Lass die Colts rauchen!
24.05.2004
Pro:
Hintergrundmusik, Story
Kontra:
Grafik etwas veraltet, Vogelperspektive etwas zu hoch
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 iced_earth
Über sich:
Mitglied seit:28.11.2003
Erfahrungsberichte:93
Vertrauende:20
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mit diesem Spiel hat BigBen Interactive es geschafft PC-John Waynes zu fangen. Wanted Guns, von Iridion Interactive, hat es geschafft ein gewisses Shooter-Feeling mit Western-Flair zu vereinen. Die Geschichte des actionreichen Games ist schnell erzählt, denn auch die verbrannte Erde in der mexikanischen Wüste kann sich so manche Stories merken. Diese leidvolle Erfahrung muss im Spiel auch Reverend Devlin machen. Der arme Mann war anfangs Führer der Goldräuber Los Gauchos, welche quer durch den legendären Wilden Westen zogen und alles klauten, was sie in die Finger bekamen. Jedoch wandte sich Devlin vom Verbrecher Dasein ab, da er nach einem schicksalhaften Duell jetzt auch nur noch ein Auge besitzt. Er ließ sich als Priester nieder, doch nun nach 10 Jahren holt ihn die Vergangenheit ein und wir steigen in das Spielgeschehen mit ein. Während sich Amerika im Bürgerkrieg befindet, muss der Spieler in der Haut von Devlin durch die mexikanische Wüste reiten, alte Minen durchstöbern sowie auch die Bergwälder Colorados besichtigen. Das geniale am Spielverlauf ist, dass man manchmal im 1st Person Mode spielt und einmal im 3rd Person Mode. Da kommt Abwechslung und viel Spaß auf. Weiter geht es jedoch im Spiel, während man auf Pferden die Gegner durch die Geisterstadt El Cuervo Perdido verfolgen muss. Authentische Waffen, wie Revolver oder Winchester sind auch vorzufinden, sowie eine tolle Hintergrundmusik, welche durch einen Western-Soundtrack verkörpert wird. Dadurch wird man direkt in die 60er Jahre zurück in die goldene Zeit des Westerns katapultiert.
Das Menü des Spieles ist denkbar einfach aufgebaut und es gibt viele Optionen, die man einstellen kann. Bei der Grafik ist jedoch nur die Auflösung frei wählbar und die Einstellung ob Blut angezeigt werden soll oder nicht. Jeder vernünftige Spieler, der sein Game völlig auskosten will, wird an dieser Stelle das Blut sicher an lassen. Doch außer den Grafiken kann man das Spiel vom letzen mal fortfahren, ein Neues Game starten oder sich die Credits anschauen, sowie Beenden. Das Game bietet viele Stunden Spaß am PC mit toller Musik und guter Grafik, jedoch stört die Kamerafürhung etwas, da sie meiner Meinung nach viel zu hoch postiert ist und somit lassen sich ferne Gegner nur sehr spät sehen, was unter Umständen den Tod des Spielers bedeutet. Dann heißt es wieder am Kontrollpunkt einsteigen und weiter geht es. Das Spiel ist in Kontrollpunkte gegliedert, da wir keine Möglichkeit haben, während des Spielens zu speichern. Dies hat seine Vorteile aber auch seine Nachteile. Zum einen wird der Spieler hier stark gefordert, aber schwache Gamer, finden es richtig mieß, wenn man nach 30min Spiel tot ist und alles von vorne erledigen muss. Doch das ist ein anderes Thema. Die einzigen vorfindbaren Speicherpunkte, findet man dann an, wenn man die Karte rechts unten komplett abgeklappert hat und jedem Kontrollpunkt gefolgt ist. Dann wird auf Wunsch abgespeichert, sodass man nicht das ganze erste Level nocheinmal erleben muss.
