Yamaha XV 1100

Erfahrungsbericht über

Yamaha XV 1100

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Yamaha XV 1100

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Misterymagiclady als Motorradbraut

4  19.06.2001

Pro:
Design, lässt sich sehr gut fahren, liegt auch in den Kurven gut, liegt ruhig auf der Straße, gute Sitze, kleinere Defekte kann man selber reparieren, wartungsarm, lässt sich gut reinigen

Kontra:
Anlasser ist zu klein geraten, dadurch enstehen kosten von 1000 DM, recht leise, Regler wird zu heiß  -  - > neue Batterie muss gekauft werden  -  - > 150 DM

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

misterymagiclady

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:263

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 92 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallöchen liebe Ciao Mitglieder und Freunde!


Einleitung:
**********

Zwar besitze ich noch nicht einmal einen Führerschein, geschweige denn ein Auto, dennoch handelt meine heutige Meinung von der Yamaha XV 1100. Mein Vater ist ein leidenschaftlicher Motorradfahrer, aus diesem Grund hat er mir die Vor - und Nachteile von diesem Motorrad aufgezählt, damit ich einen ausführlichen Bericht über dieses Motorrad schreiben kann. Er hat mir seine persönlichen Erfahrungen mit diesem Motorrad bis ins kleinste Detail geschildert. Ich selber bin auch schon ein paar mal als Beifahrer mitgefahren. Es hat mir zwar eine menge Spass gemacht, dennoch würde ich selber keinen Motorrad Führerschein machen. In meinem heutigen Bericht möchte ich euch die Yamaha einmal ein wenig genauer vorstellen und euch die Vor - bzw. Nachteile erläutern.


Aussehen:
**********

Die Yamaha hat die Farbe Schwarz mit ein wenig Silber. Es sieht wirklich sehr gut und edel aus. Genügend Platz bietet diese Yamaha noch für einen Zweifahrer. Im hinteren Bereich der Yamaha befindet sich noch der Hinterrad - Stoßdämpfer und das Rücklicht. In der Mitte der Yamaha befindet sich der Kraftstofftank. Vorne verfügt das Motorrad über einen vorderen Blinker, ein vorderes Schutzblech, einen Scheinwerfer und über das Vorderrad. In der Mitte der Maschine befindet sich noch der Fußbremshebel, die Fußraste, der Schalldämpfer, der untere Kraftstofftank und den Fußschalthebel. Das Lenkrad verfügt über die Funktionen, Kupplungshebel, Tachometer, Hauptschalter, Drehzahlmesser, Handbremshebel, Gasdrehgriff, Lenkerarmaturen rechts sowie links. Insgesamt ist zu sagen, dass diese Yamaha über ein sehr edles Design verfügt.


Yamaha:
*********

Gekauft hat mein Vater dieses Motorrad schon vor längerer Zeit. 1994. Mein Vater sagt immer: „Dieses Zweirad ist ein faszinierendes Fahrzeug, das ein Gefühl von Freiheit und Stärke vermittelt.“ Nun möchte ich euch die Maschine und dessen Funktionen einmal genauer erläutern. Eine Funktion ist zum Beispiel der Hauptschalter. Der Hauptschalter schaltet die Zündung sowie die Stromversorgung der anderen elektrischen System ein und aus. Interessant ist es, dass es für dieses Modell zwei Hauptschalter Varianten gibt. Einmal mit und einmal ohne Lenkerschloss. Wenn der Schalter auf On steht, heißt dies, dass die Zündung eingeschaltet ist. Nun kann der Motor angelassen werden und alle elektrischen Systeme sind betriebsbereit. Der Schlüssel lässt sich in dieser Position nicht abziehen. Bei der Off Funktion sind alle elektrischen Systeme ausgeschaltet und der Schlüssel kann dann abgezogen werden. Die Funktion Lock ist der Hauptschalter mit Lenkerschloss. In dieser Position ist der Lenker verriegelt. Zudem sind alle Schaltkreise unterbrochen und der Schlüssel kann abgezogen werden. Die Funktion parken verursacht, dass der Lenker verriegelt ist. Die Parkbeleuchtung, bestehend aus Parklichtlupe vorn und Rücklicht ist dann eingeschaltet. Auch sind jetzt alle anderen Systeme ausgeschaltet. Nun kann man den Schlüssel abziehen. Wenn der Besitzer das Fahrzeug abstellen möchte, muss er den Schlüssel stets auf Off oder Lock drehen und dann abziehen.


