Produktbewertung des Autors:
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Weihnachten, Weihnachten, Weihnachten |
| Kontra: |
- |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo meine Lieben,
heute ist es also so weit. Viele von euch haben mich die Adventtage von Türchen Nr. 1 bis Türchen Nr. 24 täglich begleitet und haben somit schon einen Vorgeschmack dessen bekommen, was für mich an Weihnachten wichtig ist, mit welchen Dingen ich mich umgebe, was ich gebacken und welche Ausflüge ich gemacht habe. Heute ist also der Heilige Abend und nie zuvor hat es von mir an diesem Tag einen Bericht gegeben, denn eigentlich ist dieser Tag meiner Familie vorbehalten - aber euch von Ciao zähle ich ja mittlerweile im weiteren Sinne auch zu meiner Familie und daher ist es gar nicht mal so falsch, auch heute noch Zeit mit euch zu verbringen. Außerdem wollt ihr ja bestimmt wissen, was sich hinter Türchen Nr. 24 verbirgt, oder? Ich wollte etwas Besonderes machen und vor allem etwas Persönliches, egal, ob ich dafür eine Vergütung bekomme oder nicht und daher habe ich mich dazu entschlossen, hinter dem Türchen Nr. 24
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****MEIN WEIHNACHTEN****
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zu verstecken und euch an mein vergangenes, gegenwärtiges und zukünftiges Weihnachten teilhaben zu lassen.
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****DER EINSTIEG****
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Wenn man ehrlich ist, dann beginnt Weihnachten bzw. der Advent, also die Vorbereitungszeit auf Weihnachten, ja bereits im Oktober, denn da sind die ersten Nikoläuse, Krampusse, Lebkuchen, Dattelmänner und sonstiges in den Geschäften zu finden. Wie jedes Jahr wundere ich mich über die frühe Zeit, in der das passiert und wie jedes Jahr wundere ich mich dann, wie schnell Weihnachten eigentlich dann doch da ist.
Heuer allerdings tat ich mir ein wenig schwer, um wirklich in Weihnachtsstimmung zu kommen. Normalerweise ist das bei mir kein Problem, erstes Kerzchen am Adventkranz und schon bin ich selig bis zum Heiligen Abend. Heuer war es aber ziemlich schwierig. Einerseits war in der Arbeit total viel los, andererseits hatten meine Kinder, die laufend Lernbetreuung brauchen, bis zum Schluss Tests und Schularbeiten und das alles hat mich gefordert.
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****DIE WEIHNACHTSSTIMMUNG****
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Daher habe ich einiges getan, um wirklich in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Ich habe bereits sehr früh ein Fotoshooting mit meinen Kindern veranstaltet, um die Weihnachtskarten freizeitig fertig zu haben - damit sie dann bis knapp vor Weihnachten im Büro herumliegen.
Ich habe mir viele Weihnachts-CDs ins Auto gelegt - und die erste dann irgendwann mitten im Advent gehört.
Ich habe Weihnachtsgedichte vorgelesen, selbst gelesen und vorlesen lassen.
Ich habe mir einen Weihnachtsfilm nach dem angesehen.
Ich war auf vielen Christkindlmärkten.
Irgendwie wollte alles nicht so recht klappen, bis ich dann am vierten Wochenende auf Gut Aiderbichl, einem Gnadenhof für Tiere in Salzburg, von dem ich euch zu einem anderen Zeitpunkt berichten werde, war. Die wunderbare Schneelandschaft, das atemberaubende Ambiente, die vielen Tiere, die hier ein neues Zuhause gefunden habe und somit dem Schlachthof entgangen sind, die wunderbare Musik, der herrliche Adventmarkt und die friedvolle Botschaft, die dort an einem herrlichen Wintertag ausgesandt wurde, haben es dann doch geschafft, Frieden in mein Herz zu bringen und die einzigartige Atmosphere zu genießen. Ab da war dann wirklich Weihnachten.
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****DER ADVENTKRANZ****
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Seit Jahren lasse ich unseren Adventkranz von einer Freundin meiner Mama machen, doch heuer kam meine Tochter von der Schule nach Hause und meinte, sie würde einen Adventkranz machen. Ich Rabenmutter muss zugeben, dass ich ihr nicht zugetraut habe, einen gescheiten Adventkranz zu binden, und habe hinter ihrem Rücken doch wieder einen Adventkranz bei unserer Bekannten bestellt.
