primitiv und trotzdem unterhaltsam..?
02.04.2004
Pro:
kurzweilig, unterhaltsam, actionreich, lustig
Kontra:
fehlende story
Empfehlenswert:
Ja
 soulangel
Über sich:
Mitglied seit:07.07.2001
Erfahrungsberichte:86
Vertrauende:48
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Da Donnerstag nichts Gutes im Fernsehen kam, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen ins Kino zu gehen. Doch was gucken, wenn so rein gar nichts Gutes zu laufen scheint? Muss man sich dann wohl auf das kleinste Übel einlassen, was in unserem Fall „Welcome to the Jungle“ war… Daten **** Titel: Welcome to the Jungle Originaltitel: the rundown Produziert: 2003 in USA Genre: Action, Komödie Filmlänge: 108 min FSK: ab 12 Jahre Schauspieler: The Rock, Seann William Scott, Rosario Dawson, Christopher Walken Regie: Peter Berg Drehbuch: R.J. Stewart Release (dt.): 11.03.2004 Website: www.welcome-to-the-jungle.de
Inhalt **** Der knallharte Kopfgeldjäger Beck erhält einen letzten Auftrag von seinem skrupellosen Boss Billy Walker (William Lucking). Er soll dessen Sohn Travis (Seann William Scott) aus dem brasilianischen Dschungel in die USA zurückbringen. Dieser eigentlich so leicht klingende Auftrag entpuppt sich als wirkliche Schwierigkeit, da Travis nicht im Geringsten daran denkt zurück zu gehen. Denn er ist kurz davor einen großen Schatz zu finden, den er sich natürlich nicht entgehen lassen will.
Durch diesen Schatz wird (selbstverständlich) auch der große Bösewicht Hatcher (Christopher Walken) auf die beiden aufmerksam und beginnt sie zu verfolgen. Als dann auch noch die Rebellenführerin Marianna ihren Anspruch auf den Schatz erhebt, ist das Chaos komplett. Und im Endeffekt jagt jeder jeden und natürlich wird somit auch für viel Action und einen großen Showdown gesorgt… Kritik **** .. zum Inhalt: ~~~~~~~~ Gleich zu Beginn: Wie erwartet ist der Film nicht wirklich tiefgründig, sondern sehr flach und trashig. Trotzdem hat er aber einen großen Unterhaltungswert und ist wirklich kurzweilig. Man sollte nicht über diesen Film nachdenken, sondern sich einfach nur berauschen lassen. Also ganz kurz gesagt: Was einen erwartet ist Popcornkino ohne Tiefgang.
Aber damit müsste eigentlich jeder rechnen, der den Trailer gesehen hat. Und flache Actionfilme können ja auch ganz gut sein. Und so besticht dieser Film eben durch diese Action und auch sehr viel Witz und etwas Spannung. Der letzte Punkt wird aber dadurch minimiert, dass der Film voller Klischees ist. Man weiß eigentlich schon zu Beginn wie der Film endet. Na gut, das weiß man bei den meisten Actionfilmen, aber bei diesem kann man sich sogar die Handlung vorher schon zusammenreimen. Dadurch gibt es keine oder nur sehr sehr wenig Überraschungen.
Negativ am Inhalt ist unter anderem auch die Rolle der Schatzsuche zu nennen, diese ist so nebensächlich hineingefügt, dass es wirkt, als wolle man nur die letzten Minuten voll kriegen. Auch der eigentliche Schatz hält nicht wirklich das, was er verspricht (da die Rebellen sich mit ihm die Freiheit erkaufen wollen). .. zu den Aufnahmen: ~~~~~~~~~~~~ Sehr sehr schön sind die Luftaufnahmen der Berge/ des Dschungels. Diese sind echt beeindruckend und ein echter Lichtblick im Film. Die eine Szene wird zwar im Film drei- oder viermal wiederholt, aber weil’s so schön ist, schaut man sich die Landschaft doch gern noch einmal an.
