Wo ist Fred?
05.12.2006 (28.01.2010)
Pro:
witzig, sehr gute Darsteller, macht sich nicht auf Kosten Behinderter lustig
Kontra:
Nicht jedermanns Geschmack
Empfehlenswert:
Ja
 Bluebirdunfa
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Gebet zum Neuen Jahr:...
Lieber Gott, mach bitte meine Taille schlanker und mein Bankkonto fetter u...
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Die ganze Woche schon bin ich frustriert. Da habe ich bei CIAO einen Goldenen Punkt erreicht und wird dann mal aus CIAO entfernt. Nun ja. Grund genug, um sich wieder etwas psychisch aufbauen zu müssen. Darum bin ich gestern in den Kinofilm "Wo ist Fred?" gegangen um mal wieder richtig ablachen zu können. Gefreut hatte ich mich schon eine ganze weile auf den Film. Denn die Ausschnitte im Fernsehen sahen schon sehr witzig aus. Ich mag eigentlich keine deutschen Filme. Da ist es schon erstaunlich, wenn mich ein solcher ins Kino lockt. Infos zum Film °°°°°°°°°°°°°°°° Deutschland 2006 Komödie Filmlänge: 111 Minuten FSK: ab 12 (Diese Altersempfehlung halte ich wirklich für richtig) Regie: Anno Saul Drehbuch: Jane Ainscough, Bora Dagtekin
Schauspieler °°°°°°°°°°°°°° Til Schweiger als………………………...Fred Jürgen Vogel als………………………..Alex Alexandra Maria Lara als…………… Denise Anja Kling als ……………………………..Mara Christoph Maria Herbst als …………Ronnie Pasquale Aleardi als……………………Benno Held Tanja Wenzel als ………………………Vicky Vanessa Petruo als ………………….Julia Martin Brambach als ……………….Johansen Gode Benedix als……………………..Jakobsen Adele Neuhauser als…...Frau Hildegard Fahri Yardim als……………………..Mehmet David Scheller als …………………Zlatko Eckhard Preuß als ………………..Stefan Michael Hanemann als ………….Karl Grundmann Ramon Julia König als……………………….Linus Jetzt kenne ich neben Bully Herbig noch einen deutschen Schauspieler. Nämlich: Till Schweiger. Wie schon erwähnt, deutsche Filme sind nicht so mein Ding. Aber in letzter Zeit gibt es tatsächlich Filme die mich ins Kino lockten. So z.B. "Schuh des Manitous" und (T)Raumschiff Surprise". Nun hat es "Wo ist Fred?" geschafft. Und das vor allem, wegen der wirklich grandiosen Darsteller. Til Schweiger, Jürgen Vogel und Christoph Maria Herbst spielen sich in dem Film so gekonnt die Bälle zu, das das zuschauen einfach Spaß macht. Und zwar riesigen Spaß. Schon alleine das Minenspiel von Til Schweiger ist einfach köstlich. Seine Darstellung, als man ihn die Nadel in seine Fußnerven sticht. Also das muss man einfach gesehen haben. Sein Partner Jürgen Vogel spielt mit einer Spielfreude, die einfach super ist. Total lebendig, lebhaft und mit viel Witz und Begeisterung. Hier wird von niemanden eine Rolle einfach nur heruntergespielt. Und so kann auch Christoph Maria Herbst, als Rollstuhlfahrer Ronnie, mehr als überzeugen. Dabei spielt er die Rolle eines Behinderten nicht auf Kosten der Behinderten. Das ist angenehm und macht den Film auch sehr sympathisch. Sehr witzig fand ich den Jungen der in dem Film, den angehenden Stiefsohn Linus spielt. So ein Talent muss man erst einmal finden. Witzig, überzeugend und einfach widerlich. Wer diesen Jungen sieht, verspürt keinen Wunsch mehr nach eigenen Kindern.
