Jeep Wrangler YJ Renegade (ab 1992)

Erfahrungsbericht über

Jeep Wrangler YJ Renegade (ab 1992)

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Jeep WRANGLER - endlich ein Auto, was zu mir passt

5  29.12.2009 (06.01.2010)

Pro:
Auto für Individualisten und Menschen mit Spass am Leben

Kontra:
Benzinverbrauch, Platzmangel, Fahrkomfort

Empfehlenswert: Ja 

coolerkay

Über sich: Fairness und Ehrlichkeit sind hier höchstes Gebot. Wer mir sein Vertrauen entgegenbringt, der darf a...

Mitglied seit:23.12.2009

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

nach langer suche bin ich voriges jahr fündig geworden und habe mich für einen jeep wrangler jy (1987-1995) 4.0 bj 1992 mit 178 PS (kanadisches Modell - und nicht mit der Amerikanischen Motorisierung vergleichbar) ca 90.000 Meilen (145000 km), schwarz und alles Orginal. ganz wenig Rost, preis 4500€,

da ich vorher einen Clio gefahren bin konnte ich mich auf eine krasse Umstellung vorbereiten. es is halt ein krasses gegenstück zum clio. starrachsen, blattfedern hinten, die andere sitzposition, fahrtechnisch eben eine ganz andere welt. mehr als 100 km/h machen keinen spass mehr. der geradeauslauf ist, um es mal so zu sagen, mässig. komfort, aber wer braucht schon komfort, ich wollte ein Auto haben was Charakter hat, wo man keine rücksicht auf Schlaglöcher nehmen muss, was zuverlässig seine Arbeit tut und wo das Autofahren noch Autofahren ist.

Ein wrangler, is ein gutes auto mit mächtigen spasspotential. er will aber gepflegt sein. nichts, was man selber nicht machen kann, im gegenteil, der wagen hat mehr von nem traktor als von nem rennwagen, demzufolge ist er technisch recht einfach. Mein Schlosser, der auch beim Kauf dabei war meinte, dass es ein LEGOAUTO ist. alles austauschbar, jede Schraube, jedes Kleinteil. Und alles mit wenigen Handgriffen.
arbeiten am fahrwerk kann man wunderbar selber machen. wenn man sich reinarbeitet, ist auch der ein und ausbau von motor, getriebe und achsen nich so schlimm wie es klingt. (ist ja auch nicht jeden tag nötig)

aber wenn einen mal dieser "virus jeep" packt, lässt er einen nicht mehr los. höherlegen, sperren und bessere VTG´s einbauen, winden, bodylift etc etc, das kommt dann alles von ganz alleine. muss man aber nicht. denn dann gehen halt auch die finanziellen fragen los. aber da hält er sich im vergleich zu vielen anderen ganz gut. man denkt amerikanisches Modell, wo kommen die ersatzteile her. keine Angst, sogar in Deutschland ist dafür gesorgt. wenn man im internet kurz recharchiert oder auch seine Werkstatt des vertrauens darauf anspricht ist schnell eine Lösung gefunden. und auch die Preise dafür sind sehr human. Bremsklötzer um die 2x40€ Ölfilter 7€ Auspufftopf nicht über 100€. also total normal und nichts überteuert. die wichtigen teile bekommt man relativ günstig. aber selbermachen können schadet nicht.

MOTORISIERUNG:
der kleine langt schon zum cruisen und für die stadt, aber wenn man mehr spass haben will, sollte es schon der grosse sein. Auch die Haltbarkeit hat bei meinen recherchen ergeben, dass m,an sich lieber für den 4.0 entscheiden sollte. ich will nicht mehr tauschen. das klingt zwar im ersten Moment viel ist aber ausreichend. und die 1500kg wollen auch bewegt werden.
im offroadbereich is man dann sehr froh, wenn man reserven hat. also langer rede kurzer sinn: ein guter wrangler macht spass und freude. es is eine eigene lebensart mit charakter, die einem neue freunde bringen kann. ich fahre mittlerweile so gerne damit, dass ich sogar den Passat meiner frau stehenlasse. denn im regelfalle ist er durchaus voll alltagstauglich.
bei einfachen cruisen fahre ich mit ca 1000 U/min. das ist echt wenig. und hochschalten spätestens bei 2000. sogar ein leuchtender Pfeil Sympolisiert das ökonomische Hochschalten. muss man aber nicht.

FINANZIELL
bei meinem Anschaffungspreis von 4500€ war es echt ein schnäppchen. mann sollte eher mit 5500-6000€ rechnen.
bei den Spritkosten muss man zugeben, dass es kein Sparsamer ist. ich fahre auf Arbeit und zurück je 10km. und die eine strecke nur bergauf. ich komme nicht wesentlich unter 15L aber auch nicht weit über 16L.
ein kleines PLUS. man kann E85 zutanken. das ist BIO-Etahnol 85% mit 15%SUPER. das hilft enorm. in Foren erfahren uns selbst ausprobier fahre ich nun schon seit anfang an 50% super und 50%E85. (nur bis 4000u/min sonst verbrennungen an den Ventilen) rein preislich (E85 kostet bei mir 86ct) komme ich dem dieselpreis sehr nahe. und wenn man das runterrechent zum 100%super spart man rein finanziell 3L -> also fährt man mit gut 12L SUPER theoretisch. im winter sollte man aber das genisch etwas SUPER-lastig tanken, weil er bei den nidrigen temperaturen schlechter anspringt, (bei -15C dreht er schon 5-7 mal durch bis er anspringt - bei 70-30% 3-4 mal).
Steuern bezahlt man mit 4.0 genau 270€, da musste ich lachen. ist eben ein benziner mit D3 (allerdings nachgerüstetem Kaltlaufregeler - ist ganz wichtig, sonst kommt man auf D2 und zahlt über 600€)
Versicherung bezahle ich dieses Jahr Haftpflicht nur knapp 300€ mit 45%

