Nur von Luft und Liebe wächst kein Wamperl
03.07.2011
Pro:
Das Frühstück wurde gut verdaut
Kontra:
Der Fragebogen reichte gerade mal bis zum Mittagessen
Empfehlenswert:
Ja
 ditho1911
Über sich:
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Ausgerechnet nach dem Frühstück kommt mir dieser Fragebogen unter die Augen und erinnert mich daran, dass ich ihn schon mehrfach wegen der vielen aufgeführten Mahlzeiten ignorieren wollte. Doch ein ausgiebiges Frühstück am Sonntag im Wintergarten mit dem Blick auf einen im strömenden Regen langsam versinkenden Garten regt zu verdauungsfördernder Tätigkeit am trockenen Schreibtisch ein und da ich gerade auf dem Weg am Wok vorbeikam, der mir aufmunternd zunickte, dachte ich mir, was solls. Seinem Schicksal entgeht keiner. Wenn schon der weise Dalai Lama sagt. „Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen“, dann muss wohl was wahres dran sein.. 1)Was ist dein Lieblingsfrühstück und wie bereitest du es zu?Mein Lieblingsfrühstück gibt es nur am Wochenende, denn in der Woche eine Schale Vollkornmüsli mit H-Milch und eine Tasse schwarzer Kaffee, das hat wohl nur mit Ernährung pur zu tun. Dafür ist das Frühstück am Samstag und Sonntag eine kleine Zeremonie. Meine Frau darf an diesen Tagen ausschlafen und samstags fahren abwechselnd mein Sohn und ich zum Superbäcker im Nachbardorf und kaufen dort ganz frisch und knusprig ein. Bin ich dran, liefere ich anschließend beim Sohnemann und den Schwiegereltern ihre Beutelchen ab und setze daheim die Kaffeemaschine und den Wassertopf für die Eier in Gang. Vier Tassen guter Kaffee und zwei Fünf-Minuten-Eier müssen am Ende herauskommen. Die Eier kommen übrigens nur aus Freilandhaltung von einem bekannten Bauern. Dann wische ich im Wintergarten die ohnehin saubere Glasplatte des Tisches noch einmal ab und decke mit den Zwiebelmuster-Platzdeckchen ein. Darauf kommen dann die Frühstücksgedecke, die unsere Enkelin liebevoll für Oma und Opa bemalt und im Keramikzirkel gebrannt hat. Samstags sind die Brötchen frisch, sonntags werden sie noch einmal aufgebacken. Für Opa gibt es dann Becel, für Oma Butter und für beide einen schönen Käseteller, frische geräucherte Landwurst, Marmelade und Honig. Nicht zu vergessen frisches Obst und die Wochenendzeitung, die in seltener Ruhe genossen wird. Dann wird Oma liebevoll geweckt und ins Bad geschickt. Am Wochenende nehmen wir uns die ganze Zeit, die die Woche über fehlt. 2)Was ist deine Lieblingsjause am Vormittag und wie bereitest du sie zu? Jause ist für mich als waschechter Sachse ein Fremdwort, bei mir gibt es vormittags höchstens eine
Bilder von Was kocht ihr wie am liebsten
Pause bei der Gartenarbeit. Zur Zubereitung gibt es da nicht viel zu sagen, eher zur Vorbereitung. Da werden die dreckigen Hände gewaschen und dann gibt es einen kräftigen Schluck Apfelschorle oder Ähnliches. Das wird auch nicht zubereitet, sondern kommt direkt aus der Flasche. Die Zähne haben um diese Zeit Schonzeit und freuen sich auf Mittag.Aber so eine leise Erinnerung an diesen Begriff habe ich noch aus meiner Berufszeit. Da war ich das erste Mal in München und wollte natürlich Weißwürste probieren. Da ich vormittags keine Zeit hatte, bestellte ich ahnungslos abends in einem Bierlokal dieselben. Der Kellner stierte mich verständnislos an, fragte noch einmal nach und ging dann kopfschüttelnd von dannen. Er murmelte noch etwas vor sich hin, das wie Jause klang. Am nächsten Tag erklärte mir dann mein Chef, dass das Wort vermutlich Banause war, denn wer in Bayern außerhalb des Vormittags Weißwürste bestellt, muss eine solche sein. Mir haben sie dennoch geschmeckt und mich auf diese Weise etwas weiter gebildet. 