Wie sieht für euch ein perfekter Spieleabend aus?

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Wie sieht für euch ein perfekter Spieleabend aus?

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Erfahrungsbericht über "Wie sieht für euch ein perfekter Spieleabend aus?"

veröffentlicht 23.11.2015 | Kopfzeile
Mitglied seit : 30.07.2014
Erfahrungsberichte : 22
Vertrauende : 7
Über sich :
Die letzte Ihrer Art
Ausgezeichnet
Pro Aller guten Dinge sind drei
Kontra Kaum begonnen, schon vorbei
sehr hilfreich

"Komplex!"


»Hör auf, mit deinem Gram zu spielen,
Der, wie ein Geier, dir am Leben frisst;
Die schlechteste Gesellschaft lässt dich fühlen,
Dass du ein Mensch mit Menschen bist.«
Aus Goethes Faust

°

Neulich in der Innenstadt nach einem Vortrag des Strafvollzugsexperten Bernd Maelicke über seinen „Longseller“ Das Knast-Dilemma: Wegsperren oder resozialisieren? fragte mein Freund unsere 20jährige Begleitung (seine Ehrenamtskollegin, meine Kommilitonin), ob sie ein Homo ludens sei. Erwartungsgemäß schaute sie ihn groß an. Er wollte wissen, ob sie gerne in Gesellschaft spiele. Da sie bejahte, fand unser nächstes dreiköpfiges Wiedersehen auf einer Spielemesse statt. Diesen Samstag werden wir sie dann erstmals zum Spieleabend in unserer guten Stube erwarten.

Ob sie etwas Bestimmtes mitbringen soll, fragt sie auf Facebook. Da mein Liebster immer einen auf Antialkoholiker macht, können wir unseren Gästen im Allgemeinen lediglich Wasser anbieten, was kalte Getränke anbetrifft. An Teesorten schöpfen wir zwar aus dem Halbvollen, aber in puncto Alkoholika sieht es eben mau aus (abgesehen von selbstgemachten Likören meiner Mutter, die wir unter Verschluss halten … also die Liköre). Deswegen müssen sich unsere Besucher ihre Bierchen, Soft- und Energy-Drinks (*grusel*) selbst mitbringen. Meine Wenigkeit hat zwar eine Schwäche für Wein jeglicher Couleur, doch wenn ich hierauf jetzt näher eingehe, kommen wir überhaupt nicht mehr zum Spielen.

Unser diesbezüglicher Lieblingsgast ist ein Psychologie-Doktorand Anfang 30 und Brettspielsammler. Seine Wohnung, die ich mehr als einmal betreten durfte, stellt die Spielesammlung jedweder Stadtbibliothek in den Schatten. Folglich muss man ihn nicht lange nötigen, damit er ein uns unbekanntes Produkt mitbringt. Wir besitzen zwar auch etwa ein Dutzend Spiele, aber er eben über ein Gros (i. e. 12 Dutzend). Da mit meinem Freund zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr allzu viel anzufangen ist, was kognitive Fähigkeiten angeht, sieht der gemeine Spieleabend bei uns folgendermaßen aus.

1.) Smalltalk

2.) Vorstellung eines neuen Spiels

3.) Exemplarische Regelerläuterungen

4.) Probespiel (neu)

5.) Abendbrot

6.) Ernstes Spiel (neu)

7.) Smalltalk (reloaded)

8.) Ernstes Spiel (alt)

9.) Gute-Nacht-Spiel (evtl.)

Nachfolgend die einzelnen Abschnitte en detail (sozusagen).
Smalltalk

Der Gast, die Gäste wird/werden an der Wohnungstür hereingebeten, nachdem er/sie ihre Schuhe ausgezogen hat/haben. Sofern die jeweilige Schuhgröße noch unbekannt ist, wird diese auf charmante Weise in Erfahrung gebracht. Daraufhin werden diverse Hausschuhmodelle offeriert. Einem/einer Jeden wird ein Sitzplatz am Wohnzimmertisch zugewiesen. Dieser wird mit Wässerchen und Knabberzeug bestückt. Man tauscht den aktuellen Tratsch aus.
Vorstellung eines neuen Spiels

Entweder der Gast packt ein uns unbekanntes oder wir packen ein ihm neues Spiel aus. Produktdetails werden publik gemacht. Es wird kurz über historische Hintergründe etc. referiert.
Exemplarische Regelerläuterungen

Anhand des ans Tages- oder Halogenlicht beförderten Materials wird das Regelheft (im Idealfall auswendig) rezipiert. Es dürfen Fragen gestellt, Kommentare gegeben werden *hust* (Entschuldigung!).
Probespiel (neu)

Unter der stetigen Anleitung des jeweiligen Spielekenners treten die Anwesenden entweder gegeneinander oder – im Falle eines kooperativen Spiels – gemeinsam gegen das illusionäre Verhängnis an. Der/die Gewinner erringt/erringen einen Scheinsieg, weil es nur ein Probespiel war (es sei denn, einer der Gastgeber gewinnt).
Abendbrot

Schnittchenzeit ohne Wenn und Aber
Ernstes Spiel (neu)

Unter äußerster Konzentration aller Beteiligten treten die Anwesenden entweder gegeneinander oder – im Falle eines kooperativen Spiels – gemeinsam gegen das illusionäre Verhängnis an. Der/die Verlierer/in wird belächelt, weil es um alles ging (es sei denn, einer der Gastgeber verliert).
Smalltalk (2.0)

Man redet über Gott und die Welt, ohne vor den intrinsischen Themen und brennenden Fragen unserer Zeit zu kapitulieren.
Ernstes Spiel (alt)

Es werden beliebig viele Runden eines allseits bekannten und/oder beliebten Gesellschaftsspiels ausgetragen. Hierbei zu gewinnen, ist eine Frage der Ehre; zu verlieren eine Antwort auf ebenjene.
Gute-Nacht-Spiel (evtl.)

Bei Bedarf – und nachdem die Gäste hinauskomplimentiert worden sind – kommt sich das Gastgeberpaar näher (aber wirklich nur, wenn es an diesem Abend mehr Niederlagen als Siege einstecken musste).

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • dieanke veröffentlicht 04.05.2017
    :)
  • Feline81 veröffentlicht 08.04.2017
    Ich mag Spieleabende auch sehr! LG Feline
  • meinemiamaria veröffentlicht 22.02.2016
    Ich spiel´ ja auch so gern ! Sh von mir !
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