BWL aus der Ferne
03.12.2003
Pro:
Man kann nebenher arbeiten
Kontra:
Langes Studium, wenig Kontakt zu anderen Studenten
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Gesamteindruck der Schule:
Lehrniveau:
Qualität der Lehrkräfte:
Betreuung durch Lehrstühle:
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 chilli77
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:86
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Nach dem Abitur wollte ich erstmal Geld verdienen - Ausbildung. Da ich jedoch sehr schnell wusste, dass ich auch noch das viel gelobte Studentenleben auskosten wollte, entschied ich mich neben der Ausbildung ein Fernstudium bei der Fernuni Hagen zu belegen, um mir so ein paar Semester anrechnen zu lassen.
Gesagt, getan. Ich kontaktierte also die Fernuni und bat um Zusendung diversen Infomaterials, was dann auch prompt kam. Ich hatte mich für BWL entschieden, aber so einfach sollte es natürlich nicht sein, denn im Bereich BWL kann man verschiedene Zweige wählen. So ist es z.B. möglich, Diplom I oder II zu schreiben ( was letztlich nur ein Unterschied in der Anzahl der Klausuren ist und II die Möglichkeit eröffnet eine Doktorarbeit anzuhängen, qualitativ sind beide gleich). Spätestens nach dem Grundstudium muss man sich weiter entscheiden, ob man auf den Abschluss Volkswirt oder Kaufmann hinstudiert. Weitere Nebenzweige möchte ich jetzt hier nicht ausführen, da dies den Rahmen sprengen würde. Ich schnappte mir also den Immatrikulationsbogen und legte los. Dank einer sehr guten Infobroschüre der Fernuni ist es dem bis dato unwissenden Studenten möglich, auf einen Blick zu sehen, was alles im Grundstudium belegt werden muss. Ausserdem ist es möglich ein Erstsemesterpaket zu belegen, dass die Fernuni vorab zusammengestellt hat, man muss es jedoch nicht.
Für jeden Kurs ist ein Unkostenbetrag festgelegt, so dass die Kosten je nach Belegung variieren. Man muss jedoch mindestens 90 € pro Semester plus 11 € Studentenbeitrag bezahlen. Auch muss man sich für einen Ort entscheiden, an dem die Abschlussklausur für jedes Semester geschrieben wird. Für mich kam da nur Frankfurt in Frage, wobei Frankfurt auch noch 40 km von mir entfernt ist und dort keine Klausuren des Abschlussstudiums geschrieben werden können.
Dann war ich endlich eingeschrieben und eines Samstags überraschte mich der Postbote mit einem Riesenpaket voller BWL-Lektüren ( BWL II, behinhaltet die rechtlichen Grundlagen eines Betriebes, sowie Investitons- und Finanzierungsrechnung und Mathe, hier vor allem Analysis). Ich merkte dann sehr schnell, dass man eine ganze Menge Selbstdisziplin haben muss um wirklich bei der Sache zu bleiben. Man hat auch die Möglichkeit Lesungen in Frankfurt oder andernorts zu besuchen, um Kontakte zu knüpfen und Unklarheiten zu klären. Kam für mich leider nicht in Frage wegen der grossen Distanz. Man muss pro Semester sogenannte Einsendearbeiten zu Hause bearbeiten und diese zu bestimmten Terminen an die Fernuni schicken. Die Hälfte davon muss erfolgreich sein. Dann ist man für die Abschlussklausur zugelassen und wenn man die dann besteht hat man den begehrten Schein.
Weiter Infos zur Fernuni findet man unter : www.fernuni-hagen.de. Dort stehen auch diverse Kontaktadressen und es ist sogar möglich, dort direkt Info-material bzw. Immatrikulationsbögen anzufordern. So jetzt habe ich aber wirklich genug erzählt, wenn jemand mehr wissen möchte, kann er mich gerne kontaktieren, ich helfe gerne..
Im Grossen und Ganzen ist die Fernuni eine echt tolle Sache, die es gerade Berufstätigen ermöglicht, sich weiter zu bilden... Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Studium im Minimum 9 Jahre dauert und dies für einen Einzelgänger eine verdammt lange Zeit ist. Danke für Lesen und Bewerten, ich veröffentliche auch bei Dooyoo
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29.04.2005 09:48
Mindestens neun Jahre....puh...das muss man erstmal durchhalten, wenn dabei noch kaum Kontakt zu den andren Studenten hat. Ich habe mein Studium (dreieinhalb Jahre) im Rheingau mit all den anderen Kommilitonen sehr genossen ;-))
12.02.2004 12:08
9 Jahre? Meinst du nicht eher Semester??
12.01.2004 11:35
9 Jahre???? Das ist ja der hammer, das wusste ich nicht. Warum dauert das so lange??