Überraschenderweise war aber der Kranz meiner Tochter so schön, dass er es durchaus verdient hatte, den Platz in unserem Wohnzimmer zu schmücken. Tja, aber was jetzt mit dem anderen tun? Den konnte ich zum Glück noch abbestellen und so zierte ein wunderschönen hellblauer Adventkranz unseren Wohnzimmertisch. Wunderbar war er aber vielleicht zwei, drei Tage, denn dann begannen die Nadeln in Massen abzufallen, einmal aufheben zum Tisch putzen, 300 Nadeln weniger. Mittlerweile ist der gute Adventkranz so zusammengeschrumpft, dass er schon mehr kahle Stellen als Tannennadeln hat, aber heute brennen die Kerzen ja ohnehin das letzte Mal und ich kann nur sagen: „Der Adventkranz hat sich tapfer geschlagen“.
Im nächsten Jahr sollten wir einfach aufpassen, dass wir vielleicht die Tannen nach dem Mond schneiden, anscheinend halten die Zweige dann um einiges besser. Am Geschick meiner Tochter allerdings werde ich nicht mehr zweifeln.
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****DIE ADVENTSONNTAGE****
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Für uns sind die Adventsonntage immer etwas Besonderes und schon im September beim Dienstplan gestalten, achte ich immer ganz genau darauf, dass ich auf keinen Fall am Sonntagabend in der Arbeit bin.
An diesen Abenden nämlich setzen sich mein Mann, meine Töchter und ich uns schon immer im Wohnzimmer zusammen. Nach dem obligatorischen „Wir sagen euch an, den lieben Advent“ gibt es Geschichten, Gedichte und Weihnachtslieder. Etwa eine Stunden sitzen wir zusammen, jeder liest mal etwas vor, jeder hört mal zu. Ich finde solche Augenblicke sind unbezahlbar.
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****ADVENTKALENDER****
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Wir sind von Adventkalender nur so umgeben. Zum einen gibt es ja hier bei Ciao meinen Adventkalender, den ich fleißig über all die Wochen bestückt habe.
Andererseits habe ich selbst seit Jahren wieder einen Adventkalender geschenkt bekommen von einer lieben Kollegin, einen leckeren Naps-Adventkalender, von dem ihr schon gehört habt, wenn ihr mein allererstes Adventkalendertürchen geöffnet habt.
Zu all dem gibt es aber auch noch einen ganz besonderen Kalender für mich und meine Kinder, nämlich den „Familienzeit-nehmen-Adventskalender“. Mir ist es am allerwichtigsten, in der Adventzeit mit meinen Kindern zusammenzusein und mir wirklich Zeit für sie zu nehmen. Da standen dann Dinge wie „Eislaufen gehen“, „Ein Spieleabend“, „Einen Weihnachtsfilm sehen“ oder „Einen Adventmarkt besuchen“ in dem Weihnachtsmann, den ich vor Jahren selbst gemacht und dessen Jutesäckchen ich selbst genäht habe.
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****WEIHNACHTSDEKORATION****
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Unschwer zu erkennen ist für euch sicher - und ich habe es auch schon öfter angesprochen, dass ich ein Weihnachtsjunkie bin. Dementsprechend ist auch mein Haus geschmückt. Lichterketten sind am Dachvorsprung, am Stiegengeländer, am Rosenbogen und an zwei Tannen zu finden. Dazu gibt es für jedes Fenster ein Lichtergebilde und seit heuer schmücken auch zwei Rentiere, die ihre Köpfe bewegen, unseren Garten. Ich glaube, niemand in unserem Ort hat mehr Weihnachtsbeleutchtung als mir, aber das stört mich gar nicht, auch wenn ich immer wieder mal darauf angesprochen werde.
Auch im Inneren ist vieles an Dekoration zu finden. Nach und nach allerdings habe ich die Bastelarbeiten der Kinder aus Kindergarten- und Volksschulzeit ersetzt durch hochwertigere Dekoration, am liebsten von Partylite. Jetzt sieht das Haus nicht mehr ganz so überfall aus, aber immer noch sehr weihnachtlich dekoriert.
