toller Cruiser, aber nur für Kurzstrecke
01.01.2001
Pro:
tolle Optik, guter Motor, gute Verarbeitung
Kontra:
gefähliche Ölstandskontrolle, schlechte Sitzposition
Empfehlenswert:
Ja
 bglxx
Über sich:
Mitglied seit:21.11.2000
Erfahrungsberichte:33
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 11 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Yamaha XVS 650 DragStar ist ein sehr guter Cruiser, den ich mit viel Freude gefahren habe, der aber nur für Kurzstrecken geeignet ist. 1. Die sehr gelungene Optik dieses Motorrades ist eine Einladung zum Aufsteigen und Losfahren.
2. Der Motor springt bereitwillig an, ist sehr durchzugsstark und durch das gute Drehmoment kann man mit dem 4. Gang auch gut durch die City fahren, ohne jetzt als Lahm zu wirken. Beim Ampelsprint hängt man so manche Rennsemmel ab, da Schwerpunkt und Drehmoment den Fireblades und Ninjas überlegen ist - erst ab den höheren Tempis ist dann Sense wegen zu wenig Leistung. Bis dahin hat man aber die Semmelpiloten ziemlich verdutzt. 3. Der Beifahrer hat ein Sitzbrötchen zur Verfügung, was aber nicht weiter schlimm ist, da Cruisen alleine eh besser geht.
4. Der Sound des Motorades ist kernig aber nicht nervend. 5. Die Sitzposition führt dazu, dass alle Straßenunebenheiten direkt in das Steissbein und dann in die Wirbelsäule eingeleitet werden. Ich habe hier selten Länger als eine Stunde draufgesessen, ohne dass der Rücken und der Hintern sich unangenehm zu Wort meldeten. Das war der Grund, warum ich das Bike abgegeben habe. Auch wenn's mir erst unlogisch erschien, aber auf einer Rennsemmel reist sichs allemal bequemer.
6. Die Bremsen sind für einen Cruiser noch ziemlich gut und das Fahrwerk verzeiht auch manchen Fahrfehler. 7. Die absolut blödeste Konstruktion für die Ölstandskontrolle ist bei diesem Bike zu finden. Der Konstrukteur sollte geteert und gefedert werden. Unterhalb des Motors ist ein Schauglas, das man nur bei gerade stehender Maschine ansehen kann. Da die Maschine nur einen Seitenständer hat, darf man sich hinknien, das Ohr fast auf die Straße legen und mit einer Hand die Maschine gerade jonglieren. Wem da die Maschine kippt, sollte den Kopf wegziehen, bevor der Motor ihn erreicht. Saugefählich und saudämlich!!!
Fazit: Dieses Bike hat's in sich, ist sexy. Deswegen habe ich den 1er gemacht. Und ich bin gerne mit ihr durch die Lande gecruist, habe sie gleiten lassen und habe sie gedroschen. Aber die Maschine kann nur für den Samstagsausflug dienen, da die Sitzposition nicht gut ist.
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20.09.2001 08:53
Dem Bericht von bglxx kann ich nicht ganz zustimmen. Ich fahre nun seit März 1998 eine Dragstar. (Gesamtfahrleistung = ca.30.000 km). Den Komfort bewerte ich, gerade bei Langstrecken, als sehr positiv. Tagestouren von ca. 500 km, (u.a. in der Toscana, in Ungarn, in den Dolomiten) konnte ich (als normaler Durchschnittsmensch = 1,75 mtr.Größe)ohne Beanstandungen bewältigen. Jedoch muß ich bei der Verarbeitung einige Abstriche vornehmen. Im Laufe der Zeit lösten sich bei meiner "dragg" irgendwelche Schrauben. Mein Tip hierzu: Lieber öfter die Schrauben kontrolieren, als das "Bike" auf hochglanz polieren. Zum Motor (/Leistung): Im "ebenen Gelände" vollkommen ausreichend, jedoch auf Passstrassen fehlt es der Dragstar an Durchzugsmoment. mfg zepps
11.05.2001 12:47
Ich finde man kann auch längere Strecken damit fahren. Meine längste ca. 500 Kilometer. Danach war ich zwar auch groggy, aber nicht alleine von der harten Federung.