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Langsam kann man sich daran gewöhnen

3  05.02.2012

Pro:
es gibt auch milde Winter, schöne Landschaften im Schnee

Kontra:
schlechte Räum -  und Streupolitik, Kälte, Glätte

Empfehlenswert: Nein 

ellementz

Über sich: Hallo, mein Name ist David. So lautet mein richtiger Name. Natürlich NICHT "ellementz". I...

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Allgemein

Wie gesagt,
heute haben wir Winter. Klar bei bis zu -15°C nachts und das ohne Schnee. Tja, wie kalt wäre es dann erst geworden, wenn gut 5 Zentimeter auf den Boden gefallen wären? Unabhängig davon, ob der Räumdienst das weggeräumt hätte oder nicht. Auf der Schwäbischen Alb konnte man das erkennen.
Gut, der Winter ist nach wie vor meine unbeliebtete Jahreszeit, auch wenn wie gesagt, der bisher mal abgesehen von der Kälte gar nicht so übel "verlaufen" ist. Und lange dauert er ja nicht mehr. Noch so gut 4-6 Wochen. Danach fängt ja eh meine liebste Jahreszeit, der Frühling an. Eine Jahreszeit, auf der man sich im Durchschnitt fast noch mehr verlassen kann. Denn Frühling heißt für die Meisten kühleres, nasseres Wetter. Und bisher waren so gut wie alle Frühjahre, die ich mir eingeprägt habe, kühl und nass gewesen.
Ja, warum kann man sich den auf den Winter verlassen? Tja, wird ein kalter Winter angekündigt, dann kommt ein kalter Winter. Wird ein milder Winter angekündigt? Nun ja ... Dann kommt er halt auch, wenn auch nur alle paar Jahre.

Das Schöne am Winter

NOCH kann man sagen, ein Winter dauert von Anfang Dezember bis Mitte März. Und je länger ich lebe, desto schneller scheint die Zeit vorbei zu gehen. Auch, weil ich durch das Arbeiten mich davon ablenke, dass es langweilig sein könnte. Das gilt sogar für den Winter, bei dem ich das Gefühl habe, dass der im Gegensatz zum Sommer am langsamsten vorbei geht.
Kälte an sich finde ich nicht schlimm, besonders, wenn sie kahlfrostig ist. Aber andererseits gerate ich dann in das Dilemma der günstigen, frischen Lebensmittel. Denn Kahlfrost lässt vieles erfrieren, was dann die Ernte geringer ausfallen lässt und die Lebensmittelpreise entsprechend höher werden lässt. Also sollte es Niederschläge geben. Leider ist es so, dass Schnee fast schon verpflichtend ist. Denn auch die starken Niederschläge bei einem westlich geprägten Winter (sog. "Mildwinter") können auf Dauer zu viel für die Ernte werden. Die Wurzeln sterben ab und vieles wird unbrauchbar. Aber immerhin lässt die Kälte sehr viele Schädlinge sterben.
Und wie gesagt: Es sieht schon faszinierend aus, wenn auf einer freien Wiese oder einem freien Feld bzw. auf den Bäumen darauf weißer, jungfräulicher Pulverschnee zu sehen ist. Das Durchlaufen ist auch nicht so schlimm, besonders wenn er gut 10 Zentimeter oder mehr Tiefe hat, was in unserem Wald doch recht oft nach einer Nordlage vorkommt. Und wenn man feste Wanderschuhe oder Schneestiefel hat, kann man dünne Eisschichten eintreten, damit man es nicht so glatt hat, wenn die einem mitten im Weg stehen oder mal tiefer in den Wald ausweichen, wenn nicht gleich ein Wildschwein oder ein brünftiger Rothirsch oder gar irgend ein Sonntagsjäger auftaucht. Wie gesagt, auf Feld und im Wald darf der Winter noch Winter sein, denn ...