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****UNTERNEHMUNGEN****
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Wir haben heuer einiges unternommen, viele kleinere Sachen, einige größere Dinge. Das größte war sicher unser Weihnachtswochenende in Salzburg, wo wir den Christkindlmärkte am Dom, beim Schloss Hellbrunn, auf Gut Aiderbichl und dem Wolfgangsee besucht haben. Wir wohnten im Jugend- und Familiengästehaus Salzburg und hatten nur 10 Minuten zu Fuß in die Innenstadt zu einem enorm günstigen Preis. Was will man mehr.
Außerdem waren wir in Wien beim Christmas Musical im Ronacher zusammen mit meiner Schwester, meinem Schwager und meinen Eltern. Das hat uns so gut gefallen, dass wir uns fix vorgenommen haben, diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder zu besuchen. Vielleicht kann dabei eine Weihnachtstradition heraus kommen.
Eine Christkindlmärkte in der Nähe durften natürlich auch nicht fehlen, doch leider sind die in der Gegend eher dürftig, weil wir in einer Ecke Österreichs wohnen, wo Tourismus nicht stattfindet und daher die Christkindlmärkte eher lieblos gestaltet sind. In unserer Heimatgemeinde wurde heuer sogar „das Licht abgedreht“, das heißt, es gab nicht mal Weihnachtsbeleuchtung, man muss ja schließlich sparen.
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****WEIHNACHTSESSEN****
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Abgesehen davon, dass wir heuer 20 verschiedene Kekse gebacken haben, habe ich einiges mehr ausprobiert. Am besten angekommen sind meine Orangen- und Beerenpunsche, die ich zu jeder Gelegenheit gerne aufwarte. Außerdem gab es zum ersten Mal einen gefüllten Truthan als vorweihnachtliches Essen für meine Oma, meine Tante und meinen Onkel. Eine Einladung an sie ist seit Jahren Tradition. Ein weiteres Highlight war der leckere Bratapfel, den ich heuer gekocht habe und von dem ich euch schon berichtete.
Abgesehen davon gab es immer wieder mal Bratkartoffeln und Maroni und auch die von uns so sehr geliebten Schokofrüchte wurden das eine oder andere Mal bei einem Christkindlmarkt gekauft.
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****WEIHNACHTEN IN DER ARBEIT****
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Viele von euch wissen, dass ich Sozialpädagogin bin und dass ich daher das ganze Jahr über mit Jugendlichen arbeite. Für die Jugendlichen, die bei uns untergebracht sind, ist der Advent die schwierigste Zeit im Jahr und dadurch auch für sämtliche Betreuer. Heuer musste ich in der Adventzeit mein Bezugskind entlassen, weil eine Weiterbetreuung nicht mehr möglich war. Das ist mir sehr schwer gefallen. Wir versuchen zwar immer, ihnen so viel Wärme und Geborgenheit zu geben, wie es uns möglich ist, aber für die meisten reicht es einfach nicht.
Abgängigkeiten, Drogenkonsum, Alkoholvergiftungen und Einweisungen in die Psychiatrie waren fast schon an der Tagesordnung.
Dennoch versuchen wir, das ganze so weihnachtlich wie möglich zu machen. Ich bin bei uns für die Dekoration zuständig und habe bereits vor dem ersten Advent alles weihnachtlich dekoriert. Leider hat es nicht lange gedauert und vieles meiner liebevoll ausgesuchten Dekoration war entweder zerstört oder verschwunden. Aber da das immer so ist, habe ich einfach von vorne wieder begonnen.
Wir gestalten zusammen Weihnachtskarten, spielen Wichtel und proben Musikstücke für die Weihnachtsfeier. Alles natürlich mit mäßigem Erfolg, aber da darf man sich einfach nicht unterkriegen lassen.
Schlussendlich haben wir es geschafft, dass am Tag der Weihnachtsfeier, dem 22.12. doch sämtliche Jugendlichen und Betreuer zusammengekommen sind und Geschenke ausgetauscht haben. Von einer friedvollen, weihnachtlichen Stimmung zu sprechen, wäre jetzt sicher zu viel des Guten, aber sie waren alle da, niemand, dem es möglich war zu kommen, hat gefehlt und wir waren wie eine Art Familie zusammen, was im Grunde ohnehin schon ein großer Erfolg ist.
