Whippet

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Gesamtbewertung (9): Gesamtbewertung Whippet

 

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schneller Charmeur mit Herz

5  22.03.2008

Pro:
lieb ohne Ende

Kontra:
man nimmt besser zwei

Empfehlenswert: Ja 

objektiv

Über sich:

Mitglied seit:15.01.2000

Erfahrungsberichte:166

Vertrauende:15

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Historie:

Whippets sind die zweitkleinste Windhundart. Kleiner ist nur das Windspiel. 1891 wurde ein Standard festgelegt, der bis heute noch seine Gültigkeit hat. Ihren Ursprung haben sie in England, wo sie als Jaghunde speziell für die Kaninchenjagd gezüchtet worden sind. Warum waren damals die Whippets schon so beliebt? Ganz einfach, es waren schnelle Hunde, die auf Sicht gejagt haben. Sie waren kleiner wie die großen Windhunde, die Greyhounds, die durch Ihre Größe verletzungsanfälliger waren und natürlich auch mehr an Futter brauchten.


Daten:

Whippets haben eine Höhe von rund 50 cm; Hündinnen sind etwas leichter.
Das Gewicht beläuft sich auf ca 15 Kilo bei Rüden. Hündinnen etwas weniger.
Das Fell ist dicht und kurz


Wie kam ich auf einen Whippet?

Ich selbst habe drei Whippets. Ein zweijährigen Rüden, einen 1 Jährigen Rüden, eine 7 Monate alte Hündin. Ja, drei Stück. Wie kam es dazu? Nun, zuvor hatte ich einen Golden Retriever. Dies war ein ausgesprochener Familienhund, der alles hatte, was ich mir wünschte. Ich wollte seinerzeit einen Hund, den ich frei laufen lassen kann, der nicht aggressiv ist und der gut hört - eben einen Familienhund. Nachdem er 12 Jahre alt war machte ich mir Gedanken über einen neuen Hund. Bzw. meine Frau machte mir Gedanken dazu. Sie meinte, unser Merlin wird ja auch nicht mehr ewig leben und sie wolte einen weiteren Hund holen, der von unserem Golden miterzogen wird. Da ich mittlerweile über 40 bin und ich schon gelegentlich in den Genuß kam, unseren über 40 Kg schweren Golden bei Krankheit mehrere Male am Tag die Treppe hoch und runter tragen zu müssen, bzw. ihn auch ins Auto heben zu müssen, dachte ich an etwas kleineres für die Zeit, wenn der "neue" Hund im Alter krank sein könnte und getragen werden müßte. Auch kam mir der Gedanke einen Hund zu holen, der vom Fell etwas besser ist. Beim Golden Retriever könnte ich mir vorstellen, das die Zucht von Staubsagerfirmen gesponsort wird. Jedenfalls fusselte er ohne Ende.
Selbstverständlich sollte es ein braver Familienhund sein. Meine Frau als Tierfanatikerin hatte kein Problem, innerhalb kürzester Zeit den idealen und einzigen Hund zu finden. Den Whippet!!!
Mir sagte die Rasse nichts. Auf Bildern verbogene Schwänze und einen Blick, als hätte man sie geschlagen. Nun, meine Frau ließ sich nicht davon abbringen und besuchte einen Züchter, der gerade Welpen hatte. Kurz und gut, der erste Whippet war ausgesucht.
Die Abholung wäre fast gescheitert, denn kurz vor diesem Termin starb unser geliebtert Golden Retriever. Nach kurzer aber schwerer Krankheit. Alles war in Frage gestellt...

Dennoch hat meine Frau den ersten Whippet geholt. Und wie man oben schon gelesen hat, waren wir begeistert, so das wir mittlerweile drei Stück haben.