Ich möchte euch nun die Anzeigen genauer erklären. Wenn die Leerlaufanzeige „Neutral“ aufleuchtet, heißt es, dass sich das Getriebe im Leerlauf befindet. Der Fernlichtanzeige „High Beam“ leuchtet bei eingeschaltetem Fernlicht. Eine weitere Anzeige ist die Ölstand - Warnanzeige „Oil“. Diese Anzeige leuchtet rot, wenn der Ölstand zu niedrig ist. Der Fahrer wird damit gewarnt. Die nächste Funktion ist die Reserve - Warnanzeige. Sie leuchtet rot, wenn der Kraftstoffstand im Tank unter ca. 3 Liter fällt. Nun wisst ihr wenigstens schon einmal über die Anzeigen bescheid, der nächste Aspekt ist der Tachometer, das ich euch genauer vorstellen möchte. Der Tachometer zeigt die Fahrgeschwindigkeit an und besitzt auch einen Kilometer - und einen Wegstreckenzähler. Der Wegstreckenzähler kann mit dem Rückstellknopf auf Null zurückgesetzt werden. Mit dieser Funktion kann der Besitzer die durchschnittliche Reichweite einer Tankfüllung ermitteln. Dies finde ich sehr praktisch. Eine weitere Funktion bei dieser Maschine ist das Drehzahlmesser. Dieser ermöglicht die Überwachung der Motordrehzahl, um sie im optimalen Leistungsbereich zu halten.


Der Abblendschalter an den Lenkerarmaturen ist geeignet, um das Fernlicht ein bzw. auszuschalten. Zusätzlich verfügt die Maschine über zwei Blinkerschalter - Varianten. Einmal mit Abschaltautomatik und einmal ohne. Der Hupenschalter löst natürlich die Hupe aus. Eine weitere Funktion ist der Lichtschalter. In der Position On sind der Scheinwerfer, die Instrumentenbeleuchtung und das Rücklicht eingeschaltet. In der Position Po sind die Parklichtlampe vorn, die Instrumentenbeleuchtung und das Rücklicht eingeschaltet. Die nächste Funktion, die ich euch genauer erläutern möchte, ist der Motorstoppschalter. Dies ist nämlich eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung. Er erlaubt dadurch das Abschalten des Motors in Notsituationen. Um die Maschine starten zu können, muss der Besitzer zuerst den Anlassschalter „Start“ betätigen. Außerdem verfügt diese Yamaha über einen Reserveschalter, über ein Kupplungshebel und ein Fußschalthebel. Der Kupplungshebel, der einen Anlasssperrschalter beherbergt, befindet sich auf der linken Seite des Lenkers. Die Gänge dieses 5 - Gang - Getriebes werden über den Fußschalthebel linksseitig des Motors bei ausgedrückter Kupplung geschaltet.


Des weiteren benötigt ein kalter Motor zum Starten ein fetteres Kraftstoff - Luftgemisch, das eine spezielle Kaltstarteinrichtung liefert. Bei dieser Maschine kann der Besitzer auch noch den Sitz abnehmen. Wichtig ist nur, dass man beim wieder aufschreiben, darauf achtet, dass der Sitz richtig eingerastet ist. Auch verfügt dieser Maschine über einen Helmhalter. Auch kann die Federvorspannung und Dämpfung des Hinterrad - Stoßdämpfers je nach belieben des Besitzer eingestellt werden. Zudem besitzt die Yamaha einen Seitenständer. Dieser befindet sich auf der linken Seite. Ein integrierter Zündunterbrechungsschalter stoppt den Motor bei ausgeklapptem Seitenständer. Dieser Seitenständer verhindert ebenso das Anlassen, wenn der Seitenständer nicht vollständig eingeklappt ist. Ein anderer Punkt ist, dass man immer darauf achten sollte, wie die Beladung ist. Denn eine falsche Beladung beeinträchtigt das Fahr - sowie das Bremsverhalten und damit die Sicherheit des Motorrads. Deswegen sollten auch keine Gegenstände mitgeführt werden, die verrutschen könnten. Zu beachten ist außerdem noch, dass vor jeder Fahrt die Reifen kontrolliert werden müssen. Und auch die Befestigungselemente, sowie die Beleuchtung und die Anzeigen müssen vorher geprüft werden. Genauso auch noch die verschiedenen Schalter, die Batterie und den Kraftstoff.


