Erfahrungsbericht über

Yakumo Mega-Image 35

Gesamtbewertung (11): Gesamtbewertung Yakumo Mega-Image 35

 

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eine optimale Einsteiger-Kamera

4  27.07.2003

Pro:
Preis, Bildqualität, einfache Bedienung, Makro - Modus bis 7 cm

Kontra:
hakeliger Batterie - Fach - Deckel, kein Zoom im Makro - Modus

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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kerridis

Über sich: Über mich? Hmm - ich bin begeisterte Linux-Nutzerin und Hobby-Digitalfotografin (wie man ja sicherli...

Mitglied seit:23.04.2000

Erfahrungsberichte:19

Vertrauende:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Billigklasse, aber gut - eine optimale Einsteiger-Kamera!

Vor ein paar Tagen habe ich bei einem Preisausschreiben eine Yakumo Mega-Image 35 gewonnen. Da ich bereits eine Nikon Coolpix 5700 und eine Canon Powershot S20 (3 MegaPixel wie die MI35) besitze (will sagen, ich habe Vergleichsmöglichkeiten), habe ich die Kamera ein paar Tage getestet, für gut befunden und an meine Eltern weiterverschenkt.

Ausstattung:
============

Als ich die Kamera in den Händen hielt, fiel mir als erstes die sehr aufgeräumt wirkende Rückseite und der sehr kleine Monitor auf. Ich dachte, die Monitore der Coolpix 5700 und der Powershot S20 seien schon klein (beide 1,8 "), aber der der MI35 liegt mit 1,5" noch darunter. Er reicht zum Beurteilen des zu machenden Fotos gerade noch aus. In sehr sonnigen Situationen kommt das Fotografieren mit Hilfe des Monitors einem Blindflug gleich, aber das ist bei der S20 mit ebenfalls nicht schwenkbarem Monitor nicht anders. Dafür hat die MI35 den optischen Sucher, der sogar mit einem Dioptrien-Ausgleich ausgestattet ist. Bei mir hat das allerdings nichts genützt, egal, ob mit oder ohne Brille, die Sicht durch den Sucher erscheint leicht unscharf, zur Auswahl des gewünschten Bildausschnitts reicht es aber. Unter gar keinen Umständen sollte man den optischen Sucher benutzen, wenn man Makro-Aufnahmen machen will (mit der MI35 kann man Objekten bis auf 7 cm auf die Pelle rücken), da er keine Parallaxe-Markierungen hat und man so im Nahbereich zentimeterweit vorbeifotografiert. Mit dem Monitor ist das natürlich kein Problem, da man ziemlich genau das sieht, was die Kamera auch fotografiert.

Der Brennweitenbereich der MI35 beginnt bei 32mm (entsprechend 35-mm-Kleinbildformat) und endet bei 96mm, sprich, die MI35 hat einen (stufenlosen) 3-fach Zoom. Außerdem ist sie zusätzlich mit einem (überraschend guten!) 2-fach Digi-Zoom ausgestattet, der die 3-fache Vergrößerung auf 6-fach anhebt (nicht stufenlos, sondern einfach groß). Wie üblich bei Digi-Zoom kommt es dabei durch die Hochrechnung der Pixel zu einem Qualitätsverlust, der bei der MI35 aber erstaunlich gering ist - allerdings können Bilder mit Digi-Zoom nur mit halber Auflösung gemacht werden, da fällt der Qualitätsabfall auch nicht so deutlich auf. Im Makromodus kann der Zoom leider nicht genutzt werden!
Übrigens fährt das Objektiv der MI35 immer auf volle Größe aus, der Zoom findet dann für Außenstehende unsichtbar statt.