Grafik: Wanted Guns ist nicht auf dem aktuellsten Stand, doch weit aus höher angelegt als Blade&Sword. In Wanted Guns können wir eine eindrucksvolle 3D-Grafik vorfinden, welche uns viele Möglichkeiten auf der Map bietet. Wir können praktisch überall hin laufen, wo wir wollen. Schon das Hauptmenü des Spieles ist fast komplett in 3D gehalten. Der Hintergrund jedenfalls ist es, jedoch sind es die kleinen Buttons nicht, was auch nicht weiter tragisch ist, da sich dadurch die Buttons hervorheben. Somit wird es leichter für den Spieler zwischen Hintergrund und Vordergrund zu unterscheiden. Allgemein gehalten ist die Grafik in Schulnoten gesagt eine 3. Nicht aktuell, aber dennoch irgendwo in der Mittelklasse angesiedelt. Allerdings muss man noch dazu sagen, dass die Texturen im Spiel richtig klasse geworden sind. Schaut man sich zum Beispiel den Holzkarren bei den Screenshots an, wird man schnell merken, wie sehr sich die Grafiker hier mühe gegeben haben. Sound: Durch die Sprachausgabe von Mickey Rourke, einem bekannten Western-Star in Hollywood, wird alles noch authentischer und hört sich einfach schön an, wenn man seinen Worten lauscht, wie er Devlin seine Stimme verleiht oder etwa die Story weiter erzählt. Auch der Hintergrund wird musikalisch schön gestaltet, indem ein langsamerer Western-Soundtrack abgespielt wird, welcher einem durchaus beim Spielen zu gute kommt. Auch die Schüsse der Pistolen und Gewehre sind richtig gut angekommen, sowie auch das Nachladen.
Spielspaß: Spielspaß kommt hier eine ganze Menge auf, wenn plötzlich 3 Gegner vor einem stehen. Jetzt heißt es schnell mit der rechten Maustaste das Ziel auswählen und dann schnell drei, vier Schuss bevor es zum weiteren Gegner geht, während man sich dauernd um die vielen Ganoven dreht, damit man selber nicht noch eine Kugel abbekommt. Ich halte das Spiel für abwechslungsreich, da man entweder in der Vogelperspektive auf den Helden schaut, oder man ist der Held selbst, die Kamera fährt selber und man muss lediglich die Ganoven treffen, welche vor einem sind oder hinter Mauern lauern. Langzeitmotivation: Sieht man sich das Spiel einmal von einem anderen Blickwinkel an, so merkt man, dass es auf Dauer einbisschen langweilig wird, wenn man andauernd das Gleiche wiederholen muss, weil man nicht speichern kann. Dennoch bietet, wie weiter oben schon erzählt, der Ansichtenwechsel viel Spaß und Abwechslung. Ich würde sagen, man sollte sich an dieser Stelle hier nicht allzu sehr ärgern, sondern das positive daran sehen und einfach nocheinmal spielen. Man lernt es ja mit der Zeit, wie man überlebt und gleichzeitig auch das Spiel durchschafft bzw die Gegner beseitigt. Wer gerne Spiele mag, die man lange Spielen kann, dem rate ich jedoch davon ab. Es sei denn er ist großer Western-Fan.
Fazit: Wanted Guns kann meiner Meinung nach durch Grafik gut mithalten, Sound sowieso, aber an der Langzeitmotivation hapert es noch einwenig. Es wird langweilig mit der Zeit, da man eigentlich immer nur das Gleiche macht. Ballern, ballern und nochmal ballern. Und das immer auf die gleiche Art und Weise auf die gleichen Personen. Dauernd sind es wilde Söldner oder Mexikaner, die einem den Weg mit ihren Bleikugeln versperren. Das Spiel würde ich auch diesen Gründen nur richtigen Western-Fans empfehlen, der übrigbleibende Rest, kann ja mal die Demo versuchen und dann weiter entscheiden.
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25.05.2004 11:22
Bei einem Spiel, wo man nur ballert wäre eine Speicherfunktion doch angebracht. Gruß vom Boc.
24.05.2004 22:46
ich habe die demo gezockt und stimme mit dir überein, kaufen würde ich es nciht, die demo hat gereicht