, verletzt und zu sadistischen Spielen zwingt. Als die Situation
Bilder von Wahnsinn / Jack Ketchum
zu eskalieren scheint und Lydia nicht nur immer mehr Angst um sich, sondern auch um ihren Sohn bekommt, beschließt sie die Polizei zu informieren. Sie möchte die Scheidung.So sehr Lydia ihn als Ehemann verabscheut, für einen guten Vater hält sie ihn immer noch. Arthur bekommt seinen Sohn regelmäßig zu sehen und unternimmt einiges mit ihm. Doch Robert scheint es immer schlechter zu gehen, irgendetwas belastet ihn: Er fängt an zu stottern, macht wieder ins Bett und redet immer weniger. Als Lydia eines Tages feststellen muss, dass sein Vater ihn sexuell misshandelt, geht es vor´s Gericht. Es ist ein Streit um das Sorgerecht, ein Streit um ein Kind, welches furchtbare Dinge durchstehen muss. Kommt die verzweifelte Mutter, die ihr Kind liebt und um alles auf der Welt schützen möchte, gegen den Vater, der sich als guter und fürsorglicher Mensch ausgibt, der nicht begreifen kann, wieso man ihm derartiges vorwirft, an? Für wen entscheidet das Gericht? Wie wahnsinnig ist Arthur wirklich? .
LeseprobeSeite 71/72 Was er sich früher woanders geholt hatte, wollte er neuerdings mehr und mehr zu Hause. Schon irgendwie komisch. Vielleicht hatte er zu viele Meilen mit dem Auto heruntergerissen und war über zu viele Straßen an zu viele Orte gefahren. Auf „Geschäftsreisen“, um „Vorräte und Gerätschaften“ für das Restaurant zu besorgen oder um mit „potenziellen Geschäftspartnern“ zu sprechen, die dann doch nie auftauchten, um in sein Geschäft zu investieren. Er war froh, dass sie nicht viele Fragen stellte. Aber vielleicht hatte er diese Ausflüge allmählich satt. Oder es lag an dem Baby. Seinem Baby. Dem Braten, den er ihr in die Röhre geschoben hatte, dieses Ding, das dort gewachsen war und nun die ganze Aufmerksamkeit seiner Frau beanspruchte. Diese Aufmerksamkeit erregte ihn. Es war eine Herausforderung, sie zurückzugewinnen. Oder es lag an der Sanftheit ihrer Haut. Was auch immer. Es war Zeit, es ihr zu zeigen. Nur ein bisschen. Er war sehr geduldig gewesen. Erstaunlicherweise. Doch jetzt war sie so weit. Sie würde sich ihm nicht widersetzen. Das Baby, Robert, machte sie glücklich. Wenigstens behauptete sie das. Und er hatte keinen Grund, ihr nicht zu glauben. Auch wenn es schwer nachzuvollziehen war. Ihm kam es so vor, als würde Robert nur fordern. Er schrie. Er wollte frische Windeln und gestillt oder auf den Arm genommen werden. Und was er wollte, bekam er auch. Wenigstens das konnte er verstehen. Das Problem war nur, dass sie mit dem Baby glücklich war und infolgedessen, so folgerte er, auch glücklich mit ihm. Mit dem Leben überhaupt. Was bedeutete, dass es an der Zeit war, es ihr zu zeigen. Nur ein bisschen. .
Meine Meinung / Eindrücke / Gedanken352 Seiten in 36 Kapiteln, die ich verschlungen habe. Ja, Jack Ketchum hat mich wieder gefesselt, wieder konnte ich nicht aufhören ehe ich wusste wie das Buch ausgehen wird. Eine Geschichte, die mich bis 2 oder 3 Uhr nachts wach hielt, 'die mich des öfteren wütend, manchmal beängstigt hat. Es ist ein Buch, welches unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst hat, welches mich berührt und definitiv nicht kalt gelassen hat. 3 Tage habe ich für dieses Buch gebraucht, was für mich eine wahnsinnig kurze Zeit für ein Buch ist. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen...Die Geschichte ist eine ganz andere als die von „Evil“, auch wenn beide grausam sind. Jack Ketchum ist direkt, Jack Ketchum schreckt nicht davor zurück jedes kleinste Detail offen dazulegen. Es geht um Vergewaltigungen, um Gewalt und wieder um Kindesmissbrauch. Es sind schreckliche Themen und ich verstehe, wenn man denkt, dass es von derartiger Gewalt auf der Welt genug gibt, wenn man ausschließt darüber auch noch ein Buch zu lesen. Ja, diese Meinung kann ich verstehen, ABER es geht in diesem Buch nicht nur um diese Art von Gewalt. Die Schilderungen dieser Straftaten sind die schlimmsten überhaupt am Buch. Das Leiden des Opfers wird jedes mal deutlich, die Art von Arthur macht den Leser fast aggressiv. Was ist das bitte für ein Mensch, wie kann er