Was haben wir denn so erlebt?

nun, auch kann ich sagen, jede Menge. Auch das Whippet nicht gleich Whippet ist. Jeder der drei ist einzigartig, auch wenn sie natürlich Rassespeziefische Gemeinsamkeiten haben. Fangen wir kurz mit den unterschiedlichen Charakterien an.
Peppi unser ältester hatten wir zuerst. Er ist ein Quirliger Kerl, der sehr kompakt ist und als Boss immer das Sagen hat und Selbstbewußt durch die Gegend rast. Seine Lieblingsbeschäftigung ist Vollgas. Am Liebsten spielt er mit einem Kong (Ball mit Schnur). Auch im Auto ist er sehr gerne. Am liebsten auf dem Beifahrersitz sitzend und alles beobachtend. Als Zweiter kam Joey. Er ist schlacksiger im Körperbau und vom Wesen zurückhaltend. Seine Lieblingsbeschäftigung ist ist Schnuffeln und Buddeln in der Erde. Er ist der Wachhund der ganz gerne einmal bellt. Eher ängstlich zu bezeichnend, wenn größere Hunde seinen Weg kreuzen. An das Auto hat er sich mittlerweile gewöhnt. Ein halbes Jahr lang jedoch hat er immer wieder gesabbert und sich auchhin und wieder übergeben. Zu guter letzt kam Gina. Ebenfalls wie Peppi sehr kompakt und hat alles was eine "Frau" ausmacht. Mal zickig, mal frech und immer wieder charmant. Mal rennt sie mit Peppi um die Wette, mal Buddelt sie mit Joey in den Tiefen der Wiese. Soviel zu den Unterschiedlichkeiten. Whippet ist also nicht gleich Whippet.

Dennoch haben die Whippets viele Eigenschaften, die überwiegend positiv sind.


Eigenschaften ihres Wesens:
Whippets sind sehr anhänglich und verschmust. Sie wollen ein Bestandteil der Familie sein und tun alles, um Herrchen bzw. Frauchen zu gefallen. Sie wollen überall dabei sein. Wer glaubt, das ein Hund nichts auf der Couch oder Eßbank zu suchen hat, der irrt und wird sehr schnell von seinem Whippet belehrt. Diese

