If you smell what The Rock is cooking!
07.10.2006
Pro:
Unterhaltsam, da actionreich und humorvoll
Kontra:
Eben nichts neues oder weltbewegendes
Empfehlenswert:
Ja
 Realjackass
Über sich:
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Letzten Sonntag wurde auf Pro 7 ein Film ausgestrahlt, den ich zwar schon kannte, der mich jedoch erneut wieder sehr reizte. "Welcome to the Jungle" ist eine unterhaltsame Mixtur aus Action und Komödie, und da mir letztes Wochenende auch eher nach leichter Kost zumute war, sah ich mir das Teil einfach nochmal an.
++++++++ +STORY+ ++++++++
Beck ("The Rock'") ist der Beste, wenn es darum geht, Schulden einzutreiben oder Personen aufzuspüren. Doch was niemand ahnt, ist dass hinter der harten Schale ein überaus weicher Kern steckt. Der größte Wunsch des Hobbykochs ist nämlich ein eigenes Restaurant. Doch bevor er sich das leisten kann, muss Beck erst einmal seine Schulden bei dem einflussreichen Walker (William Lucking) abarbeiten, und dieser hat noch einen letzten Auftrag für ihn. Walker's vorlauter Sohn Travis (Seann William Scott) ist irgendwo in Brasilien, im tiefsten Amazonas unterwegs und hat sich dort mit den falschen Leuten angelegt. Nun soll Beck ihn wieder zurück nach Los Angeles bringen.
So macht sich der smarte Beck auf den Weg zum Amazonas und es dauert auch gar nicht lange, bis er Travis findet. Blöd nur, dass dieser überhaupt keine Lust hat, zu seinem Vater nach Los Angeles zurückzukehren. Er meint, im Dschungel ein altes und wertvolles Artefakt gefunden zu haben und denkt deshalb nicht im Traum daran, sich diese große Chance versäumen zu lassen. Natürlich hat Beck schlagkräftigere Argumente als der schmächtige Travis, doch er hat nicht mit dem Minenbesitzer Hatcher (Christopher Walken) gerechnet, dem das gesamte Gebiet gehört und der die arme Bevölkerung gnadenlos ausbeutet. Hatcher hat von dem Artefakt Wind bekommen und möchte, dass Travis es ihm beschafft. Als Beck sich dem gefährlichen Mann widersetzt, kommt es zu einer Auseinandersetzung, die Travis und Beck in allerlei brenzlige Situationen bringt..
++++++++++++++++ +DATEN ZUM FILM+ ++++++++++++++++
Originaltitel: The Rundown Herstellungsland: USA Erscheinungsjahr: 2003 Laufzeit: ca. 99 Min. Freigabe: FSK 16
Regie: Peter Berg Buch: R.J. Stewart, James Vanderbilt Produzent: Marc Abraham, Bill Corless, Karen Glasser Kamera: Tobias A. Schliessler Schnitt: Richard Pearson Originalmusik: Harry Gregson-Williams Casting: Lynn Kressel
Darsteller: The Rock.....Beck Seann William Scott.....Travis Rosario Dawson.....Mariana Christopher Walken.....Hatcher Ewen Bremner.....Declan Jon Gries.....Harvey William Lucking.....Walker uvm.
+++++++++++++++++++++++ +BEZUGSMÖGLICHKEITEN+ +++++++++++++++++++++++
"Welcome to the Jungle" wird von Columbia Tristar in der sogenannten Extendend Version auf DVD vertrieben, und wie man es sich bei einem derartigen Label denken kann, ist die Qualität hervorragend ausgefallen. Das Bild ist gestochen scharf, die Farben kraftvoll, und auch der Dolby Digital Sound weiß zu gefallen. Auch an den Extras wurde mit mehreren Dokumentationen und 9 Trailern nicht gespart, auch wenn hierbei erwähnenswert ist, dass sich neben den normalen Bonusmaterialien noch 17 Easter Eggs auf der Scheibe verstecken. Wie ihr diese anwählen könnt, müsst ihr allerdings selbst herausfinden.
+++++++ +KRITIK+ +++++++
Wenn Wrestler den Sprung auf die große Leinwand wagen, dann darf man meist nicht mit einem gefühlsbetonten Drama rechnen. Ganz egal ob nun Goldberg in dem lustigen "Santa's Slay", Kane in dem Horrorthriller "See No Evil" oder eben Dwayne "The Rock" Johnson in bereits einigen Actionern - die Liste an schauspielenden Wrestlern ist lang und wird auch immer länger werden. Grund dafür dürfte sicher auch sein, dass Wrestling heutzutage gerade in der WWE hauptsächlich auf den (zum Teil unglaublich blöden) Storylines aufbaut und von den Kämpfern somit nicht nur körperliche Fitness, sondern auch ein Talent zur eigenen Inszenierung gefordert ist. Da passt es ausgesprochen, dass ausgerechnet "The Rock" mittlerweile zum Star in der Filmbranche aufgestiegen ist, denn er war zuvor nicht nur einer der erfolgreichsten Wrestler, sondern auch einer der charismatischsten. Mit "Welcome to the Jungle" gelang Regisseur Peter Berg ein ebenso actionreicher wie lustiger Unterhaltungsfilm, der jedoch auch mit kleineren Schwächen behaftet ist. Um aus dem Ganzen ein erfolgreiches Vehikel zu machen, setzte Berg auf ein altbekanntes Erfolgsrezept. Und zwar ist es hier nicht ein muskulöser Typ allein, der den bösen Buben den Garaus macht, sondern vielmehr ein muskulöser Typ mit einem Kerl an seiner Seite, der das genaue Gegenteil von ihm darstellt. Das Buddy-Prinzip in Actionfilmen ist schon so alt wie das Genre selbst und funktioniert schon seit jeher wunderbar. Man stellt einfach zwei grundverschiedene Männer vor die Kamera, die sich mit ihren Gegensätzlichkeiten perfekt ausgleichen und lässt sie neben dem Hauptkonflikt im Film auch untereinander ständig aneinander geraten. Eine neue, frische Handlung sucht man in "Welcome to the Jungle" vergebens. Wir haben einfach zwei Kerle, die sich gegen einen gefährlichen Bösewicht behaupten müssen, in diesem Fall von Christopher Walken verkörpert. Hierbei wären wir auch schon an einem kleinen Kritikpunkt angelangt, denn Tiefe oder Anspruch fehlt dem Streifen ebenso gänzlich, wie eine Spannung, die einen unbarmherzig fesselt. "Welcome to the Jungle" ist niemals auch nur ein bisschen langweilig, doch es ist auch nicht so, dass einem die Schweißperlen auf die Stirn getrieben werden. Die Handlung ist meist vorhersehbar und überrascht einen nie.