.. zu den Dialogen: ~~~~~~~~~~~~ Gut gelungen sind die Dialoge. Wie für Actionfilme typisch sind diese natürlich auch wieder sehr kurz und oberflächlich. Aber dafür sind sie witzig und abwechslungsreich, was dem Film dann doch noch etwas Charme vermittelt. Kleinigkeiten: ~~~~~~~~ Einige kleine „Fehler“ gibt es in dem Film natürlich auch. Als erstes: In der einen Szene fesselt Beck Travis’ Hände hinter dem Kopf mit den Handschellen, in der nächsten Szene sind seine Hände aber hinter seinem Rücken. Dann will Marianna den beiden den Weg zum Flugplatz erklären: „Geht von hier aus nach Norden bis ihr da und da hinkommt und dann von dort aus nach Süden und dann kommt ihr zum Flugplatz“ Wenn mich nich alles täuscht, kommen sie dann aber wieder daraus, wo sie jetzt schon sind…Und dann natürlich solche Kleinigkeiten, wie ein Glas, dass erst leer und dann in der nächsten Szene wieder voll ist (bei Marianna). Eigentlich achte ich sonst beim Film gucken nie auf solche Sachen, aber hier gab’s ja keine Handlung, die einen irgendwie abgelenkt hätte und da macht man das dann schon mal.
Schnitt ~~~~ Rasant und actionreich sollte es werden… hektisch, schlecht und manchmal echt nervig ist es dann aber geworden. Richard Pearson schien dafür echt nicht viel Zeit bekommen haben, oder sollte das Absicht sein? Schauspieler: ~~~~~~~~ Beck: Dwayne „The Rock“ Johnson, der zuvor schon in Scorpion King gezeigt hat, dass er einer der neuen Actionhelden Hollywoods werden will, spielt in „Welcome to the Jungle“ die Hauptrolle und schlägt sich dabei (für einen Ex-Wrestlingstar) erstaunlich gut. Ohne ihn wäre der Film ein totaler Flop, aber er schafft es, ihm Witz, Charme und natürlich die nötige Action zu geben. Dwayne hat eine klasse Leinwandpräsenz und verkörpert die Rolle als bescheidener, charmanter und draufgängerischer Held perfekt.
Travis: Seann William der "Stifler" aus „American Pie“ legt eine mittelmäßige schauspielerische Leistung hin. Er spielt nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Den ganzen Film über steht er im Schatten von „The Rock“ (was nicht daran liegt, dass dieser nen ganzes Stück größer ist). Hatcher: Christopher Walken als Hatcher wirkt in dem Film (verständlicher Weise) total unterfordert und gelangweilt. Warum lässt er sich denn nur in so einem Film blicken? Was ist nur aus ihm geworden? Aber jedem sei ein Fehlgriff gegönnt.
Marianna: Rosario Dawson hat eigentlich nur eine Aufgabe: gut auszusehen. Denn als Schauspielerin überzeugt sie nicht, was aber auch an ihrer Rolle als Tag-Bardame und Nachts-Rebellenführerin liegen kann. Denn das kauft man ihr nun nicht wirklich ab. Denn wer glaubt schon, dass die Rebellen im Dschungel von einem Model geführt werden? ;o) Na ja, auf jeden Fall haben dank ihr, die männlichen Zuschauer im Kino auch was Schönes zum angucken. Und das ist ja auch wichtig, gell? ;o) Fazit **** Im Kino würde ich mir den Film nicht noch einmal angucken. Es ist eher ein Film für einen netten Videoabend mit Freunden und viel Alkohol, denn dann erwartet man eh keine tiefsinnige Handlung, sondern will sich nur mal nett unterhalten lassen…
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18.04.2004 21:13
gehirn abschalten und action geniessen, ansonsten kann man nicht viel von dem film erwarten, hab ihn damals in der sneak gesehen...
15.04.2004 10:16
ich finde "The Rock" einfach ätzend...
12.04.2004 23:39
Hat Spass gemacht, deinen Bericht zu lesen und gleichzeitig hat man viele Infos bekommen, also hast du dir ein klares "sh" verdient. LG Mr. Outlaw