Yamaha C-40

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Yamaha C-40

Westerngitarre, Konzertgitarre - 6 saitig

> Detaillierte Produktbeschreibung

100% positiv

4 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "Yamaha C-40"

veröffentlicht 17.02.2006 | ManfredJG
Mitglied seit : 23.12.2002
Erfahrungsberichte : 396
Vertrauende : 60
Über sich :
Besucht unseren Adventskalender und unser Quiz auf http://www.unserkaminzimmer.de. Manfred J. Gries. Tütensuppenlyriker, Kopfbedeckungsliebhaber und chronischer Gegenleser.
Ausgezeichnet
Pro Leicht spielbar und voller Harmonie
Kontra Gar Nichts
sehr hilfreich
Klangqualität:
Verarbeitung
Design
Bedienkomfort:
Zuverlässigkeit

"Meine Geliebte"

Korrektur
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Die hier vorgestellte Gitarre ist die Yamaha CJ 838S. Ich werde die entsprechende Kategorie beantragen und den Bericht dorthin verschieben. Inzwischen bitte ich beim Kauf die Korrektur zu beachten, ManfredJG

Einleitung
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Das Ganze begann im zarten Alter von siebzehn Jahren. Da kreuzte eine Konzertgitarre meinen Weg und all die schönen Songs der damaligen Zeit begleiteten diese erste Liebe. "Music was my first love and it'll be my last, the Music of the future, the Music of the past." Und wie das so ist, wenn man jung verliebt ist, man möchte den anderen berühren, seine besten Saiten zum klingen bringen und mit ihm alle Gedanken und Erlebnisse austauschen, die das eigene Leben beschreiben. So lernte ich Gitarre zu spielen.

Hans Dampf in vielen Gassen
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Im Laufe der Jahre berührten meine Finger verschiedene Instrument, angefangen bei der ersten Konzertgitarre über Westerngitarren bis hin zur Fender E-Gitarre. Vier dieser Kostbarkeiten sind übrig geblieben, darunter die Yamaha C40. Nicht, dass ich Mormone bin oder einen Harem besitze - nein, alle vier Geliebten haben ihren eigenen Charme und fühlen sich unterschiedlich an. Jede für sich hat ihre eigenen Reize.

Die Yamaha C40
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Diese Gitarre der Kategorie Western & Blues spielt sich nach all den Jahren immer noch so leicht wie damals, als ich sie erstand. Und das ist lange her. Daher kann ich auch keinen Preis nennen - denke aber, das wahre Liebe auch nicht auf diesen schaut. Worauf ich bei einer Gitarre schaue, ist:

Flache Saitenlage
Bundreinheit
Angenehmer Klang
Stabile Verarbeitung
Einfaches Design

Für alle, die wenig mit Gitarren zu tun haben - hier eine kurze Begriffserklärung. Mit der Saitenlage ist nicht eine besondere Stellung gemeint, sondern der Abstand der verschiedenen Saiten untereinander und ihre gemeinsame Entfernung vom Gitarrenhals. Beides bestimmt, ob das Instrument leicht handhabbar oder nur mit Mühe zum Klingen zu bringen ist.

Die Saitenlage der Yamaha
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Sowohl der Abstand der Saiten untereinander als auch ihre Lage zum Gitarrenhals sind hervorragend. Keine Probleme für normal gestaltete Finger, die mit wenig Kraft einen Ton abgreifen wollen. Und das nicht nur in den Bünden nahe der Wirbel. Bis hin in die hohen Töne bleibt das Instrument leicht bedienbar. Vom Blues bis zum sentimentalen Country Song. Auch Rockelemente erklingen ohne große Mühe. Zum Testen dieser Eigenschaften benutze ich immer zwei Lieder aus alten Zeiten. "Lady Madonna" von den Beatles und "My Lady D'Arbanville" von Cat Stevens. Da zeigt sich schnell, ob das Instrument und ich harmonieren. Und die Yamaha und ich harmonieren gut.

Bundreinheit
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Auch hier zunächst eine Klärung des Begriffes. Der Bund einer Gitarre ist durch eine Abgrenzung auf dem Gitarrenhals bestimmt. Presst man den Finger zwischen zwei dieser Abgrenzungen - in der Regel aus Metall - so erklingt ein bestimmter Ton. Das dieser Ton stets korrekt ist - Unterschiede kann man im Vergleich mit einem Klavier oder einem anderen Instrument leicht heraushören - gehört natürlich für den Musiker dazu. In der Regel hört er bei "Lady D'Arbanville" sofort die Missstimmungen, da das Lied über die volle Halslänge streicht. Die Yamaha folgt auch noch nach Jahren dem Gleichklang musikalischer Zärtlichkeit. Jeden einzelnen Ton erzeugt sie liebevoll korrekt. Da lacht das Herz und eine Gänsehaut erfasst die Zuhörer.

