Martin mittendrin- Wir sind mitten drin!

5  25.05.2012

Pro:
Glaube,Hoffnung,Heimat

Kontra:
Wenn der Name der Kirche missbraucht wird, wenn im Namen Gottes Kriege geführt werden .

Empfehlenswert: Ja 

AnnaHaeberle

Über sich: Manchmal muss man einfach inne halten, hier hat sch ein 13 jähriger Junge das Leben genommen. das is...

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Kirche und Glaube ist mir wichtig,ich bin evangelisch getauft,und konfirmiert, aber in erster Linie glaube ich an die Ökumene,an die Einheit der Christen. Es kann nicht in Gottes Wille sein, das sich Christen untereinander uneinig sind.

Brauchen wir mehr Kirche?Brauchen wir überhaupt Kiche?

Eine Kirche ist schön,ein Sinnbild von Schönheit und Reinheit.Das was Gläubige aufgebaut haben, als Symbol, als Zeichen ihres Glaubens. Eine Kirche ist wichtig, sie bietet Raum sich in ihr zu treffen, sich miteinander im Glauben auszutauschen, zu stärken, miteinander Gemeinschaft erleben. Aber die Kirche alleine ist nicht wichtig, wichtig sind die Menschen in ihr. "Wo zwei oder drei in meinem Namen sind, da bin ich mitten unter Euch. Was nützt eine schöne leere Kirche,wenn sie nicht mit Leben erfüllt ist? Den Glauben im Herzen zu haben, und in die Welt zu tragen,das ist das wichtigste.

Vom rechten Glauben

Natürlich wasche ich auch Sonntags mal Wäsche, wenn es klemmt, wenn gar nichts mehr im Schrank ist, die Kinder wieder keine Socken in der Schublade haben. Aber warum die dann heimlich in Keller aufhängen?Gott sieht die Wäsche auch im Keller.Das Gebot den Sonntag zu ehren, ist doch ein Geschenk für mich, damit wir auch verschnaufen dürfen. In der Ruhe liegt die Kraft.

Ich möchte kein scheinheiliger verlogener Christ sein, der über den Nachbarn schimpft. Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes, wenn ich über meine Nächsten lästere, jemand wegen seines Aussehens beleidige, beleidige ich auch Gott.

Kirche, Glaube das ist für alle da

Jesus sprach, lasset die Kinder zu mir kommen, den ihrer ist das Himmelreich. Die katholische Kirche bietet das Abendmahl nur für die reinen an, nicht für geschiedene, schuldbeladene, evangelische. Warum? Jesus Christus ist für uns alle gestorben. Ich gehe nicht oft in die Kirche, der Alltag erstickt es oft, da ist noch so viel zum aufräumen, oder man will kochen, raus zum Ausflug, ach irgend etwas ist immer, und ich gehe doch nicht, aber dann läuft das Radio mit dem Sonntagsgottesdienst. Unsere Tochter Johanna wurde erst konfirmiert, am Abend davor war Abendmahl. Wir sind alle vor, auch die Kinder, die 12 jährige Annika ging genauso mit, der Pfarrer sagte, was war ist vorbei, es ist einfach ein Neuanfang so ein Abendmahl. Man gab den Nachbarn ein Zeichen des Friedens.

Und da fragt Ciao brauchen wir Kirche, brauchen wir diese Hoffnung, diese Liebe, dieser gelebte Glaube, dieses Zeichen des Friedens?

Wir wären arm wenn wir es nicht hätten. Wo sollen die Kinder den Glauben lernen, wenn nicht von der Kirche, von den Gläubigen. Ich schäme mich nicht ein Christ zu sein, nein ich bin stolz nachfolgen zu dürfen. Bei Johannas Konfirmation ging es drum die Fürbitten für die Konfirmanden zu halten. Ich habe sie gerne gehalten. Die Teenies unterhielten sich zuvor untereinander , ob das peinlich ist, wenn die eigene Mutter das macht. Johanna fand es cool, süß, sie war nachher stolz drauf. Während das meine Söhne damals nicht wollten, da hatte ich es dann eben den anderen überlassen die Fürbitten zu sprechen. Bei Johanna war es anders, die war nachher gerührt. Eigentlich hatte ich selbst eine Fürbitte geschrieben hatte reingeschrieben, lasst jetzt das Handy stumm, postet es nachher in Facebook das ihr Christen seit. Das fand Johanna dann doch zu modern, also habe ich den Text wieder verworfen. Wir müssen nicht mit aller Gewalt modern sein, Kirche ist ja auch Tradition, Heimat.

