Weser-Radweg

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Weser-Radweg

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Liebe Community, nach einer längeren kreativen Pause melde ich mich nun hier mit einem Bericht über den Weser-Radweg zurück! VORGESCHICHTE Meine Partnerin und ich hatten schon seit längerem eine etwas größere Radtour im Kopf.Nur wussten wir nicht welchen Radweg wir erkunden sollten, bei ... Bericht lesen





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Weser-Radweg - Ein toller Trip entlang des Wassers
Erfahrungsbericht von Brainpower85 über Weser-Radweg
11.07.2011


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Viel zu entdecken, gut beschildert, abwechslungsreiches Landschaftsbild, Familientauglich, Flach
Kontra: Wenig Hütten zum Unterstellen, Oftmals weitab der Weser

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Liebe Community,

nach einer längeren kreativen Pause melde ich mich nun hier mit einem Bericht über den
Weser-Radweg zurück!

VORGESCHICHTE

Meine Partnerin und ich hatten schon seit längerem eine etwas größere Radtour im Kopf.Nur wussten wir nicht welchen Radweg wir erkunden sollten, bei der großen Auswahl.Schliesslich einigten wir uns auf den insgesamt 520 Kilometer langen Weser-Radweg.
Der Vorteil lag auf der Hand, der Weg startet sozusagen direkt vor unserer Haustür ;).
Nach gründlicher Vorbereitung kauften wir uns alles notwendige für diese Tour.
Unsere Idee war es jeden Tag 40-60 Kilometer mit dem Rad zurückzulegen und anschließendauf einem der Campingplätze am Wegesrand unser Nachtlager aufzuschlagen.
Unsere Ausrüstung bestand aus folgenden Utensilien, wichtige und eher unwichte Dinge was sich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt herausstellte:

-1 Zelt ( was eigentlich viel zu schwer war )

-2 selbstaufblasende Isomatten

-2 Schlafsäcke

-5 !! Fahrradtaschen und einem Korb vorne auf einem Fahrrad

-Klamotten für 8 Tage

-Diverse Kleinigkeiten ---> Reisespiele die wir nie gespielt haben ;)

Wir hatten 2 eher mittelmäßige Trekking-Räder zur Verfügung, wagten es aber trotzdem.
Es sollte von Höxter bis nach Bremen führen. Hierzu haben wir 7 bzw. 8 Tage eingeplant,
da wir uns keinen Stress machen wollten und es unsere allererste größere Tour war.
Als Radtouren Buch benutzten wir die Karte WESER-RADWEG der beliebten Marke BIKELINE.
Wirklich eine tolle Sache mit detailierten Karten. Das sollte sich noch als große Hilfe
herausstellen.
Nun gehts aber endlich los!
Zur Info:
Nach jeder Etappe haben wir ein kurzes Streckenprofil erstellt, damit man sich den Weg
etwas besser vorstellen kann!!


1. Tag

Höxter - Grohnde ---> ca. 55 Km


Hurra, wir leben noch!!

Nach anfänglichen Packschwierigkeiten verließen wir gegen 9.15 Uhr Höxter in Richtung
Holzminden. Wir waren ganz erstaunt wie schwer das Gepäck sich auf den Rädern anfühlte.
Wirklich heftig. Nach einiger Zeit machten wir unsere Frühstückspause an der Burgruine
Polle. Nach einem leckeren Sandwich und einer Apfelschorle ging es per Seilfähre auf die
rechte Weser-Seite. Es kostete 1€ pro Person.

Nach einer Weile trafen wir ein nettes Ehepaar, welches auch auf dem Weser-Radweg unterwegs war.
Wir tauschten die ersten Erfahrungen aus und erfuhren, dass Sie die Variante gewählt haben, das
Gepäck mit einem Service von einer Etappe zur nächsten bringen zu lassen um dann in einem Hotel
abzusteigen. Wir hingegen wählten die "harte" Tour. Ein Gepäckstück ging schon auf dieser Strecke
fast verloren. Zum Glück war ein anderer Radfahrer sehr aufmerksam und brachte es uns hinterher.Dankeschön dafür.

