... Unterhalten wird man bei diesem Film auf jeden Fall, auch wenn ich zunächst genau gegenteiliger Meinung war…
Allgemeines zum Film
"Wahnsinnig Verliebt" wurde auf Plakaten als "Die dunkle Seite von Amélie" angekündigt. Ich halte dies nur für Verkaufs-Propaganda: Zum einen ... Bericht lesen
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Wahnsinnig verliebt (DVD)
Die junge Kunststudentin Angélique ist Wahnsinnig verliebt. Gleich zu Beginn von Laetitia ... mehr
Colombanis Spielfilmdebüt schickt sie dem Mann ihrer Träume eine einzelne Rose als Zeichen ihrer überschwänglichen Gefühle und Symbol ihrer romantischen Verzauberung. Doch ihr Empfänger, der Arzt Loic, kann, wie sich viel später herausstellt, als die Geschichte noch einmal von vorne anfängt, die Bedeutung des Geschenks gar nicht entziffern. Für ihn ist diese Rose wirklich nichts als eine Rose. Gefühle und natürlich vor allem die Liebe verzerren die Wahrnehmung. Sie lassen den Menschen etwas sehen, was gar nicht da ist, oder tauchen die Dinge in ein Licht, das trügerisch ist. Darin liegt ihr Reiz, aber auch ihre Gefahr und dieser gilt hier Laetitia Colombanis Interesse. Angélique (Audrey Tautou) schwebt von allen Ketten der Realität befreit im siebten Himmel. Nicht einmal die Tatsache, dass Loic (Samuel le Bihan) verheiratet ist und seine Frau ein Kind von ihm erwartet, berührt die Kunststudentin weiter. Sie weiß, dass sie die wahre und einzige große Liebe des Arztes ist, dass er seine Frau bald verlassen und mit ihr nach Florenz reisen wird. Selbst als sie auf dem Flughafen vergeblich auf ihn wartet, kommt Angélique nie der Gedanke, dass sie sich da in etwas hineinsteigert, das so gar nicht existiert. Wahnsinnig verliebt beginnt wie eine dieser klassischen bittersüßen Liebesgeschichten, die man schon unzählige Male gesehen hat. Nur wirkt hier alles noch ein bisschen kitschiger und süßlicher als sonst schon. Laetitia Colombani treibt die Klischees des romantischen Kinos auf die Spitze. Die viel zu weit aufgerissenen Rehaugen Angéliques und die viel zu golden schimmernden Bilder ihres Kameramanns Pierre Aim sind bezaubernd und zugleich irritierend. Was zu schön ist, um wahr zu sein, kann eben nur falsch sein. Und so wird aus diesem filmischen Liebestraum schließlich ein überraschend harter Psychothriller, der seine Geschichte gleich zweimal erzählt, erst aus Angéliques und dann aus Loics Perspektive. Mit einer fast schon erschreckenden Unbarmherzigkeit zertrümmert Wahnsinnig verliebt all die romantischen und sentimentalen Vorstellungen, die sich die Menschen von der Liebe machen. Wer liebt, wird nie mit letzter Sicherheit sagen können, ob seine Gefühle tatsächlich im erhofften Maße erwidert werden, ihm bleibt nur die Selbsttäuschung. Für Laetitia Colombani ist Liebe nichts als eine äußerst gefährliche Form von Realitätsverlust und Wahnsinn. Und auch wenn man sich dieser bitteren Einschätzung eigentlich nicht anschließen will, besticht die Argumentation der jungen Regisseurin durch eine Logik, der man kaum etwas entgegensetzen kann. Das macht Wahnsinnig verliebt zu einem intellektuellen Abenteuer, aber letztlich auch zu einem erstaunlich kalten Film. --Sascha Westphal
