...
~~~~~~Daten~~~~~~
Autor: Thomas Nagel
Titel: Was bedeutet das alles?
Untertitel: Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie
Verlag: Reclam Verlag
Erscheinungsjahr: 1987
Erscheinungsjahr der mir vorliegenden Ausgabe: 2005
ISBN: 3 15 008637 X
Seitenzahl: 88
Taschenbuch: ja
Preis: ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Lukrezia123 über Was bedeutet das alles? / Nagel, Thomas 10. August 2006
Produktbewertung des Autors:
Aufmachung:
ok
Niveau:
anspruchsvoll
Pro:
leicht verständlich, Preis, regt zum Nachdenken an
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
"Aller Anfang ist schwer." Das waren die Worte unseres Professors für theoretische Philosohpie in der ersten Stunde des Grundkurses. Wie recht er damit hatte, konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen, denn ich erfuhr, dass philsophisches Denken nichts mit gesundem Menschenverstand oder Common Sense zu tun hat, sondern sehr viel Übung erfordert. Welche Gehirnwindungen man machen muss, welche Ausreden und Zweifel der philosophisch arbeitende Denkapparat hervorbringen muss, wird in dem Buch von Thomas Nagel angedeutet.
~~~~~~Daten~~~~~~
Autor: Thomas Nagel Titel: Was bedeutet das alles? Untertitel: Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie Verlag: Reclam Verlag Erscheinungsjahr: 1987 Erscheinungsjahr der mir vorliegenden Ausgabe: 2005 ISBN: 3 15 008637 X Seitenzahl: 88 Taschenbuch: ja Preis: 2,60 €
~~~~~~Der Autor~~~~~~
Thomas Nagel wurde 1937 in den Staaten geboren und lehrt heute an der Universität in New York Philosophie und Rechtsphilosophie. Er ist Verfasser zahlreicher philosphischer Schriften und gilt als einer der bedeutendsten noch lebenden Philosophen.
~~~~~~Der Inhalt~~~~~~
Da das Buch bewusst kurz gehalten ist, um den Leser in ganz sachten und kleinen Schritten der Philosophie näherzubringen, ohne ihm zuviel auf einmal zuzumuten, kann es sich nur repräsentativ mit einigen wichtigen Themen beschäftigen und diese auch nur ganz oberflächlich ankratzen. Bei der Vorstellung des Buches gehe ich nach Kapiteln vor, da mir diese Methode als am besten geeignet scheint, um Verwirrung beim Lesen zu vermeiden.
1. PROBLEM: WOHER WISSEN WIR ETWAS? Wie ich bereits in dem Descartes-Bericht schrieb, kann man sich nur über die Existenz des eigenen Bewusstseins sicher sein. Wo sind die hieb- und stichfesten Beweise für das Sein außerhalb unseres Denkens? Nagel zeigt hier auf, wie schwierig es ist, sie zu finden und jedesmal, wenn er dem Leser einen scheinbar sicheren Beleg anbietet, entkräftet er ihn, weil man ihn durch logische Argumentation nicht untermauern kann. Was uns auf den ersten Blick selbstverständlich erscheint, ist noch lange nicht evident!
2. PROBLEM: DAS FREMDPSYCHISCHE Das Problem der Fremdpsyche veranschaulicht Nagel mit dem Geschmack von Schokoladeneis. Wir schlecken daran und haben eine bestimmte (Geschmacks-)Empfindung. Doch was sagt uns, dass das Eis in unseren Mitmenschen genau das gleiche Gefühl hervorruft? Gut, wir können sagen, er erkennt es als Schokoladeneis, selbst, wenn er die Augen verbunden hat und nicht sieht, was er da isst. Das macht er genau aus dem Grund, weil er ja sein Leben lang schon den bestimmten Geschmack mit dem Begriff "Schokoladeneis" verbindet. Für ihn kann es aber auch so schmecken wie für uns ein Wiener Schnitzel. Wir können es nicht widerlegen und es darum auch nicht ausschließen.
