Wilhelm Tell / Schiller, Friedrich

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Wilhelm Tell - Inhalt und historischer Hintergrund

4 4. Okt 2009

Pro:
Spannungselemente z . B .  Apfelschuss, historische Geschichte

Kontra:
Sprache an manchen Stellen nicht verständlich

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau:

Unterhaltungswert:

Spannung:

Humor:

Aufmachung:

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maddin_1704

Über sich:

Mitglied seit:04.10.2009

Erfahrungsberichte:21

Vertrauende:10

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 44 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Neulich haben wir in der Schule das Reclamheft ,, Wilhelm Tell“ gelesen. Als wir davon gehört haben, dass wir wieder eine Lektüre lesen, waren alle in der Klasse sprachlos und keiner konnte sich darüber freuen, denn diese Lektüren waren normalerweise sehr langweilig. Doch als wir schließlich anfingen zu lesen, veränderte sich die Langweile in Interesse und wir konnten kaum noch das Ende abwarten. Ich bemerkte, dabei das die Jungs die Lektüre viel lieber lasen als die Mädchen. Diese erstaunliche Tatsache fand ich heraus als ich meine Klassenkameraden befragt hatte. Besonders die Szene mit dem Apfelschuss hat uns gefallen. In dieser Szene wird die Selbstlosigkeit und das Selbstbewusstsein von Wilhelm Tell dargestellt. Auch Gessler ist ein interessanter Charakter als der größte Konkurrent von Wilhelm Tell. Leider ist die Sprache an manchen Stellen nicht verständlich für uns aus dem 21.Jahrhundert. In allem finde ich diese Lektüre sehr empfehlenswert, da sie sowohl ziemlich interessant als auch eindrucksvoll ist.

Inhalt
Das Drama ,,Wilhelm Tell", das von Friedrich von Schiller in den Jahren 1803 und 1804 verfasst wurde, handelt von dem Freiheitskampf der Schweizer in den drei Schweizer Völkern Uri, Schwyz und Unterwalden gegen die Tyrannenherrschaft der Landvögte des Kaisers im 14. Jahrhundert.
Zu Beginn wird der Schauplatz am Vierwaldstätter See durch den hastig herbeilaufenden Konrad Baumgarten unterbrochen. Es wird berichtet, dass dieser einen Burgvogt des Kaisers erschlagen hat, weil er sich an seiner Frau vergreifen wollte, deshalb wird er nun von den Gefolgsleuten des Landvogts verfolgt. Wilhelm Tell übernimmt ohne mit der Wimper zu zucken und überaus selbstlos die Rettung und überquert mit Baumgarten den See. Er wird zu Werner Stauffacher gebracht, einem wohlhabenden und angesehenen Mann, der jedoch auch den Vögten Dienst leisten muss und ihnen ausgesetzt ist. Nachdem Baumgarten sich in Sicherheit bringt, beschließt Stauffacher, sich mit Walter Fürst, dem Schwiegervater Tells, und anderen angesehenen Persönlichkeiten zu beraten, um für die Freiheit der Schweizer zu kämpfen. Nachdem eine neue Gräueltat des Vogts bekannt wird, entscheiden sie sich die Sache in die Hand zu nehmen, um der Tyrannei und der Provokation ein Ende zu setzen. Nach kurzer Zeit hat der Entschluss zum Kampf gegen die Tyrannei von Stauffacher und dem Fürsten viele Befürworter und Anhänger gefunden. Es kommt zu einem nächtlichen Zusammentreffen auf dem Rütli, wo Gesandte der drei Schweizer Völker Zukunft besprechen. Sie berufen sich auf ihre Menschenrechte und erkennen den Kaiser als ihren höchsten Herrn an, und beschließen, sich gegen die Gewaltherrschaft der Vögte mit Aufständen aufzulehnen und für ihre Rechte zu kämpfen. Kurz vor der Trennung besiegeln sie ihr Vorhaben mit einem feierlichen Schwur.
Später findet eine Begegnung zwischen Ulrich von Rudenz und dem Landfräulein Berta von Bruneck statt, indem der Edelmann dem Fräulein sein Empfinden für sie und seine Liebe gesteht. Durch den Einfluss von Berta entscheidet der vorher kaisertreue Rudenz, sich dem Freiheitskampf anzuschließen. Kurz darauf erhält er sogar die Gelegenheit, seine Volkstreue unter Beweis zu stellen. Wilhelm Tell zusammen mit seinem Sohn hat es nämlich versäumt, einen in Altdorf auf Geßlers Anordnung auf einer Stange aufgehängten Hut feierlich zu grüßen und ist daraufhin von den Knechten des Vogts gestellt worden. Als der Landvogt von dem Verstoß erfährt, verspricht er dem Übeltäter Gnade, wenn er in der Lage sei, seinem Sohn auf 80 Schritt Entfernung einen Apfel vom Kopf zu schießen. Erfolgreich vollzieht Tell den Schuss, wird jedoch trotzdem von Geßler verhaftet, da dieser Tells Rache fürchtet. Auf dem Weg zum Kerker kann der Meisterschütze jedoch entkommen.
Als der alte Bannerherr Attinghausen im Sterbebett von Tells Gefangennahme und dem Bund des Schweizer Volkes erfährt, ermahnt er die Eidgenossen zur Einigkeit und scheidet dahin. Sein kurz danach eintreffender Neffe Rudenz drängt auf einen raschen Beginn der Erhebung, da der Landvogt nun auch sein angebetetes Landfräulein Berta von Bruneck entführt hat.
Währenddessen lauert Tell dem Landvogt auf, um ihn zu töten, mit der Begründung, dass derjenige, der schon auf das eigene Kind ziele, auch den Feind töten könne. Als Geßler eintrifft und eine ihn anflehende Frau bedroht, trifft ihn Tells Pfeil. Niemand von den Umstehenden verfolgt oder versucht den Schützen zu stellen, auch wird dem Landvogt nicht geholfen, so dass er letztendlich stirbt. Mit riesiger Freude fallen sich die Landleute in die Arme und Jubeln über die neugewonnene Freiheit.
Der Tod gibt den Anstoß zu einer landesweiten Erhebung. Dennoch fürchten sich die Schweizer vor der Rache ihres Kaisers. Jedoch kommt kurz darauf die Nachricht von der Ermordung desselben, durchgeführt von seinem eigenen Neffen Johannes. Dieser hofft, bei Tell Verständnis für die Tat zu finden, wird jedoch zurückgewiesen, da er nicht aus Notwehr, sondern aus Eigennutz gehandelt habe. Dennoch verrät der Schweizer Johannes nicht. Vor Tells Haus versammeln sich die Landleute, um ihn als Befreier der Schweiz zu feiern. Rudenz und Berta geben sich das Jawort, und der Neffe Attinghausens erklärt alle seine Knechte zu freien Bürgern.