Handlung °°°°°°°°°°° Bauarbeiter Fred ist in die Tochter seines Chefs verliebt. Seine Geliebte Mara macht ihn während eines Basketballspiels von Alba Berlin mit ihrem Sohn Linus bekannt. Dieser ist ein wahres Ekel von einem Kind. Kompliziert wird es, als Linus sich einen Basketball von Alba Berlin wünscht. Mara möchte nun, das Fred ihr als Liebesbeweis, einen handsignierten Alba Ball für ihren Sprössling besorgt. Diese signierten Bälle werden aber nur in die neue Behindertentribüne geworfen. Um an so einen handsignierten Ball zu kommen, setzt Fred sich nun in den Rollstuhl und lässt sich von Kumpel Alex beim Alba Spiel auf die Behindertentribüne schieben. Er kommt dadurch auch an den Heißbegehrten Ball. Aber damit fangen die Probleme erst richtig an. Denn die Reporterin Denise hat Fred als neuen Star ihres Imagefilmes über Alba Berlin entdeckt. Mit ihm als Haupthelden möchte sie über die Behindertenfreundlichkeit von Alba Berlin in ihrem Film berichten. Nun kann Fred keinen Rückzieher mehr machen. Denn er kann sich ja schlecht als Nichtbehinderter outen. Außerdem muss er sowieso noch eine Woche auf den handsignierten Basketball warten. Denn so lange dauert es, die Formalitäten und Echtheitszertifikate auszustellen. Aber der Rollstuhlfahrer Ronnie hat schon längst durchschaut, dass Fred ein Hochstapler ist. Und so stellt er eine Bedingung an Fred: Dieser soll Ronnie auch in dem Imagefilm unterbringen. Denn Ronnie ist ein wahrer und wirklich großer Alba Berlin Fan. Und so muss Fred nun 1 Woche lang, als Stummer Rollstuhlfahrer ausharren um an den Ball zu gelangen. In dieser Woche spürt er am eigenen Leibe, die Schwierigkeiten als Behinderter Ob er mit diesem Ball am Ende seine große Liebe Mara bekommt oder es sich doch anders überlegt, müsst ihr selber erforschen. Alles möchte ich hier nicht verraten. Effekte und Sound °°°°°°°°°°°°°°°°°° Der Sound ist ok. Nicht übertrieben. Einen Ohrwurm, wie in "7 Zwerge - der Wald ist nicht genug" bietet der Film allerdings nicht. Effekte gibt es eigentlich kaum. Dafür jede Menge guter Slapstick Einlagen. Hervorzuheben ist Til Schweigers Fahrt im Rollstuhl die Treppe hinunter. Einfach cool und gekonnt. Dabei aber auch nicht übertrieben. Insgesamt ein gut gemachter Film.
Meine Meinung °°°°°°°°°°°°°°°°° Ich wollte einen Film sehen der mich unterhält und mich wieder einmal herzhaft auflachen lässt. Das hat dieser Film wirklich geschafft. Und ich brauchte mir keine allzu großen Überlegungen machen, ob der Film politisch korrekt ist oder nicht. Behindertenfeindlich war er auf keine Fälle. Der Film fängt rasant an. Einfach Klasse zu sehen, wie man sich beim Autofahren auch noch umziehen kann. Til Schweiger kann es jedenfalls. Sicher nicht zur Freude unserer Verkehrskontrollen. Schnell werden dem Zuschauer alle Hauptfiguren vorgestellt. Anfänglich lebt der Film von den wirklich urkomischen Slapstickeinlagen. Diese werden so gut gespielt, dass man nicht gelangweilt wird oder gähnen muss, weil man das alles schon einmal so gesehen hat. Allerdings gibt es kaum ein AHA Effekt. Zuviel der Slapstick Szenen wurden schon in der Werbung zu dem Film gezeigt. Wer also jede Werbung zu diesem Film im Fernsehen gesehen hat, kennt eigentlich schon alle komischen Szenen. Das ist etwas schade. Ich finde das der Film auch sehr gut zeigt, wie aus einem Bauarbeiter, dem Behindertenprobleme langweilen, ein Mann mit Verständnis für die speziellen Probleme der Behinderten wird. Schonungslos wird auch aufgezeigt, dass die angeblich, guten Samariter nicht immer nur aus Barmherzigkeit handeln. Sicher ist das der Grund, warum der Film teilweise eine recht schlechte Kritik