3. PROBLEM: DAS PSYCHOPYHSISCHE PROBLEM Dieses Problem wird auch "Leib-Seele-Problem" genannt, worunter man sich schon mehr vorstellen kann. Es beschäftigt sich damit, ob es so etwas wie eine Seele gibt, die in unserem Körper lebt. Welche Beweise gibt es für die Existenz eines Dings namens "Seele"? Könnte es nicht auch sein, dass unsere Empfindungen durch normale physikalische Reaktionen hervorgerufen werden, indem Nervenreize bestimmte Zentren im Gehirn reizen und wir dadurch Glück, Trauer etc. empfinden? Wie immer gibt Nagel auch hier keine Antworten auf die aufgeworfenen Fragen, sondern zeigt die Möglichkeiten auf, wie wir die Dinge sehen können und am Ende wird klar, dass wir wieder einmal für nichts einen überzeugenden Beweis haben.
4. PROBLEM: DIE BEDEUTUNG VON WÖRTERN Wie selbstverständlich gebrauchen wir Menschen täglich unsere Sprache, ob wir nun schreiben, sprechen oder lesen. Doch was ist Sprache? Wie kommen wir von einem Gegenstand, der aus einer Holzplatte und vier Stempen besteht auf die Bezeichnung "Tisch"? Das Wort an sich hat überhaupt nichts mit dem Gegenstand an sich zu tun, es handelt sich lediglich um eine Metapher. Nur Wörter wie "zisch" oder "peng" kommen dem nahe, was man ausdrücken will, der Großteil der Begriffe, die im Duden stehen, haben nichts mehr mit dem zu tun, was sie bedeuten. Trotzdem rufen sie in unserem Hirn eine Vorstellung hervor. Sagt zum Beispiel jemand "Baum", dann haben wir vor unserem geistigen Auge die Erscheinung eines Baumes, jeder von uns einen anderen - ich vielleicht eine Eiche, mein Vater eine Buche und mein Nachbar eine Tanne. Obwohl jeder von uns eine unterschiedliche Idee hat, können wir uns verständigen. Wenn man einmal länger darüber nachgedacht hat, bemerkt man erst, welch Wunder doch unsere Sprache ist...
5. PROBLEM: WILLENSFREIHEIT Hier bringt Nagel ein für "jederfrau" verständliches Problem zur Veranschaulichung: Man hat die Wahl zwischen Sahnetorte und Pfirsich, aber man entscheidet sich für die Sahnetorte, obwohl die Hose eh schon zwickt. Hatten wir überhaupt eine Wahl, die Pfirsich zu nehmen? Wenn wir die Frage verneinen, würde uns das von jeglicher Schuld befreien. Doch können wir daraus schließen, dass alles vorherbestimmt ist; dass alles, was wir tun, seine Ursache schon in der Vergangenheit hat und wir garnichts anders hätten handeln können? Diese Einsicht würde weitreichende Folgen haben: Wir wären nur Marionetten, die sich auf vorbestimmten Bahnen bewegen und wir könnten nicht einmal Groll gegen denjenigen hegen, der uns gerade die Handtasche gestohlen hat, weil ja auch er nicht für die Entscheidung verantwortlich ist. Haben wir aber Beweise für die Existenz eines freien Willens? So sehr wir auch argumentativ versuchen, den freien Willen zu beweisen, wir können es nicht.
6. PROBLEM: RECHT UND UNRECHT Wir werden manchmal von uns selbst daran gehindert, Handlungen auszuführen, weil wir denken, dass es nicht rechtens ist. Dieses Gefühlt hat nichts mit dem Befolgen von Gesetzen zu tun, sondern es scheint da etwas zu geben, dass uns den Eindruck gibt, für ewtas verantwortlich zu sein. Manche meinen, dass ein göttliches Wesen dafür verantwortlich ist, dass wir ein Gewissen oder moralische Bedenken haben. Eine wirklich schöne Vorstellung, doch leider nicht zu beweisen, denn auch Menschen, die an keinen Gott glauben, haben Skrupel, jemanden niederzustechen.