Der Hersteller empfiehlt den Kraftstoff „Bleifreies Normalbenzin“ mit mindestens 91 Oktan. In den Tank passen genau 16,8 Liter und in den Reservetank noch mal 3 Liter. Erwähnen möchte ich noch, dass das Motorrad mit einem Zündunterbrechungs - und Anlasssperrschalter - System ausgerüstet ist. Ein anderer Punkt, der zu beachten ist, ist, dass das Motorrad nicht längere Zeit bei ausgeschaltetem Motor rollen gelassen werden darf und auch nicht abgeschleppt werden darf. Auch im Leerlauf kann dies zu Schäden führen, da das Getriebe nur bei laufendem Motor geschmiert wird. Darüber hinaus erwartet den neuen Besitzer beim Kauf dieses Motorrads ein paar Einfahrtsvorschriften, die ich einmal genauer erläutern möchte. Die ersten 1000 Kilometer sind ausschlaggebend für Lebensdauer und Leistung des Motorrads. Zu beachte ist, dass der Motor während der ersten 1000 Kilometer nicht zu stark beansprucht wird. Dies liegt daran, weil verschiedene Bauteile des Motors während dieser Zeit auf das korrekte Betriebsspiel einlaufen. Daher sind hohe Drehzahlen, längeres Vollgasgeben und andere Belastungen zu vermeiden. Ein anderer Aspekt ist, dass nach den ersten 1000 Kilometern unbedingt das Motoröl und der Ölfilter zu wechseln sind.


Einige Reparaturen können an der Maschine vom Besitzer selber ausgeführt werden, dies geht einfach mit dem Fahrwerkzeug. Dennoch sollten größere Schäden von einem Fachmann durchgeführt werden. Der neue Besitzer muss auch darauf achten, dass der Luftfiltereinsatz in empfohlenen Abständen gereinigt wird. Zudem kann der Besitzer das Ventil einstellen. Und auch die Zündkerzen müssen regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem kann noch der Bremslichtschalter eingestellt werden. Der Bremsflüssigkeitsstand muss auch überprüft werden. Da im Winter das Motorrad still steht, müssen vorher noch einige Vorkehrungen getroffen werden. So können dann Schäden verhindert werden. Zuerst muss das Motorrad gründlich gereinigt werden. Der Kraftstofftank, die Kraftstoffleitungen und das Vergaserschwimmergehäuse muss gründlich entleert werden und die Zündkerzen werden herausgeschraubt.


Zum Schluss möchte ich noch ein paar Technische Daten nennen: Insgesamt hat das Motorrad eine Länge von 2335 mm. Die Breite beträgt 840 mm und die Gesamthöhe 1190 mm. Die Sitzhöhe betrifft 715 mm, der Radstand 1.525 mm und die Mindestbodenfreiheit beträgt 145 mm. Das Leergewicht einschließlich vollem Tank und Öl beträgt 240 kg. Der Zylinder ist ein V - 2 Zylinder. Der Hubraum beträgt 1.063 cm3. Die Rahmen sind sogenannte Doppelschleifenrahmen und der Lenkkopfwinkel beträgt 32 Grad. Die Zündung ist eine digitale Transistorzündung. Die Scheinwerfer bestehen aus einer Quarzlampe. Das Schmierungssystem ist eine Naßsumpfschmierung. Der Luftfilter ist ein Trockenelement und die Krafstoffsorte ist bleifreies Normalbenzin. Die Kupplungsbauart ist ein Mehrschreiben - Ölbad.


Preis:
******

Bezahlt hat meiner Vater vor einigen Jahren genau 17500 DM dafür. Natürlich mit Zubehör. Ohne Zubehör kostet die Maschine ca. 16500 DM. Ich finde, dass der Preis eigentlich vollkommen in Ordnung geht, dafür, dass die Maschine neu ist.


