Yamaschade
16.05.2012
Pro:
N I C H T S .
Kontra:
Hat keine 10 Minuten gehalten und ließ sich nicht einmal reparieren .
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Bildqualität
Klang
Bedienung
Ausstattung
Zuverlässigkeit
mehr
 Spassprediger
Über sich:
“We're all mad here. I'm mad. You're mad.” “How do you know I'm mad?” said Alice. “You must be,” sai...
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Produktvideos:1
Vertrauende:64
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 58 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Es gab eine Zeit, da habe ich noch versucht, eines einigermaßen vernünftigen DVD-Players habhaft zu werden, der auch aus den USA importierte DVDs ohne Murren abspielt. Das Problem: Bei den meisten Modellen, die dem Nutzer die eigenmächtige Änderung des Regionalcodes gestatten, handelt es sich um Geräte der … äh … Preiseinstiegsklasse.
Ich habe gar nichts dagegen, vergleichsweise wenig Geld für ein Gerät auszugeben, solange ich dafür vernünftige Qualität erhalte. Ich hätte seinerzeit allerdings auch nichts dagegen gehabt, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und ein Markengerät zu kaufen. Allein, das stand gar nicht zur Wahl, sondern ich musste mich zwischen verschiedenen Billiggeräten entscheiden.
Meine Wahl fiel damals auf das Gerät von Yamakawa, da das Gerät offenbar bereits viele Fans gefunden hatte. Die äußerten sich teils überschwänglich und attestierten dem Gerät in den einschlägigen Foren ein mindestens gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich glaube nicht einmal, dass ich damals auf Auftragsarbeiten bezahlter Jubelperser hereingefallen bin – wahrscheinlich stellten die Buben, die sich den DVD-Player von Yamakawa zugelegt hatten, einfach nur niedrigere Ansprüche an einen DVD-Player, und mit Sicherheit hatten sie beim Kauf ein sehr vielglücklicheres Händchen gehabt als ich. Ich habe den DVD-Player der Marke Yamakawa, die mir bis dahin kein Begriff gewesen war, bei einer Tochter eines deutschen Handelskonzerns gekauft, die einst behauptete, Geiz sei geil, und die heute an ihrer eigenen Werbung so sparen muss, dass das Budget offenkundig nicht einmal mehr für Sätze mit einem kompletten Prädikat reicht. Bezahlt habe ich seinerzeit, lang ist’s her, um die 200 Euro, und das galt damals als durchaus vertretbarer Preis für ein Gerät, das angeblich nicht nur zur Wiedergabe von DVDs aus aller Herren Länder taugen sollte, sondern auch von herkömmlichen gekauften Audio-CDs sowie von allerlei Rohlingen, die der Nutzer selbst mit Audio- und/oder Videodaten bestückt hat.
Ab hier kann ich mich kurz fassen: Ich habe das Gerät nach Hause getragen, angeschlossen, in Betrieb genommen und testweise eine DVD eingelegt. Nach etwa fünf Minuten hatte der Spaß ein Ende: Das Bild fror ein und das Gerät hängte sich auf. Der Druck auf die Stop-Taste zeigte ebenso wenig Wirkung wie der auf jede andere Taste. Als alles nichts half, habe ich das Gerät der Not gehorchend vom Netz getrennt. Der Versuch, das Gerät erneut in Betrieb zu nehmen, führte zu – nichts. Der Player blieb stumm, das Display dunkel. Nicht einmal die eingelegte DVD mochte der Apparat wieder herausgeben. Ich habe den Fehlkauf noch am gleichen Tag zum Händler zurückgetragen. Ersatz habe ich natürlich keinen erhalten, sondern nur die heutzutage übliche, lakonische Auskunft, man müsse „das Gerät einschicken“. Dann gingen ein paar Monate ins Land, ohne dass der versprochene Anruf bei mir je erfolgt wäre. Stattdessen habe