In Bodenwerder angekommen entdeckten wir das erste "Melkhuijs". Dies sind an der Strecke kleine Hütten (in diesem Fall
im Blockhaus-Design) in denen man gekühlte Lebensmittel kaufen kann. Von Schokoriegeln über Limonade bis hin zu
Kuchen. Das schöne hieran ist, dass man sich ganz in Ruhe umsehen kann und das Geld auf Vertrauens-Basis in einen kleinen
Tresor werfen kann. Die Preise sind auf einem schwarzen Brett hinterlegt. Sehr Radfahrerfreundliche Preise.
Davon sollte es viel mehr am Wegesrand geben.

Nach einer reinen Fahrzeit von ca. 4 Stunden kamen wir etwas erschöpft in Grohnde an. Dort steht auch ein großes AKW.
Der Campingplatz "GROHNDER FÄHRHAUS" sollte unsere erste Bleibe auf der Tour werden. Wir bezahlten insgesamt mit 2 Duschmarken
für 1 Übernachtung 18€.
Als wir uns nach Einkaufmöglichkeiten erkundigten erfuhren wir, dass es erst in Emmerthal ein Geschäft gäbe.
Dies bedeutete insgesamt 12 Kilometer extra zurücklegen. 6 hin und 6 zurück.
Dannach machten wir unseren Faltgrill startklar und ließen den ersten Tag locker ausklingen.
Fast 70 Kilometer reicht wohl für den ersten Tag. Gegen halb 12 ging wir schlafen.


Streckenprofil:

Von Höxter bis nach Holzminden führt der Radweg auf der linken Weserseite entlang. Hier ist die Strecke wirklich super zu
fahren. Auch einige Bäume bieten ausreichend Schatten.
Der eigentliche Radweg führt ab Holzminden auf der rechten Weserseite entlang. Wir haben uns jedoch bis nach Polle
für den Radweg auf der linken Weserseite entschieden, da wir ihn reizvoll finden und mit der Fähre übersetzen wollten.
Ab Polle fuhren wir wieder auf der Hauptroute weiter. Von dort an wurde es etwas bergiger und auch anspruchsvoller zu fahren.
Die Weser hatte man jedoch zu fast jedem Zeitpunkt im Blick.
Bis Grohnde verlief der Weg zeitweise durch ein kleines Wäldchen und durch kleine Orte.

2. Tag

Grohnde - Rinteln (Doktorsee) ----> ca. 46 Km

Gegen halb 10 verließen wir den kleinen Campingplatz in Grohnde.
Die erste Pause fand kurz vor Hameln statt. Ein sehr aussergewöhnliches Frühstück.
Es bestand aus trockenem Baguette, Würstchen und Putenfleisch vom letzten Abend ;).
In Hameln wurde die Digicam ausgepackt und drauflos geknipst.

Dann ging es weiter Richtung Hessisch Oldendorf. Dort war an einem Bauernhof ein kleiner
Stand aufgebaut an dem man frischen Kaffee, Süßigkeiten und gekühlte Getränke kaufen konnte.
Wieder alles auf vertrauensbasis. Ein großer Kaffee für 50 Cent, da kann man nicht meckern!
Einige 100 Meter hinter dem Bauernhof kamen wir in den ersten Schauer unserer Reise. Schnell
drehten wir um und fanden an dem besagten Bauernhof einen kleinen Sonnenschirm, welcher etwas
Schutz vor dem Regen versprach.

Nach dem kurzen Schauer fuhren wir weiter zu unserem Etappenziel nach Rinteln.
Angekommen am Doktorsee taten uns unsere Knie wegen des schweren Gepäcks und der paar etwas
heftigeren Steigungen schon recht weh. Zudem plagte uns ein derber Muskelkater in den Oberschenkeln.
Wir nahmen den ersten Campingplatz am Doktorsee. Es kostete 19€ für eine Übernachtung.
Diesmal war es zum Supermarkt nur insgesamt 6 Kilometer extra. Schon besser.
Bei diesem Campingplatz sind die Sanitäranlagen und das ganze Gelände Top. Es gibt ein Restaurant und
sogar einen großen Badesee mit schwimmenden Inseln. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit Klamotten zu
waschen und auch zu trocknen. Nach dem täglichen Aufbau des Zeltes wurde wieder gegrillt und der Nachmittag
genossen. Wir mussten neue Kraft für den folgenden dritten Tag tanken. Also ging es recht früh schlafen!