Bilder von Whippet
  • Whippet Peppi
  • Whippet Gina, Peppi, Joey
  • Whippet müde bin ich geh zur Ruh
  • Whippet Ich geb Gas, Ich will Spaß
Whippet Peppi
anhänglich und verschmust. Wir finden überall ein Plätzchen
Hunde haben, wenn sie etwas erreichen wollen einen charmanten Blick und eine Ausdrucksweise in ihren Gesicherter, das man deren Charme nicht widerstehen kann. Sie geben was Couch und Sitzplätze betrifft nicht eher auf, bis sie es geschafft haben. Sie sind auch in der Lage, sich geräuschlos zu nähern und federleicht, so dass man es fast nicht merkt, auf die Couch zu schweben und dann sich in einer Briefmarkengroßen Ecke zu verkriechen. Haben Sie es akzeptiert, das der Hund auf die Couch darf, dann hat der Hund das schon lange verstanden und zeigt auch, das er als einzelner Hund in der Lage ist, die Couch so in Beschlag zu nehmen, dass kein anderer mehr drauf kann. Wenn es mal gemütlich werden soll, dann versucht Whippet sich am liebsten eine Kule zu machen und sich darin zu verkriechen.
Als Welpen sind die Whippets wie jeder andere Hund auch sehr verpielt und neugierig und auch verbissen. Verbissen in allem was man annagen kann. Vorzugsweise Holz oder auch Kunststoff. Das war bei allen dreien so. Mittleiweile haben sie damit aufgehört, aber anfangs ging es rund. Hier ist also Vorsicht geboten. Mittlerweile konzentrieren die Whippets sich auf Kauknochen. Da ist es egal wie viele Sie geben, es gibt immer einen besseren Knochen. Um den muß man sich auch dann immer balgen. Beliebt sind auch Quietscher. Am besten die, die aus Stoff oder Fell sind. Die kann man wunderbar untersuchen und das Inlet in der Wohnung verteilen. Das ist auch jetzt noch so. Wo die kleinen Kerle gerne helfen sind Kartons zerkleinern. Die bekommen Sie sowieso nicht als Ganzes in einen Container. Geben Sie einen Karton Ihrem Whippet und er macht schöne kleine Schnipsel, die man bequem in der Wohnung aufsagen kann. Bei Gina war allerdings der Staubsauger auch sehr beliebt. Ganz doll war es, den Stecker zu fassen, los zu rennen. Wenn das Kabel dann ganz raus war und sie den Stecker dennoch woanders hin haben wollte, dann hat sie einfach das Kabel durchgebissen.
Aber wie bereits erwähnt, das ganze ist schwerpunktmäßig als Welpe.
Jetzt, wo alle etwas älter sind, da geht es etwas gemütlicher zur Sache. Wenn Sie es auch gemütlich lieben, ist der Whippet auch sehr zu empfehlen. Auch wenn Sie es nicht glauben, es ist so. Der Whippet liebt es, sich meistens Katzenähnlich zu verhalten. Die Hunde liegen ewig lange im Korb oder im Bettchen. Sie sind notorische Langschläfer und sind kaum wach zu bekommen. Wenn man es denn mal gegen die Mittagszeit geschafft hat, sie zum aufstehen zu bewegen, artet dies in einer Zeremonie aus. Jeder einzelne Knochen wird gestreckt, bevor man gemächlich sich mal in den Garten bemüht, um das Morgen (Äh - Mittagsgeschäft) zu erledigen. Wenn dann draußen Sonne ist, dann liegen sie faul in der Sonne und genießen es ohne Ende. Diese Hunde lieben die Sonne. Sollte es allerdings draußen regnen, hat man es etwas schwerer die Hunde hinauszutreiben. Ist es dazu noch kalt, na dann vergessen Sie es. Dann wollen die Whippets gar nicht erst raus. Sie zeigen dann auch wie schnell sie sein können. Lassen Sie also die Tür offen. Weil wir bei der Schnelligkeit sind. Da sind die Kerlchen faszinierend. Dies vor allem in mehrfacher Hinsicht. Als Vorteil empfinde ich es, das ich dieser Hunderasse nicht hinterherrennen muß, falls sie mal abhaut. Es hat eh keinen Sinn. Fahrrad mitnehmen? Falsch. Auch zu langsam. Die sind einfach zu schnell. Da kommt eine faszinierende Eigenschaft dieser Whippets zutage. Nehmen Sie einen Whippet und einen Dackel. Wer ist schneller? Ganz klar, der Whippet. Wieviel schneller? na 1 oder 2 Km/h. Nehmen wir mal einen Retriever. Wer ist schneller? der Whippet. Wieder 1 - 2 Km/h. So können wir das Spielchen weiter treiben. Der Whippet rennt immer vorne weg, aber nur etwas schneller wie der andere. So würde es Ihnen auch beim Rennen oder Radfahren gehen. Der Whippet wird nur ein klein wenig vor Ihnen sein. Allerdings, wenn Sie schneller als 60 Km/h sind, dann besteht doch noch Hoffnung ihn zu bekommen. Wenn Sie also einen Whippet haben und ihn fangen wollen, sollten Sie niemals hinterherrennen. Whippets sind gehorsame Hunde. Von den Windhunden hört diese Rasse am besten. Sollte Ihr whippet mal nicht folgen wollen, so ist es am Besten sich umzudrehen und weg zu gehen, dabei allerdings den Hund rufen. Sie werden feststellen, das der Whippet sehr schnell kommt. Frauchen oder Herrchen sind also deutlch wichtiger als andere Hunde. Mit anderen Hunden kommt der Whippet gut aus. freundlich im Wesen schließt er gerne Bekanntschafft mit anderen. Wahrscheinlich aber nur um seine Schnelligkeit zu demonstrieren. Dies wiederum kann schon zu Problemen führen, wenn andere Hunde Ihren Whippet nicht kriegen. Dann gibt es den einen oder anderen Hund der wütend bellend auch einmal knappst. Ansonsten gibt es keine Probleme, der Whippet ist in keinster Weise aggressiv.
