Yamaha 750 Virago SE

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Yamaha 750 Virago SE

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BRUM BRUM NAMENS ZÄNKISCHES WEIB

5  09.01.2005 (21.01.2010)

Pro:
So ziemlich alles

Kontra:
fast nix

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

BACK_IN_BLACK_DEVIL

Über sich: Nächster Bericht folgt 2012 Muhahahaha :D oder auch nicht

Mitglied seit:17.09.2004

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 462 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Servus Leseratten!

Es ist mal wieder an der Zeit euch mit einem etwas anderen Bericht zu beglücken.
Diesmal geht es jedoch nicht um CD´s oder andere Sachen, sondern mal um mein Fortbewegungsmittel. Seid nunmehr fast 5 Jahren habe ich kein Auto mehr gehabt, sondern bin immer nur auf meinem Motorrad unterwegs. Motorräder sind ja immer so eine Sache, meist machen sie bei normalen Betrieb nicht mehr als 150 000 km bis der Motorschaden grüßen lässt. Bei meiner ist das bisher jedoch noch nicht der Fall gewesen und der wird auch nie so schnell eintreten. Ach ja, ich fahre eine Yamaha XV Virago SE 750, gebaut wurde diese 1981 und hat noch eine ganze Menge Qualität.

Das Moped selber, kaufte ich gebraucht in einem guten Zustand mit ca. 20 000 km auf dem Tacho, gekostet hat sie mit 8900 DM..
Natürlich hatte ich auch Angst, dass es ein Griff in den leeren Sack ist, aber es sollte sich anders rausstellen, woran man aber auch als Besitzer sehr viel Einfluss hat.
Aber was ist die Yamaha eigentlich für ein Moped? Ich muss sagen ein geniales, vom Fahrverhalten, Straßenlage und Fahrgefühl das Beste.

***Fahrverhalten***

Das Fahrverhalten ist natürlich das wichtigste an so einem Moped, denn wie man weiß ist man ja nur auf 2 Rädern unterwegs. Was kann ich dazu eigentlich noch sagen, außer das die Virago ne kleine Eigenheit hat. Wenn man in eine kurve fährt, hat man das Gefühl, das hintere Rad drückt nach außen weg, was aber auch nur ein Gefühl ist. Ansonsten läuft die Virago sehr Spurstabil auch im Geradeauslauf. Interessant für mich ist immer wie reagiert das Motorrad bei feuchtem Wetter? Gut, hier ist immer der Reifen mit das Wichtigste am Motorrad, aber auch der Radstand und das Handling spielen eine große Rolle. Dazu muss ich sagen, wenn es mal ein wenig Nass auf den Straßen sein sollte, dann passt das schon, mit den Brigstone Reifen hatte ich da noch nie Probleme. Wenn es aber sehr stark Regnet, sollte man auch bei der Virago sein Tempo etwas anpassen, da es durch das schmale Vorderrad doch mal gefährlich werden kann.
Als nächstes ist auch das Kurvenfahren sehr wichtig, ich sagte ja schon, dass es sich anfühlt, als wenn das Hinterrad wegdrückt. Aber wie schnell und sicher man mit der Virago durch die Kurven kommt, erwähnte ich noch nicht. Ja was ist hier wichtig? Die Kurve! Also wenn ich bedenke, das meine Fußrasten schon ganz schöne Schleifspuren haben, könnt Ihr euch denken, das sie extrem

Bilder von Yamaha 750 Virago SE
  • Yamaha 750 Virago SE 001
  • Yamaha 750 Virago SE 002
  • Yamaha 750 Virago SE 003
  • Yamaha 750 Virago SE 004
Yamaha 750 Virago SE 001
lecker teilchen
gut in der Kurve liegt. Ich kann schon Gas geben wenn's sein muss.
Besonders ist aber zu beachten, das Gas kurz vor der Kurve wegzunehmen und dann nicht mehr zu bremsen. Viele sagen auch, man sollte in der Mitte der Kurve wieder Gas geben! Bei der Virago aber nicht. Meine Erfahrung ist, dass sie dann abschmiert.

***Fahrgefühl***

Auch das ist sehr wichtig, was ich fühle bei der Fahrt. Bei der Virago ist es so, das Kopfsteinpflaster und andere Straßenbeschaffungen sehr gut gedämpft werden. Auch kleine Fahrfehler verzeiht einem das Moped. Dennoch ist es so, dass man auch bei der Virago ein Gefühl für das Fahren bekommen muss. Wie ist die Beschleunigung, das Bremsverhalten und so weiter. Ich denke, das die Virago da sehr lang warten kann. Man brauch schon eine gewisse Zeit um mit diesem Motorrad alles machen zu können und es zu beherrschen. Im Gegensatz zu anderen Mopeds dauert es schon lang. Mir ist nach fast einem Jahr immer noch was neues Aufgefallen, was ich an dem Motorrad noch nicht kannte, darum auch viel Zeit beim Fahren nehmen und nicht wie ein Henker am Gasgriff drehen, wo ich gleich beim nächsten Punkt wäre.