Die schlechten Seiten des Winters

... auf den Straßen gehört er einfach nicht hin. Aber das Wetter hat kein Hirn, sondern ist eine tote Masse. Daher kann man Schneewolken auch nicht beibringen, dass sie ihre Masse NICHT auf die Straße ablassen sollen. Denn nur so lange Schnee jungfräulich bleibt und solange recht weicher Boden drunter ist, so lange ist er ungefährlich. Aber sobald er fest wird und gerade ab der 2 . Februarhälfte aufgrund der immer steileren Sonne die Differenz zwischen der Tiefst- und der Höchsttemperatur zunimmt, wird dieser gefährlich glatt, wenn er nicht geräumt wird. Aber wer macht das schon? Kaum noch jemand in der heutigen "Burn-Out-Zeit". Auch die Versicherungen scheinen sich auf die Seite der "Räum- und Streumuffel" zu schlagen, genau so wie die kaum zu verstehenden Gesetze, wann geräumt und gestreut werden darf bzw. was. Meistens kann man sagen: Ausgerechnet das nützliche Streusalz ist strikt verboten.
Klar kann man nicht alles räumen. Aber man sollte doch wenigstens ein bisschen Zeit dafür mitbringen. Verantwortung hört nicht im Büro oder am Fließband auf.
Vielleicht sind es aber auch die Winterdienste das "schlechte Vorbild". Es wurde versprochen, dass jetzt in Sachen Streuen und Räumen alles anders ist. Ihnen wurde angeblich sogar eine Nachlieferung von Salz und anderen Streumitteln gewährleistet. Aber ich glaube eher nicht daran. Was aber gestimmt hat, ist die Tatsache gewesen, dass es noch eine EINZIGE Runde in Sachen "Streugut-Verkauf" an Privatleute gegeben hat. Allerdings sollte man sehr viel Glück haben, denn alles ist so gut wie ausverkauft. Und Nachschub wird es NIE MEHR geben. Also wie gesagt: Das Versprechen, für ausreichend "Glätteschutz" zu sorgen, ist kaum eingehalten worden.
Verständlich, dass die riesigen Unimogs kaum durch Nebenstraßen kommen. Aber dann hätten sie kleinere Fahrzeuge verwenden können. Aber nein, das wäre zu teuer gekommen. Und wer weiß, ob das Nachfüllen der Streulager sich nicht am Ende als "Kostengrab" entpuppt hätte, so dass beim nächsten Winter wieder alles beim alten ist und sowohl Fußgänger als auch Autofahrer schon ab Mitte Februar auf glatte Straßen einstellen müssen.
Und es stimmt auch, dass der Schnee auf der Straße wieder auf die Gehwege geschoben wird. Gleichzeitig wird es einem Fußgänger verboten, auch nur EINEN Zentimeter auf die Straße zu schieben, damit die Autos bequem durchfahren können.
Ach ja, wisst ihr, wo es den EINZIGEN funktionierenden Räum- und Streudienst gibt? Richtig, auf der Autobahn. Denn 70% des Streusalzes wird dafür verwendet. Den Rest teilen sich die Städte und der Bund bzw. die Länder mit ihren Durchgangsstraßen.

Fazit

Wer den Winter genießen will, soll ihn genießen, ansonsten freue ich mich auf den kalendarischen Frühjahrsanfang, der ja eher bei so einem kalten Winter der "echte" Frühjahrsanfang ist.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Demelza

Demelza

09.02.2012 12:10

so lange es streusalz für privathaushalte zu kaufen gibt, benutze ich es auch - auch wenn hundebesitzer mich dafür am liebsten vermöbeln würden.

pyragoon

pyragoon

05.02.2012 20:53

nee du, ich gewöhn mich da nieeeeeeeeeeeeeeeeeee dran.

metal_maus

metal_maus

05.02.2012 20:17

Nachdem es heute hier den ganzen Tag geschneit hat, hab ich echt die Schnauze voll vom Winter. Ich stimme dir zu und ersehne den Frühling...!

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