7. PROBLEM: GERECHTIGKEIT Nagel beginnt mit der Frage, ob es gerecht ist, dass einige Menschen reich geboren werden und andere arm. Die meisten von uns würden das bejahen. Also: Problem erkannt, doch wie lösen? Man kann zuerst erforschen, was verantwortlich ist für die Ungerechtigkeit, die sich an jeder Ecke in der Menschenwelt zeigt. Schon hier kommen wir ins Schleudern, denn keine mögliche Ursache kann man beweisen. Man kann vielleicht mutmaßen, dass Gott die Welt so geschaffen hat, um die Menschen zu prüfen und zu Demut zu zwingen, doch wer beweist mir, dass es einen Gott gibt? Auch die Lösung dieses Problems ist nicht möglich. Selbst, wenn wir Materielles (ähnlich wie im Kommunismus) als Gemeingut betrachen, so bleibt doch die Ungerechtigkeit, dass wir nicht alle mit den gleichen Fähigkeiten zur Welt gekommen sind. So haben die wenigsten von uns das schauspielerische Talent einer Jodie Foster oder die Stimme eines Frank Sinatra.
8. PROBLEM: DER TOD Die Tatsache, dass wir Wesen mit einem lebendigem Bewusstsein sind, macht es uns schwer, über den Tod nachzudenken. Es gibt jedoch nur zwei Möglickeiten: Entweder, wir leben nach dem Tod weiter, was die Existenz einer vom Körper unabhängigen Seele voraussetzen würde, oder es gibt danach nichts mehr, wir hören auf zu sein. Diese zweite Option wirkt auf uns sehr abstrakt, weil wir ja zum Zeitpunkt des darüber sinnierens "seiend" sind. Deshalb fällt es uns auch leichter, an eine Nichtexistenz vor der Geburt zu glauben, als an ein komplettes Verschwindern von uns nach dem Ableben.
9. PROBLEM: DER SINN DES LEBENS Manche von uns haben sich vielleicht schon einmal gefragt, worin der Sinn des Lebens besteht, wenn wir doch in spätestens 200 Jahren ohnehin alle tot sind. Man könnte sagen, der Sinn des Lebens besteht darin, dass wir der Nachwelt etwas hinterlassen, sei es in Form von Nachkommenschaft, sei es in Form von Bauwerken, Prosa oder ähnlichem. Doch denken wir mal in einem größerem Maßstab: Wenn unsere Sonne einmal erlischt und unsere Galaxie untergeht, wo ist dann der Sinn unseres Lebens? Natürlich, wenn man ein gläubiger Mensch ist, und sagt, dass Gottes Existenz der Grund für unser Tun und Handeln ist, hat das Leben einen Sinn. Doch etwas mit etwas erklären zu wollen, das selbst nicht erklärbar ist, wirkt etwas unbefriedigend.
~~~~~~Leseprobe~~~~~~
Wie jedermann weiß, hängen die Vorgänge in unserem Bewußtsein davon ab, was mit unserem Körper geschieht. Stößt man sich an der Zehe, so tut das weh. Schließt man die Augen, so kann man nicht sehen, was sich vor einem befindet. Beißt man in eine Tafel Toblerone, so schmeckt es nach Schokolade. Haut einem jemand eins über den Kopf, so wird man ohnmächtig. Solche Belege zeigen, dass jeder Vorgang im Geist oder im Bewusstsein von einem entsprechenden Vorgan im Gehirn abhängen muss. (Man würde, wenn man sich an der Zehe stößt, keinen Schmerz spüren, würden die Nerven in unserem Bein und in der Wirbelsäule nicht Impulse von unserem Fuß ans Gehirn weiterleiten.) Wir wissen zwar nicht, was im Gehirn vor sicht geht, wenn wir denken: "Ich frage mich, ob ich genug Zeit habe, mir heute nachmittag die Haare schneiden zu lassen." Wir sind jedoch ziemlich sicher, dass dort etwas vor sich geht - etwas, das mit chemischen und elektrischen Ereignissen in den Milliarden von Nervenzellen zu tun hat, aus welchen unser Gehirn besteht.
~~~~~~Meinung~~~~~~
Meine Mitbewohnerin hat mich einmal gefragt, wofür Philosophie eigentlich gut ist. Ich muss gestehen, dass ich anfangs mit der Frage überfordert war. Zwar gab ich ihr die Antwort, dass auch wir Philosophen den Anspruch von Wissenschaftlichkeit erheben und dass wir genauso (oder noch viel mehr) nach logischer Methode arbeiten wie die anderen Wissenschaften auch. Dass diese Antwort komplett an der Fragestellung vorbeiging, war mir klar, deshalb hab ich mir lange darüber Gedanken gemacht, bis ich eine für mich befriedigende Antwort fand.
