Unter den Toten Algeriens hat auch Assia Djebar nahe Freunde zu beklagen. Verstörend intensiv und gleichzeitig klarsichtig erweckt sie sie mit ihren Erinnerungen wieder zum Leben.... mehr
Pro: faszinierendes Ineinandergreifen aus Geschriebenem, Erzähltem und Persönlichem. Interessantes zur Geschichte Algeriens. Lebendige Sprache. Kontra: Nicht einfach zu lesen.
...führen.
Auch Assia Djebar stellt ihre eigene Biographie nie in den Mittelpunkt; sie ist vielmehr ein (Ausnahme-)Beispiel unter vielen, das kein Vorbild sein soll, sondern lediglich ihre eigene Position und ihr Empfinden begründen und erklären soll.
Mein Fazit:
?Fantasia? ist ein sehr interessantes, lebendig geschriebenes Buch, das durch die verschiedenen, ausschnittartigen Blickwinkel auf unterschiedliche Aspekte Algeriens dauerhaft zu faszinieren weiß, auch wenn einige Passagen dem unbedarften Leser nur schwer verständlich sind.
[Mein Dank geht an DieBuchhändlerin , die mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat.]...
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Pro: eine der besten zur Zeit lebenden Schriftstellerinnen Kontra: nicht alles gleich verständlich beim ersten Lesen
...Die algerische Schriftstellerin Assia Djebar erhält dieses Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
Ihre Ernennung wird wohl nicht so viele Wogen schlagen wie die Ernennung Martin Walsers vor 2 Jahren.
Ich hoffe dennoch, dass sie, die schon seit Jahren eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist, dadurch endlich etwas mehr Anerkennung in Deutschland finden wird.
Assia Djebar (geb.1936 in Algerien) entstammte der bürgerlichen Mittelschicht. Ihrem liberalen und aufgeklärten Vater hat sie es zu verdanken, dass sie ein französisches Gymnasium besuchen durfte. Sie wurde später die erste algerische Studentin die an der Ecole Superieure aufgenommen wurde.
Während des Kampfes um die algerische Unabhängigkeit wurde sie stark politisiert, nahm an Streiks teil, machte (teilweise) politisches Theater, schrieb ihre ersten Bücher...
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...Assia Djebars "Die Frauen von Algier" ist kein Roman - wie die anderen bereits von mir besprochenen Bücher - sondern es sind kürzere Erzählungen.
Vielleicht sind sie daher jemandem, der Interesse an der Trägerin des diesjährigen Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat, aber nicht gleich mit einem dicken Roman beginnen will, besonders zu empfehlen.
Das Buch ist auf französisch bereits 1980 erschienen, in Deutschland erstmals 1994, ich besitze noch eine alte Taschenbuchausgabe des Heyne Verlags (viele Druckfehler), mittlerweile ist es allerdings auch beim Unionsverlag (der sorgfältiger ist) so wie ihre anderen Bücher erhältlich.
Sehr schön das Titelbild, das ein berühmtes Gemälde Delacroix, eben "Die Frauen von Algier" zeigt.
Delacroix hat dieses Bild 1832, nach einem Besuch in einem Harem , in dem von den Franzosen besetzen...
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hilfreich 01.01.1970
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