Viele der Jugendlichen sind nun aufgebrochen zu Verwandten, um die Feiertage dort zu verbringen, aber einige haben auch heuer wieder niemanden, zu dem sie gehen können und daher muss auch die Jugendwohngemeinschaft am Heiligen Abend rund um die Uhr besetzt bleiben. Zum Glück habe ich eine liebe Kollegin, die aus Russland kommt und erst im Jänner Weihnachten feiert, und so bleibt es uns erspart, dass wir mühevoll jemanden suchen müssen, der zu Weihnachten Dienst macht.
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****SOZIALKONTAKTE****
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In der Adventzeit bin ich persönlich immer im Einsatz um Familie und Freunde zu treffen. Ich habe oft das Jahr über keine Zeit, mich allem anzunehmen (zum Glück gibt es Facebook), aber zu Weihnachten versuche ich mein bestes. Ich verabrede mich in Kaffeehäusern, auf Punschständen oder zu Hause. Mit einer meiner besten Freundinnen war ich in Salzburg, die Geschwister meines Mannes kamen zum großen Adventessen zu uns nach Hause und meine Tanten und Onkeln besuche ich jährlich, um zumindest einmal in Jahr ein wenig Zeit für sie zu haben, denn meiner Ansicht nach ist Zeit das beste Geschenk.
Ansonsten war es heuer erstmals möglich, sämtliche Kollegen aus unserem Betrieb auf einer Weihnachtsfeier zu versammeln, was ich als sehr angenehm empfand.
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****WICHTELN****
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Ich bin ja ein großer Wichtelfan, daher mache ich jährlich hier beim Ciao Wichteln mit, nicht nur wegen des Beschenk-werdens, wo ich heuer riesiges Glück hatte, sondern auch wegen des Schenkens.
Auch in der Arbeit wurde gewichtelt und ich bekam genau denjenigen, mit dem ich kurz davor eine große Auseinandersetzung hatte. Es gibt wohl keine Zufälle. Auf jeden Falls haben wir uns während des Advents zusammengerauft und ich konnte ihm ein Geschenk geben, das ihm wirklich gut gefallen hat und das ihm auch total entsprochen hat.
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****WEIHNACHTEN UND SPENDEN****
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Klar, Weihnachten ist die Zeit, in der die Menschen viel Spenden und in der auch jeder kleine Verein zu einer Spende aufruft, was nur recht verständlich ist.
Mir ist aber aufgefallen, dass es eine ganz große Hierarchie der Spenden gibt, wobei Kinder, Behinderte und Tiere weit vor den „bösen“ Jugendlichen kommen. Eine Weihnachtsspende für ein Jugendheim zu kommen, ist eher schwierig, doch dieses Mal hatte mein Cousin eine gute Idee. Er ist Drummer bei einer Band und hat uns erlaubt, an ihrem Weihnachtskonzert eine Spendenbox aufzustellen. Dabei sind einige Euros zusammengekommen und solche spontanen Aktionen helfen uns immer, den Jugendlichen etwas zusätzlich kaufen zu können.
Selbst habe ich natürlich auch gespendet, zuerst einmal in das Dorf in Malawi, in dem unser Patenkind Tinkanena wohnt. Dann für Licht ins Dunkel, der größten Spendenaktion Österreichs für bedürftige Menschen und in jede Spendenbox, die herum gestanden ist, sei es für Gut Aiderbichl, für den Gesangsverein oder die Eisstockschießer.
Dennoch denke ich, dass wir versuchen sollten, uns diese Spendenfreudigkeit das ganze Jahr über zu behalten, das wäre ein toller Charakterzug.
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****WAS BEDEUTET WEIHNACHTEN FÜR MICH****
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Ich weiß, dass es in der ehutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist, ein besinnliches Weihnachtsfest feiern zu können, daher bedeutet das friedvolle Zusammensein mit meiner Familie etwas Großartiges für mich.