Digital 5.1 ), Dänisch ( Untertitel ), Englisch ( Untertitel ), WIDESCREEN (2.35:1), BONUSMATERIAL: Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Der junge Daniel erregt als hochtalentierter Student an der Kopenhagener Musikhochschule die Aufmerksamkeit seines Lehrers Pierre. Er stellt Daniel eine internationale Karriere in Aussicht. Zugleich verliebt sich Daniel in seine Mitstudentin Sofie und zieht mit ihr in eine gemeinsame Wohnung. Es fällt dem sensiblen jungen Mann immer schwerer, sich auf seine Musik zu konzentrieren - zumal er von einer heftigen Eifersucht geplagt wird. Daniel wirft Sofie vor, eine Affäre mit seinem Lehrer Pierre zu haben. Nach und nach verliert Daniel die Kontrolle über seine Gefühle. Das packende Drama fängt äußerst präzise die flirrende Atmosphäre der Großstadt Kopenhagen ein und zeichnet das Krankheitsbild obsessiver Eifersucht erschreckend genau. Das hervorragende Darsteller-Ensemble wird vom jungen Cyron Bjørn Melville angeführt, der in Dänemark als neuer Star gefeiert wird. ...Wahnsinnig verliebt / Love and Rage ( Vanvittig forelsket ) ( Love & Rage )
Untertitel ), WIDESCREEN (1.78:1), BONUSMATERIAL: Szene Zugang, Trailer(s), Wechselwirkendes Menü, SYNOPSIS: Für sie ist es die große Liebe: Angélique liebt den Herzchirurgen Loïc . Da dieser aber mit einer Anderen verheiratet ist und auch noch Vater wird, werden die Gefühle der jungen hübschen Kunststudentin auf eine harte Probe gestellt. Heimliche Treffen, einsame Nächte und tagelanges Warten sind offenbar alles, worauf Angélique hoffen darf " so hat es den Anschein. Doch dann wendet sich das Blatt. Nach einer Fehlgeburt verlässt Loïcs Frau Mann und Haus, nichts steht der Verwirklichung von Angéliques Träumen nun mehr im Wege. Aber warum läuft in Loïcs bisher so wohlgeordnetem Leben plötzlich alles schief? Eine Patientin verklagt ihn des tätlichen Angriffs, mysteriöse Anrufe, anonyme Briefe und makabre Päckchen versetzen den Arzt in Angst und Schrecken. Und dann gibt es eine Tote: die liebestolle Patientin wird erschlagen aufgefunden. ...Wahnsinnig verliebt / He Loves Me, He Loves Me Not ( À la folie... pas du tout ) ( He Loves Me... He Loves Me Not )
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Erfahrungsbericht von surround999 über Wahnsinnig verliebt 06.03.2008
Produktbewertung des Autors:
Humor
wenig humorvoll
Spannung
ziemlich spannend
Anspruch
geht so
Action:
wenig
Romantik:
geht so
Pro:
schauspielerische Leistung, Spannung war gegeben, insgesamt gut gemacht
Kontra:
nichts Gravierendes
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
. . === Einleitung ===
Heute geht es um einen Film, den man auf den ersten Blick nicht recht einordnen kann (mehr dazu unter „Allgemeines zum Film“). Ich habe ihn mir aus der Videothek ausgeliehen. Abgesehen von dem Genre ordne ich ihn unter den Filmen ein, die ich in guter Erinnerung habe und die für sehenswert halte. Unterhalten wird man bei diesem Film auf jeden Fall, auch wenn ich zunächst genau gegenteiliger Meinung war…
Allgemeines zum Film
"Wahnsinnig Verliebt" wurde auf Plakaten als "Die dunkle Seite von Amélie" angekündigt. Ich halte dies nur für Verkaufs-Propaganda: Zum einen weiß man, dass es sich bei der Hauptdarstellerin um Audrey Tautou handelt, die in dem beliebten Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ mitwirkte und es macht neugierig auf eine Figur, die offensichtlich böse sein soll oder was auch immer. Die Filme haben aber sonst überhaupt nichts miteinander zu tun.
Beim Genre werden in unterschiedlichen Film-Beschreibungen verschiedene Dinge wie „romantischer Thriller“, „Thriller/Krimi“, „Psychothriller“, „Liebesfilm“ oder auch „Drama“ genannt. Ich habe mich für „Psychothriller“ entschieden, wofür ich den Film auch halte, obwohl die anderen Dinge ebenfalls mit einfließen.
Daten zum Film
Titel: Wahnsinnig verliebt Originaltitel: A la folie... pas du tout Genre: Psychothriller Land: Frankreich Jahr: 2002 (Kinostart: 29.08.02) FSK: ab 12 J. Länge: ca. 100 Min. Regie: Laetitia Colombani Darsteller: Audrey Tautou, Samuel Le Bihan, Isabelle Carre, Clement Sibony u.a.
