XIGMATEK Dark Knight-S1283

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XIGMATEK Dark Knight-S1283

Prozessorkühler - Kompatibel mit: Socket AM2, Socket 940, Socket 939, Socket 775, Socket 754 mehr

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Wir schreiben den Mai 2009: Eigentlich ein für den Mai unnatürlich verregneter Monat mit kühlen Temperaturen. Nur nicht in meinem Wohnzimmer, denn da steht mein PC mit einer CPU, die man gut und gerne als Zusatzheizung betrachten kann. Ganze 58 Grad zeigt der Temperaturfühler im BIOS für meinen ... Bericht lesen





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Der dunkle Ritter gehört auf Diät gesetzt!
Erfahrungsbericht von Wile.E.Coyote über XIGMATEK Dark Knight-S1283
19.07.2009


Produktbewertung des Autors:   

Verarbeitung mittelmäßig 

Pro: hält kühl
Kontra: nicht mit jedem Mainboard kompatibel, Preis, Lautstärke

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Wir schreiben den Mai 2009: Eigentlich ein für den Mai unnatürlich verregneter Monat mit kühlen Temperaturen. Nur nicht in meinem Wohnzimmer, denn da steht mein PC mit einer CPU, die man gut und gerne als Zusatzheizung betrachten kann. Ganze 58 Grad zeigt der Temperaturfühler im BIOS für meinen AMD Phenom 9950 an. Gerade noch so im Toleranzbereich laut AMD. Aber nicht in meinem Toleranzbereich, deswegen musste ein neuer Kühler her. Aber welcher? Nach reiflichen hin und her und einer dreistündigen Session bei eBay blieben noch zwei Kandidaten, den EKL Alpenföhn und den Xigmatek „Dark Knight“ (zu deutsch dunkler Ritter). Es sollte ein Kühler mit hohem Luftdurchsatz sein, der den CPU schön kühl hält und dabei möglichst leise ist. Strikt nach Murphys Gesetz habe ich die Niete gezogen… nämlich den dunklen Ritter für 39,90 € (erstanden bei Caseking.de).


- Design -
Trotz stundenlangen Stöberns waren am Schluss nicht die guten Daten für den Kauf ausschlaggebend, sondern das Design. Und das obwohl der CPU Kühler doch im Alltagsbetrieb gar nicht zu sehen ist. Da war mein Verstand wohl abgeschaltet. Man, man, eine Entscheidung wie bei den Frauen beim Schuhkauf ;-) Jedenfalls sieht der dunkle Ritter mit seinem gänzlich schwarz vernickelten Aluminiumlamellen und Kupferheatpipes schon recht rasant aus, das hat mir einfach gefallen.


- Funktionalität und Kühlungsprinzip -
Aber ihr müsst ja nicht den gleichen Fehler machen wie ich, deswegen gehen wir husch, husch zum Thema Funktionalität über. Gedacht ist die Sache beim dunklen Ritter folgendermaßen:
Die heiße Luft des CPU wird mittels vier 8 mm dicken Heatpipes so ähnlich wie bei Ofenrohren direkt zu den Lamellen des Kühlkörpers transportiert und dort von einem 120 mm Lüfter weggeblasen. Leider wird der Vorteil der gut leitenden Kupferheatpipes von Ximatek nur teilweise genutzt. Es ist eigentlich total bescheuert diesen Vorteil zu relativieren, in dem man das ganze der Optik wegen mit schwarzem Nickel überzieht. In meinem Falle wird die heiße Luft über die Speicher hinweg zu einer Gehäusebelüftung transportiert, die die ungewünschte heiße Luft dann nach draußen saugt. Und das macht der 120 mm Lüfter auch ganz passabel mit einem überdurchschnittlich großen Luftdurchsatz von bis zu 150 Kubikmeter bei 2200 U/min. Der Lüfter kann beim dunklen Ritter dabei leider nur an einer Seite des Kühlkörpers angebracht werden, was die Flexibilität doch sehr beeinträchtigt. Wer vor hat, sich diesen Kühler zu kaufen, sollte aufpassen, dass der Lüfter überhaupt sinnvoll für die Belüftung im ganzen System einsetzbar ist… und dann ist da noch ein großes Problem…