Streckenprofil:
Von Grohnde bis nach Hameln gab es zwischendurch leichte Steigungen, welche jedoch zu bewältigen waren.
Der Weg führte durch Hameln durch, direkt an der Weser entlang.
In Fischbeck konnte man sich entscheiden, ob man den Weg über Hessisch Oldendorf wählt oder an der Weser
entlang fährt. Wir wählten den Weg an der Weser, da man hier einige schöne Einblicke bekommt.
Über Großenwieden und Kleinenwieden nähert man sich Rinteln. Bis nach Rinteln entfernte man sich zeitweise
immer mehr von der Weser.
In Rinteln führte der Weg zentrumsnahe vorbei. Ein Abstecher in die Innenstadt ist daher kein Problem.

3. Tag


Rinteln - Porta Westfalica ----> ca. 40 Km

Der 3. Tag begann gegen 8 Uhr. Um dem aufziehenden Regen zu entfliehen beeilten wir uns, das ganze Gepäck
zusammenzupacken. Ursprünglich sollte Bad Oeynhausen unsere Ziel werden, doch es kam mal wieder alles anders ;).
Das Wetter war an diesem Tag total unbeständig. Ein größerer Schauer war also zu jeder Zeit möglich.
Bis Eisbergen verlief alles wie geplant. Zum Glück gibt es dort Lebensmittelgeschäfte und sogar eine Apotheke.
Somit konnten wir uns mit allem eindecken was wir noch brauchten und ein Schmerzgel kaufen.

Nach einer Weile bemerkten wir, dass wir trotz Karte komplett vom Radweg abgekommen waren.
Zum Glück half uns im nächsten Ort ein älteres Ehepaar. Somit wussten wir wenigstens wieder in etwa wo wir waren.
Er beschrieb einen Weg, welcher sich letztendlich als Umweg für uns heraus stellte. Somit fuhren wir über die
Autobahnbrücke der A2. Wir kamen aber immer mehr in Richtung Porta Westfalica Hausberge ab.
Nach langem suchen und ca. 15km Umweg erreichten wir endlich erschöpft Bad Oeynhausen.
Dort merkten wir aber,dass uns der dortige Campingplatz nicht wirklich zusagte.

Also ging es wieder auf den Drahtesel zum nächsten Campingplatz, welcher wieder in Richtung Porta Westfalica liegen sollte.
Wir beschlossen die Weserfähre AMANDA zu nehmen, welche in Rehme ablegt. Natürlich fuhr sie bei unserem Glück nicht an diesem Tag.
Das Wetter war wohl nicht gut genug, somit hatte der Kapitän scheinbar keine Lust sich dorthin zu begeben. Dies teilte uns ein
vorbei eilender Radfahrer mit. Na toll, also wieder komplett zurück und ab zum Campingplatz.
Nach dem Aufbau des Zeltes mussten wir natürlich wieder Kilometer weit zum Einkaufen fahren. Die Möglichkeiten waren zum Teil
recht rar gesäät, besonders über ländliche Strecken. Das Problem war täglich unser ganzes Gepäckt, wir konnten vorher gar nichts mehr
mitschleppen. Die Fahrräder waren KOMPLETT beladen. Somit musste immer dieses nervige Einkaufen nach dem Aufbau erfolgen!
Dies zur Erklärung.

Abschließend fuhren wir an diesem Tag statt der geplanten 40 Kilometer mit Sicherheit knapp 60-65. War wohl nichts mit locker angehen lassen.
Abends taten einem die Oberschenkel weh und man freute sich umso mehr auf sein hartes "Bett" (Isomatte und Schlafsack).
Der gewählte Campingplatz war der "grosse Weserbogen" in PW Costedt. Sehr großer und gepflegter Platz. Top Modern.
Die Sanitäranlagen waren die besten in den 8 Tagen der Tour. Wirklich super sauber und toll beleuchtet.
Die Preise waren mit ca. 18€ pro Nacht insgesamt wirklich gut. Hier blieben wir nämlich sogar 2 Nächte. Dazu später mehr!
Obwohl der Klitschko - Haye Kampf an diesem Abend stattfand war ich zu "platt" ihn mir anzuschauen, und das als grosser Fan des Boxsportes.
Dies sagt ja wohl alles oder!??