Bevor ich den Inhalt des Films erzähle, möchte ich die darin vorkommenden Figuren vorstellen und natürlich auch die Schauspieler:
Die wichtigsten Charaktere
* Angélique Angélique ist ein Kunst-Studentin, die sich finanziell über Wasser hält, indem sie kellnert. Im Rahmen ihres Studiums gewinnt sogar einen ersten Preis und kann ihrer Kunstkarriere optimistisch entgegensehen. Sie ist eine junge Frau, die einen netten und ehrlichen Eindruck macht.
* Loic Loic ist ein Kardiologe. Er betreibt eine Praxis arbeitet und nebenbei in einem Krankenhaus. Er ist mit Rachel (s.u.) verheiratet und werdender Vater.
* David David ist Medizinstudent und Angéliques bester Freund. Er ist in Angélique verliebt.
* Heloise Heloise jobbt in dem gleichen Café wie Angélique und ist Angéliques beste Freundin.
* sonstige Figuren: Rachel ist Anwältin und Loics Ehefrau. Sie erwartet ein Kind und ist glücklich mit Loic. Erwähnenswert ist auch noch die Sprechstundenhilfe von Loic, der während ihrer Tätigkeit in seiner Praxis etliche Fehler unterlaufen.
Die Schauspieler
Audrey Tautou mit ihren dunklen Knopfaugen ist durch den Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ vielen Menschen bekannt, vielleicht spätestens seit dem Film „Zusammen ist man weniger allein“ (2007). Die französische Schauspielerin wurde am 9. August 1978 in Beaumont, Puy-de-Dôme, geboren und ist die Tochter einer Lehrerin und eines Kieferchirurgs. Sie hat neben der Film-Schauspielerei auch Erfolge auf der Theater-Bühne zu verzeichnen. Neben den genannten Filmen war sie unter anderem in „Unglaublich“ (2001) oder „Verlorene Seelen“ (2003) zu sehen.
Der Franzose Samuel Le Bihan wurde am 5. Januar 1965 in Avranches geboren und absolvierte die Rue Blanche-Theaterschule. 1999 wurde Samuel Le Bihan mit dem Jean-Gabin-Preis ausgezeichnet, nachdem er in Filmen wie zum Beispiel „Schöne Venus“ mitgewirkt hatte. Später war er u.a. auch in „Der Pakt Der Wölfe (2001)“ zu sehen. Sein Name wird hier und dort so geschrieben: „Samule Lebian“ oder „Samuel Lebihan“.
Isabelle Carre ist eine Schauspielerin, die am 28. Mai 1971 in Paris geboren wurde und deren Filmkarriere im Jahr 1989 mit dem Film „Milch und Schokolade“ ihren Anfang nahm. Sie wirkte sowohl bei Kino- als auch bei Fernsehfilmen mit und war auch auf Theaterbühnen in Frankreich zu sehen. Einer der Filme, in der . Isabelle Carre zu sehen war, hieß „Die verbotene Frau“ (1997).
Clément Sibony begann seine Schauspieler-Karriere mit 14 Jahren, indem er bei Fernsehfilmen mitwirkte. Er wurde 1976 in Paris geboren. In welchen Filmen er bisher mitgewirkt hat, ist mir nicht bekannt. Ich habe Clément Sibony vor „Wahnsinnig verliebt“ noch nie gesehen, jedenfalls nicht, dass ich wüsste.
Hier zusammenfassend eine Übersicht über diese Mitwirkenden und deren Rollen:
Audrey Tautou (Angélique) Samuel Le Bihan (Loic, Kardiologe) Isabelle Carre (Heloise, Angéliques Freundin) Clément Sibony (Angéliques bester Freund)
Die Geschichte
Die Kunststudentin Angélique ist in einen Arzt namens Loic verliebt, der ganz in der Nähe wohnt. Der Film beginnt damit, dass Angélique in einem Blumenladen eine einzelne Rose kauft und diese an Loic in seine Praxis liefern lässt. Sie zieht vorübergehend in ein Haus, auf das sie aufpassen soll, während die Bewohnerin für ein Jahr ins Ausland geht. Angélique verspricht ihr, gut auf ihr Haus und speziell auch auf ihren Bonsai-Baum aufzupassen und ihn zu pflegen. Das Haus, das sie hütet, ist das Nachbarhaus von Loic, was jedoch erst später im Film erzählt wird.