Personen
Hermann Geßler, Reichsvogt in Schwyz und Uri.
Werner, Freiherr von Attinghausen, Bannerherr.
Ulrich von Rudenz, sein Neffe.

Werner Stauffacher,
Konrad Hunn,
Itel Reding,
Hans auf der Mauer,
Jörg im Hofe,
Ulrich der Schmied,
Jost von Weiler, Landleute aus Schwyz.

Walther Fürst,
Wilhelm Tell,
Rösselmann, der Pfarrer,
Petermann, der Sigrist,
Kuoni, der Hirte,
Werni, der Jäger,
Ruodi, der Fischer, aus Uri.

Arnold vom Melchtal,
Konrad Baumgarten,
Meier von Sarnen,
Struth von Winkelried,
Klaus von der Flüe,
Burkhardt am Bühel,
Arnold von Sewa, aus Unterwalden.

Pfeifer von Luzern.
Kunz von Gersau.
Jenni, Fischerknabe.
Seppi, Hirtenknabe.
Gertrud, Stauffachers Gattin.
Hedwig, Tells Gattin, Fürsts Tochter.
Berta von Bruneck, eine reiche Erbin.

Armgard,
Mechthild,
Elsbeth,
Hildegard, Bäuerinnen.

Walther,
Wilhelm, Tells Knaben.

Friesshardt,
Leuthold, Söldner.

Rudolf der Harras, Gesslers Stallmeister.
Johannes Parricida, Herzog von Schwaben.
Stüssi, der Flurschütz.
Der Stier von Uri.
Ein Reichsbote.
Fronvogt.
Meister Steinmetz, Gesellen und Handlanger.
Öffentliche Ausrufer.
Barmherzige Brüder.
Geßlerische und Landenbergische Reiter.
Viele Landleute, Männer und Weiber aus den Waldstätten.
Geschichtlicher Hintergrund der Sage
1231 erreichte Uri die Reichsunmittelbarkeit(sie unterstanden nur dem Kaiser)
1240 erreichte auch Schwyz die Reichsunmittelbarkeit
Königswahl von Rudolf von Habsburg. Er wollte die Waldstätte unterwerfen wegen der wichtigen Gotthardstraße. Er setzte Landvögte ein. Nachdem er starb versprachen sich die Waldstätte zu einem Bund, der sie verpflichtete ihre alte Situation wiederherzustellen.
1298 kam König Albrecht von Österreich an die Macht. Er versuchte auch die Waldstätte zu unterwerfen. Er kam nicht dazu, da er von seinem Neffen ermordet wurde (1308). Das war das Signal für die Waldstätten zum Aufstand.

Die Person Wilhelm Tell
Er ist ein typischer Schweizer und von Beruf ist er Jäger, er hat alle Eigenschaften für diesen Beruf und er vertraut immer auf Gott. Wegen seinem Beruf ist er bescheiden und schweigsam, aber umso entschlossener. Er schreitet immer sofort zur Tat und er ist ein Einzelgänger. Beim Apfelschuss muss er sich zwischen den Zielen Gessler und seinem Sohn entscheiden. Er entscheidet sich für seinen Sohn und verspricht Gessler deswegen zu töten.

Die Person Gessler
Es gibt historisch nachgewiesene Personen mit dem Namen Gessler. Ihr Aufstieg ist eng mit jenem der Habsburger verknüpft, die von lokalen Adligen zu Grafen und Herzögen des Heiligen Römischen Reiches aufstiegen und schließlich zur Königwürde gelangten. Als einem Züricher Bürger Strafe wegen Unterschlagung die Augen ausgestochen und die Zunge ausgerissen wurde, galt in den Augen der Untertanen dieser Hermann Gessler als der Schuldige. So wurde aus einem Familiennamen eine Art Gattungsbegriff: Ein Gessler war fortan ein Bösewicht. Als später im 15. Jahrhundert die Gründersage schriftlich fixiert wurde, war für die Chronisten klar, dass die Waldstätte sich gegen einen Geissler zur Wehr gesetzt hatten.

Fakten
Titel : Wilhelm Tell
Autor : Friedrich Schiller
Verlag : Reclam
Seiten : 5 Aufzug + Anmerkungen insgesamt.143Seiten
Preis : 3,10 Euro
ISBN : 3150000122
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
greantea

greantea

30.10.2009 01:07

schöne Historie

NiiiC

NiiiC

12.10.2009 22:23

Sehr guter Erstbericht!! =)

Skybob

Skybob

12.10.2009 19:26

wunderbar präsentiert - klasse und weiter so! GLG Sven

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Buch, gebundene Ausgabe, 126 S., Erschienen: 2006

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