Weihnachten bedeutet aber auch, still zu werden, nachzudenken, das Jahr Revue passieren zu lassen und einen guten Abschluss zu finden. Es bedeutet Ruhe und Entspannung ebenso wie Vorfreude und Zuversicht, Stille und Gemütlichkeit ebenso wie Freunde treffen und alleine zu sein.
Weihnachten ist für mich die Zeit, in der ich versuche, meine Aufmerksamkeit auf die wirklich wichtigen Dinge zu richten und das sind ganz einfach die wunderbaren Menschen, die mich umgeben. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich einen Freundes- und Familienkreis habe, der mich unterstützt und das Beste meiner Selbst heraus holt.
Weihnachten gibt mir die Energie für das bevorstehende neue Jahr, es stärkt mich, lässt mich die Genialität der Welt erkennen und schützt mich vor Depressionen und Stress. Ich kann in mich ganz ruhig werden und auch wenn es oft schwer ist, den Stress und die Hektik des Alltags abzuschütteln, gelingt es mir schlussendlich doch immer.
Weihnachten heißt für mich, mit meinen Kindern die Weihnachtsgeschichte zu lesen, mit ihnen zu backen, zu lachen, zu spielen und zu kuscheln. Zu Weihnachten nehme ich mir bewusst mehr Zeit für diese Dinge, denn ich möchte, dass sie sich immer an glückliche Weihnachtstage in ihrer Kindheit erinnern, denn diese Erinnerung kann ihnen keiner mehr wegnehmen.
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****WEIHNACHTEN FRÜHER****
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Das bringt mich zur nächsten Kategorie.Der Heilige Abend ist mir immer in Erinnerung. Meine Geschwister und ich wurden immer in aller Herrgottsfrüh zu meiner Oma gebracht, dort haben wir den ganzen Tag fernsehen dürfen (war sonst immer auf ca. 1 Stunde begrenzt) und sind gemeinsam in die Kindermette gegangen. Danach hieß es warten auf das Christkind und wenn im Schlafzimmer meiner Oma das Licht brannte, dann hieß das, dass jetzt gerade mein verstorbener Opa bei uns vorbei geschaut hat. Auch heute noch zünde ich zu Weihnachten ein Licht für meinen Opa an (ich habe ja das große Glück, dass meine sonstigen Großeltern alle noch leben und das kann man als 34-jährige nicht oft behaupten).
Traditionell gab es Frankfurter Würstel und wir haben immer zusammen mit meinen Geschwistern und Großeltern gefeiert. Diese Tradition habe ich beibehalten, seit ich selbst Kinder habe und nun, da meine schon groß sind und mein Bruder die jüngeren Kinder hat, hält er diesen Familienbrauch ganz groß.
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****WEIHNACHTEN UND KIRCHE****
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Für mich hat Kirche jetzt nicht unbedingt etwas mit Glauben zu tun, aber sie ist für mich der größte Ritualgeber und hat dadurch einen wichtigen Stellenwert in unserem gesellschaftlichen Leben.
Wir wohnen in einem kleinen Ort und zu unserer Pfarrgemeinde gehören fünf dieser kleinen Ortschaften. Da kennt fast jeder jeden und gerade in der Adventzeit trifft man sich öfter in der Kirche, wobei ich zugeben muss, dass ich nur einmal im Advent in der Kirche war, weil für meinen verstorbenen Großvater eine Messe gelesen wurde. Meine Mädchen allerdings waren jeden Sonntag, denn sie sind Ministrantinnen und somit gerade in der Weihnachtszeit voll im Einsatz. Abgesehen davon war nach jeder Heiligen Messe auch die Probe für das Krippenspiel, das heute Nachmittag aufgeführt wird, da mussten sie ohnehin dabei sein.
Wir feiern Jesu Geburt an Weihnachten, genau daraus sind diese Festtage entstanden und ich finde es fürchterlich, dass viele - und das sind nicht mal nur junge Menschen - die wahren Hintergründe von Weihnachten nicht kennen. Ich ärgere mich oft, mit welcher Selbstverständlichkeit die Österreicherinnen und Österreicher die kirchlichen Feiertage konsumieren ohne jemals eine Kirche von innen gesehen zu haben und ohne die Bedeutung überhaupt zu hinterfragen.
