Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
kompakt, umfassend und informativ |
| Kontra: |
- |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Hallo Ihr Lieben!
Ich hab ganz liebe Kolleginnen. So ein gutes Arbeitsklima erleichtert einem die Arbeit schon sehr. Gegenseitige Hilfeleistung ist da selbstverständlich. Umso erfreuter war ich, als ich nach Marathonsitzungen am PC von einer Kollegin zum Dank den Marco Polo Reiseführer "WIEN" geschenkt bekam. Ja, ich hab mich riesig gefreut über dieses Geschenk - bald kann ich den Reiseführer sehr gut gebrauchen.
Marco Polo Reiseführer
… gibt es in gut sortierten Buchhandlungen und online. Ich habe also den Marco Polo Reiseführer "WIEN" vor mir liegen. Er ist broschiert, hat 136 Seiten und ist unter der ISBN 3895257230 im Verlag MAIRDUMONT, Ostfildern erschienen. Meine Kollegin hat mir verraten, dass er 8,95 € kostet.
Marco Polo Reiseführer "WIEN"
Auf der Titelseite steht ganz oben in den typisch roten Buchstaben auf gelbem Grund "MARCO POLO", darunter "Wien - Reisen mit Insider Tipps" unter diesem Schriftzug ist das Riesenrad vom Prater abgebildet. In der rechten unteren Ecke steht "Mit Cityatlas" und "www.marcopolo.de".
Dann schlagen wir den Reiseführer auf. Die Umschlagseite kann aufgeklappt werden, darin sind die 15 Insider Tipps mit der Seitenangabe aufgezählt. Auf der ersten Seite finde ich eine Karte von Mitteleuropa - ach da liegt Wien. Außerdem kann ich folgende Info lesen: "Diesen Reiseführer schrieb Walter M. Weiss. Er lebt als freier Autor in Wien und wurde unter anderem durch Publikationen zur österreichischen Kulturgeschichte bekannt."
Auf der nächsten Seite finde ich eine Symbolerklärung, eine Legende sowie die Rubrik "Gut zu wissen", die auf verschiedene Seiten des Reiseführers verweist. Und schon geht es mit dem Inhaltsverzeichnis los:
Die besten Marco Polo Insider-Tipps
Die wichtigsten Marco Polo Highlights
Auftakt - Entdecken Sie Wien
Stichworte - Zwischen Hip-Hop-Generation und Habsburgermythos
Feste, Events & mehr
Sehenswertes - Paläste, Kirchen, Parks und Denkmäler
Museen - Schätze der Vergangenheit
Essen & Trinken - Mahlzeit und Prost auf gut Wienerisch
Einkaufen - Shopping mit Stil
Übernachten - Wie man sich bettet…
Am Abend - Spätprogramm für jeden Geschmack
Stadtspaziergänge - Kaiser, Kirchen, Kaffeehäuser
Ausflüge und Touren - Klöster, Weingärten und weite Wälder
Angesagt!
Praktische Hinweise - Von Anreise bis Zoll
Cityatlas Wien
Impressum
Bloß nicht!
Die besten Marco Polo Insider-Tipps
15 Insider Tipps. Interessant finde ich vor allem, dass jeden Sonntag in allen 18 städtischen Museen freier Eintritt gilt (S. 41). Also das ist mal was für alle, die sich nicht zu den Kulturbanausen und Wissensmuffeln zählen. Die Seite 41 führt mich zum Punkt "Museen - Schätze der Vergangenheit", aber dazu später mehr. Ein Tipp toller als der andere. Ich erfahre außerdem, dass ich per Kanu oder Kutsche durch den Nationalpark Donauauen fahren kann um einen der letzten Urwälder Europas zu erkunden - das klingt gut (S. 99)! Bei den Insider Tipps von Marco Polo findet sicher jeder etwas!
Die wichtigsten Marco Polo Highlights
Auf Seite 4 sind Sehenswürdigkeiten, Orte und Erlebnisse aufgeführt, "…die Sie nicht verpassen sollten…" Dazu gehören Prater, Belvedere, der Stephansdom, die Hofburg, Schloss Schönbrunn und 10 andere Highlights. Ich selbst habe dem Tierpark, der zum Schloss Schönbrunn gehört, besucht. Der recht hohe Eintrittspreis hat sich bezahlt gemacht. Ich bin mir sicher, dass ich genug Zeit für die übrigen Sehenswürdigkeiten haben werde - steht alles auf meiner "to do- Liste".