Streckenprofil:
Hinter Rinteln musste man kurze Zeit ein Stück Strasse fahren. Ab Eisbergen jedoch änderte es sich wieder. Leider verfuhren wir uns ab
Eisbergen, sodass wir leider nichts über die Hauptroute sagen können. Auf dieser Route gab es wieder 2 Möglichkeiten. Verhältnismäßig flach
durch den Vennebecker Bruch oder die Variante über Vlotho - Uffeln, welche deutlich steiler ist, aber den Blick auf die Weser frei gibt.


4. Tag


Grosser Weserbogen in Porta Westfalica Costedt ---> 0 Km

Dieser Tag war zur Erholung vorgesehen. Nach der Tortur des letzten Tages beschlossen wir die Pause unserem Knie und der Oberschenkel
zu liebe. Wenn wir die Überlastung nicht etwas auskuriert hätten wer weiss wie weit wir dann noch insgesamt gekommen wären!?
So konnte man etwas länger schlafen und den ganzen Tag über relaxen. Am Abend wurde mal nicht gegrillt sondern eine Pizza im
angrenzenden Campingplatz-Restaurant verzehrt. Naja, die Pizza war eher mangelhaft. Dies störte uns jedoch nicht weiter.
Wir waren froh einfach mal gar nichts machen zu müssen an diesem Tag.
Somit endete dieser Tag auch verhältnismäßig unspektakulär gegen halb 12 am Abend.
Der folgende Tag sollte wieder etwas fordernder werden.

5. Tag

PW Costedt - Stolzenau -----> ca. 50 Km


Eigentlich wurde endlich gutes Wetter für diesen Tag prophezeit, aber als wir uns gegen 8 Uhr aus dem Zelt bewegten merkten wir,
dass der komplette Himmel wolkenverhangen war.
Um kurz nach 10 verließen wir den grossen Weserbogen in Richtung PW Hausberge. Zum Glück verlief die komplette Tour bis nach Stolzenau
wie geplant. Diesmal sollte es wohl nicht viele extra-Kilometer geben. Unterwegs entdeckten wir am Wegesrand eine ca. 4000 Jahre alte
Eiche, welche 1986 im Wesergebiet gefunden wurde. Dies teilte uns unser tolles Radtourenbuch mit. Hier wurden wieder Fotos gemacht!
Alt wie ein Baum fühlten wir uns mittlerweile in körperlicher Hinsicht auch schon.

In Stolzenau angekommen wurden wir direkt von einem Mann der Touristen-Information herzlich begrüsst. Er stürmte uns aus einem umgebauten
Bauwagen entgegen. Sofort erhielten wir alle notwendigen Infos über den Ort. Die wichtigste Frage folgte aber noch.
"Wie weit ist es zur nächsten Einkaufsmöglichkeit" fragten wir gleichzeitig. Aufgrund der letzten Tage rechneten wir wieder mit dem schlimmsten.
Wir tippten auf mindestens 10-12 extra Kilometer Hin- und Rückweg zusammen gerechnet.
Zu unserem Erstaunen sagte er, dass alles in einem Umkreis von 1 Kilometer vorhanden sei. Vom Nahkauf, über Penny bishin zum Netto.
Wirklich super, diese Info war für uns Gold wert.

Der Campingplatz war etwas in die jahre gekommen, konnte jedoch mit der tollen Lage punkten.
Direkt an der Weser konnten wir unser Lager aufschlagen. Zusätzliche Pluspunkte gab es für die tollen
Sitzgelegenheiten direkt am Wasser. 2 feste Bänke verbunden mit einem grossen Tisch. Wenn man sonst auf so einer
Tour nur die Möglichkeit hat Abends im Zelt zu sitzen und einem die Knochen weh tun, weiss man sowas umso mehr zu schätzen.
Die Sanitäranlagen hingegen waren recht dürftig, aber noch im Rahmen. Die Türen wurden per Code geöffnet.
Der Preis mit 12€ pro Nacht war hier definitiv angemessen.

Abends wurde der Faltgrill wieder"angeschmißen"und so konnte der Abend entspannt ausklingen.
Trotz des reibungslosen Verlaufes des Tages waren wir gegen 11 Uhr "hundemüde" und legten uns hin.