Whippet und Katzen sind ebenfalls ein Thema für sich. Zuhause haben wir vier Katzen. Man spielt und kuschelt zusammen und pflegt sich auch das Fell. Also kein Problem. Fremde Katzen draußen jedoch können in zwei Kategorien eingeteilt werden. Die die sitzen bleiben und die die rennen. Wenn einer unserer Whipptes eine Katze sieht, dann rast er hin. Bleibt die Katze sitzen, dann wird kurz geschnuppert und die Sache ist erledigt. Rennt die Katze, dann zeigt der Whippet deutlich, das er vor der Katze am Baum ist. Egal welche Distanz zwischen Baum - Katze- Hund. Gott sei Dank reicht es den Hunden, den Katzen einen Schreck einzujagen. Es ist ein Spielchen, über das sich unsere Whipptes köstlich amüsieren. Ist die Katze auf dem Baum, dann ist Ruhe. Da stellen sich die kleinen dürren Kerle als Jäger dar. Ebenso bei uns in der Gegend. Wir wohnen ländlich und haben Wald und Wiese vor der Tür. Ist ein Hase oder ein Reh zu sehen. (Zu sehen heißt hier, der Hund sieht was, was ich noch lang nicht sehe) dann schießt er los und hinterher. Bis ich es manchmal merke ist er schon bei seinem "Opfer". Aber wenn sie das "Opfer" eingeholt haben, kommen sie unverzüglich zurück, ohne etwas zu machen. Es geht ihnen nur darum zu zeigen, das sie schneller sind. Rufe ich die Hunde allerdings ab, dann klappt dies auch ohne Probleme. In einem großen weiten Bogen kommen sie dann immer zurück. Wenn Sie allerdings meinen, Sie müßen jeden Tag Dutzende von KM spazieren gehen, dann irren Sie. Es reicht, wenn Sie eine Stunde am Tag mit den Whippets rausgehen. Es kommt auch nicht darauf an, wie schnell Sie laufen. Es gibt nur einen Punkt. Die Whippets müssen laufen. Einmal am Tag eine Stunde, manchmal reicht auch eine halbe Stunde. Dazu brauchen Sie aber eine große Wiese oder Ähnliches. Wenn Sie so etwas nicht haben, dann tun Sie sich und dem Hund keinen Gefallen. Der Hund muß von der Leine. Aber dort, wo "nichts" passieren kann. Also Abseits von Straßen. Leider hört man häufig von verunglückten Whippets. Grund ist meistens die Geschwindigkeit. Der Whippet ist wie gesagt bis zu 60Km/h schnell. Er rast im wahrsten Sinne des Wortes durch die Gegend. Oft schneller als er sehen kann. Hier kommt es oft zu Unfällen mit Autos. Nein, sie werden nicht überfahren, sie rennen gegen fahrende Autos und brechen sich aufgrund des Aufpralls meistens das Genick. Traurig aber wahr. Was Ihnen leider auch immer mal wieder passieren wird, ist das sich die Hunde etwas verletzen. Wenn Sie durch Wald und Wiese rasen, bleiben sie hin und wieder mal ein einem Ast hängen und reißen sich ein Loch ins Fell. Ebenso, wenn ein anderer Hund mal zufasst.
Die Whippets haben zudem ein ausgesprochen dünnes Fell. Die Hunde sehen mager aus, sind aber auch so. Diese Hunde bestehen im wesentlichen aus Muskeln und Sehnen. Da ist kein Gramm Fett dran. Dies würde etwas schützen und auch ein dichteres, dickeres Fell. Auch bei Kälte würde es Ihnen besser gehen. Sie haben vor Kälte keinerlei Schutz und frieren daher sehr schnell, wenn sie nur rumstehen oder an der Leine gehen. Wenn sie jedoch hingegen rennen, dann ist ihnen nicht zu kalt.
Aber das Fell hat auch positive Eigenschaften. Es ist mehr als Pflegeleicht. Da die Hunde gerne durch die Gegend flitzen spritzt auch die Erde um sie herum. Dementsprechend sehen sie auch aus. Und wenn sie nicht rasen, dann gibt es auch noch etwas, was sie für Ihr Leben gern machen. Buddeln. Wie der Hund dann aussieht, brauche ich Ihnen nicht zu schreiben. Dann sehen Whippets, die es in den verschiedensten Farben und Musterungen gibt nur noch erdbraun aus. Allerdings, sind sie genauso schnell wieder sauber. Eine Schüssel mit Wasser und einen Lappen, dann ist der Hund wieder sauber. Ein wahnsinniger Vorteil ist auch der Geruch. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen haben Whipptes keine Talgdrüsen. Sie sind also immer Geruchsneutral.

