Wer Böses tut - - Thriller / Elena Forbes

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Wer Böses tut - - Thriller / Elena Forbes

ISBN: 9783641031930, 9783442466900 - Verlag: Goldmann Verlag mehr

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Zu quälen ist eine ganz besondere Kunst. Zu töten auch 





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Bavaria sucht Mörder in London
Erfahrungsbericht von Bavaria123 über Wer Böses tut - - Thriller / Elena Forbes
14.11.2009


Produktbewertung des Autors:   

Unterhaltungswert hoch 
Spannung ziemlich spannend 
Wie ergreifend ist die Story? ergreifend 

Pro: der Schreibstil, der Spielort, die Charaktere der Ermittler
Kontra: kleine angesprochene Schwächen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

In der Bücherei meines Vertrauens gibt es einen Tisch, auf dem die neusten Bücher ausliegen. Hier habe ich auch das Buch gefunden, welches ich in den letzten Tagen gelesen habe.

Das Buch
========

Ein Bild vom Cover füge ich an.
Titel: Wer Böses tut
Thriller
Originaltitel: Our Lady of Pain
Übersetzt von Caroline Einhäupl
1. Auflage Juni 2009
erschienen im Goldmann Verlag
ISBN 978 3 442 46690 0
447 Seiten
Preis 8,95 €

Die Autorin
=========


Elena Forbes hat den Großteil ihres Lebens in London verbracht. Nach einem Sprachenstudium in Bristol werkte sie eine Weile als Portfoliomanagerin bei diversen Investmentbanken. Inzwischen ist sie hauptberuflich Schriftstellerin und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Londoner Stadtteil Notting Hill.
Das erste Kapitel ihres Debütromans "Komm stirb mit mir" wurde noch vor Erscheinen des Buches für den "Debut Dagger Award" nominiert wurde. Der Roman ist der Auftakt einer Serie von Thrillern mit Inspector Mark Tartaglia und seiner Kollegin Sam Donovan.


Die Geschichte
===========


An einem verschneiten Morgen im Februar begibt sich die Londoner Kunsthändlerin Rachel Tenison zum Joggen in den Holland Park. Noch beeinträchtigt vom Vorabend mit Alkohol und wenig Schlaf sind ihr die Beine wackelig so dass sie stolpert und am Ende eines eisigen Hügels hinfällt. Auf dem Rücken liegend, genießt sie zunächst das Gefühl der schmelzenden Schneeflocken und die unerwartete Stille des Augenblicks. Aber dann ist da noch ein Krachen von einem Ast dicht hinter ihr, gefolgt von einer Stimme, die leise ihren Namen ruft.

Zwei Tage später wird Rachels Körper nackt, gefroren im Park gefunden. Sie wurde wie ein symbolisches Kunstwerk hergerichtet und in ihrem Mund befindet sich ein Zettel mit einem Vers aus einem Gedicht über eine so schöne wie grausame „Herrin der Pein“.

Bei den Ermittlungen, die Inspector Mark Tartaglia und seine Kollegin Sam Donovan aufnehmen, stellt sich schon bald heraus, dass die tote Frau im Holland Park möglicherweise nicht das erste Opfer des unbekannten Mörders ist.

Eine Kostprobe
============

Seite 7

Es hätte Mitternacht sein können. so dunkel war es, doch es war sieben Uhr früh. Schneeflocken wirbelten wie Motten im orangefarbenen Licht der Straßenlaternen, verwischten die knochigen Konturen der Bäume und fielen auf die dicke Schicht, die bereits den Boden bedeckte. Das Tor zum Holland Park war gerade erst aufgeschlossen worden, und sie blieb gleich dahinter stehen, trat auf der Stelle und dehnte die Beine, während sie sich umschaute und blasse Atemwölkchen in die Luft schickte. Niemand war zu sehen, nur die frischen Spuren des Parkwächters zeugten von Leben. Sie verschwanden in Richtung seines Büros, einem schummrigen Fleck in der Ferne. Mit zusammengekniffenen Augen glaubte sie, seine kleiner werdende Gestalt zu erkennen, doch sicher war sie sich nicht.
Offen und einladend lag der park vor ihr. Auf der einen Seite fielen Spielfelder sanft zur Kensington High Street hin ab. Auf der anderen Seite sah man gerade noch die schwarzen Wipfel der Bäume, die den Waldrand hinter den Mauern von Holland House markierten. Die Landschaft war kaum wieder zu erkennen, alles wirkte weicher, die Formen der Natur verwaschen unter einem gleichmäßigen bläulich weißem Meer, das unter dem dunklen Himmel seltsam leuchtete.