Auftakt - Entdecken Sie Wien
"In der Haupt- und Residenzstadt vermählen sich glorreiche Vergangenheit und quicklebendige Gegenwart
»Wien ist anders«. Mit diesem Slogan warb Österreichs Bundeshauptstadt im In- und Ausland lange Zeit um Gäste - und hinterließ in den Köpfen mitunter wohl nur ein großes Fragezeichen. Dennoch erweist sich die rätselhafte These bis heute als seltsam zutreffend, in mehrfacher Hinsicht.
Wien ist tatsächlich anders als noch Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre. Damals glich die Stadt einer gealterten Diva, war ein reichlich morbider Ort mit grauen, bröckelnden Fassaden, mürrischen Pensionisten und am Abend totenstillen Straßen. Heute hingegen empfängt die ehemalige Kaiserstadt ihre Gäste herausgeputzt und überaus munter."
Mit diesen Zeilen führt der Autor in den Reiseführer ein. Weiss wechselt zwischen historischen Informationen und gegenwärtiger Entwicklung. Er beschreibt das "alte" und das "neue" Wien. Irgendwie ist das nicht so wichtig für mich - na ja, eine typisch touristische Einstellung eben. Aber das will ich ja ändern.
Stichworte - Zwischen Hip-Hop-Generation und Habsburgermythos
Die Stichworte scheinen zusammenhanglos: Architektur, Donauinsel, Habsburg und Co., Multikulti, Musik und Trinkwasser.
Die Architektur. Weiss schreibt über die 2 Gesichter Wiens: "Da ist einmal das altehrwürdige Zentrum, dessen wohltuend unzeitgemäße Umrisse von gotischen und historischen Türmen, von barocken Kuppeln und einem Meer schindel-gedeckter Häuser aus Biedermeier und Gründerzeit geprägt sind. Zum anderen aber schießt an und jenseits der Donau seit einigen Jahren - im Höchsttempo und gebührlichen Abstand zur Altstadt - die Skyline eines zweiten, ultramodernen Brennpunkts urbanen Lebens in den Himmel. Andromeda- und Millenniumstower, Uno-City und Austria-Center, der Wohnpark Donau-City, das Technologiezentrum Tech Gate sowie ein Rudel weiterer Büro- und Apartementtürme stellen die ungeheure Dynamik der einstigen Kaiserstadt unter Beweis."
Ich war beeindruckt von den altehrwürdigen Bauwerken. Der Stephansdom ist nur das bekannteste Beispiel davon. Ich werde mir noch einige Male einen steifen Nacken holen - die Bauwerke werden im Reiseführer ja noch vorgestellt werden. Aber Weiss will auch auf die häufig missachtetet moderne Architektur aufmerksam machen.
Die Donauinsel. Das neue Gesicht Wiens steht hier im Mittelpunkt - oder eben "Wie kommt eine Stadt, die neben der Donau liegt zu einer Donauinsel?". Weiss beschreibt kurz die Entstehungsgeschichte und die heutige "Verwendung" der Donauinsel.
Auch die übrigen Stichworte enthalten Detailinformationen, die dem normalen Besucher sicher nicht ins Auge fallen würden - in den Augen des Autors scheint das einen Verlust zu bedeuten. Dabei hat er sicher Recht. Es sind alles Punkte, die der Ottonormal-Tourist nicht beachtet.