Streckenprofil:
Von Bad Oeynhausen gab es erneut 2 Möglichkeiten. Zum einen am linken Weserufer direkt an Bad Oeynhausen vorbei oder an einem See
auf der rechten Weserseite Richtung Porta Westfalica. Wir wählten die 2. Möglichkeit, welche zeitweise auf grund der schlechten
Radwege schwierig zu fahren war.
In Porta Westfalica kam man dann wieder auf die Hauptroute, welche am linken Weserufer entlang führte. Hier führte der Weg zielstrebig
nach Minden. Der Weg war abwechslungsreich und teilweise bekam man tolle Ausblicke.
In Minden führte der Weg an der Schachtschleuse vorbei in Richtung Petershagen. Hier begann einer der schönsten Abschnitte, da
der Weg wirklich direkt an der Weser vorbei führte. Man hatte das Gefühl man müsse nur den Arm ausstrecken und sitzt schon mitten
im Wasser.
Hinter Ovenstädt wählten wir die Alternativroute, da wir so eine kleine Abkürzung hatten. So kann man den einen oder anderen Kilometer
einsparen.
In Großenheerse kam man dann wieder auf die Hauptroute zurück. Bis nach Stolzenau war der Weg eher etwas abseites der Weser.


6. Tag
Stolzenau - Drakenburg -----> ca. 40 km


Heute morgen waren wir schon sehr früh auf den Beinen und hielten ein erstes Pläuschen mit dem Nachbarn. Er erzählte
uns von seinen vielen Radtouren und wo er überall schon war. Wirklich ein sehr spannendes Thema.
Gegen halb 11 waren wir dann endlich bereit für die nächste Etappe, doch bevor es losging gönnten wir uns noch einen leckeren Kaffee.
Bis Nienburg verlief die Tour recht gut und das Wetter war stabil.

In Nienburg angekommen mussten wir mitten durch die Fußgängerzone fahren. Das war mit dem ganzen Gepäck nicht gerade angenehm, aber
es gab keine andere Wahl. Augen zu und durch!

Da Drakenburg auf unserer Karte gar nicht so klein aussah, dachten wir das es dort bestimmt eine Einkaufsmöglichkeit geben würde.
Daher fuhren wir zuerst zum Campingplatz. Nach einiger Zeit kam ein netter Mann auf uns zu und zeigte uns unseren Stellplatz. Auch
hier gab es wieder eine Sitzgelegenheit und man war direkt an der Weser.
Auf dem Campingplatz gab es 2 Waschhäuser, wobei das eine wirklich sehr gruselig war, da alles aus Holz bestand. Das andere jedoch war
sehr sauber und freundlicher.
Für eine Nacht zahlten wir nur 9€. Somit der preiswerteste Platz der ganzen Route.
Bei unserm Glück gab es in Drakenburg natürlich keine Einkaufsmöglichkeit und wir durften wieder mal ein paar extra - Kilometer machen.

Am Abend wurde natürlich wieder gegrillt und ein Bierchen getrunken. Da den ganzen Tag die Sonne schien, saßen wir noch bis in die Nacht
draussen und genossen den Blick auf die Weser.


Streckenprofil:
Von Stolzenaus aus ging es im Zick - Zack nach Shinna. Bei Landesbergen wechselt man aufs rechte Weserufer. In Estorf stimmte die Rad-
karte nicht mit dem Weg überein. Anstatt geradeaus musste man links abbiegen. Zum Glück half uns ein anderes Radlerpaar.
Bis nach Nienburg führte der Weg wieder im Zick - Zack weit weg der Weser.
In Nienburg führt der Weg direkt durch die Fußgängerzone. Hinter Nienburg gab es keine Steigungen mehr und man konnte entspannt
Richtung Drakenburg radeln.
Vor Drakenburg fuhren wir durch Felder nach rechts um zum Campingplatz zu gelangen.

7. Tag


Drakenburg - Eitzendorf -----> ca. 40 km


An diesem Morgen waren wir schon gegen halb 10 wieder auf dem Weserradweg unterwegs. In Bücken machten wir an der alten Stiftskirche eine
Frühstückspause.
Nach der Stärkung ging es dann in die Grafschaft Hoya. Hier kauften wir unsere täglichen Lebensmittel ein und fuhren dick gepackt in
Richtung Eitzendorf. Diesmal war noch ein bischen Platz für die Einkäufe und daher nutzten wir dies natürlich aus. Somit mussten wir nicht
wieder extra - Kilometer hinter uns bringen.