Meine Meinung
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Bei diesem Buch finde ich einmal mehr das Cover sehr gelungen. Durch die wenigen, aber doch gut miteinander harmonierenden Farben wirkt es sehr interessant. Das konnte ich nicht ignorieren und so musste ich lesen, was auf der Buchrückseite stand. „Quälen ist eine ganz besondere Kunst. Töten auch.“ So steht es da in giftgrünen Buchstaben. Darunter befindet sich eine kleine Inhaltsangabe. Da mich auch diese durchaus angesprochen hat, nahm ich das Buch gern mit und begann daheim mit dem Lesen.

Was überaus schnell auffällt, ist der erstaunlich bildliche Schreibstil der Autorin. In London herrscht gerade ein strenger Winter und nach den ersten Seiten habe ich den vielen Schnee und die Kälte fast gespürt. Und dieser Stil zieht sich gelungen durch das ganze Buch. Da gehört sicher auch ein kleines Lob der Übersetzerin, denn ich habe es durchaus schon erlebt, dass sich ein Buch in der Originalsprache sehr schön lesen lässt, die übersetzte Version dann aber doch etwas holprig erscheint. Hier gibt es also schon den ersten dicken Stern von mir.

Etwas das mich auch gleich angesprochen hat, war der Ort, an dem die Detektive in Einsatz treten müssen. London ist eine Stadt, die ich mehrfach besucht habe und die mir immer wieder gut gefällt. Die Autorin bezieht einige Teile der Stadt in ihren Thriller ein. Für mich könnte das gern auch noch ein wenig mehr sein, aber das hätte dann sicher den Rahmen des Buches gesprengt und die Geschichte unnötig in die Länge gezogen. Aber mindestens einen halben Stern kann ich hier gern für die Beschreibung einiger Schauplätze in London vergeben.

Das Ermittlerduo arbeitet in diesem Buch an seinem zweiten Fall. Mark Tartaglia ist derzeit Single, wenn auch seine Schwester versucht, ihn zu verkuppeln. Zum Tatort fährt er mit einer Ducati und macht im Allgemeinen einen sehr sympathischen Eindruck. Er ist kein Überflieger, sondern ein Typ mit Ecken und Kanten. Seine Kollegin Sam Donovan, deren kurze braune Haare meist zu drahtigen Büscheln vom Kopf abstehen, wohnt mit ihrer Schwester zusammen. Auch sie ist Single und eigentlich erwartet man beim Lesen immer mal wieder, dass die beiden privat zueinander finden. Aber vielleicht sind einfach noch mehrere Bücher geplant, oder es ist eben wirklich nur ein gutes berufliches Miteinander.
Während der Aufklärung des Falles kommt noch ein dritter Ermittler dazu. Auch er ist ein interessanter Charakter. Die Autorin beschreibt neben dem Fall auch das Privatleben dieser drei Polizisten immer mal wieder. Gut, das mag nicht jedem gefallen. Ich mag das aber recht gern und somit kann ich gern einen weiteren Stern für die sehr menschliche Schilderung dieser drei Personen geben.

Dann widme ich mich nun der Geschichte an sich. Man ist als Leser sehr schnell im Geschehen, denn schon auf den ersten Seiten muss Rachel Tenison sterben. Und wie die Ermittler, so tappt auch der Leser im Dunkeln beziehungsweise durch den Schnee im Holland Park. Es geht um Schönheit, um nicht ganz gewöhnlichen Sex und um Wirrungen des menschlichen Miteinander. Von Anfang an ist eine Anspannung aufgebaut, die sich durch das Buch zieht. Es gibt nicht unbedingt Höhen und Tiefen beim Spannungsaufbau, aber ein einheitlicher Level zieht sich wirklich durch die Seiten. Auch wenn man schon weit über die Hälfte des Buches gelesen hat, weiß man noch nicht so genau, wer der Mörder sein könnte. Vielleicht hat die Autorin es bis dahin auch noch nicht so recht geplant, denn die Auflösung ist dann doch recht überraschend. Aber nicht unlogisch. Ich kann also auch hier noch einen weiteren Stern vergeben.

So komme ich auf gezählte dreieinhalb Sterne. Das erlaubt mir Ciao aber nicht. So vergebe ich dann eben vier, weil mir das Cover ja auch gefallen hat. Empfehlen kann ich das Buch aber auf jeden Fall.


Vielen Dank für das Lesen, Kommentieren und Bewerten, Bavaria
   


Wer Böses tut - - Thriller / Elena Forbes

Haupteigenschaften

Produktform: Einband - flexibel (Paperback)

Erscheinungsdatum: 2009

Seitenzahl / arabisch: 448

Seitenzahl: 448

ISBN: 3442466903

EAN: 9783442466900

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