Macht Spaß und gute Bilder
26.05.2003
Pro:
Gehäusemaße und - verarbeitung, Gewicht und Preis
Kontra:
(kompaktkameratypische) Blitzleistung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nachdem es (für mich) gar nicht so einfach war an diese Kamera zu gelangen, ich die tatsächliche Kaufentscheidung aber keineswegs bereue, hier einige meiner Eindrücke zu der Kamera. Ich habe mich bei diesem Bericht ganz bewußt dazu entschlossen NICHT alle technischen Details der Kamera per 'copy and paste' hier aufzureihen (auch wenn es scheinbar für viele Komentarschreiber ein hochwichtiges Merkmal eines hilfreichen Berichtes zu sein scheint ...), da das Andere (u.a. auch der Hersteller) bereits gemacht haben und/oder gern wiederholen können/sollen.
Entgegen dem Testeindruck eines anderen Berichtschreibers auf diesen Seiten ist die Verarbeitung der Kamera keineswegs schlecht. Das Gehäuse ist entgegen dem Herstellungsprinzip anderer Kameratypen aus einer Aluminiumlegierung die mit insges. 10 sichtbaren kleinen Schräubchen und nicht mit Plastikkleber zusammengehalten wird. Das gibt ihr nicht nur einen robusten Eindruck, sondern trägt angenehm zu seinem gelungenem Äußeren bei. Sie hat etwa die Maße einer Zigarettenschachtel und für mich als Rechtshänder sind alle Tasten leicht erreichbar und haben präzise Druckpunkte. Das einzig billig wirkende Teil ist die Akku/Speicherkartenabdeckung ... die ist aus Plastik und wirkt somit billig. Die Bedienung der Kamera erschliest sich dem interessierten Laien sehr schnell, wobei alle Automatikfunktionen auch manuell verändert werden können - diese dann aber schon etwas Wissen um deren Funktion vorraussetzen. Das Handbuch zeigt hier zwar in den meisten Fällen das 'Wie', nicht aber das 'Warum' der Funktionen auf. Einige Funktionen der Kamera erschließen sich auch nur durch Zufall und/oder Ausprobieren. So fehlte mir beispielsweise die Sofortkontrolle nach dem Auslösen. (Mittlerweile weiss ich auch warum das eigentlich sogar vorteilhaft ist.) Meine bisherige Kamera zeigte das gerade gemachte Bild auf dem Display für einige Sekunden an, und es war so gleich zu erkennen, ob beispielsweise die Augen bei einer Portraitaufnahme gerade geschlossen waren oder nicht. Für eine Bildkontrolle ist laut Handbuch nur der Wiedergabemodus vorgesehen - der aber nur gesondert mit einem Einstellrad für die Grundfunktionen auf der Gehäuseoberseite zu erreichen ist. Das empfand ich als sehr umständlich. Jetzt habe ich aber entdeckt, dass eine Bild- Sofortkontrolle (undokumentiert) ganz bequem durch kurzes Drücken einer O.K.-Taste möglich ist. Achja, warum das meiner Meinung nach sogar von Vorteil ist? Bei meiner alten Digitalkamera, war die Kamera/Monitor kurz nach dem Auslösen für die Dauer der Sofortanzeige blockiert. Die Yakumo ist also sofort für neue Aufnahmen bereit. Auslöseverzögerung meinem Gefühl nach unter einer Sekunde. Autofocus reagiert präzise und schnell. Kann mit meiner Canon EOS 1000F Spiegelreflex mithalten. Und die wurde einst damit beworben, den schnellsten Autofocus der Welt zu haben. Ist schon etwas her - zugegeben.