Philosohpen sind schlechte Zahnärzte, sie bohren Löcher, ohne sie füllen zu können. Manchmal schmerzt es auch, wenn man einen Nerv trifft, der nun offenliegt, in den wenigsten Fällen kann man sofort mit einem Schmerzmittel Abhilfe schaffen, das kann nur die Theologie. Diese gebohrten Löcher gilt es nun zu füllen, und zwar ganz sachte. Man darf dabei keine möglichen Ursachen und Folgen außer Betracht lassen. Wittgenstein, ein berühmter Philosoph des 20. Jahrhunderts meinte einmal: "Der Philosoph behandelt eine Frage, wie eine Krankheit." Damit meint er, dass man sich in der Philosophie mit Fragen auseinandersetzt, um für die Menschheit Heilung zu bringen. Die Philosophie gilt als die Mutter aller Wissenschaften, jedes ihrer Kinder beschäftigt sich mit einer anderen "Warum-Frage", die von Denkern aufgeworfen wurde. Ein noch recht junges Beispiel dafür ist die Psychologie, die sich um 1900 von der Philosophie abgespalten hat und nun Großes im Dienste der Menschheit leistet. Im Jahre 1700 hat also noch niemand ahnen können, dass aus dem momentanem Löcherbohren eine neue Wissenschaft entsteht. So fällt es uns auch jetzt schwer, uns vorzustellen, welchen Zweck die Philosophie momentan hat, wo sie doch keine Ergebnisse hervorbringt, sonder nur noch mehr Unklarheiten aufzeigt. Aber genau aus diesem Grund ist niemand gerechtfertigt, die Philosophie der Gegenwart ihrer Daseinsberechtigung zu berauben, wer weiß, welche Vorteile die Menschheit noch aus den Fragen ziehen kann, die sie aufwirft.
Das Buch von Thomas Nagel ist sehr verständlich geschrieben, fast wie für Kinder gemacht. Alle Gedankengänge sind beim aufmerksamen Lesen leicht verständlich und nachvollziehbar. Genau das wollte er auch damit erreichen, denn wie er im Vorwort schreibt, hat er "Was bedeutet das?" für angehende Philosophiestudenten und interessierte Laien geschrieben, also für Menschen, die noch nie zuvor großartig etwas mit Philosophie zu tun hatten. Auch seine Beispiele sind sehr gelungen gewählt. So hatte jeder von uns schon einmal mit Torte, Eis, Tabak oder Büchereien zu tun, was es uns leicht macht, mit unserem normalen Menschenverstand in die Welt der Philosophie abzudriften. Fachausdrücke werden bei ihrem erstmaligem Auftauchen in Klammern erklärt, so dass man keinerlei Vorkenntnisse oder ein Fremdwörterlexikon braucht.
Der Autor stellt keine Philosophen vor, sondern zeigt nur die Probleme auf, die in der Geschichte des philosophischen Denkens aufgeworfen wurden. Man muss sich also vorher darüber im Klaren sein, dass man nicht recht viel Allgemeinbildung aus dem Buch ziehen kann, womit man bei Gesprächen a là "Philosoph X hat das mit der These Y beantwortet" protzen könnte. Das Büchlein erhebt nur den Anspruch, Anregungen zum Denken zu geben, mehr nicht. Doch wozu brauche ich Anregungen zum Denken? Ich persönlich gewinne sehr viel Trost und Zuversicht durch philosophisches Nachdenken. Ich kann mein menschliches Dasein besser einordnen und sehe die Verbindungen zu meinen Mitmenschen in einem positiveren Licht. Das Aufregen und Haareraufen über Kleinigkeiten lässt nach, weil es da etwas gibt, was riesengroß ist: Es sind diese mysteriösen Fragen, auf die man keine Antwort findet. Trotzdem muss es eine Antwort geben, auch, wenn man sie nicht finden kann.