3)Deine Lieblingssuppe und wie wird sie zubereitet Das ist eindeutig ein ungarischer Kesselgulasch, der natürlich in der Qualität stark von der Menge abhängt. Für zwei Personen lohnt er kaum, es sei denn, man plant eine Nostalgiewoche ein. Ich gehe mal von 750 g Schweine- und 250 g Rindfleisch aus, die in grobe Würfel geschnitten, mit Pfeffer und Salz gewürzt und dann in der Pfanne scharf angebraten werden. Dann werden eine große Möhre in Scheiben geschnitten, in etwas Schweineschmalz angeröstet, eine kleine geschnittene Knoblauchzehe und eine grob geschnittene Zwiebel bei wenig Hitze glasig angeschwitzt und in den Kessel bzw. großen Topf gegeben. Dann das angebratene Fleisch dazu. Von den zuvor ca. 1 kg grüner und roter Paprikaschoten, in grobe Stücke geschnitten, die Hälfte zum Fleisch, damit sie schon etwas zerkocht. Nach Gefühl etwas gekörnte Brühe, Pfeffer, Salz, rotes Paprikapulver süß, Ketchup, Paprikamark dazugeben und abschmecken. Nach etwa 10 min noch einmal abschmecken und ggf. nachwürzen. Nach einer halben Stunde Kochzeit zwei geschälte und in Stücke geschnittene Kartoffeln und je nach Gusto etwas Sellerie, Auberginen und Gemüsemais zugeben. Bei all dem regelmäßiges Umrühren nicht vergessen. Wer es scharf mag, kann kurz vor Ende der Garzeit etwas Chili oder Sambal Oelek zugeben, aber vorsichtig. Auch bei Tisch kann individuell nachgewürzt werden. Die Wassermenge hängt von der gewünschten Konsistenz der Suppe ab. 4) Was ist deine Lieblingshauptspeise und wie bereitest du sie zu Da ich außer Piepen und Milchreis fast alles esse, ist das schwierig zu beantworten, zumal meist meine Frau kocht. Ich selbst bin Spezialist für den Wok und da doch häufiger gefragt. Einen speziellen Namen hat das Gericht nicht, denn es ist über die Zeit als Eigenkreation entstanden. Vorsorglich wird bei Aldi und Lidl bei den Asiawochen immer geschaut, ob es Ananas- und Papayakugeln als Konserve gibt und auch jede Art von asiatischen Trocken- oder Konservenpilzen ist beliebt.Am Vortag schneide ich das Hühnerfleisch oder die Entenbrust in mittelgroße Würfel und mariniere sie über Nacht im Kühlschrank in einer Marinade von Sojasoße mit ein wenig asiatischer Gewürzmischung. Am Folgetag wird Öl im Wok erhitzt und die mit Küchenkrepp abgetupften Fleischstücke schön braun angebraten. Sie werden danach außerhalb bzw. oberhalb des Woks warm gehalten. Mit frischem Öl wird Feinfrost-Wokgemüse angebraten und mit Frischpilzen oder zuvor eingeweichten Trockenpilzen, Ananas- und Papayakugeln und Sojasprossen (Konserve) angereichert. Dann wechseln wir zu einer Art Eintopf, indem zu dem Saft aus den Konserven kräftige Hühnerbrühe hinzukommt und Woknudeln zugefügt werden. Unter kräftigem Umrühren wird solange gekocht, bis die Nudeln weich sind und mit asiatischen Soßen abgeschmeckt. Dann kommt das angebratene Fleisch hinzu. Hin und wieder wird die Entenbrust auch im Ganzen gebraten (Hautseite kreuzweise einschneiden, anbraten und in der Backröhre fertig garen), das Gemüse ohne