einem anderen soetwas antun? Der Mann muss verrückt sein, mit diesem Menschen muss irgendetwas nicht stimmen. Wie kann man den Drang dazu haben, andere Menschen derartig zu verletzen? Dieses Verlangen befriedigt Arthur immer, egal wo, egal wie. Einen großen Teil des Buches nehmen allerdings die Gerichtverhandlungen ein. Es geht um die Frage, wer das Sorgerecht für Robert erhält. Dadurch, dass dieser von seinem Vater bedroht wird und Angst davor hat, dass seiner Mutter etwas geschehen könnte, schweigt er. Lydia wird immer wütender über die Art von Arthur. Jeder scheint ihm abzukaufen, dass er der Unschuldige ist, dass Lydia die Scheidung nie verkraftet hat und ihm irgendetwas anlasten möchte. Vor Gericht scheint sie sich kaum unter Kontrolle zu haben. Wie kann ihr Exmann so ruhig dasitzen und behaupten, er hätte mit den Anschuldigungen nichts zu tun, er habe das alles nicht getan? Nachgewiesen wurde ihm nie etwas, Robert sagt nichts aus, es hätte auch ein anderer oder er selbst sein können. Das einzige, was nachgewiesen wurde, ist, dass Robert tatsächlich misshandelt wurde, dass diese Misshandlungen unglaubliche Schmerzen verursacht haben und sein Verhalten ein Resultat dieser Grausamkeiten ist. Doch kann es nicht auch seine Mutter gewesen sein? Diese Frage stellen sich einige im Gericht, doch der Leser weiß, dass es der Vater war. Ein Gefühl des Mitleids für die Mutter, ein Gefühl der Wut steigt beim Lesen auf. Wie kann man der Mutter keinen Glauben schenken? Seht doch mal hin. Hallo?Dann kommt eine ganz entscheidende Frage, die Lydia beantworten soll: Auch wenn das Gericht entscheidet, dass Arthur seinen Sohn weiterhin alleine sehen kann, dass er ein Anrecht auf Besuchszeiten hat, gibt Lydia sich damit zufrieden, wird Lydia danach handeln, was das Gericht entscheidet? Die richtige Antwort wäre wohl ein „Ja!“ gewesen, doch jede Mutter (ich bin keine, aber ich kann es mir denken) würde wohl alles dafür tun um ihren Sohn zu beschützen, auch wenn das heißt, dass sie gegen das Gesetz verstoßen müsste. Sie argumentiert, dass es eine Fehlentscheidung des Gerichts wäre, dass Arthur ein Kinderschänder ist, dass man ihn niemals mit Robert alleine lassen dürfte, doch da ihm keiner etwas nachweisen kann, wird Lydia als hysterische Mutter hingestellt. Diese psychische Gewalt ist wohl die qualvollste, die sich eine Mutter nur vorstellen kann: Die Angst um das eigene Kind. Ich möchte nichts vom Ende verraten, denn diejenigen, die ernsthaftes Interesse an diesem Buch haben, sollen dieselbe Spannung erleben, wie ich es getan habe. Allerdings stellt man sich nach dem Buch die Frage nach Gerechtigkeit. Gestern habe ich noch einen passenden Film dazu gesehen: Ein Mann, der eine Frau vergewaltigt und ermordet hat, wird nur für 5 Jahre eingesperrt. Ist das gerecht? Kann man als Angehöriger mit dieser Entscheidung leben, es einfach so hinnehmen? Ja, in vielerlei Hinsicht wird der Leser gefesselt. Zunächst war es Abscheu, Abscheu vor den ganzen Grausamkeiten zu denen Arthur fähig ist. Man entwickelt auch eine Art Hass gegen die gesamte Familie, gegen seine Eltern, die immer zu ihm halten, egal was komme. Dann entwickelt man Mitleid. Lydia ist so gutgläubig und fällt auf so einen Menschen hinein. Zunächst vergreift er sich nur an ihr – schlimm genug – und dann droht er damit, seinen Sohn einzuweihen, wenn sie nicht mitmacht. Schrecklich! Die ersten 100 Seiten sind grausam, wirklich grausam und nichts für schwache Nerven. Auf den darauffolgenden 150 Seiten (nur grob geschätzt) werden die Gerichtsverhandlungen beschrieben. Es sind ganz andere Gefühle, die ich als Leser empfunden habe: Mitleid und Wut – wie bereits beschrieben. Die Anwälte nehmen die Zeugen so sehr auseinander, die Fragen sind manchmal so ungerecht. Man wünscht sich, die Wahrheit würde ans Licht kommen. Man entwickelt einen Hass gegen Arthur, wenn man ihn nicht bereits empfunden hatte. Mit ähnlichen Gefühlen geht es auch nach dem Urteil weiter. Das Buch ist zwar nie in der Ich-Perspektive geschrieben, aber doch weisen verschiedene Abschnitte 'die Gedanken der unterschiedlichen Personen auf. Die Leseprobe ist mehr oder