Feste, Events & mehr
Hier handelt es sich nur um eine Aufzählung auf einer Doppelseite, die ich hier zitiere:
Januar/Februar
1. Januar: Neujahrskonzert mit den Wiener Philharmonikern im Goldenen Saal des Musikvereins, Tel. 50 33 19 41
Anfang Januar bis Ende Februar: Faschings- und Ballsaison. Mehr als 200 festliche Bälle in prunkvollen Sälen
Zweite Januarhälfte: Resonanzen. Festival für alte Musik. Konzerthaus, Kartentel. 24 20 02
März-Mai
Karwoche/Osterwochenende: Oster-Klang. Spitzenmusiker, darunter die Wiener Philharmoniker, spielen Besinnliches und Festliches. Kartentel. 427 17
Mitte April bis Anfang Mai: Frühlingsfestival im Konzerthaus. Klassische Musik beschwingt, Kartentel. 24 20 02
Mai/Juni
Wiener Frühlingsmarathon. Von der Reichsbrücke bis Schloss Schönbrunn laufen Amateure sowie in- und ausländische Leistungssportler. www.vienna-marathon.com
Anfang Mai bis Mitte Juni: Wiener Festwochen. Das Megaereignis: aktuelle Bühnenkunst aus aller Welt, aufgeführt an Dutzenden von Orten. Kartenvorbestellung: Wiener Festwochen, A-1060 Wien, Lehárgasse 11, Tel. 589 22 22, per Kreditkarte: 589 22 11, Fax 589 22 49, www.festwochen.at
Letztes Wochenende im Juni: Donauinselfest - die dreitägige Megaparty mit Musik, Sportshows und Kabarett
Juli-September
Anfang Juli: Jazzfest. Draußen, in Clubs und in der Staatsoper, Kartentel. 712 42 24, www.viennajazz.org
Anfang Juli bis Mitte August: Internationale Tanzwochen Im-Puls. Körperkunst in Perfektion, Kartentel. 523 55 58, www.impulstanz.com
Anfang Juli bis Ende August: Musikfilmfestival vor dem Rathaus. Berühmte Operninszenierungen unter freiem Himmel auf Großleinwand. Freier Eintritt, freie Platzwahl, Essen von Marktbuden
Anfang Juli bis Anfang September: Klangbogen Wien. Wiener Musiksommer: rund 150 Operetten, Opern, Orchester- und Kammermusikkonzerte an den schönsten Spielorten der Stadt, Kartentel. 427 17, www.klangbogen.at
Oktober
Viennale. Aktuelles Filmschaffen aus aller Welt, Tel. 52 65 94 70, www.viennale.at
Ende Oktober: Kunst Wien. Messe für zeitgenössische Kunst im Museum für Angewandte Kunst, Tel. 21 66 52 60
Ende Oktober bis Ende November: Wien modern. Musik des 20. Jhs. in Musikverein und Konzerthaus
November
Zweite Monatshälfte: Wiener Schubertiade im Musikverein, Kartentel. 505 81 90
Dezember
Erste drei Wochen: Mozartfest im Konzerthaus, Kartentel. 24 20 02
31.12.: Der Silvesterpfad durch die gesamte Innenstadt und bis zum Wienwald ist gesäumt von Verkaufsständen, Jahrmarktbuden, Musikbühnen und Tanzzelten. Höhepunkt: das Läuten der Pummerin, der Riesenglocke des Stephansdoms
Diese Aufzählung finde ich etwas "dünn" - ist das alles??? Ich werde es, so uneigennützig wie ich nun mal bin, für Euch herausfinden!
Sehenswertes - Paläste, Kirchen, Parks und Denkmäler
Nach einer kurzen Einführung zählt Weiss nach Kategorien sortiert (Brunnen und Monumente, Friedhöfe und Grüfte, Stadtteile, Kirchen…) einige Sehenswürdigkeiten auf, zu denen jeweils die Lage auf dem Cityatlas angegeben wird (S. 19 bis 39). Zu jeder Sehenswürdigkeit gibt er eine kleine Erklärung - etwa zur Erbauung oder zur Geschichte. So kann man schon mit dem Reiseführer in der Hand einschätzen, ob man einen Besuch wagen will. Außerdem steht unter jeder Sehenswürdigkeit ein Anfahrtstipp (Bus- oder Bahnlinie) und zum Teil auch noch ein Insider Tipp. Gut, es gibt sicher Menschen, die gern Friedhöfe besichtigen - über die Kategorien kann man sich streiten. Die Tipps sind aber übersichtlich strukturiert und die Anfahrtstipps sowie der Cityatlas machen es sehr einfach, auch wirklich an zu kommen.
Museen - Schätze der Vergangenheit
Weiss teilt in der Einführung mit, dass Wien über 100 Museen besitzt - eine ganze Menge. Da ist schon ein Vorteil, wenn man mit einem guten Reiseführer eine Vorauswahl treffen kann. Hier werden nur die Wichtigsten aufgezählt (S. 41 bis 49). Wie bei den übrigen Sehenswürdigkeiten sind zu jedem Museum die Lage, einige Infos und Anfahrstmöglichkeiten vermerkt.
Essen & Trinken - Mahlzeit und Prost auf gut Wienerisch
Das Kapitel könnte für viele Touristen enorm wichtig sein. Analog zu den Sehenswürdigkeiten werden Restaurants vorgestellt (S. 51 bis 59). Hinzu gekommen ist lediglich eine Einordnung in Preiskategorien - so kann man gleich nach seinem Geldbeutel auswählen. Auf Seite 56 lerne ich beim Lesen Wiener Spezialitäten kennen. Ja, als ich noch klein und lieb war, da besuchte ich mit meinen Eltern Wien. Von Hunger geplagt bestellte mein Paps an der Imbissbude für alle ein Paar Wiener - welch Fauspax. Die heißen in Wien nämlich Frankfurter! Mit dem Marco Polo Reiseführer wäre uns das nicht passiert, der Hinweis steht auf dieser Seite.