***Beschleunigung und Tempo***

Ja viele werden sagen, was ne 750, dann noch ne Art Chopper, das kann doch nur ne Krücke sein! Vorsicht! Auch mit der Virago lässt sich ein Wheely machen und das ohne Probleme selbst im 2 Gang. Das Besondere an der Virago, sie ist enorm Drehfreudig und auch sehr schnell von 0 auf 100. Ok, mit einer Rennmaschine kann man das nicht vergleichen, aber auch nicht mit einer 1400 Inruder von Suzuki, die ich mit meiner Virago im 2 Gang noch in die Tasche steck. Auch was das Fahren anbelangt, die Virago lässt sich auch im 5 Gang noch bequem bei 1500 bis 2000 Umdrehungen fahren, was in dem Fall sehr Spritschonend ist. Das Beste aber, ich kann auch aus dem 5 Gang wieder Beschleunigen, das frisst aber wieder Sprit.
Bei der Gesamtgeschwindigkeit macht die Virago einen guten Schnitt, ich hatte sie mal bei 195 km/h, natürlich war der Drehzahlmesser da schon weit im Roten. In der Regal kann man sie aber bis zu guten 170 - 180 km/h fahren, bei einer Drehzahl von 7000 - 7500.

***Reichweite***

Ja, wie weit komme ich eigentlich mit einer Tankfüllung? Im Tank der Virago befinden sich genau 14 Liter für Benzin, die ich je nach Fahrweise bis zu 250 km aufbrauche. Jetzt aber der Hammer, ich hab das mal in 90 km geschafft. Bei der Virago muss man da schon sehr aufpassen, denn wenn man normal fährt, so im Schnitt 100 km/h, dann schaffe ich locker über 200 km. Fahre ich aber so ab 130 km/h, bildet sich ein Strudel im Tank, da kriegt der Motor Durst und das nicht zu wenig.

***Anzeigen und deren Geheimniss***

Was mir gut gefällt an der Virago, die Anzeigen, wie Blinker und Fernlicht und so weiter. Dies befinden sich direkt unter dem Tachometer und dem Drehzahlmesser, auch eine Tankleuchte ist vorhanden. Aber um was es mir wirklich geht, das Geheimnis! Wer sich die Virago nicht beim Fachhändler holt, wie ich es tat, der wird irgendwann mal feststellen, falls mal ne Sicherung kaputt ist, das da irgendwie kein Sicherungskasten unter dem Sitz ist, wie bei den meisten Mopeds. Tja, der befindet sich direkt darunter. Einfach links und rechts die Schrauben ab. Die Platte mit den Anzeigen hoch und siehe da, Sicherungen.

***Der Antrieb***

Hier fasse ich mich jetzt kurz. Die Virago hat den besten Antrieb überhaupt, einen Kardanantrieb. Natürlich sollte auch dieser Regelmäßig gewartet werden, aber meist hält so einer länger als jeder Motor.

***Bremsen und Bremsverhalten***

Die Virago besitzt vorne eine Doppel 4 Kolben Scheiben Bremse und hinten eine Trommelbremse. Zur Zuverlässigkeit, ich konnte mich nie beschweren, auch nicht was die Haltbarkeit anbelangt. Mit den Bremsen vorn komme ich gute 50 000 km bis diese mal getauscht werden müssten. Mit den Bremsen hinten kann man Ähnlich rechnen. Zum anderen muss ich auch sagen, das die Bremsbeläge und Backen für die Virago doch noch sehr günstig sind von einem guten Hersteller, mit 120 Euro ist man für beides mit bei.
Ja ok, für den einen oder anderen heißt es jetzt, viel zu Teuer. Aber nein dafür steht sie wie eine 1 und mein Leben ist es mir wert.

***Räder***

Hier zu muss ich was sagen, es gibt ja die Virago XV und die ältere Virago XV SE wie ich sie habe. Es gab da einen kleinen Unterschied bei den Felgen. Die neuere Fassung hat Speichenräder, die alte Fassung hatte keine, sondern nur 5 solch Streben. Ich habe dieses aber schon lange gewechselt, da ich Speichen schon viel Schöner finde. Die Daten der Reifen bekommt Ihr aber natürlich auch noch.