Positive Erfahrungen:
*******************

Als ersten Vorteil würde ich das Design bezeichnen. Ich war schon des öfteren mit auf Motorradmessen, dennoch gefallen mir viele Maschinen nicht. Entweder sind sie zu bunt oder deren Form gefällt mir nicht. Dieses Motorrad hingegen sieht sehr edel aus. Besonders wenn er gerade gewaschen wurde, schimmert das Schwarz und Silber sehr interessant. Da ich selber noch nie gefahren bin, hat mir mein Vater die weiteren Vorteile von dieser Maschine genannt. Er ist der Meinung, dass sich die Maschine sehr gut fahren lässt. Da wir im Sauerland leben, gibt es hier eine menge Berge und Kurven, dennoch meint mein Vater, dass sich die Maschine auch in den Kurven sehr gut fahren und steuern lässt. Sie liegt ruhig auf der Straße und ist einfach zu bedienen. Ein weiterer Vorteil ist, dass noch ein Beifahrer mitfahren kann. Auch nach längeren Motorradfahrten meint mein Vater noch, dass die Sitze einen sehr guten und bequemem Halt geben, das man noch länger mit der Maschine fahren kann. Und auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich als Beifahrer mitgefahren bin, ich sehr gut auf dem Sitz sitzen konnte. Eine weitere positive Erfahrung ist, dass das Motorrad wartungsarm ist. Dies bedeutet, dass die Maschine nicht besonders oft in die Werkstatt muss. Auch können kleinere Arbeit sehr gut im Besitzer selber durchgeführt werden. Mein Vater hatte schon des öfteren kleinere Probleme, doch diese konnten ohne eine Fachkraft alleine von Hand durchgeführt werden. Darüber hinaus meint mein Vater, dass die Maschine sehr zuverlässig ist und auch eine gute Verarbeitung besitzt. Da seine Maschine etwas sehr wertvolles für ihn ist, muss sie auch des öfteren gereinigt werden, damit sie auch immer glänzt. Er ist der Meinung, dass sich die Maschine sehr gut reinigen lässt. Der letzte Vorteil ist der Service. Oft hatte mein Vater schon Fragen und auch Anregungen an die Firma, die sehr freundlich geantwortet haben.


Negative Erfahrungen:
*********************

Mein Vater meinst, dass der Anlasser zu klein geraten ist. Dadurch geben das Planetengetriebe und die Vorspannung oft den Geist auf. Die Folge ist dann, dass ein neuer Anlasser gekauft werden muss. Der Kostenpunkt beträgt dann 1000 DM. Darüber hinaus findet es mein Vater sehr schade, dass das Motorrad recht leise ist, es könnte durchaus lauter sein. Ein weiterer Nachteil bei dieser Maschine ist, dass der Regler / Gleichstromrichter oft zu heiß wird, dies passiert dadurch, dass er sehr ungünstig untergebracht wurde. Dadurch überkocht die Batterie und es muss eine neue Batterie gekauft werden. Der Kostenpunkt dabei beträgt 150 DM.


Fazit:
******

Heute ist mein Vater unsicher darüber, ob er sich diese Maschine jetzt noch einmal kaufen würde, da sie eben über die besagten Nachteile verfügt. Am liebsten wäre ihm natürlich eine Harley Davidson, aber dafür fehlt uns wohl das Geld. Ingesamt ist wohl zu sagen, dass diese Maschine empfehlenswert ist, es aber durchaus bessere gibt.


Tschüssi mit Bussi,

eure Annika alias die Lady

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ah13

ah13

06.04.2002 01:00

Hi, schade dass dein Papi nicht selber schreiben kann ;-) doch die Technischen Details ersparen einem das Lesen der Bedienungsanleitung ;-)

Gold-Locke

Gold-Locke

21.06.2001 18:57

Ein ausgesprochener Spitzenbericht, der ein blaues Klunkerchen verdient. Es wird nicht lange dauern, da kannst du das Maschinchen selbst fahren!!! mfggl.

Hanflutscha

Hanflutscha

21.06.2001 16:22

Du hast nicht zufälligerweise das Motorrad entworfen und gebaut??? Was du alles weisst. Gruß Hanflutscha

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