Was hingegen absolut zu gefallen weiß, ist die gewählte Kulisse. Es hat schon was, wenn zwei Stadtmenschen sich plötzlich den Gefahren des brasilianischen Dschungels ausgesetzt sehen und dazu noch von gefährlichen Rebellen, wie auch einem verrückten Minenbesitzer bedroht werden. Der Dschungel wird immer wieder in tollen Gesamtaufnahmen eingefangen, dadurch entsteht ein tolles Abenteuer-Feeling. The Rock und Sean William Scott müssen erfahren, dass man es im Dschungel durchaus mal mit notgeilen Affen zu tun bekommen kann oder auch mit kleinen Parasiten, die sich gerne in Harnröhren einnisten. Wo wir schon bei den Hauptdarstellern sind, darf direkt gesagt werden, dass diese in ihren Rollen absolut überragen. The Rock tritt problemlos in die Fußstapfen der guten, alten Actionhelden der 80er, so weiß auch der augenzwinkernde Kurzauftritt von Arnold Schwarzenegger am Anfang des Films zu gefallen, der The Rock kurz alles gute wünscht. Dieser bringt den smarten und unnahbaren Eintreiber toll rüber, ganz so, wie man es von ihm erwartet. Sean William Scott dagegen ist der dauerquatschende Sidekick, der sich mit seiner großen Klappe ständig in Gefahr bringt und die Lacher des Zuschauers oftmals auf seiner Seite hat. Gerade dadurch, dass dieses Gespann auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenpasst, ist es letzten Endes so interessant. Alle Akteure sind hierbei in ihrem Element, so auch Christopher Walken, dem die Rolle des Schurken wie auf den Leib geschneidert ist.
"Welcome to the Jungle" läuft nur knappe 100 Minuten und dadurch geht es ständig denkbar zügig voran. Egal ob man nun durch coole Sprüche, Action, oder die Streitereien zwischen Beck und Travis bei Laune gehalten wird, los ist im Grunde genommen immer etwas. Die Action kann sich dabei sehen lassen, es wird viel Wert auf die Kampfkünste The Rock's gelegt, der hier sogar mal ein paar bekannte Wrestling-Moves vollführen darf. Mit zahlreichen Zeitlupen-Aufnahmen, Schlägereien und Explosionen kommt hier jeder Actionfreak voll auf seine Kosten. Ganz oberflächlich betrachtet gibt es an "Welcome to the Jungle" auch nichts zu bemängeln, es ist einfach nur gutes Popcorn-Entertainment. Wenn man den Streifen aber näher betrachtet, fällt die dünne Story eben doch etwas negativ ins Gewicht.
++++++ +FAZIT+ ++++++
Im Prinzip gibt es zu "Welcome to the Jungle" nicht sehr viel zu sagen. Wer beste Action-Unterhaltung, gepaart mit lockeren Sprüchen und ausreichend Humor sucht, wird hier fündig. Die Darsteller agieren allesamt glaubhaft und passend, wärend die Kulissen im Dschungel ein tolles Abenteuergefühl vermitteln. Einfach das Gehirn abschalten, dann ist "Welcome to the Jungle" die bese Möglichkeit, einen langweiligen Abend noch zu retten. Wenn man genauer über das Ganze nachdenkt, dann hätte die Story dennoch ein Fünkchen einfallsreicher sein können, denn sonderlich spannend ist der Streifen nie. Von mir gibt es hierfür gute 6,5 von 10 Punkten und eine Empfehlung.
Mfg Realjackass
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01.07.2011 22:32
Der Film läuft gerade auf Pro7 und ist in der Tat viel besser als ich gedacht hätte, was natürlich nicht zuletzt an den anderen Hauptdarstellern (Walken, Scott & Dawson) liegt
21.10.2006 17:09
kenne ich auch nicht aber da scheine ich ja nichts verpaßt zu haben lg kiri ;o)
19.10.2006 14:05
Hab den Film auch angesehen und genossen, war eben einfach Unterhaltung pur - und ich oute mich: ich steh total auf The Rock, nicht ubedingt wegen den Muskelbergen, sondern weil er einfach total symphatisch rüberkommt immer mit einem Zwinkern in den Augen- überhaupt sein Mimik ist echt der Hit. Treffend beschrieben deinerseits, bei mir hätte der Film wohl sogar 4 Sterne gekriegt, weil er das hält, was das Genre verspricht. Vor allem die Kampfszenen fand ich gut. *mfg*