In Eitzendorf angekommen hatten wir nun die Wahl zwischen zwei Campingplätzen. Wir entschieden uns für den Platz "Camping am See". Auf den
ersten Blick sah alles etwas vernachlässigt aus. Ein Mann zeigt uns unsern Platz und wir bauten unser Zelt auf.
Das Waschhaus war sehr gepflegt und sauber. Leider war die Zelterwiese nicht gemäht und wir mussten jedesmal durch das hohe Gras stapfen.
Positiv jedoch war der angrenzende See. Es gab mehrere Stege über welche man direkt ins Wasser kommt. Dies nutzten wir natürlich und sprangen
direkt ins Wasser.
Der See war sehr sauber und es gab zum Glück keine lästigen Algen. Auch die Wassertemperatur war genau richtig.
Hier zahlten wir pro Nacht 14€.

Am Abend begann es leider etwas zu regnen und wir hatten zum Glück die Möglichkeit uns auf die überdachte Terrasse zu setzen. Von hier
aus konnten wir zwar den See nicht sehen, aber dafür saßen wir im trocknen. Gegen 11 Uhr legten wir uns ins Zelt und schlummerten ein.

Streckenprofil:
Hinter Drakenburg fuhren wir einige Zeit an einem Schleusenkanal entlang.
Bis nach Hoya führte der Weg wieder abseits der Weser entlang. Auch hier gab es wirklich schöne und gut zu befahrene Abschnitte.
Der Weg führte durch Hoya hindurch und ab dort fuhren wir einen uns empfohlenen Weg Richtung Campingplatz. Unsere gewählte
Route führte leider an einer Strasse entlang, jedoch sparten wir so einige Kilometer.

8. Tag

Eitzendorf - Achim (Bollen) ---> ca. 45 Km

Schon um halb 9 am Morgen verließen wir den Campingplatz in Eitzendorf. Im Tante Emma Laden deckten wir uns
mit Brötchen und Getränken ein. Das Frühstück war also schon mal gesichert. Etwas später bemerkten wir dass die
Butter wirklich zentimeter dick auf die Brötchen gestrichen wurde. Wirklich ziemlich deftig. Geschmeckt hat es trotzdem ;).


Hinter dem Städtchen Verden (Aller) besuchten wir ein weiteres Highlight an der Strecke. Die Storchenstation.
Dort gab es einiges zu entdecken. Wieder einmal wurde die Digicam gezückt. Hier legten wir erneut eine kurze Pause ein.
In Achim angekommen kauften wir ein paar Lebensmittel für den bevorstehenden Abend ein. Wir wurden mittlerweile immer schlauer
bezüglich unseres Einkaufsverhaltens. Ein paar Kilometer weiter in Richtung Bollerholz wollten wir die Weser überqueren.

Unser Radtourenbuch zeigte eine Brücke welche über die Weser führen sollte. Zu unserem Erstaunen gab es aber gar keinen Weg über den
Fluss! Ein hilfsbereiter Radfahrer erklärte uns sofort etwas hierzu. In den 1960er Jahren soll hier eine kleine Personenfähre existiert
haben. Warum eine Brücke in dem Buch eingezeichnet ist, ist uns immer noch ein Rätsel!!

Wir mussten also umplanen und wählten den nächst gelegenen Campingplatz aus. Ansonsten hätten wir noch einmal einen Umweg von ca. 30 km
machen müssen. Nun waren wir schon kurz vor Bremen.
Der Campinplatz lag zwar direkt an der Weser, jedoch machte er nicht unbedingt den besten Eindruck.
Der Platzwart empfing uns freundlich und zeigte uns unsern Platz. Er fügte noch hinzu, dass das Waschhaus nicht das modernste sei.
Nach dem Aufbau warfen wir einen Blick ins Waschhaus und uns traf der Blitz. Das war nicht nur unmodern, sondern unter aller Kanone.
Eine Dusche für den gesamten Platz und kein Fenster weit und breit.
Leider hatten wir keine andere Wahl und mussten uns für eine Nacht damit zufrieden geben.

Am Abend gingen wir im angrezenden Restaurant "Deichkind" essen. Kann man nur weiterempfehlen, tolles Essen zu super Preisen.
Ausklingen ließen wir den Abend am kleinen Sandstrand mit einem Glas Sekt.
Wir freuten uns schon auf Bremen und eine gemütliche Nacht im Hotel.