Nach Ihrem Spaziergang zuhause angekommen, freuen sich die Hunde über ihr Futter. Ob ein Napf für alle oder für jeden einen eigenen, das bleibt Ihnen überlassen. Im Gegensatz zu unserem Golden Retriever oder anderen Hunden, gibt es kein Futterneid. Bei einem Napf gilt das Rotationsprinzip. Schnauze in Napf, weggehen, eine kleine Runde drehen hinten anstellen bis man wieder dran ist. Beim Napf sind die Whippets wie Katzen. Napf vollmachen, irgendwann wird er leer sein. Diese Hunde fressen bis sie satt sind und nicht bis der Napf leer ist. Ein klarer Vorteil: Die Hunde sind nicht fett! Aber wenn Sie der Meinung sind, die Whippets sind beim Fressen vorbildlich, dann täuschen Sie sich doch etwas. Die kleinen Kerle können so traurig schauen, die Ohren anlegen und betteln, weil sie ja schon seit Tagen nichts bekommen haben. Da sind sie wie jeder andere Hund auch. Was meine auch lieben sind Brekkies von Katzen. Zwei Varianten dazu. Ein Napf mit Brekkies steht auf einem Kratzbaum. Dummerweise ist dies gerade für Whipptes kein Problem. Mal eben ein Meter hoch springen und das Geräuschlos. Nur dumm, das die Brekkies im Napf rascheln. Oder zu dem Thema Intelligenz. Brekkievorrat in einem Treteimer. Was machen Whippets? Treten und drauf, Klappe geht hoch, Zugang ist frei. Blöd wenn der Deckel dann beim zufallen klappert. Und blöd für mich, wenn man Tretteil abmacht und Hunde mit Schnauze Deckel hochheben... Auch sonst seien Whippetbesitzer gewarnt. Whipptes wissen genau, was man essen kann. Eine Tafel Schokolade, wie z.B. Kinderriegel können auf dem Tisch problemlos erreicht werden und gegessen werden. Selbstverständlich haben Whippets die Gabe, Essbares und sinnloses Verpackungsmaterial zu unterscheiden.


