Die Kamera für den kleinen Geldbeutel
26.11.2003
Pro:
kleines Gewicht, guter Preis, leichte Handhabung
Kontra:
mäßige Bilder, schlechte Bilder bei Dunkelheit, hoher Stromverbrauch
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 giszmoe
Über sich:
Mitglied seit:05.10.2001
Erfahrungsberichte:11
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo erst mal, heute berichte ich euch über meine Digitalkamera von Yakumo. Das Modell Mega Image IV.
Ich habe mir die Kamera vor über drei Monaten zu einem Preis von 120 € gekauft. Nach der dreimonatigen Testzeit schreibe ich nun einen Bericht für alle, die sich für dieses Produkt interessieren. *** Zur Kamera*** Die Yakumo Mega Image IV ist in Relation zu den heutigen Digitalkameras ein großer sperriger Klotz. Man kann sie sehr schlecht verstauen. Dafür liegt sie gut in der Hand und man findet alle Knöpfe zum bedienen sehr gut. Auf der Vorderseite der Kamera findet sich das Objektiv, das leider immer offen ist. Es legt sich also kein Schutz vor das Glas der Linse, wenn man die Kamera ausschaltet. So kann die Linse schnell verkratzen. Ein Nachteil. Des weiteren findet man den Blitz sowie ein Mikrofon an der Vorderseite der Kamera. Zusätzlich muss ich sagen, dass es ebenfalls sehr schlecht gelöst ist, dass man an der Linse selber die Entfernung zum Objekt einstellen muss. So vergisst man häufig von Nachaufnahmen auf Unendlich zu stellen. So sind manche Bilder verschwommen. Nun zur Rückseite der Kamera: Was heraussticht ist der 1,5 Zoll TFT. Das ist eine relativ feine Sache. So kann man Bilder direkt nach dem Fotografieren betrachten. Rechts neben dem TFT findet sich der Knopf zur Bedienung des Menüs sowie der Zoom-Funktion. Meiner Meinung nach ist dieser Knopf aus billigstem Plastik hergestellt und auch beim bedienen denkt man, dass der Knopf jede Sekunde aus der Kamera fällt. Unter dem Knopf sind noch zwei kleine drückbare Pins, die zum einen die Funktion der Kamera umstellen (fotografieren, filmen, Bildervorschau) und den TFT ausschalten. Nun der letzte Punkt auf der Rückseite der Kamera. Die Linse zum durchgucken. Die Oberseite der Kamera: Auf der Oberseite der Kamera befindet sich der Auslöser, der Ein-Aus Knopf sowie drei Knöpfe. Der erste zum einstellen des Blitzes (Automatisch, Ein, Aus), der zweite zum Einstellen des Selbstauslösers und der dritte zum Einstellen der Megapixel (1,2,3,4). Die Unterseite der Kamera: Hier befindet sich der Einschub für die Speicherkarte (SD oder MMC), der Akku Einschub und eine Möglichkeit die Kamera an einem Stativ zu befestigen. Die Seiten der Kamera. An der Linken Seite bietet sich die Möglichkeit einen Fernseher mittels des mitgelieferten Kabels oder ein USB Kabel (PC Anschluss) anzuschließen.
***Funktion*** Was kann die Kamera? Man kann mit der Kamera Fotos machen in den verschiedenen Auflösungen: 4.0 M: 2304 x 1728 Pixel 3.0 M: 2048 x 1536 Pixel 2.0 M: 1600 x 1200 Pixel 1.3 M: 1280 x 1024 Pixel oder man kann mit Ihr Filme aufnehmen.
***Möglichkeiten*** -Speicher- Was ist möglich mit der Kamera? Im Auslieferungszustand nicht viel. Da die Kamera einen 16 MB NAND-Flashspeicher enthält. Dieser reicht für folgende Bilder Anzahl: 4.0 M: 8 Bilder 3.0 M: 17 Bilder 2.0 M: 25 Bilder 1.3 M: 43 Bilder
oder eine Video Aufnahme Dauer von 1 min 7 sec. Also muss man sich eine 128 MB oder 256 MB SD-Karte oder MMC-Karte kaufen. Die sind zu kleinen Preisen erhältlich. Ich habe mir eine 128 MB MMC Karte mitbestellt für 49 €. Damit sind folgende Anzahlen an Bildern möglich:
4.0 M: 69 Bilder 3.0 M: 138 Bilder 2.0 M: 208 Bilder 1.3 M: 347 Bilder oder eine Video Aufnahme Dauer von 9 min 3 sec.
-Akkus- Die mitgelieferten Batterien hielten bei mir nicht mal 20 Minuten. Ich musste mir also nachträglich Akkus bestellen, da ich mir nicht pausenlos neue Batterien kaufen wollte. Ratsam sind bei dieser Kamera Akkus mit einem Strom über 2000 mAh. Da der Blitz sehr viel an Strom benötigt. Die Kamera an sich benötigt kaum Strom. -Auflösung- Die Kamera hat eine Auflösung bis 3 Megapixel. Die 4 Megapixel kann die Kamera nicht. Hierzu verwendet die Kamera eine Interpolation. Dies bedeutet, die Kamera errechnet sich, wie das Bild in der größten Auflösung aussehen müsste. Der Begriff Interpolation kommt aus der Welt der Mathematik. Ich muss hierzu sagen, dass die Bilder im 4 Megapixel Bereicht schlechter werden als im 1 Megapixel Bereich. Die Megapixel spielen eh nur dann eine Rolle, wenn man sich die Bilder ausdrucken möchte. Da empfehle ich zu einem Fotolabor zu gehen und die Bilder dort entwickeln zu lassen. Bei einer späteren Entwicklung der Bilder reicht eine Auflösung der Kamera bei 2 Megapixel völlig aus.