***Allgemeines***

Was auch sehr gut ist an der Virago, sie ist verdammt bequem, der Sitz für den Fahrer kommt einen Sessel gleich. Für mich auch wichtig, ist die Schaltung, sie sollte nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer gehen, bei der Virago ist da ein sehr guter Mittelweg gefunden wurden.
Da wären wir natürlich auch bei der Kupplung, diese ist auch nicht zu leicht, sondern Griffig würde ich sagen, man soll ja auch was merken. Auf der anderen Seite haben wir den Gasgriff, dieser jedoch sollte sich wieder sehr leicht drehen lassen, was mit einer Regelmäßigen Ölung auch so bleiben sollte. Der Bremsgriff tut sein übriges, auch hier muss die Bremse gut darauf anspringen und es sollte trotzdem nicht zu schwer sein.

***Technische Daten***

Baujahr: 1981
Leistung: 34 kW bei 6100 U/min
Hubraum: 749 ccm
Leergewicht: 236 kg
Zulässiges
Gesamtgewicht: 480 kg

Reifen vorn: 100/90 - 19 57H TL
Reifen hinten 140/90 - 15M/C70H TL

Standgeräusch: laut Papiere 85 db, nach Umbau 103 db
Fahrgeräusch: laut Papiere 80 db, nach Umbau 119 db

Tankinhalt: 14 Liter
Reichweite: ca. 200 km

***Zubehör***

Was bekommt man denn eigentlich alles um dieses Moped zu verfeinern? Oh, da gibt es sehr viel Auswahl, vom Auspuff, verschiedene Sitzbänke, Seitentaschen, andere Rückleuchen, Frontscheiben und und und.
Als ich sie mir kaufte, war sie ja noch mit so einer Weicheischeibe versehen, diese ist aber schon lange wieder ab. Was ich aber gemacht habe ist Flextuning, schnipp schnapp Tüte ab. Jetzt habe ich wieder einen guten Auspuff dran, wo man aber die Schalldämpfer herausnehmen kann und auch wieder einbauen. Es gibt sehr viele tolle Sachen, zum Beispiel Spiegel, die sind bei mir schon lang nimmer Original, oder auch die Rückleuchte.
Im Originalen ist das ja so ein Riesen Hammerteil, das kam sofort ab. Auch die Fußrasten mussten gleich mal daran glauben, jetzt habe ich eine prima Anlage von Falcon.

***Der Unterschied zwischen XV Virago und XV Virago SE***

Ganz klar, erst mal das Baujahr. Dann wurden die neueren XV Viragos auch anders gefertigt, wie schon gesagt der Unterschied mit den Rädern, dann auch noch der Unteschied zwischen den Luftfilter Deckeln und um Verbrauch. Die Luftfilter Deckel sind bei der alten Komplett eins, bei der neuen hatte man noch so eine Gitter mit vorgesetzt um es zu verschönen. Was den Verbrauch anbelangt, ist die alte Sparsamer als der Nachfolger, auch ist die SE im Vergleich viel Drehfreudiger und Schneller. Der einzige Punkt, das Optische. Aber das ja von der neuen Virago, die Teile an meine alte Virago passten, kann man da ja einiges machen.

***Fazit***

Insgesamt ist die Virago ein Mega Hammer Motorrad. Ich hab mit meiner nun mittlerweile das 2 mal den Tacho überdreht und das 3 mal wird dieses Jahr im Sommer fallen. Ich muss sagen ich hatte keine großen Ausfälle am Motor oder so. Mein größtes Problem ist immer die Rückleuchte, nach mindestens 5000 km haut die mir immer durch.
Mir ist auch mal das Kupplungsseil gerissen, aber dazu hat man ja ein Ersatzseil immer dabei.
Aber sonst ist die Virago auf langen Strecken besonders Zuverlässig. Auch eine Komplette Europatour hat sie schon geschafft.


In diesem Sinne

BACK IN BLACK


P.S. Noch ein paar Bilder mehr. Ich liebe dieses Motorrad *hach ja*

Update 1:

Hatte mich letzte Woche mal bei Schnee probiert. Ich muss euch allen nahelegen dieses nur zu tun, wenn man Ahnung vom Motorrad fahren hat. Ich sitze seid meinem 4 Lebensjahr auf Motorräder. Ich sags euch, des war eine Gaudi, wenn einem der Arsch vom Motorrad wegdreht und man nicht mehr weiß wo hinten und vorne ist.


So, das wird nuin mein letzter Nachtrag an diesem Bericht werden, da mir nach vielen Jahren, dieses Motorrad gestohlen wurde.
Am 22 August zwischen 8 Uhr und 10 Uhr in München.
Leider.


Ha wiedergefunden Juli 2006. Nur der Motor und der Rahmen



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Victoria3087

Victoria3087

06.10.2011 20:22

so eine fährt mein Papa auch

meinemiamaria

meinemiamaria

15.08.2011 23:16

Hier muss "BH" hin ! ----- Maria -----

s.st1

s.st1

22.02.2010 20:46

bh

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