Alles beginnt eigentlich harmlos, wobei man aber sagen muss, dass Angéliques Liebe zu Loic nicht ganz einfach ist: Loic ist verheiratet und werdender Vater. Die Gefühle von Angélique werden auf eine harte Probe gestellt. Angélique erzählt ihrem besten Freund und ihrer Freundin Heloise zwar von ihrer Liebesbeziehung zu Loic, betont jedoch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich Loic von seiner Frau Rachel trennt, denn nur das Kind bindet ihn noch an sie. Rachel erleidet eine Fehlgeburt, streitet sich mit Loic und verlässt ihn. Angélique kann sich Hoffnung machen, obwohl Loic sie oft warten lassen hat, sie versetzt hat und all solche Dinge, die man anderen nicht antut. Sogar eine Reise nach Florenz platzt, weil Loic nicht am Flughafen erscheint.
Ich nenne das bisher Beschriebene den „ersten Teil. Nachdem man sich diese seichte Geschichte angesehen hat, wird der ganze Film auf einmal zurückgespult und noch einmal erzählt:
Es passieren Sachen, die vor allem das Leben des Kardiologen Loic betreffen: Nicht nur die Fehlgeburt ist ein harter Schicksalsschlag, sondern auch die Tatsache, dass seine Patienten die Termine absagen, weil er zuvor einer Patientin eine Ohrfeige verpasst hatte (warum dies so ist, soll mit Absicht nicht erzählt werden). Dann stirbt diese Patientin auch noch an einem Herzanfall, weil sie einen Unfall erlitt. Wiederum bekommt Loic Schwierigkeiten, diesmal mit der Polizei, die ihn für schuldig hält. Loic erhält Anrufe, Briefe und sein Leben gerät aus dem Ruder. An dieser Stelle möchte ich die Beschreibung des Films beenden, um nicht zu viel zu verraten. Wird Loic sein Leben wieder in den Griff bekommen?
Mein Eindruck
Die erste halbe Stunde bzw. den ersten Teil, wie ich ihn zuvor schon bei der Inhaltsbeschreibung genannt habe, musste ich erst einmal hinter mich bringen. Es ist ein Geplänkel einer offenbar recht langweiligen Geschichte: Eine junge Frau (Angélique) ist verliebt und hat wohl eine Affäre mit einem verheirateten Kardiologen, der auch noch Vater wird. Die Liebe kann also nur unglücklich sein, denn der Arzt Loic denkt gar nicht daran, seine Frau zu verlassen. Angélique erzählt ihrem besten Freund von der Affäre, wobei dieser Freund David selbst in Angélique verliebt ist. Es ist also eine Dreiecks- oder besser Vierecks-Geschichte, wie man sie schon tausendmal gesehen hat – so denkt man jedenfalls zunächst einmal: Eine Frau hat also eine Affäre mit einem verheirateten Mann, der Mann behandelt seine Geliebte mies und der beste Freund der Geliebten bleibt sowieso auf der Strecke. Ich war schon richtig enttäuscht, aber wartete dennoch geduldig ab, wie es in dem Film weiter gehen könnte. Schließlich handelt es sich um einen Thriller, das Vorgeplänkel war eben ziemlich langgestreckt, fand ich. Doch dies hatte seinen Sinn, wie ich später feststellen konnte: Verraten kann ich zumindest, dass man den ersten Teil recht gut betrachtet haben muss, denn im zweiten Teil kommen einem einige Szenen recht bekannt vor. Hat man den ersten Teil nicht ordentlich betrachtet oder ist sogar währenddessen aufs Klo gegangen, fehlt einem etwas im zweiten Teil. Dies möchte ich schon einmal als Rat vorweg geben für alle, die den Film noch nicht gesehen haben: Nicht im ersten Teil einschlafen, sondern sich auf den zweiten Teil freuen. Dieser beginnt nach der besagten Rückspulerei. Als die ganze Geschichte im Schnelldurchgang zurückgedreht wurde, dachte ich: Was ist denn nun kaputt? Ist dies eine Art Wiederholung von „Lola rennt“, in der es mehrere verschiedene Versionen und Geschehnisse gibt? Dass dem nicht so ist, wird einem dann später klar. . . . ----- Bitte die folgenden Absätze nicht lesen, wenn man den Film selbst noch sehen möchte!!! ----- . . . Ich kann nicht erklären, warum mir der Film gut gefallen hat, wenn ich gar nichts vom zweiten Teil erzählen darf. Deshalb dieser Einschub:
Im zweiten Teil wird die Geschichte von Angélique und dem Kardiologen Loic noch einmal erzählt, jedoch anders als im ersten Teil. Im ersten Teil hatte Angélique ihre angebliche Liebesbeziehung erzählt, von der sich nun im zweiten Teil herausstellt, dass sich alles nur in ihrem Kopf abgesielt hat – wie in einem Traum. Der Unterschied zum Traum ist jedoch, dass die Szenen zwar stattgefunden haben, aber es die Liebesbeziehung zwischen ihr und Loic gar nicht gegeben hat. Ganz im Gegenteil: Der Arzt wusste ja gar nichts von der Existenz Angéliques, jedenfalls nicht in irgendeinem Zusammenhang zu ihm selbst.
Das Thema ist eindeutig „Stalking“: Angélique liebt den Arzt, schreibt ihm haufenweise Briefe auf lilafarbenem Papier, spielt Musik auf seinen Anrufbeantworter und beobachtet ihn natürlich auch. Loic seinerseits weiß nicht, wer diese Dinge mit ihm anstellt und hat schon alle möglichen Frauen (und auch einen Mann) in Verdacht – sein Freund meint sogar schon, Loic litte unter Verfolgungswahn. Diese Nachstellerei hat gravierende negative Folgen für den Arzt, sein ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt und seine Gesundheit ruiniert – nicht nur seine Karriere. Und dies unabhängig davon, dass dies sicherlich nicht die Absicht der verliebten Angélique war. Stalking ist ein heikles Thema, und das gut Gemachte an diesem Film ist, dass man zunächst denkt, Angélique sei die Dumme, die von einem verheirateten Geliebten ständig versetzt und insgesamt schlecht behandelt wird. Dann aber merkt man, dass es Angélique ist, die dem Arzt schadet und nicht umgekehrt.
Abgesehen von den schlimmen Folgen, die äußerlich zu sehen sind, gibt es ja auch den damit verbundenen Psychoterror, der auf eine Weise erfolgt, wie man sie in Filmen kaum besser darstellen kann als in „Wahnsinnig verliebt“. Ein Mensch wird auf Grund einer großen einseitigen Liebe von einem anderen tyrannisiert, es ist eine Art Katz-und-Maus-Spiel, das auf der einen Seite stellenweise fast komisch wirkt, was aber eben auch wirklich dramatisch ist. Die Genrebezeichnung „Drama“ hätte schon gut gepasst, finde ich, auf Grund des Psychoterrors finde ich aber den Ausdruck „Psychothriller“ besser geeignet. Der Ausdruck „Drama“ würde nicht ausdrücken, dass es ein wirklich spannender Film ist, bei dem man nach Aufklärung lechzt und einfach wissen möchte, wie es weiter geht – und bei diesem Film möchte man eben nicht nur die reale Zukunft wissen, sondern auch begreifen, was in der Vergangenheit passiert ist – eben die Nicht-Traum-Version, sondern die Realität. Es ist nicht nur der Unterschied Traum und Realität, der hier in Teil 1 (Traum) und dann in Teil 2 (Realität) gezeigt wird, sondern auch die verschiedenen Blickwinkel: im ersten Teil erzählt Angélique und im zweiten Teil wird der Schwerpunkt darauf gelegt, wie es dem Arzt Loic ergeht – Angélique wird eher im Hintergund gezeigt. Und sie ist es ja auch, die im Hintergrund agiert (Briefe schreibt etc.) und ihn schädigt.