Brühe im Wok zubereitet und an Stelle der Nudeln mit Kurkuma gewürzter Reis dazu gegeben.5)Dein Lieblingssalat und wie du ihn machst Ein fruchtiger Käsesalat ist bei uns sehr beliebt. Dabei zählt nicht nur Frucht-, sondern auch Käsevielfalt. Je 100 g milder Gouda, Gorgonzola und nussiger Weichkäse werden gewürfelt und mit halbierten und entkernten weißen und blauen Weintrauben, Mandarinenspalten aus der Dose sowie Ananaswürfeln gemischt und mit einer Soße aus Frischkäse (oftmals an der Frischtheke auch als Fruchtfrischkäse zu erhalten), etwas Sahne, Fruchtsaft und etwas Miracel Whip durchgemischt und kühl gestellt ziehen gelassen. Hierbei gibt es zahlreiche Variationsmöglichkeiten sowohl beim Käse als auch bei den Früchten. Nur weich sollte alles sein.6)Deine Lieblingsnachspeise und wie du sie machst Da bin ich mal ganz ehrlich. Neben vielem Fertigen aus dem Supermarkt stehen bei uns Früchte aus dem eigenen Garten mit selbst gemischtem Joghurtdressing hoch im Kurs. Auch Obstsalat mit möglichst vielen Bestandteilen nicht nur aus dem eigenen Garten ist zu jeder Jahreszeit sehr gefragt.7)Deine Lieblingsjause am Nachmittag und wie du sie machst Schon wieder dieses erinnerungsträchtige Fremdwort. Bei uns sind nur drei Mahlzeiten eingeplant, abhängig von der Entwicklung der Konfektionsgrößen. Nachmittags gibt es höchstens mal einen Capuccino oder ganz selten mal ein kleines Stück Kuchen, dafür um so mehr Vorfreude auf das Abendbrot.8)Dein Lieblingsabendmahl und wie du es machst Wenn ich schon lese – Abendmahl. Ich speise doch nicht in der Kirche. Bei uns wird abends generell kalt gegessen, es sei denn, wir grillen mal. Ich bleib mal beim Normalfall. Unser Lieblingsbäcker liefert uns an die zwanzig Sorten rustikale Brotsorten, z.T. aus dem Holzofen. Auch Grillbrot, Tomatenbrot, Möhrenbrot, Wurzelbrot und Walnußbrot zählen zu unseren bevorzugten Sorten. Davon gibt es je nach Brotgröße ein bis zwei Scheiben. Darauf generell Becel und eine solide Auswahl an Räucherwurst, Fisch in vielen Variationen und Käse. Dazu auch gern mal ein Wurstsalat, frischer Salat, Gurken und Tomaten aus dem eigenen Gewächshaus oder Garten, je nach der Zeit, und zur Not auch mal Gurken oder rote Rüben aus der Konserve. Dazu für meine Frau ein kühles Pilsner und für mich ein Weißbier oder Radler, in der kühleren Jahreszeit Tee. Zum wie kann ich nur sagen, wenn das Wetter es zulässt, in unserem Garten. Da steht für den Fall der Fälle der Grill gleich neben dem Tisch und im Kühl- oder Gefrierschrank ist immer eine eiserne Reserve. Freitags ist immer Spezialeinkaufszeit fürs Abendbrot. Da steht in unserem Einkaufszentrum ein Fleischer mit kleinen Räucherwürsten für Singles oder Senioren in einer umfangreichen Geschmacksvielfalt. Auch diverse Minischinken sind im Angebot. Und gleich nebenan ein Hendlbrater, der auch gegrillte Putenoberkeulen und Spießbraten im Angebot hat. Das reicht dann meist bis nächsten Freitag. Anstelle eines FazitsGanz so schwer war es ja doch nicht. Und das Gute bei der Sache, die Zeit zwischen Frühstück und Mittagbrot verging wie im Flug, nur der Regen nicht. Mal sehen, was mein Weib heute Leckeres vorbereitet hat, denn heute ist sie dran mit Kochen.
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24.09.2011 13:28
So nun bin ich wieder da ;o)
09.07.2011 07:36
bh
07.07.2011 06:39
bh