SCHWACHSTELLEN:
ein freund von mir ist absoluter Spezialist, was amerikanische Autos betrifft. laut seinen Aussagen ist die einzigste schwachstelle die Lager incl. Differentiale. also zu deutsch alles was sich beim Fahren radlastig bewegt. aber das kann man beim kauf leicht prüfen. die Lager am Rad, Dichtheit der Kardanwelle, Spiel in der Lenkung.
Elektrik ist im Jeep ganz einfach gehalten und deswegen auch unanfällig. im Innenraum fünktioniert noch alles, selbst alle lampen und Anzeigegeräte funktionieren (Temperatur Öl, Zeit, Öldruck, Batteriestärke).

FAHRVERHALTEN:
das Auto liegt wie ein brett, trotz deinel hohen schwerpunktes. im grenzbereich allerdings sollte man ihn nicht treiben. im sommer hat er Heckantrieb und im winter allrad, was man im gelände sogar noch untersetzten könnte aber sonst nicht braucht. ich fahr allwetterreiffen und kann mich bis jetzt noch nicht beklagen. im Winter fahr ich eh den sicheren allrad, weil der Heckantrieb ist echt im winter eine gefahrenquelle. wer heckantrieb schon gefahren ist, kann das mir bestätigen.
schlaglöcher werden logischerweise direkt an den fahrer weitergegeben, aber das ist eben so. die blattfedern dämpen nur stärkere schläge. es ist eben ein Militärfahrzeug.
auch der Wendekreis ist der Wahnsinn. noch ie habe ich auf so engem Raum wenden können. im vergleich zum Clio ist er um einiges besser und wendiger

ROST:
da gibt es nicht viel zu sagen. wer das glück hat und ein kanadisches Modell erwischt (2-am Anfag der Fahrgestellnummer) brauch sich deswegen keinen kopf zerbrechen. die Karosserie wurde verzinkt. die amerikanische variante nicht. also ich habe nur eine kleine roststelle an der verbindungsnaht zwischen Kotflügel und Türverkleidung. Im innenraum sollte man prüfen ob es reinregnent (bei sorttop oft der Fall) fußmatten hochheben und drunterschauen. dort sind übrigens Konststoffbolten zum Ablafen des Wassers vorgesehen. das Auto könnte man theoretisch mit Wasser auskerchern. Die Sitze sind mit Kunststoff ausgekleidet, die Fußmatten mit klettverschluss leicht entnehmbar.

FAHRGEFÜHL:
der direkte kontakt und der etwas ungedämpfte Motor müssen wohl gewollt sein. trotzdem kann man cruisen und stressfrei durch die stadt kommen.

PLATZ:
der eigentliche Viersitzer ist nur ein 2-sitzer. wer auf der Rückbank platz findet, will nicht lange draufsitzen. es ähnelt einer springveranstaltung. also nur im Notfall. deshalb raus damit (demontage dauert nicht lange) und mehr platz im Kofferreaum.

BEDIENUNG:
das Licht ist unter dem Lenkrad und es gibt auch kein Signal wenn man es Vergisst. der scheibenwischer ist instinktiv bediernbar und hat auch stufenlosen Intervall. Super. die instrumente liegen Übersichtlich. Drahzahl links geschwindigkeit rechts. die KM/H gehen aber etwas unter. Der Fahrersitz ist nicht klappbar. das Einsteigen muss man üben, ist am anfang gewöhnungsbedürftig. Die Spiegel außen sind nicht aussagekräftig, weil sie direkt dem wind und der vibrierenden karosse ausgesetzt sind. die scheinbar kleinen Scheibenwischer sind völlig ausreichend. mehr brauch mann nicht.

FAZIT: ich bereue den Kauf auf keinen Fall. ich liebe das Auto und würde sofort das gleiche tun.
ein kompromissloses Auto mit charakter. nicht für Angebenr sondern individualisten. wer mit dem gedanke spielt und die ausgaben kennt, soll den wrangler echt in die engere Wahl nehmen.

ich hofef ich konnte euch bei eurern recherchen weiterhelfen und bedanke mich für die vielen positiven bewertungen
Ihre Bewertung dieses Fahrberichtes

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
kayrothe

kayrothe

02.01.2010 16:21

sehr großer und umfangreicher bericht. sehr viele hinweise und infos.

Texterbude

Texterbude

02.01.2010 16:19

Groß- Kleinschreibung am besten im Word überprüfen, Autzo in der Überschrift Absicht? sonst sehr gelungen, dafür sh

duffbeer_de

duffbeer_de

30.12.2009 23:07

Sehr schöner Bericht.....über ein sehr schönes Auto. Lg Andreas

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Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 648 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (3%):
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