Die MI35 bringt 3,3 Mega-Pixel zustande, speichert ausschließlich als JPG, kennt 2 Auflösungen (2048 x 1536 und 1024 x 768) und 3 Qualitätsstufen. Als Standard-Einstellung ist volle Auflösung und mittlere Qualität gespeichert. Auf diese Einstellung geht die Kamera immer zurück, wenn man die Batterien/Akkus wechselt(außerdem muß man danach das Datum und die Sprache (deutsch/englisch) neu einstellen). Bei voller Auflösung und höchster Qualität ist ein Bild ca. 800-900 KB groß, auf eine 128 MB-CF-Karte passen ca. 140 Bilder in bester Qualität. Die Kamera hat einen internen Speicher von 8 MB, so daß man immer noch eine kleine Reserve hat, wenn die (nicht mitgelieferte) CF-Karte voll ist (sobald man die CF-Karte entfernt, stellt die Kamera auf internen Speicher um). Die Kamera verträgt ausschließlich CF-Karten vom Typ 1 (also keine Micro-Drives) und die lt. Hersteller-Angabe auch nur bis zu einer Kapazität von 128 MB. Mit CF-Karten einiger Hersteller soll die MI35 Schwierigkeiten haben, mit meiner 128 MB Sandisk läuft alles hervorragend.

In die Kamera gehören übrigens 4 handelsübliche AA-Batterien (mitgeliefert) bzw. NiMH-Akkus. Ich habe die Kamera mit 2000-mAh-Akkus getestet, 1 Satz reicht für etwa 100 Bilder. Man sollte (wie bei jeder Digi-Cam) immer einen Satz aufgeladener Akkus als Ersatz dabei haben, bei der MI35 auch schon deswegen, weil im Gegensatz zu den mir bekannten Kameras das Objektiv bei Akku-Ende nicht automatisch noch einfährt. Wenn man in der mitgelieferten Tasche z.B. einen kleinen Bereich mit Klettband abtrennt, kann man hervorragend 4 Akkus darin mit unterbringen, ohne daß sie unkontrolliert um die Kamera herumsausen :)

Außerdem hat die MI35 auf der Oberseite noch ein kleines Display, das die wichtigsten Einstellungen anzeigt: Batteriezustand, noch verbleibender Speicher in Bilderanzahl, Bildqualität, Blitz, Makrofunktion.

Was ist zur Ausstattung sonst noch zu sagen? Eigentlich geht alles automatisch :) Man hat aber die Möglichkeit, über das Menü eine Belichtungskorrektur (+/- 1,5) vorzunehmen oder die ISO-Werte einzustellen (100/200/400). Auch der Weißabgleich läßt sich über das Menü einstellen (automatisch/sonnig/wolkig/verschiedene Arten von Kunstlicht).

Im Widergabe-Modus kann man sich die Bilder auch vergrößert ansehen, allerdings nicht stufenlos. Ein eingeblendetes Rechteck zeigt einem, wo im Bild man sich gerade befindet. Oder man läßt sich die Bilder in der Index-Ansicht anzeigen (9 Bilder pro Seite).

Das Stativgewinde der MI35 sitzt nicht exakt in der Mitte, so daß man, wenn man Panorama-Aufnahmen von einem Stativ aus machen möchte, eine gewisse Abweichung einkalkulieren muß (nein, eine Panorama-Funktion hat die Kamera nicht, das ist das einzige, was man bei dieser Kamera selbst machen muß).

Filtergewinde hat die Kamera keins. Leider paßt auch der von Cokin für filtergewindelose Kameras entwickelte Filterhalter, der am Stativgewinde festgeschraubt wird, nicht, da das Objektiv zu weit ausfährt.

Und ehe ich es vergesse: Man kann zu jedem Bild eine Ton-Aufnahme bis zu 15 sec. machen (wird als WAV gespeichert), das stelle ich mir z.B. nützlich vor, wenn man sich im Urlaub merken möchte, wo was aufgenommen wurde.