Streckenprofil:
Von Eitzendorf aus fuhren wir durch die Felder und erst vor Verden bekamen wir die Weser wieder zu Gesicht. Weiter ging es durch
Verden. Ab Verden ging es dann einige Kilometer durch die Natur. Am Ortseingang von Achim sieht man wirklich verdammt tolle
Häuser. Hier steht ein Luxushaus nach dem anderen mit Blick auf die Weser. Dieser Abschnitt ist wirklich sehr interessant.
Bis nach Bollen ging es zeitweise am Deich entlang im Zick - Zack - Kurs.


9. Tag

Bollen - Bremen ----> ca. 25 km bis Innenstadt

Da wir uns auf dem Campingplatz unwohl fühlte, reisten wir bereits gegen halb 8 weiter. Bereits gegen 9 Uhr erreichten wir Bremen
und wollten einfach nur noch ins Hotel und duschen.
Mit unserm ganzen Gepäck kamen wir dann im 4 Sterne Hotel "Courtyard Marriot" an. Die Dame an der Rezeption berichtete und dann,
dass wir erst gegen 15 Uhr unser Zimmer beziehen können. Na super! Das hieß für uns ungeduscht durch Bremen schlendern. Unser Gepäck
konnten wir im Hotel verstauen und die Räder wurden sicher im Innenhof verwahrt.

Nun ging es los in die Stadt. Wir schauten uns alle wichtigen und interessanten Sehenswürdigkeiten an. Einige komische Gestalten
schnorrten uns die ganze Zeit nach Geld an und wir waren schon verdammt sauer.
Bremen ist wirklich eine wundervolle Stadt und jederzeit eine Reise wert. Es gibt eine Menge zu sehen und für jeden ist etwas dabei.
Wir wollten unbedingt das Schnoorviertel sehen, jedoch liefen wir natürlich in die falsche Richtung. Nach langem suchen tauchte es
endlich vor uns auf. Wirklich ein toller und niedlicher Ort. Nette kleine Läden und freundliche Menschen. Genau dies brauchten wir
nach einer so langen Fahrt.

Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg ins Hotel. Vielleicht ist unser Zimmer ja doch früher bezugsbereit. Wir fragten an der
Rezeption nach und sie sagten uns, dass es noch dauern würde. Also ging es wieder nach draussen und wir beobachteten noch ein paar
lustige Menschen.

Um halb 3 konnten wir dann endlich ins Zimmer. Wir freuten uns auf eine erfrischende Dusche und ein gemütliches Bett. ( Ein
Hotelbericht folgt)

Nächsten Tag ging es mit dem Zug zurück nach Hause.


Streckenprofil:
Nur einige Kilometer hinter Bollen kam man schon in die Vororte Bremens. Von dort aus sind es noch gut 15 km bis in die
Innenstadt. An vielbefahrenen Strassen ging es dann auf dem Radweg ins Zentrum. Dieser Abschnitt war wirklich anstrengend zu fahren,
da man immer auch ein Auge auf den Verkehr haben muss.


Fazit

Der Weserradweg ist wirklich zu empfehlen. Es gibt abgesehen vom Weserbergland kaum Steigungen und die Wege sind gut ausgeschildert.
Strasse muss man nur ganz selten und kurze Strecken fahren. Größtenteils befindet man sich auf gut ausgebauten Radwegen.
Leider gibt es auf dem gesamten Radweg zu wenig Unterstellmöglichkeiten. So ist man bei Regen aufgeschmissen und muss Bäume als
Unterstellmöglichkeit nutzen.
Ein weiterer negativer Punkt ist, dass man die Weser einige Zeit lang nicht zu Gesicht bekommt und man mitten im Feld ist.
Insgesamt waren es tolle 9 Tage mit vielen positiven Eindrücken. Natürlich kann man die Strecke auch wesentlich schneller
hinter sich bringen, jedoch hatten wir das Hotel für einen bestimmten Tag gebucht.
Eine tolle Route, spannende Städtchen und jede Menge nette und hilfsbereite Menschen begegneten uns täglich!