ich irgendwann die Nummer des Händlers gewählt und mich erkundigt, wie’s denn nun weiterginge. Die Auskunft, die ich erhielt, war dazu angetan, auch durchaus leidgeprüfte Reklamateure noch in Erstaunen zu versetzen: Das Gerät hatte man offenbar für irreparabel befunden und deshalb kurzerhand entsorgt. Zusammen mit meiner CD. Ohne mich zu fragen. Mich von der ganzen Geschichte wenigstens mal kurz ins Benehmen zu setzen hatte augenscheinlich auch niemand für erforderlich gehalten. Mit einem gleichwertigen Ersatzgerät konnte man auch Monate später nicht dienen – oder besser gesagt: Nicht mehr, denn mittlerweile wurde das von mir erstandene Gerät schon nicht mehr produziert. Ich könne mich ja, hieß es, für das Nachfolgemodell entscheiden. Man wird sich sicher unschwer vorstellen können, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hielt, noch einmal ein Gerät eines Herstellers zu kaufen, mit dessen Erzeugnis ich Erfahrungen gesammelt habe, die wirklich unvergleichlich schlecht sind – dass ein Gerät innerhalb von Minuten den Geist aufgibt und das aufgrund eines Fehlers, der sich nicht beheben lässt, habe ich vor dem Kauf des Geräts von Yamakawa und, zum Glück, auch seitdem nicht wieder erlebt. In den fünf Minuten, in denen ich Gelegenheit dazu hatte, die Werte zu beurteilen, die der Player in punkto Bild- und Tonqualität lieferte, habe ich übrigens folgenden Eindruck gewonnen: Völliges Mittelmaß.
Sollten Sie, lieber Hersteller, finden, dass ich zu einem falschen Eindruck gelangt bin, dann sehen Sie es mir mit Blick auf die kurze Lebensdauer des Geräts bitte nach. Es bleibt Ihnen selbstverständlich unbenommen, sich mit mir zwecks kostenloser dauerhafter Überlassung eines Testgerätes in Verbindung zu setzen – falls Sie möchten, prüfe ich das Modell dann gern auf Herz und Nieren und lasse mich, so denn Anlass dazu besteht, auch gern in positiver Weise darüber aus. Einstweilen jedoch kann ich leider nur sagen: Der erste Eindruck, für den es bekanntlich keine zweite Chance gibt, hätte schlechter nicht sein können.
R e s ü m e e Mein absoluter Tiefpunkt nicht nur in punkto DVD-Player-Kauf, sondern überhaupt im Bereich der Unterhaltungselektronik – das von mir erstandene Exemplar hat nicht einmal eine erste Test-DVD störungsfrei abgespielt, sondern hängte sich nach 5 Minuten auf. Danach ließ sich das Gerät nicht nur nicht wieder in Betrieb nehmen, sondern selbst eine Reparatur war laut Auskunft des Händlers nicht möglich – der hatte das Gerät inklusive DVD kurzerhand entsorgt, ohne mich auch nur darüber zu informieren. Hätte ich nicht telefonisch nachgehakt, säße ich wahrscheinlich noch heute ahnungslos da. Mithin: Nicht nur eine Blamage für Yamakawa, sondern auch für den Händler, der vielleicht aus gutem Grund seinen neuesten Werbeslogan „So muss Technik“ aussagetechnisch sehr wolkig in der Luft (oder gar im All?) hängenlässt.
PS: Hinweis für Fred & Co.: Meine Schilderungen erklären hinreichend, warum sich die Frage nach einem Foto erübrigt. Ich ersuche deshalb höflich darum, von einschlägigen Einlassungen Abstand zu nehmen.
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22.05.2012 12:01
So unnütz war das Teil dann doch nicht... ich hab mich (nochmal) sehr über deine lakonisch-depressive Berichterstattung amüsiert! ;D
20.05.2012 20:36
*runterschiel* Ahahahahaaaa...grandioser Einwand von doeter. Genau das hättste mal fotogafieren sollen, zu geil...;-)
19.05.2012 22:56
"Yamaschade" - genial! / "So muss Technik" - g...renzdebil! Gruß, SHIN-A.