„Liebeswahn“ ist schon heftig. Die Zeilen, die nach dem Ende des Films auch noch in schlichter Form erscheinen (geschrieben von einer betroffenen kranken Person, die Jahrzehnte deswegen im Heim verbracht hat), geben einem irgendwie den Rest – den Rest nach einem Film, bei dem man nicht unbedingt wissen kann, ob die Stalking-Geschichte wirklich ein Ende haben kann – kann sie enden, wenn Angélique vorgibt, geheilt zu sein, man dann aber feststellen muss, dass sie die verschriebenen Tabletten in der Psychiartrie nicht genommen hat, weiterhin in Loic verliebt ist und man wohl auch in Zukunft damit rechnen muss, dass sie ihre Tabletten nicht nimmt? Was wird noch auf das Stalking-Opfer Loic zukommen? Oder wird sie ihn ab jetzt nicht mehr belästigen? – Hier lässt der Film dem Zuschauer freien Lauf… Wirklich gut gemacht.
Der deutsche Titel passt sehr gut. Wenn man den Film gesehen hat, findet man ihn weniger kitschig, da er das ausdrückt, was gezeigt wurde. . . . ----- Ende der Absätze, die nur diejenigen gelesen haben sollten, die den Film schon gesehen haben oder ihn nicht sehen möchten. ----- . . . Nach anfänglicher Langeweile bin ich voll und ganz auf meine Kosten gekommen. Ich habe mir „Wahnsinnig verliebt“ für diesen Bericht sogar noch ein zweites Mal angesehen und gemerkt, dass ich im ersten Teil einige Kleinigkeiten gar nicht so wahrgenommen habe. (Zum Beispiel stolpert eine bestimmte Frau am Flughafen über die Hauptdarstellerin. Ich hatte diese Frau gar nicht richtig zur Kenntnis genommen, aber im zweiten Teil ist dann klar, mit wem Angélique in diesem Moment zusammengestoßen ist.)
Ohne Blutvergießen, ohne Drohungen und ohne Horror ist es diesem Film gelungen, Spannung zu erzeugen, und dies auf mehr oder weniger leise Art – eine Art, die mir gut gefällt. (Es gibt nur eine kurze Szene, in der ein menschliches Organ gezeigt wird.) Wem dies nicht gefällt, braucht sich „Wahnsinnig verliebt“ gar nicht anzusehen – Action in dem Sinne gibt es kaum. Widersprüchlich und gerade deshalb gut finde ich eine seichte oder besser lockere Musik, die gar nicht zum Gezeigten zu passen scheint. Eine zusätzlicher Effekt, der gekonnt eingesetzt wurde.
Neben der gelungenen Machart des Films ist die schauspielerische Leistung der Darsteller wirklich gut, finde ich. Gerade die beiden Hauptdarsteller Audrey Tautou und Samuel Le Bihan sind in Rollen geschlüpft, die zu ihnen passen und die sie gekonnt verkörpern, jede/r auf ihre/seine Art. Was will man noch mehr?
Fazit
Mir hat dieser Film gut gefallen und ich habe es nicht bereut, ihn gesehen zu haben. Er lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall. Deshalb vergebe ich die volle Punktzahl.
Pro: geniales Spiel mit Bildern|Irreführung des Zuschauers|Schauspieler, besonders Audrey Tautou Kontra: teilweise Samuel Le Bihan
Manchmal muss man auch mal seine eigenen Hemmschwellen überwinden. Eine solche stellte für mich der Titel des Films vor, den ich nun vorstellen möchte. "Wahnsinnig verliebt" heißt er, was die meisten unter uns eher an Teenie-Filme denken lassen wird, als ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Humor
Spannung
Anspruch
Action:
Romantik:
sehr hilfreich
19.04.2004
(31.07.2007)
L'amour toujours Bewertung für Wahnsinnig verliebtvon
Halo_Fourteen
Den Film "Wahnsinnig verliebt" mit Audrey Tautou wollte ich schon eine kleine Ewigkeit lang mal sehen. Als ich nun vor einigen Tagen die Chance bekam und "die böse Amélie" sehen konnte, zögerte ich keine Sekunde... 1. Handlung
A ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Humor
Spannung
Anspruch
Action:
Romantik:
sehr hilfreich
09.06.2005
Wahnsinnig gut! Bewertung für Wahnsinnig verliebtvon
Pandoolio
Stellt euch das einmal vor:
Ihr seid eine junge Regisseurin, schreibt seit 11/2 Jahren an einem Drehbuch, dann schickt ihr einen Entwurf zu einem bekannten, französischen Produzenten, der liest sich das auch recht schnell durch ist begeistert, und Schwup ...
