Studium zwischen Arbeit und Haushalt?
10.09.2001
Pro:
freie Zeiteinteilung, gute Materialien,kostengünstig
Kontra:
selbständiges Lernen, gute Selbstdisziplin nötig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Gesamteindruck der Schule:
Lehrniveau:
Qualität der Lehrkräfte:
Betreuung durch Lehrstühle:
mehr
 Bankmaus
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:22
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 62 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hi Leute, ich gehöre auch zu den leitgeplagten Studenten an der FernUni. Kennt ihr das, die Ausbildung zu einem bestimmten Beruf ist abgeschlossen und ihr denkt euch in dem Arbeitsalltag, das kann nicht alles sein? Mir ging es so, aber ein Studium an der Präsenzuni kam für mich nicht in Frage. Endlich verdiente ich Geld, konnte mich von den Eltern loseisen und dann sollte das schöne Leben für ein Studium opfer? Nein, da mußte es einen anderen Weg geben. Ich entschloss mich zu einem Studium an der FernUni. Wirtschaftswissenschaften lag für mich als Bankkauffrau sehr nahe. Die Hoffnung, später mehr Geld zu verdienen gab mir die Kraft, den ersten Schritt zu wagen.
Ich meldete mich zum Studium an. Man benötigt eine beglaubigte Zeugniskopie vom Abizeugnis und einen ausgefülltes Formular, was man sich z.B. über das Internet runterladen kann. Ich wendete mich an ein Studienzentrum in meiner Nähe. Dort wurde ich über Vollzeit/Teilzeitstudium gut beraten. Ich belegte der Einfachheit halber erstmal die Kurse Mathe I und Grundzüge der Wirtschaftsinformatik. Hört sich alles sehr trocken an, ist es aber nicht unbedingt. Man meldet sich für die Kurse verbindlich an. Diese Kurse bekommt man dann als Studienbriefe nach Hause geschickt und kann sich die Zeit einteilen, wie es einem am besten passt. Pro Kurseinheit muß man 18,-DM bezahlen. Pro Semester muß man einen Grundgebühr von 180,-DM bezahlen, egal ob man dafür Kurse belegt oder nicht. Für jeden angemeldeten Kurs muß man Einsende- und Selbstkontrollaufgaben bearbeiten. Die bearbeiteten Einsendearbeiten müssen zu bestimmten Terminen nach Hagen geschickt werden. Je nach Kursgröße gibt es 2 bis 8 solcher Arbeiten. Wenn die Hälfte mind. erfolgreich (mind.50% richtig)bearbeitet wurde, ist man zur Prüfung zugelassen. Zur Prüfung muß man sich wieder anmelden. In Deutschland gibt es für das Grundstudium ca. 15 Orte, an denen die Klausur geschrieben werden kann. Diese Orte sind meistens Präsenzunis in großen zentralen Städten, z.B. Berlin, Bonn, etc. Für das Grundstudium muß man 11 Prüfungen bestehen, dann gibt es das Vordiplom.
Im Hauptstudium wird es schon komplizierter. Wenn man die Diplomprüfung I zum/r Diplomkaufmann/frau ablegen möchte, dann muss man 2 Kernfächer, 2 Wahlpflichtfächer und ein Seminar belegen. Nachdem alles erfolgreich bestanden wurde, muß man noch eine Diplomarbeit schreiben, wofür ca. 8 Wochen veranschlag werden. Möchte man das Diplom II ablegen, muß man noch ein Schwerpunktfach und ein Seminar mehr belegen. Dann werden für die Diplomarbeit auch 12 Wochen veranschlagt. So, nun genug zu den Fakten. Wenn ich euer interesse geweckt habe, könnt ich euch ja auch noch unter www.fernuni-hagen.de schlau machen.
Das praktische an dieser Art Studium ist aber meiner Meinung nach die gute Zeiteinteilung. Ich bin an keine starren Unizeiten gebunden, an denen die Vorlesungen stattfinden. Meist liegen die Vorlesungen so doof, daß es schwer ist, zwischendurch sich ein paar Mark zu verdienen. Ich bin voll berufstätig und kann in meiner Freizeit lernen. Meist bin ich in meine Studienbriefe am Wochenende vertieft, aber auch morgens in der Woche, da ich erst ab Mittag arbeite. Wer bis nachmittags z.B. 15 Uhr arbeitet, kann sich eben danach noch hinsetzen. Ich kann meinen Haushalt auch dabei gut managen, denn wenn man 2 Stunden gelernt hat, kann man sich bei Abwaschen oder Kochen erstmal für eine halbe Stunde "entspannen und ausruhen". Ich kann mir auch gut vorstellen, daß man mit Kleinkindern die Situation auch gut meistern kann, da man z.B. zum lernen die Wohnung nicht verlassen muß. Einen Nachteil gibt es natürlich auch an dieser Studienform. Wer einen Ansprechpartner zu Fragen sucht, muß sich an ein Studienzentrum in seiner Nähe wenden oder den Professoren eine Mail schicken. Wenn man aber selbständig arbeiten und lernen kann, kommt aber sicher auch damit klar.
Ich hoffe, euch mit meinem Beitrag eine Entscheidungshilfe gegeben zu haben, falls ihr vielleicht gerade über ein Studium nachdenkt. Tschüß bis zum nächsten Mal sagt euch eure Katja
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
Verwandte Tags für Wirtschaftswissenschaft - FernUni Hagen
|
|
05.10.2001 20:22
an der Fernuni war ich auch mal, allerdings nur, um einen Schein, bei dem an meiner Uni 95% Durchfallquote war, zu machen. Die Lernmaterialien sind da schon eine Klasse für sich, damit hab sogar ich noch meinen Matheschein problemlos gekriegt *g*, aber man muss sich schon selbst gut motivieren können. MfG Gimmick
03.10.2001 02:47
Ich bin seit dieser Woche (genauergesagt seit Montag) auch voll dabei - in meinem ersten Semester! Und ich muss sagen, dass es ganz schön heftig ist. Buchhaltung geht ja noch, aber Mathe -puuuuuuuuh! Zum Glück mach ich erstmal am Samstag den Präsenz-Crash-Kurs.... Gruß, Steffi
16.09.2001 12:55
Viel Erfolg und Durchhaltevermögen, ich habs hoffentlich bald hinter mir. Gruß Kay