Im gleichen Stil sind die Informationen zu den Punkten Einkaufen - Shopping mit Stil, Übernachten - Wie man sich bettet… und Am Abend - Spätprogramm für jeden Geschmack zusammengefasst.
Stadtspaziergänge - Kaiser, Kirchen, Kaffeehäuser und Ausflüge und Touren - Klöster, Weingärten und weite Wälder
Im Cityatlas sind 2 verschiedene Routen für "sight-seeing" Touren durch die Innenstadt, zu Fuß oder mit dem Pkw, eingezeichnet. Auf den Seiten 89 bis 93 führt mich Weiss als Touristenführer durch die Stadt. Ab Seite 95 geht es dann in die Natur, raus aus der Innenstadt.
Angesagt!
Diese Seite hätte sich leicht in die Event-Seite integrieren lassen. Hier sind folgende Tipps vertreten: Strandleben am Donaukanal, Club Schikaneder, Friday-Night-Skating, Kletterwand am Flakturm und Open Air im MQ. Vielleicht sind die Tipps nicht unbedingt für den Ottonormal-Tourist, aber gerade die wollte Weiss doch auf Wien jenseits des Tellerrandes aufmerksam machen. Die Abtrennung finde ich fehl am Platze.
Praktische Hinweise - Von Anreise bis Zoll
Hier finde ich alles, was ich in Wien wissen muss. Nun gut, ob es echt alles ist werde ich in Kürze herausfinden und Euch berichten. Von der Touristinfo bis hin zu Banken, Diplomatischen Vertretungen, Infos zum Öffentlichen Nahverkehr und Notärzten bleibt für mich vorerst keine Frage offen. Sogar einen Überblick über das Wetter des ganzen Jahres finde ich hier.
Cityatlas Wien
Die Aufteilung der Karte ist leicht ersichtlich, die Straßen- und Gebäudenamen sind sehr gut lesbar. Die Zeichenerklärung ist umfassend und verständlich. Die Bezirke sind deutlich erkennbar. Die äußere Umschlagseite zeigt als Übersichtskarte, welcher Teil der Stadt wo im Cityatlas zu finden ist, die innere einen Linienplan des Öffentlichen Nahverkehrs.
Bloß nicht!
Beim Durchblättern des Cityatlas komme ich auf der letzten Seite an. Also liebe Touristen bloß nicht … das Trinkgeld vergessen, … mit dem Pkw durch die Innenstadt, …Kaffee bestellen, … mit einem Pauschalangebot zum Heurigen, …leger in die Oper oder … Schwarzfahren. Warum? Ja das solltet Ihr vielleicht mit dem Marco Polo Reiseführer Wien selbst herausfinden.
Mein Fazit
Ich bin durch. Ich habe echt was gelernt und werde den Marco Polo auf jeden Fall einstecken, wenn ich wieder nach Wien fahre. Ich finde, dass der Reiseführer wichtige Infos kompakt zusammenfasst. Er ist gut geschrieben und leicht lesbar. Die Bilder sind alle sehr schön und zeigen Wien von seiner schönsten Seite. Einen Linienplan auf die Schnelle zur Hand zu haben ist Gold wert in so einer großen Stadt. Die Hinweise "bloß nicht" finde ich echt hilfreich - man will ja nicht gleich auffallen.
Jedem, der Wien besuchen will - für kurz oder lang, dem empfehle ich den Reiseführer uneingeschränkt. Auch als Geschenk ist er der Hit - wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Aus den Produktdetails habe ich noch die Rubrik "Einwohner und Kultur" - gut die Infos zu den Wienern an sich sind etwas dünn, das mag daran liegen, dass das ein Punkt ist, der bei Marco Polo generell etwas zurück steht. Ich will mir da aber eh mein eigenes Bild machen. Daher ist das für mich kein Grund zum Abwerten. Tja, gehören auch Bilder und Informationen zu den weniger schönen Seiten Wiens in den Reiseführer? Das ist ein Punkt, der immer fehlt - wer es braucht, wird aber auch ohne Reiseführer "Schandflecken" entdecken.
Vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten
Anna