   
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05.05.2006
An der ganzen Weser entlang (und Nord-Ostsee)
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Eckdaten: Personen: 2 Martin (bei ciao martin98) und ich Zelt: Minipack - für 2 Personen LxBxH 205cmx140cmx100cm Fahrrad: 1 Treckingrad Alu, 1 Mountenbike Gepäck: 4 Faradtaschen + eine Rolle für Isomatte, Schlafsäcke Dauer: 14 Tage 07.08.-20.08.2006 ... Bericht lesen

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Meine erste große Tour
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Pro: Sehr eben, gut ausgebaut, auch für Ungeübte zu fahren
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...nach Sonnenschein aus, zwischenzeitlich wurde es aber ziemlich düster und wir befürchteten das Schlimmste. Allerdings war es gegen 9 Uhr an der Schleuse in Schlüsselburg noch trocken. Aber: Gegenwind. Weiter ging's den Weserradweg entlang (der seinen Namen sicher nicht daher hat, weil er an de Weser entlang führt, die bekamen wir die ganze Zeit eher selten zu Gesicht) durch Stolzenau und dann ... äh, ja ... Wir hätten doch öfter auf die Karte sehen sollen. Nachdem wir einige Zeit einen bequemen Radweg an einer Landstraße entlanggeradelt waren und uns an den gelben Rapsfeldern ergötzten (es gibt in ganz Deutschland offensichtlich ausschließlich Rapsfelder), fiel uns auf, dass Wellie gar nicht am Weserradweg liegt - jedenfalls nicht direkt ... äh.. Aber Glück im Unglück, die Alternativroute war ganz in der Nähe. Weiter über Liebenau ging... Bericht lesen

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...Neben dem Donau-Radweg dürfte der Weser-Radweg zu den bekanntesten Fernradwegen gehören. Über 455 km geht es von Hann.-Münden bis an die Nordsee ( Cuxhaven ). Die Strecke bietet unterschiedlichste Landschaftsbilder vom Weserbergland bis hin zur norddeutschen Tiefebene. Einen besonderen Reiz bieten die vielen an der Weser liegenden Städte mit ihren oft alten historischen Stadtkernen. Was für Radfahrer aber besonders wichtig ist: Nach meinen Erfahrungen ist kein Fernradweg besser ausgebaut als der Weserradweg. Auch die Beschilderung ist grundsätzlich gut. Allerdings müsste sie häufiger kontrolliert werden, da es immer wieder liebe Mitmenschen gibt, die offensichtlich eine Freude daran haben, durch das Beschädigen der Schilder Radfahrer in die falsche Richtung zu leiten. Es ist deshalb auf jeden Fall ratsam, für solche Fälle... Bericht lesen

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01.01.1970
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...Letzten Sommer bin ich mit ein paar Freuden den Weserradweg abgefahren. Er folgt der Weser von Hann.Münden bis Bremerhaven und ist ca. 500km lang. Wir haben nur 4 Tage gebraucht, weil die Strecke die meiste Zeit sehr eben verläuft. Der Radweg bietet viele wunderschöne Sehenswürdigkeiten, dann muß man sich aber etwas mehr Zeit lassen!! Es lohnt sich. Highlights sind z.B. der Mittelland Kanal, der bei Minden die Weser überquert und die zAhlreichen Burgen und Schlösser, die einem im Weserbergland begleiten. Man ist immer von wunderschöner Natur umgeben und bekommt den Wandel von Mittelgebirge zu Norddeutscher Tiefebene hautnah mit! Die Strecke ist auch reích an radlerfreundlichen Übernachtungsmöglichkeiten, auch Jugendherbergen. Fazit: ES LOHNT SICH!!!!!!!!!!!!!... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970


Weser Radweg

Haupteigenschaften

Sportart: Radsport

Bundesland: Hessen

Land: Deutschland

Kontinent: Europa

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  • Airport Bowling (Bremen)
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  • Stromberg- Schindeldorf (Golf-Club)
    (-) keines (+) Hotel zum Entspannen (*)
  • Elbe-Radweg
    (-) hört teilweise auf, Kopfsteinpflaster, Wildpflaster, Treppen im Fahrradweg (+) perfekt für Fahrradtouren, viele Biergärten für Verpflegung (*)
  • Mosel Radweg
    (-) nicht für Anfänger (+) sehr großes Angebot an Routen (*)
(*) Meinungen von Ciao Mitgliedern