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Pro: Fährt mit den Gefühlen Achterbahn Kontra: Man hat ständig einen Kloß im Hals
Gestern war ich alleine zu Hause, da ich nicht schlafen konnte sah ich mir diese DVD an. Ich habe sie meiner Freundin zu Ostern geschenkt, da sie französiche Filme liebt und man eine DVD im Original oder auch synchroniesiert ansehen kann.
Die Handlung ...
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Pro: Handlung, Perspektivenwechsel, die Hauptdarstellerin, Sound Kontra: zu viel an Wiederholung, zieht sich etwas in die Länge
...Paris ist meine Leidenschaft, so war es kein Wunder, dass ich
mir die letzten Tage einen Film angeschaut hab, der in Paris
gedreht wurde, mit keiner geringeren Hauptdarstellerin als
Audrey Tautou, die ihr bestimmt schon aus den Filmen "Die
fabelhafte Welt der Amelie" und "The Da Vinci Code" kennt.
allgemeine Info
Film: Wahnsinnig verliebt
Länge: 92min.
Genre: Romanze & Thriller (geniale Mischung)
FSK: ab 12 Jahren
Land: Frankreich (Paris)
Premiere: 27. März 2002
Regie & Drehbuch: Laetitia Colombiani
Darsteller: Audrey Tautou, Samuel Le Bihan, Eric Savin,
Nathalie Krebs, Yannick Alnet, Elodie Navarre, Charles Chevalier
Inhalt
Angelique, eine schöne und junge Kunststudentin ist unsterblich
verliebt in den Herzkardiologen Luic, den sie täglich mit
romantischen Geschenken überrascht...
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....
Dann wäre da noch eine seiner Töchter, die kurz vor ihrer Hochzeit ein lesbisches Verhältnis beginnt.
Auch seine Schwägerin Peggy (Laura Dern) macht ihn Sorgen, sie ist überkandidelt und dem Alkohol nicht gerade abgeneigt.
Zu diesen Problemen gesellen sich noch seine hysterischen Patientinnen. Sein Wartezimmer ist immer brechend voll. Dabei sind diese Ladys gar nicht wirklich krank, manche sind hypochondrisch veranlagt und die anderen sind wahnsinnig verliebt in ihren Doc, wie eine seiner Sprechstunden-Helferinnen. Und so belagern ihn die Frauen nicht nur wegen seines Berufes, sondern weil sie sein Herz erobern möchte. Da ist man sich für nichts zu schade und versucht den lieben Doc sogar zu verführen.
Nur eine Frau will von ihm nichts wissen, die Golflehrerin Bree ( Helen Hunt) aus seinem Golf Club. Genau das macht es für ihn sehr...
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Pro: Verfilmte Boulevard-Komödie Kontra: dto., eigentlich kein Kinofilm
...Neulich gab es bei uns im Zweierpack mit Wein und Imbiss die beiden Filme "8 Frauen" und "Wahnsinnig verliebt"; und es ist gut, dass ich beide gesehen habe, denn sich für einen entscheiden zu müssen, ist schwierig - in beiden geht es um Mord, in beiden geht es um Geheimnis und Liebe, beide sind französische Filme mit Charme, und im Endeffekt ziehe ich "Wahnsinnig verliebt" wohl doch vor.
Nun aber zu den 8 Frauen:
Was passiert, wenn man 8 Frauen und einen Mann in einem einsamen Haus einsperrt? Entweder die Frauen werden nach und nach umgebracht, oder sie bringen sich gegenseitig um, oder der Mann wird umgebracht, oder es gibt Streit - naja, viele Möglichkeiten also. Nehmen wir einfach mal die wahrscheinlichste, also wird natürlich der Mann umgebracht, denn so ist es ja die Natur der Frauen - hat da jemand gelacht?
Nun haben wir...
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