Martin mittendrin

Und da sind wir auch schon mittendrin. Unsere Kirche heißt Martinskirche, die Geschichte vom heiligen Martin der sein Mantel mit einem Bettler geteilt hatte, ist ja hingehend bekannt. Unsere Martinskirche sollte renoviert werden, wir starteten die Aktion Martin mittendrin. Der Kirchengemeinderat verteilte 1000 Euro, jeder der mitmachen wollte durfte sich 10 Euro abholen. Jeder durfte sie nach seinen Kräften und Fähigkeiten mehreren. Man konnte es versuchen zu mehren, wie man möchte, man konnte zum Beispiel davon Backzutaten kaufen, un Kuchen backen, derc dann am wöchentlichen Marktstand von Martin mittendrin gewinnbringend verkauft wurde. Oder man kaufte Beeren, machte Marmalade, die wiederrum verkauft wurde. So muss Kirche sein, das jeder gefordert ist, das sich jeder einbringen darf, nicht das nur von oben was diktiert wird. Martin mittendrin wurde ein voller Erfolg, wir bekamn das Geld zusammen, die Kirche zu einem Schmuckstück zu samieren. Jetzt ist hinten im Sääle eine Küche im Wandschrank versteckt, bei Bedarf, wenn zum Kirchenkaffe geladen wird, ist hier Spülmaschine etc. untergebracht. Im Eingangsbereich der Kirche ist jetzt ein modernes behindertengerechtes WC. Die Bänke sind jetzt durch einen Mittelgang geteilt, das hat was, das ist richtig romantisch schön. So konnten die Konfirmanden durch den Mittelgang vorllaufen, so daß sie jeder sehen kann, ebenso ist es bei den Hochzeiten, Taufen, ja selbst bei der Beerdigung, der Sarg muss ja auch rein. Auch da möchte man unter dem Segen Gottes stehen. Ich empfinde unsere Kirche und unseren Glauben als Schutz und Segen.

Vom rechten Verständniss des Glaubens

Zwei unserer Kinder besuchen eine Multikultischule. Die Schule ist wundervoll, dort lernen sie viel, meine Tochter hat eine Menge Kurse, ja selbst reiten, zaubern oder singen am Mikrophon können sie in der Schule. Aber die Christen sind hier in der Minderheit. Es gibt kein Schulanfangsgottesdienst mit dem das Schuljahr beginnt. Es gibt zwar noch einen Adventsabend der Schule aber mehr nicht. Natürlich bekommen die Kinder die Zuckerfest feiern dazu frei. Statt eines Adventsfestes gab es ein Vorstellen der Religionen, die jiidische Mutter hatte Hefezopf mitgebracht wie sie es zum Schabbat essen, mit einem Tuch abgedeckt, wir konnten alle probieren. Ich hatte die christliche Religion vorgestellt, türkische Mütter zeigten Gebetsteppiche und den Koran. Das Miteinander ist wichtig. In dieser Schule hatte mein Tochter ein schreckliches Erlebniss. 3 Kinder waren beste Freunde und in der Mittagspause oft gemeinsam unterwegs. Eigentlich ein Bild totaler Integration, Völkerverbindend. Ein Junge davon ist Moslem, der zweite Jude und meine Kleine evangelisch. Wie es bei Kinder so ist, es gab auch Mal Streit. Aber in Zeiten unserer modernen Technik gibt das gleich andere Dimensionen. Sie hatten alle so Touch Handys. Der jiidische Junge schrieb meiner Tochter : Fick deine Generation!. Meine Tochter ist mit Fremdwörtern nicht so bewandert, und meinte er beleidigte ihre Religion. Sie schrieb ihm erbost zurück:"Aber Du-Du Jude!" und genau diese SMS las seine Mutter, sie eilte zum Rektor, meine Tochter wurde hinzittiert. Ich wollte meine Tochter von der Schule abholen, die andere Mutter kam aufgebracht auf mich zu, wenn meine Tochter diese Antisemitistischen Äüßerungen nicht lasse, gehe sie zur Polizei und erstatte Strafanzeige. Meine Tochter zeigte dem Rektor ihr Handy und die von dem Jungen gespeicherte Mail, es klärte sich alles auf. Die Kinder spielen miteinander, aber wenn die Mutter dazu kommt, gehen sie schnll auseinander. Muss das sein?Die Kinder machen das schon Recht, sie lernen so viel voneinander von ihrn Kulturen, Glauben, meine Kinder wissen bestens über Koran über die Thora und das Judentum Bescheid. Die Kinder lernen in ihren Kirchen, erfahren hier Heimat, Halt, Tradition, das macht sie stark.Unsere Nachbarskinder derren Eltern des Geldes wegen aus der Kirche ausgetreten sind haben sich aus freier Entscheidung taufen und konfirmieren lassen. Lasst den Kindern , lasst uns allen die Kirche, diese Heimat. Schaut mal nach Gruon einem Ort im Trubenübungsplatz Münsingen.Dort steht nur noch die Stephanuskirche und das alte Schulhaus, jedes Jahr an Pfingsten kehren die ehemalige Gruoner zu ihrem Ort zu ihrer Kirche zurück.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
LoewieLoew

LoewieLoew

21.08.2012 11:28

Ich bin ganz ehrlich, ich habe die anderen Berichte zu dem Thema nicht gelesen und werde sie auch nicht lesen, denn das ist nicht meine Welt. Ich fand das aber wirklich toll, wie du dich mit der Fragestellung auseinandergesetzt hast und was du geschrieben hast. Wenn alle Menschen egal welchen Glaubens deine Einstellung des Miteinanders, der Toleranz aber auch der Einstellung zum Glauben, wi eer gelebt werden sollten, dann wäre es auf der Welt viel schöner. Wie man aber an dem Beispiel deiner Tochter in der Schule sieht, mischen sich dann wieder wer ein, den es eigentlich überhaupt nichts angeht und es kommt zu Streit - und woanders wegen eine rsolchen Kleinigkeit, die vollkommen anders gemeint war zum Krieg. Bh für diesen wirklich tollen Bericht zum Thema. LG Loewie

Doridel

Doridel

27.07.2012 23:32

bh

ciao2002

ciao2002

20.06.2012 08:47

Ob Glaube oder nicht, ob Sympathie für die Kirche oder nicht - das ist eine ganz persönliche Entscheidung.

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