- Installation (oder eben nicht) -
… der Einbau. An sich eine leichte Geschichte. Die Nasenklammern werden im AM2 bzw. AM2+ Mainboard einfach auf den Prozessor gehängt. Vorher wird der Prozessor mit Wärmeleitpaste versorgt und der Lüfter in Position gebracht. Angeschlossen wird der Lüfter über einen 4-Pin Molex. Spricht der Lüfter ist PWM-fähig. Soll heißen, man kann die Umdrehungszahl je nach Temperatur über das Mainboard regeln lassen. Soweit die graue Theorie. Die noch viel, viel grauere und gemeinere Praxis sieht da ganz anders aus. Auf mein Asus M3A78 Pro Mainboard passt dieser Kühler nämlich überhaupt nicht! Und das obwohl ich vorher extra noch die Kompatibilitätslisten durchgegangen bin. Mit einem Wort fühle ich mich nun ein wenig verkackeiert. Das Problem sind die Kühlrippen meiner RAM Speicherbänke. Der dicke Bierbauch meines Kühlkörpers schafft es nämlich nicht seine breiten Hüften (die Lamellen) über diese zu wuchten. Fail! Aber richtig! Mit sowas müssen die Konstrukteure von Xigmatek doch rechnen. Das Ende vom Lied war bei mir dann, dass sich meine Frau Mutter über einen neuen CPU Kühler freuen konnte, der für ihren PC ganz klar eigentlich überdimensioniert ist. Auf ihren PC mit den No-Name Speichern ohne besondere Kühlung gab es im Einbau keine Probleme. Ein Fehlkauf! Aber aus Fehlern soll man ja klug werden, hoffe dieses Sprichwort greift irgendwann bei mir auch mal.


- Einsatz im PC -
Im Betrieb verrichtet der Kühler mit Abstrichen seine Arbeit sehr gut. Wird auf der caseking.de Seite mit 23 dBA (also kaum hörbar) geworben, spricht Ximatek von 30 dbA (durchaus hörbar) bei Volllast des Prozessors. Letzteres entspricht dann auch der Wahrheit. Der Kühler brummt in dem sonst leisten PC munter im mittelhohen Bereich vor sich hin, jedoch nur wenn er tatsächlich gefordert wird. Da der PC meiner Frau Mutter eh nur zum Surfen im Internet verwendet wird, ist der Geräuschpegel überschaubar. Ansonsten wird der Intel Dual-Core Prozessor von vorher annähend 45 Grad auf 35 Grad herunter gekühlt. Das ist von der Leistung her in Ordnung. Ausfälle sind bisher nicht zu verzeichnen.

Das obligatorische Datenblatt:
  • Maße: 120x159x50 mm ohne Lüfter (vorher abmessen! WICHTIG!)
  • Gewicht: ca. 660 g
  • Material: vernickeltes Aluminium (Lamellen), Kupfer (Heatpipes)
  • Lüfter: 120x120x25 mm; Geräuschpegel bis 30 db(A) und 2200 U/Min; Luftdurchlass: 150 m³/h; beleuchtet mit weißer LED
  • Anschluss: 4-pin Molex; PWM
  • Komptabilität: Sockel 775, 1366, 754, 939. 940, AM2 (mit Vorsicht zu genießen)


- Es bleibt zu sagen -
* pro:
Der dunkle Ritter ist zum kühlen da und das klappt auch ganz gut, rein von diesen Eigenschaften ist der Kühler überzeugend. Das Design ist sehr augengefällig, durchaus ein Hingucker für Freunde der transparenten Acryl-Seitenwand im Gehäuse. Der Einbau an sich ist sehr einfach, wenn man mal von mangelnder Komptabilität zu einigen Mainboards absieht.

* contra:
Der Einbau auf meinem AM2+ Mainboard von ASUS war trotz angeblicher Komptabilität nicht möglich, ein schwaches Bild für den Hersteller. Auch ist der Kühler mit 30 db(A) bei Volllast zu laut. Wer seinen CPU also mit rechenaufwendigen Spielen oder Overclocking fordert, wird mit diesem Kühler nicht glücklich werden. Was mir auch von Anfang an etwas sauer aufstößt sind, dass die auf dem CPU aufliegenden Heatpipes vernickelt sind, dass ist rein technisch gesehen ein ziemlicher Blödsinn. Dazu kommt noch dass ein Preis von 39,90 € kein Pappenstil ist.

Wegen den genannten Punkten kann ich vom fetten, bierbäuchigen dunklen Ritter eigentlich nur abraten und empfehle als Alternative den EKL Alpenföhn. Dieser wird jedoch nur als 3-Pin Molex ohne PWM angeboten.
   



XIGMATEK Dark Knight-S1283

Kühlkörper und lüfter

Kompatibel mit: Socket 754, Socket 940, Socket 775, Socket 939, Socket AM2

Prozessorkompatibilität:

  • Core 2 Duo - alle Geschwindigkeiten
  • Core 2 Quad - alle Geschwindigkeiten
  • Core 2 Extreme - alle Geschwindigkeiten
  • Pentium Extreme Edition - alle Geschwindigkeiten
  • Pentium D - alle Geschwindigkeiten
  • Celeron D - alle Geschwindigkeiten
  • Athlon 64 - alle Geschwindigkeiten
  • Athlon 64 FX - alle Geschwindigkeiten
  • Athlon 64 X2 - alle Geschwindigkeiten
  • Opteron - alle Geschwindigkeiten
  • Sempron - alle Geschwindigkeiten

Kühlermaterial: Aluminium

Thermal Resistance: 0.14 °C/W, 0.15 °C/W

Lüfterdurchmesser: 120 mm

Gebläsehöhe: 25 mm

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