Weihnachten ist ein christliches Fest, es geht um Herbergsuche, um die Geburt Jesu und jeder, der das verneint, ist nicht richtig informiert oder desinteressiert. Ich denke, dass neben all dem ganzen Kommerz und natürlich dem Fest der Familie die eigentliche Sinnhaftigkeit von Weihnachten nicht außen vor gelassen werden darf.
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****UNSER HEILIGER ABEND****
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Bis jetzt war es immer so, dass ich von 23. auf 24. Dezember arbeiten musste und erst am Vormittag nach Hause kam. Heuer bin ich erstmals seit 5 Jahren zu Hause und freue mich sehr darauf.
Heuer gibt es zum ersten Mal einen „Nicht streiten-Vertrag“, nachdem sich meine Kinder im letzten Jahr gerade am Heiligen Abend von ihrer schlimmsten Seite zeigten. Ich hoffe, dass sich alle daran halten, denn Weihnachten ist der wichtigste Tag des Jahres für mich.
Wir, das sind mein Mann, meine Tochter Claudia, meine Tochter Angelina und ich, werden bereits in der Früh beginnen, den Baum zu schmücken. Dazu wird, wie jedes Jahr, im Hintergrund die Sondersendung zur Spendensammlung „Licht ins Dunkel“ laufen. Dieses Jahr muss ich sogar aktiv zusehen, denn einer meiner Jugendlichen, der in einem Beschäftigungsprojekt arbeitet, darf ins Fernsehen, darauf sind wir natürlich schon alle gespannt.
Zu Mittag koche ich nur Suppe, damit wir nicht zu sehr unterbrochen werden. Um 14.00 Uhr müssen die Kinder dann bereits bei der Generalprobe für das Krippenspiel sein, das um 15.00 Uhr los geht. Dort treffen wir auch meine Eltern, meine Schwester, meinen Schwager und meine beiden Neffen, die die Zeit vor der großen Bescherung bei meinen Eltern verbringen, während mein Bruder und meine Schwägerin zu Hause alles herrichten.
Nach dem Krippenspiel besuchen wir meine Großmutter und machen dort eine Weihnachtsstunde. Da wird gesungen, meine Tochter wird Klarinette spielen und wir lesen Gedichte vor. Zum Schluss kommt auch noch das Kinderevangelium dazu, das meine ältere Tochter vorlesen wird. Dazu brennt das Friedenslicht in der Laterne, Oma rückt ihre besten Kekse heraus und der Ofen (sie hat einen alten Holzofen direkt im Esszimmer) gibt die beste Weihnachtswärme ab, die man sich vorstellen kann. Danach gibt es das Weihnachtsessen bei meinem Bruder, das heuer Raclette sein wird, eigentlich ein traditionelles Familienessen, habe ich zehn Jahre lang gemacht.
Am Abend dann, wenn eigentlich alles schon vorbei ist für die anderen, geht es für uns erst richtig los. Dann fahren wir nach Hause und zünden die Kerzen unseres Christbaums an, singen vierstimmig „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und dann kommt der große Moment für die Kinder und sie können ihre Geschenke auspacken.
Danach wird alles ausprobiert, zusammengebaut und am Ende des Tages kuscheln wir uns mit einem Beerenpunsch gemeinsam vor den Fernseher.
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****WEIHNACHTSWÜNSCHE****
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Weihnachten bedeutet für mich Wärme, wenn ich innerlich friere.
Weihnachten heißt Nähe und Erfahrung von echter Gemeinschaft,
gerade wenn ich mich allein und isoliert fühle.
Weihnachten bedeutet, neu glauben und vertrauen zu können,
wenn ich meinen eigenen Glauben und mein Vertrauen in mich
und meine Mitmenschen verloren habe.
Weihnachten ist ein Licht, das im Dunkeln angezündet wird.
Ich wünsche euch von Herzen frohe Festtage, Zeit zur Entspannung, Besinnung auf die wirklich wichtigen Dinge und viele Lichtblicke im kommenden Jahr 2011!
Eure Daniela
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sehr hilfreich
21.12.2008
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18.11.2011
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sehr hilfreich
18.11.2004
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Spendenmuffel
Bewertung für Weihnachten von
Raileigh
Pro: ***
Kontra: ***
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sehr hilfreich
19.12.2006
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