Der Klang
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Diese Gänsehaut rührt sicherlich nicht allein von meiner Stimme her - es ist der Klang des Instrumentes, der sich zwischen Bass und Melodie keine auffälligen Schwerpunkte leistet. Gut abgestimmt erklingen selbst Akkorde voluminös und beteiligen sich am Unternehmen Gänsehaut. Das liegt sicherlich nicht zuletzt am Klangkörper, dessen Resonanzverhalten von ausgewählten Material und berechnetem Volumen bestimmt wird. Yamaha hat hier einige Erfahrung, die man dem Instrument deutlich anmerkt.

Die Verarbeitung
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Sowohl Gitarrenhals als auch Klangkörper, Wirbel und Stege machen einen stabilen Eindruck. Die Feinabstimmung des Instrumentes ist gelungen und geht auch nach längerer Zeit nicht verloren. Zeigt sich mit den Jahren bei anderen Produkten eine leichte Bundunreinheit - Pickel auf der Harmonieseele - so ist meine Yamaha auch heute noch voller Jungfräulichkeit in dieser Hinsicht, obwohl wir oft Verkehr miteinander hatten.

Das Design
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Eine gute Gitarre muss für mich klingen und nicht den Anschein erwecken, ich sei der Besitzer eines besonders Ansprechenden Instrumentes. Keine Verzierungen, nur schlichtes Handwerk. Dafür aber Klangqualität. So muss es sein. Musik ist in diesem Sinne auch nur ein Handwerk, das auf einfachen Werkzeugen Stimmungen erzeugt. Wie in einer guten Ehe, wo auch nicht zählt, wie schön die Frau aussieht, wenn sie am Herd steht. Was zählt ist der Geschmack des Gerichtes, das sie liebevoll zubereitet. Die Yamaha vermittelt Gänsehautgeschmack.

Liebe ohne Reue
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So lasse ich hin und wieder meine Seele in den Saiten baumeln, bin von störenden Disharmonien verschont und kann mich ganz mit meiner Stimme auf das harmonische Miteinander einlassen, das meine Finger dezent und leichtfingrig begleiten. Ja, ich liebe diese Gitarre und jene Stunden, in denen wir zusammen Gänsehaut erzeugen. Wir sind ein Paar und was das beste ist - im deutschen Sprachegebrauch ist 'die' Gitarre mit dem weiblichen Artikel versehen. Na, wenn das nicht Harmonie bedeutet. "Music was my first love" und sie wird auch meine letzte sein. Empfehlenswert klangvoll und beständig treu - das ist die Yamaha C40.

Anekdote
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Was so alles beim Gitarrenkauf passieren kann, man soll es kaum glauben. Vor langen Jahren reisten ein Bekannter und ich durch Ostfriesland, spielten in Fußgängerzonen und Kneipen jener herben, menschlichen Gegend und erfreuten das ein oder andere Gemüt mit nachgespielten Simon & Garfunkel Liedern. Da begab es sich eines Tages, dass mein Bekannter sich in eine zwölfsaitige Gitarre verliebte. Und wortgewandt wie er war, feilschte er um den Preis, der für dieses Instrument ohnehin schon etwas merkwürdig erschien. Aber nichts desto trotz, er handelte ihn noch herunter. Wieder auf unserem Campingplatz angekommen - damals reisten wir auf diese Art durch Deutschland - fiel ihm die tiefe Stimmung der Gitarre auf. Eine Mundharmonika in der Hand - so etwas hatten wir auch immer im Koffer - drehte er vorsichtig die Wirbel in Richtung Spannung. Nach wenigen Sekunden folgte die Abdeckung des Resonanzkörpers jeder Wirbelbewegung und richtete sich steil auf. Wie ein aufgeblasener Ballon schien die Abdeckung sich in die Lüfte zu erheben. Na ja, alles hat seinen Preis und wenn man einkauft, sollte man Vorort prüfen, was später vielleicht zur Trennung von der Geliebten führt.

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • giselamaria veröffentlicht 16.07.2009
    sehr lustig beschrieben ;-))) - LG Gisela
  • manuelmama veröffentlicht 19.05.2009
    Die Kategorie wurde wohl nicht geändert? Ich finde es toll, wenn jemand Gitarre spielen kann, das ist ein tolles Instrument. Mein Sohn möchte es lernen - aber er ist erst vier, das kann sich ja noch ändern. Wäre aber toll. LG Sabine
  • homegirl38 veröffentlicht 11.10.2008
    Wir haben noch ein Yamaha Keyboard. lg katrin
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Produktdaten : Yamaha C-40

Produktbeschreibung des Herstellers

Westerngitarre, Konzertgitarre - 6 saitig

Haupteigenschaften

Saitenanzahl: 6 saitig

Gitarrentyp: Westerngitarre, Konzertgitarre

Hersteller: Yamaha

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Auf Ciao gelistet seit: 19/07/2004