Menschen. Whippets lieben Menschen. Als Welpe gab es nichts schöneres, als alle Menschen der Welt zu begrüßen. Am besten mit der Übung - ich kann dir auf den Arm springen... Dies bessert sich mit zunehmendem Alter. Man stürmt nur noch auf Leute, die einen animieren. In Cafes oder Gaststätten sind die Kerlchen auch kein Problem. Wenn Sie eine Hundetasche oder eine Decke dabei haben, werden Sie kaum die Hunde bemerken. Andere Hunde und auch das bestellte Essen sind uninteressant. Auch wird hier seltsamer Weise nicht gebettelt. Zu Menschen gehören auch Kinder. Auch die sind kein Problem. Meine Tochter ist 16 Monate alt und manchmal schon etwas heftig im Umgang mit den Hunden. Ihren Keks gibt sie den Hunden nicht. Die Hunde werden beiseite geschoben in Schnauze oder Ohre gezwickt. Umgekehrt nimmt meine Tochter den Hunden den Kauknochen weg, ohne das die Hunde böse werden würden. Im übrigen findet unsere Tochter die Hunde auch ganz toll, weil man sie als "Treppe" benutzen kann, wenn man irgendwo drann will. Und die Hunde halten ganz still...

Ja, was soll ich sagen als Fazit: Als Familienhund ist der Whippet sehr geeignet. Er ist brav, nicht aggressiv und sehr gelehrig. Der Hund ist sehr Pflegeleicht, weil er nicht stinkt, und wenn er von draußen kommt, sehr schnell abwaschbar ist. Ein Whippet ist sehr treu und auch sehr anhänglich. Er ist einerseits faul, weil er die meiste Zeit gemütlich auf der Couch liegt. Beim Gassi gehen, braucht er Auslauf. Halbe Stunde bis Stunde reicht, aber dies muß sein, sonst flitzt er durch die Wohnung. Was dann passiert, können Sie sich denken. Sie werden es kaum glauben, aber in so einem Kopfkissen können bestimmt tausend Liter Federn drin sein!

Beim Futter sind die Hunde genügsam. Sie brauchen eigentlich nicht viel. Von der Menge her eine 400 ML Dose am Tag. Da die Hunde aber dann hin und wieder schrecklich furzen, machen wir das mit dem Futter mittlerweile so, das meine Frau eine Packung Hühnchenbrust (550gr bei Aldi für 3,45 €) am Tag für drei Hunde macht. Dazu kommen vier Esslöffel Nudeln. Als Trockenfutter, falls der Hund doch noch Hunger hat, haben wir als sehr gutes Futter die Firma Platinum gefunden. Als Futterkosten kann man also 2 € pro Tag rechnen.
Haftpflichtversicherung müssen Sie genauso noch dazu rechnen wie Hundesteuer. Da gibt es aber die unterschiedlichsten Beiträge bzw. Gebühren. Was Sie sonst noch brauchen ist günstiges Spielzeug (geht schneller kaputt als SIe kaufen können), und neben Halsband und Leine sollten Sie eine Hundetasche und vielleicht auch eine Hundemantel kaufen. Was Sie definitiv brauchen ist eine Krallenschere. Da der Stoffwechsel sehr hoch ist, wachsen die Krallen sehr schnell. Alle 14 Tage sind die Krallen zu schneiden. Meist nur vorne, denn die Whipptes haben Heckantrieb und entsprechend sind die Krallen bei benötigtem Auslauf kurz.

Wie alt wird der Hund? Ja da erscheinen die verschiedensten Zahlen. 12 Jahre, bis zu 19 Jahren. Meist liest man von rund 15 Jahren. Krankheiten wie Krebs können die Lebensdauer wie bei jeder anderen Rasse natürlich verkürzen. Ansonsten sind die Hunde, was man liest und hört sehr robust, da die Rasse in dem Zuchtstandard unverändert, sprich unmanipuliert ist. Allerdings sollte man nicht unerwähnt lassen, das die Zahl der Unfallopfer recht hoch ist im Vergleich zu anderen Hunden.

Zu guter Letzt kann ich diese Rasse ruhigen Gewissens empfehlen. Die Rasse sieht man nicht so oft, aber seltsamer Weise, tauchen Whippets gerne im Rudel auf, weil "wer einen Whippet hat, hat bald zwei" oder auch mehr.

So, ich glaube mir fällt nix mehr ein. Wenn doch, dann schreib ich es rein. Gleiches gilt, wenn Fragen in Kommentaren gestellt werden.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
hundeliebe02

hundeliebe02

01.04.2008 17:05

Prima Bericht von ganz tollen Hunden !!! Liebe Grüße von Edith und Claus

leuchtturmwaechterin

leuchtturmwaechterin

22.03.2008 13:39

Klasse Bericht und süße Bilder - LG Annika :)

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