Mit der Akkuleistung bin ich auch zufrieden. Das erste Mal nachladen musste ich nach etwa 50-60 Bildern. Wobei ich hier in der ersten Zeit natürlich alles ausprobiert, alle möglichen Einstellungen vorgenommen und nat. fleissig 'rumgeblitzt habe. Jetzt reicht eine Akkuladung für etwa 100 Bilder - also ungefähr für die Speicherkapazität meiner zusätzlichen 128 MB SD-Speicherkarte. (z.Zt. etwa 47 Euro). Da die Kamera mit einem Lithium-Ionenakku ausgestattet ist, braucht man sich auch keine Sorgen über den sog. Memory-Effekt zu machen. Man kann sie auch mal für 5 Minuten nachladen, auch wenn der Akku noch nicht gänzlich entladen ist. Den verwendeten Akku findet man übrigens auch in diversen Fuji Finepix, Jenoptik, Pentax Optio oder Kodak-Modellen - ein zweiter ist also überall leicht zu bekommen. Das günstigste von mir bisher gefundene Exemplar kostete 19.90 Euro - der höchste Preis dafür lag bei "erstaunlichen" 73.90 Euro. Die meisten Anbieter wollen etwa 50 Euro dafür bekommen. Er ist Li-Ion-typisch sehr leicht - die Kamera ist insgesamt unter 200 g leicht. Wenn die Kamera sich bei Monitorbetrieb im Display("Akku leer - Objektiv wird eingefahren") abmeldet, kann man mit dem optischen Sucher weiterhin noch etliche Aufnahmen machen. Jetzt zum wohl wichtigsten Kriterium: Mit der Bildqualität bin ich zufrieden. Tageslicht (Aussenaufnahmen) sind bestechend klar und der 3-fache optische Zoom ausreichend. Der zusätzliche 4x digitale Zoom ist wie bei jedem digitalen Zoom Spielkram. Bei Kunstlicht in Innenräumen ist die Qualität gut, aber nicht begeisternd. Nicht zufriedenstellen kann mich allerdings die Blitzleistung. In 1 Meter Entfernung ist er zu hell, ab 2,5 - 3 m Entfernung wird er zu schwach. Aber das ist bautechnisch wohl bei allen dieser Kompaktkameras so. Ist also nicht Yakumo Mega Image 37 typisch.
Ein -wie ich finde- nützliches Feature ist auch die Möglichkeit gesprochene Notizen mit der Kamera aufzunehmen. Diese kann man auch zu jedem Bild gezielt abspeichern. So kann man z.B. Ort und Personennamen auf einem Bild später mit der Kamera direkt (kleiner eingeb. Lautsprecher), oder via PC auf von der Kamera angelegten HTML-Dateien aufrufen. Das kann z.B. für Dokumentationen sehr praktisch sein. Gut finde ich auch die integrierte automatische Objektivabdeckung bei Nichtbetrieb. Hier kann man also keinen klapprigen Deckel verlieren, oder wenn man vergessen hat diesen abzunehmen, sich wundern, warum das Display einfach schwarz bleibt. Die Menueführung übrigens in 9 Sprachen - nat. auch in Deutsch. Mit Win XP wurde die Kamera ohne installierte Treiber oder Programme sofort erkannt. Übertragung der Bilder auf den PC pro Bild per USB 1.1 etwa 4 Sek./Bild. Die Kamera hat allerdings eine USB 2.0 Hi-Speed Schnittstelle und bei entsprechender Hardware geht es dann wohl entsprechend schneller. Ein MiniUSB-Kabel liegt bei.
Der Preis liegt z.Zt. zwischen etwa 225 und 250 Euro.
Diese Kamera ist für mich also nicht nur preis- sondern auch empfehlenswert.
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23.11.2005 02:26
Vielen Dank für den Bericht. Habe die Kamera auch. Bin eigentlich sehr zufrieden. Leider ist die Akkuleistung unbefriedigend. Aber ein Erstazakku kostet nur 3.90 EUR. Habe immer einen dabei. Gruss nach Hamburg
24.07.2003 15:09
Sehr schöner Bericht, enthält viel Nützliches. Weiß jemand, wie man die Display-Helligkeit regeln kann?
03.06.2003 22:57
Hallo und Dank für Deine Ausführungen, habe seit einiger Zeit den Kauf einer YAKUMO-Image 37 in Betracht gezogen. Nun wirds wohl demnächst soweit sein. Dein Bericht hat mir bei der Entscheidung geholfen. Gruß Reiner