Buchgeschäfte haben die philosphischen Werke meistens neben der "Lebenshilfe"-Abteilung im Schrank stehen. Witzig dabei ist, dass die Philosophiebändchen immer mit 1 bis 2 Metern auskommen, während Bücher wie "Sag ja zum Leben" oder "Positiv denken leicht gemacht" einen ganzen Schrank ausfüllen und reißenden Absatz finden, obwohl nur die wenigsten davon gut geschrieben sind und der Rest verlegt wurde, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Besser fühlen tut man sich nach dem Lesen nämlich meistens nicht - auch nicht, wenn man danach vielleicht für zwei Wochen den morgendlichen Weg vom Bett ins Bad mit einem aufgezwungenen Dauergrinsen zurücklegt. Da ist es in meinen Augen ratsamer, ganze 2,60 € (!) in ein Büchlein wie dieses zu investieren und sich selber an die Lösung der Probleme zu machen, daraus gewinnt man mit Sicherheit auf Dauer mehr, als im Wälzen von Lebenshilfe-Ratgebern.
Pro: Verständlichkeit und Struktur, Preis Kontra: Nichts für Idioten
Im Rahmen meines ersten Philosophiesemesters wurde uns also dieses Buch aufgetischt - klein, gelb. Ich hatte absolut keine Ahnung von Philosophie und uns wurde gesagt, dass sich das mit Hilfe dieses Buches ändern solle. An genau solche Leute ist das Buch auch gerichtet - Leute, die keinen Schimmer von Philosophie haben, trotzdem interessiert sind, aber keinen richtigen Einstieg zu finden scheinen. Es ist als eine Einleitung in die neun wohl größten ... ...ohne Zitate bekannter Philosophen oder ähnlichem aus.
Die neun philosophischen Probleme, die in diesem Buch angesprochen werden sind
- Woher wissen wir etwas?
- Das Fremdpsychische
- Das psychophysische Problem
- Die Bedeutung von Wörtern
- Willensfreiheit
- Recht und Unrecht
- Gerechtigkeit
- Der Tod
- Der Sinn des Lebens
"Behandelt" werden diese Probleme in diesem Buch aber auf keinen Fall - sie werden eben nur angesprochen. Auf Grund ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Aufmachung:
Niveau:
sehr hilfreich
09.10.2003
Klein und fein Bewertung fürWas bedeutet das alles? / Nagel, Thomasvon
Weltenmeister
Pro: Verständlichkeit, Preis Kontra: nicht nennenswert
Mich fragt jemand: was ist das eigentlich, Philosophie? Nun verschweige ich meist eine Antwort, die etwas erklären soll. Stattdessen empfehle ich dieser Person, selbst den Schritt zum Philosophieren zu wagen. Ich gebe ihm Literaturtips und versichere, daß nichts davon schwer zu lesen sei. Natürlich, man muß darauf achten: die Menschen haben so wenig Zeit und falls erst noch etwas erkauft werden muß.... So nenne ich seit langem zwei Heftchen von Reclam, ... ...den Unterricht "Kleine Schule des philosophischen Fragens" ist es Thomas Nagels "Was bedeutet das alles? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie". Der New Yorker Philosoph behandelt hier in kurzen zehn Kapiteln leicht verständlich jene Grundfragen oder -erkenntnisse, die zum Sich-Wundern und darüber zur Philosophie immer schon führten. Es mag ja sein, daß er dabei an einigen Stellen seine eigene Position etwas mehr betont, aber das ist in diesem ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: leicht Verständlich geschrieben Kontra: keine Literatur- / Quellenangaben zur Vertiefung
"Was bedeutet das alles?" von Thomas Nagel ist für mich eine der besten Hinführungen zu philosophischen Fragen, auf die ich je gestoßen bin.
In einer sehr verständlichen Schreibweise, die ich in seinen anderen Werken vermisse, stellt er in neun kurzen Kapiteln Fragen über:
- unser Wissen von einer Welt außerhalb unseres Bewußtseins
- unser Wissen von einem anderen Bewußtsein als dem eigenen
- die Beziehung zwischen dem Bewußtsein und dem Gehirn
... ...freien Willen haben
- das Fundament der Moralität
- welche Ungleichheiten ungerecht sind
- das Wesen des Todes
- den Sinn des Lebens
Dabei zeigt er nebenbei, wie sich aus verschiedenen Fragestellungen und Ansätzen zur deren Beantwortung philosophische Richtungen herausgebildet haben.