weniger aus der Sicht Arthurs geschrieben, auch erhält man oft Einblicke in die Gedanken von Lydia oder Robert. So erfährt man als Leser von Anfang an die knallharte Wahrheit. Der Schreibstil ist gut, das Buch sehr einfach zu lesen. Die Geschichte ist das, was einen dazu bringen könnte, das Buch kurzzeitig aus der Hand zu legen um eine Pause zu machen und nachzudenken, das Gelesene zu verdauen. Manchmal scheinen die Schilderungen grenzwertig und unerträglich zu sein, da Ketchum kein Detail offen lässt. Daher ist das Buch wirklich nicht für jedermann etwas. Die Taten von Arthur, worauf ich an dieser Stelle ja nun nicht weiter eingegangen bin, sind ekelerregend und schockierend. Neben der eigentlichen Geschichte werden in der Umgebung auch noch mehrere Frauen gefunden, die an einen Baum genagelt und mehrfach vergewaltigt wurden. Es kann niemals nachgewiesen werden, dass Arthur auch diese Verbrechen begangen hat, doch auch diese Schilderungen sind nichts für schwache Nerven. Es ist sicher keine leichte Kost und kann demnach nur eingeschränkt weiterempfohlen werden. Ich habe es nicht bereut, es zu lesen, aber ich denke, dass viele mit der Geschichte nicht umgehen könnten. Schon mehrfach habe ich gelesen, dass ein Autor, der auf solche kranken Geschichten kommt, selbst verrückt sein muss. Das würde ich nicht sagen, auch wenn ich niemals auf solche Ideen kommen würde. Das Buch oder den Autor deswegen zu verurteilen finde ich falsch. Diejenigen, die mit einer solch harten Story nicht zurecht kommen, sollten das Buch von vornherein nicht anrühren. Ob man Ketchum tatsächlich mit Autoren wie Stephen King vergleichen kann, kann ich nicht sagen. Ich habe leider noch nie ein Buch von King gelesen. .
FAZITIch empfehle das Buch eingeschränkt weiter. Es ist nichts für schwache Nerven, sicher keine leichte Kost. Es ist schockierend, zeigt Dinge auf, die unglaublich schrecklich sind. Der Leser ist fassungslos, beinahe angeekelt. Doch zeitgleich steigt in einem eine Art Wut auf, weil der Täter mit all den Straftaten durchkommt, man ihm nie etwas nachweisen kann. Auch der Kampf einer Mutter um das Sorgerecht ihres Sonnes nimmt einen mit. Dieses Buch fesselt, dieses Buch berührt. Man sollte es sich vorher nur zweimal überlegen, ob man bereit ist ein solches Buch, welches keine Details offen lässt, jede Grausamkeit beschreibt, zu lesen. Dafür gibt es 4 Sterne von mir... Liebe Grüße,XxAnGeLxX
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Wahnsinn - Ketchum, Jack
Taschenbuch, 352 S., Roman, Erschienen: 2009
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Taschenbuch November 2009, Verlag: Heyne, Reihe: Heyne Bücher, Seitenanzahl: 352
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09.06.2011 08:24
Ich habe kürzlich Evil gelesen und war ebenfalls gefesselt, angeekelt, aber auch total fasziniert davon. Und natürlich von dem Autor. Dieses hier wird das nächste Buch das ich von ihm kaufe. Irgendwie sind Bücher für mich leichter zu verkraften als Filme. Beim Buch stelle ich mir das zwar selber vor, aber ich gehe nicht so ins Detail. Den Film zu Evil könnt ich mir nie anschauen. Und zu diesem Buch wohl auch nicht, wenn es denn einen geben sollte. Jack Ketchum ist vielleicht gestört, weiß man ja nicht. Aber wenigstens hat er einen ungefährlichen Weg des Auslebens gefunden, indem er drüber schreibt. Wieviele rechtschaffene Bürger (die auf solche Bücher schimpfen) drehen irgendwann durch weil sie Zeit ihres Lebens halt kein anderes Ausleben gefunden haben? Das frag ich mich bei jedem Amoklauf der in der Zeitung steht. Von Stephen King empfehle ich eher die alten Bücher. Cujo fand ich sehr spannend und tiefbewegend, vor allem den Schluss. Toller Bericht, übrigens :) Viele Grüße, Ky
22.02.2010 08:34
So nun aber!
09.01.2010 19:33
Wahnsinnig gutes Buch, dazu ein entsprechend hervorragender Bericht, der deine Eindrücke absolut gelungen zur Geltung kommen lässt. Ich sollte aufhören, andere Berichte zu den Büchern lesen, wo ich selbst was verfasst habe... eben weil mir meine dortige Halbherzigkeit nun umso mehr entgegenspringt. Egal ~ für dich jedenfalls die bewundernde Bestnote :)