-Blitz- Der Blitz ist eigentlich eine feine Sache bei Nacht. Aber..... bei dieser Kamera ist er völliger druss. So haben die Bilder bei Nacht eine sehr schlechte Auflösung. Wenn man Bilder in einem leicht dunklen Raum macht und hierbei den Blitz verwendet, so werden die Bilder recht akzeptabel. Fotografiert man aber bei Dunkelheit einen Gegenstand, bei Sonnenuntergang den Himmel oder in einer Diskothek mit mäßig wechselnder Beleuchtung, so haben die Bilder eine sehr schlecht Auflösung und eine sehr schlecht Farbgebung. -Film- Das filmen mit dieser Kamera ist möglich. Dies bedeutet, dass man nur in Räumen mit einer guten Beleuchtung oder bei gutem Tageslicht filmen kann. Ansonsten werden die Kurzfilmchen die man dreht viel zu dunkel. Also wie ein kleiner Regisseur fühlt man sich nicht. Der Ton überzeugt dafür aber.
***Das Fotografieren*** Das wichtigste an dieser Kamera. Aber man muss es sich wirklich überlegen ob man es mit dieser Kamera wirklich tun möchte. Der Grund: Die lange Zeit, bis die Kamera das Bild wirklich gemacht hat. Also ist diese Kamera nichts für Menschen, die leicht zittern. Sobald man auf den Auslöser drückt dauert es ca. 3 Sekunden bis die Kamera das Bild geschossen hat. In diesen 3 Sekunden sollte man es tunlichst vermeiden die Kamera zu bewegen. Sonnst hat man ein sehr verwackeltes (unscharfes) Bild. Helfen kann dabei der Blitz, denn bei der Blitz Funktion schießt die Kamera schneller das Bild als in der Funktion ohne Blitz. Aber wer fotografiert schon immer mit Blitz. ***Anschlüsse*** -Computer- Hiermit bietet sich die Möglichkeit seine Bilder an den Computer zu übertragen. Mit dem Mitgelieferten USB Anschlusskabel ist dies relativ einfach. Man muss erstens keine Treiber installieren und zweitens geht es per Drag-And-Drop. Auch wenn Yakumo Treiber mitliefert (die den Computer eher zum Absturz bringen) empfehle ich Ihn nicht zu installieren. Nur Win95 und Win98 Benutzer müssen die Treiber installieren. Da hier der Standart von USB 1.1 nicht gehalten wird. Win2000 erkennt aber auf anhieb die Kamera. Nach der Erkennung des Wechselmediums können die Bilder ohne Probleme auf die Festplatte übertragen werden. Auf der mitgelieferten CD befinden sich noch Programme zum bearbeiten der Bilder sowie zur Benutzung der Kamera als Webcam. Hierzu muss in der Kamera nur eine kleine Einstellung verändert werden die aber innerhalb von 2 Sekunden erledigt ist.
-Fernseher- Mit dem mitgelieferten Kabel lassen sich die Bilder direkt am Fernseher betrachten. Das Kabel wird in die Kamera und in den Video Front Anschluss ( gelber Cinch) angeschlossen. Die Bilder haben aber leider keine gute Qualität. Besser ist es die Bilder erst auf eine Computer oder Laptop zu übertragen und dann mit einem Bildbetrachtungsprogramm die Bilder anzuschauen. An einen Laptop lässt sich ja auch meistens ein Fernseher anschließen, so dass man auch an einen Abend mit Freunden die Bilder allen zeigen kann. ***Ergebnis*** Die Digitalkamera Yakumo Mega Image IV bietet für einen sehr geringen Preis eine Menge an Features die einen „normalen“ Anwender beeindrucken werden. Die Kamera bietet eine mäßige Bilderqualität die bei Dunkelheit sehr ungenügend ist. Aber für Spaßaufnahmen und häufiges Fotografieren bei guten Lichtverhältnissen eignet sich die Kamera sehr gut. Mit 120 Gramm aber einem eher klobigen Erscheinungsbild lässt sie sich gut überall hin mitnehmen. Wer mit einer einfachen Kamera mit durchschnittlichen Bildern zufrieden ist, der ist bei der Firma Yakumo gut aufgehoben. Wer bessere Qualität der Bilder wünscht ist erst bei einer Preisklasse ab 350 € gut aufgehoben.
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18.12.2004 20:35
Guter Bericht, aber eine miese Kamera.
25.12.2003 21:43
Hab die Kamera gestern zu Weihnachten bekommen, kann zwar noch nicht so super über die Qualität urteilen, aber ich hab gerad die Bed.Anl. vor mir liegen und werd ein wenig stutzig. zum ersten habe ich eine andere Auflösung (sagt man so?? Sorry!!) bei 1M - nämlich 1280x960 Pixel und dann hab ich ganz andere Bildanzahlen, die ich machen kann. Bei 4M sinds 4, bei 3M sind´s 8, bei 2M 12 und bei 1M 25 Bilder! Und zu dem langen "knipsen" der Kamera kann ich nur sagen, das meine ziemlich fix das Bild macht. Mein Vater hat eine Kamera von Kodak für 600,- und die braucht länger zum Abschießen!
01.12.2003 14:32
sehr gut gegliedert und kritisiert. faire wertung