Gut finde ich ebenfalls, daß er mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält, diese aber auch nicht als der Weisheit letzten Schluß darstellt.
Schade finde ich ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: regt zum nachdenken an, nette Animationen Kontra: Realitätsebenen werden verwechselt und wirre Schlüsse gezogen
...What the #$*! do we know!? habe ich leider im Kino verpasst, da er hier nur eine Woche gelaufen ist. Glücklicherweise konnte ich mir aber dann doch von Freunden die DVD leihen und mir eine eigene Meinung zu dieser gefeierten Dokumentation bilden.
Die Fragestellungen, welche von den drei Autoren verfolgt wird, sind hautpsächlich erkenntnistheoretischer Natur. Was können wir überhaupt wissen? Wie ist die Wirklichkeit aufgebaut? Wie funktioniert unsere Wahrnehmung? usw.
So gesehen schließt dieser Bericht wunderbar an meinen ersten Bericht bei ciao über ThomasNagels Buch 'Wasbedeutet das Alles?' an. ;)
In den rund 1,5 Stunden des Films kommen die verschiedensten Leute zu Wort:
## Physiker:
William Tiller, Ph.D.
Amit Goswami, Ph.D.
John Hagelin, Ph.D.
Fred Alan Wolf, Ph.D.
Dr. David Albert
## Neurologen, Anäthesisten...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
...am Schluß der Geschichte etwas relativiert, jedoch sehe ich hier eher eine Parodie von Nero oder Hitler, als von Friedrich Nietzsche.
Abgesehen davon gefällt mir das Konzept recht gut. Die Geschichte liest sich flüssig und fesselt. Als Nebeneffekt werden viele Prinzipien der Philosophie eingeführt. Zu vielen Punkten gibt es im Anhang eine kleine Erklärung und ganz zum Schluß werden auch einige weiterführende Bücher genannt. Hier findet sich u.a. Sofies Welt und ThomasNagelsWasbedeutet das Alles?, daß mir persönlich sehr gut gefällt, weshalb ich auch meinen ersten Bericht damals über dieses Buch verfaßt habe.
Zwei Merkwürdigkeiten sind mir allerdings aufgefallen, wenn es sich auch wahrscheinlich einfach um Tippfehler handelt. Im Anhang gibt es kein 13. Kapitel. Zuerst dachte ich, daß der Autor vielleicht abergläubisch ist...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
..., die Information weiter gesandt und dann aus Materie an einem anderem Ort zusammengesetzt. Hier geht es jetzt nicht um die üblichen Probleme (Scotty, hast Du die Musterpuffer rekalibriert? - Er ist tot Jim!) sonder vielmehr darum, wo daß Bewußtsein landet, wenn ich den Körper z.B. zweimal zusammensetze. (Da fällt mir ein, in TNG ist das tatsächlich mal mit Ryker passiert..) Eine andere Fragestellung ist, ob ich nach dem beamen überhaupt noch die gleiche Person bin und wenn man etwas weiter geht fragt man sich irgendwann auch, ob ich nicht morgen sowieso vielleicht jemand anders bin als heute...
In einer anderen Geschichte fragt ThomasNagel (dessen Einführung in die Philosophie "Wasbedeutet das alles?" ich hier nochmal wärmstens empfehlen möchte) wie es ist eine Fledermaus zu sein und führt somit auf Probleme, wie wir überhaupt etwas über...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
hilfreich 21.05.2001
(27.05.2001)
Vergleichen Sie ähnliche Produkte mit Was bedeutet das alles? / Nagel, Thomas
Was Thomas, Was bedeutet Thomas, Was das Thomas, Was alles Thomas, Was Nagel Thomas, Was bedeutet das Thomas, Was bedeutet alles Thomas, Was bedeutet Nagel Thomas, Was das alles Thomas, Was das Nagel Thomas, Was alles Nagel Thomas, Was bedeutet das alles Thomas, Was bedeutet das Nagel Thomas, Was bedeutet alles Nagel Thomas, Was das alles Nagel Thomas
Sind Sie Hersteller/Anbieter von Was bedeutet das alles? / Nagel, Thomas? Klicken Sie hier