bekommen hat. Das Thema ist schwierig. Und wer will schon erfahren dass die Erbauer der Behindertentribüne, eigentlich nur ihr gutes Image im Auge haben, anstatt wirklich Behindertenfreundlich zu sein. Das ist Nestbeschmutzung und das will man in Deutschland vielleicht nicht sehen. Schön deswegen die Szene, in der der Chef der Imageberatung, sein wahres Gesicht vor den Behinderten zeigt. Ich empfinde es auch als angenehm in diesem Film zu sehen, dass man für so einen Imagefilm nur die "positiv" wirkenden Behinderten zeigen will. So ist das Leben wirklich. Und so höre ich von Menschen die zu Castings für Quizsendungen eingeladen wurden; das die Auswahl der Kandidaten mehr optisch erfolgt, als nach deren tatsächlichen Leistungen. Das ist die Realität und die zeigt der Film sehr schön wie ich finde. Nicht kitschig, sondern wahrheitsgemäß. Das ist eine gute Abwechslung zu der ansonsten sehr lustigen Handlung. Auch die Szenen im Behindertenheim zeigen, das in unserem System nicht alles Gold ist, was glänzt. Und wer möchte schon intim von einer lüstern, grinsenden Pflegerin gewaschen werden? Oder gar nachts im Bett angeschnallt werden. Ich finde nicht dass der Film sich über Behinderte lustig macht, sondern eher über unseren Umgang mit diesem sensiblen Thema. Und so ist es eigentlich nur Til Schweiger der in diesem Film gehörig eins auf die Mütze bekommt. Angenehm auch zu sehen, das Behinderte nicht als Heilige dargestellt werden, sondern als normale Menschen mit Fehlern und Wünschen, die auch einmal einen Spaß machen können. Darum gefällt mir die Szene in dem Behindertenheim, in der Ronnie, dem Fred eine Falle stellt, um zu beweisen das Fred nur ein Simulant ist. Leider schwächelt der Film etwas im letzten Viertel. Hier wird die Handlung langsamer und teilweise etwas zu kitschig. Die Szene im Stadion am Ende war doch etwas zu albern und vorhersehbar. Ich finde das hätte man vielleicht etwas anders gestalten können. Ich finde auch dass man die wirklich Behinderten im Film hätte mehr zu Wort kommen lassen können. Das hätte die Flaute am Ende vielleicht etwas aufgefangen. Dafür wird hier auch der Zuschauer Spaß haben, welcher sich gerne "Die Supernanny" anschaut. Den Sprössling Linus ist sicher ein Fall für Katharina Saalfrank von RTL. Und so bringt der Film am Ende noch eine wichtige Botschaft rüber. Liebe muss man nicht beweisen! Und ein verzogener Sprössling kann verhindern dass man den Mann fürs Leben findet. Kurzes Fazit °°°°°°°°°°°°° Ein Film mit ernstem Thema, viel Witz, und viel Romantik. Das ist sicher nicht jedermanns Sache. Zum unterhalten und abschalten taugt der Film auf alle Fälle. Und weil mir das Spiel der Darsteller wirklich Spaß beim zuschauen gemacht habe, vergebe ich hier die Höchstnote. Wer allerdings mehr auf Abenteuer und Action steht, als auf witzige Beziehungskomödien, ist in diesem Film sicher falsch aufgehoben.
VIELEN DANK für Euer Lesen, Kommentieren und Bewerten. °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° BERLIN, 04.12.2006 Es grüßt alle Leser: Bluebirdunfa Copyright by Bluebirdunfa
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06.02.2010 18:36
Ich mag den Film. Schöner Bericht, BH. LG! Andrea
31.01.2010 22:10
Auch wenn es nicht gerade meine Welt ist - ich konnte herzlich lachen!
29.01.2010 15:59
Beim Lesen habe ich erstmal gestutzt, bis ich sah, dass dieses ein überarbeiteter Bericht ist, *gg* War mir doch auch so, dass der Film und auch "der Schuh des Manitu" etwas älter ist ;o) Also, Til Schweiger lockt mich ja nun gar nicht ins Kino, aber C.M.Herbst mag ich sehr gern. Also werde ich wohl mal abwarten, ob der Film ins TV kommt. BH und LG!