Handhabung:
===========

Tasten hat die MI35 nur für das Menü, um das Display an und aus zu schalten, um in den Makro-Modus zu schalten und um den Blitz auszuwählen (automatisch/an/aus/Rote Augen)- und natürlich den Auslöser, den Zoom-Hebel, das Wählrad für Aus/Wiedergabe/Normalmodus/Sportmodus/Serienbilder und die 4-fach-Wippe für die Navigation.

Den Selbstauslöser (10 sec.) schaltet man über das Menü, was gewöhnungsbedürftig ist, aber nicht dramatisch :)

Wenn man ein Bild gemacht hat, erscheint es für kurze Zeit noch auf dem Monitor (so man ihn eingeschaltet hat) mit der Abfrage, ob man das eben gemachte Bild löschen möchte.

Die MI35 hat keinen eingebauten Objektiv-Verschluß, statt dessen gibt es einen Objektivdeckel (der mit dem mitgelieferten Band an der Kamera befestigt werden sollte, damit man ihn nicht verliert). Vor dem Einschalten der Kamera sollte man ihn tunlichst entfernen, da das Objektiv sonst nicht ausfahren kann (es fährt dann zurück und versucht es erneut - ich habe mich nicht getraut zu testen, wie lange das so geht, sondern den Deckel schleunigst enfernt ;) ).

Bis die Kamera aufnahme-bereit ist, ist vielleicht das eine oder andere Motiv schon weg, zu den schnellsten gehört sie da nicht. Dafür ist der Autofokus ganz ordentlich und sie hat eine Serienbild-Funktion (Wählrad), die, bei einmaliger Betätigung des Auslösers, 8 Bilder in schneller Folge hintereinander macht (in voller Auflösung, aber nur in mittlerer Qualität, wohl damit die Bilder schneller gespeichert werden).

Die MI35 ist übrigens keine Kamera für die Hemdtasche, da der Objektivmantel fester Bestandteil des Gehäuses ist und somit ca. 2 cm vorsteht.

Die Übertragung der Bilder auf den PC ist unproblematisch. Die MI35 wird per USB-Kabel an den PC angeschlossen und kann dann als zusätzliches Laufwerk angesprochen werden (unter Windows als Wechseldatenträger im Arbeitsplatz). Unter Win98 muß dazu vorher ein Treiber installiert werden (auf CD), unter Win XP ist das nicht nötig. Wie sich die MI35 unter Linux und am Mac verhält, weiß ich nicht, auf jedenfall lassen sich dort die CF-Karten mit einem Card-Reader auslesen.

Verarbeitung:
=============

Plastik. Die Verarbeitung ist ok, wenngleich die CF-Karten- und insbesondere die Batterie-Fach-Abdeckung ziemlich hakelig sind und billig wirken. Die USB-/Strom-/TV-Anschlüsse sind durch eine Gummi-Abdeckung geschützt.

Bildqualität:
=============

Keine Beanstandungen. Die Bilder sind klar, die Farben leuchtend und Bildrauschen gibt es praktisch nicht (das kenne ich von meiner anderen 3-Megapixel-Kamera ganz anders, da fällt das Bildrauschen schon recht unangenehm auf).

Fazit:
======
Für Anfänger und Leute, die sich mit vielen Einstell-Möglichkeiten überfordert fühlen und die eine Kamera möchten, die alles alleine macht, ist die MI35 eine optimale Kamera, bei der das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut in Ordnung ist.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
WC_Erpel

WC_Erpel

27.07.2003 18:04

Hmm ich hätte die Kamera verscherbelt... *g* Ich habe lediglich eine Sony DSC- P 50... gewinnste noch mal eine meld dich bitte *g*

BUBUsnet

BUBUsnet

27.07.2003 17:58

Ich war auch schon am überlegen, ob ich mir diese Digicam kaufen sollte habe mich am Ende doch für eine andere entschieden... schöne Grüße bubu

aswie

aswie

27.07.2003 17:47

Das ist ein beitrag, mit dem ich wirklich etwas anfangen kann. Gruss aswie

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