Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Story, Zeichnungen, Humor, Charaktere, rundum toll |
| Kontra: |
nada |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Da ich mit Mangas und Animes aufgewachsen bin, ist es wohl nicht weiter verwunderlich, dass ich sie bis heute immer noch lese und anschaue und vermutlich auch noch lesen und anschauen werde, wenn ich 80 bin.
Einer der herzigsten Mangas, den ich in den letzten Jahren gelesen habe ist "Yotsuba to!" bzw. Yotsuba&!
Allgemeines zu Yotsuba&!
Zeichner und Autor von Yotsuba&! ist Azuma Kiyohiko.
Es geht um das Leben eines 5-Jährigen Mädchens mit ihrem Papa sowie Freunden und Bekannten aus der Nachbarschaft.
Yotsuba ist noch sehr naiv und sieht die Welt oft mit ganz anderen Augen als die Erwachsenen. Sie muss noch viel lernen, was besonders nach ihrem Umzug in eine andere Stadt klar wird. Vieles war ihr bisher unbekannt.
So begleitet der Leser sie Episode für Episode durch die Tage und Monate in ihrem Leben, das voller Merkwürdigkeiten steckt - zumindest aus Yotsubas Sicht.
Der erste von bisher 10 Bänden des Mangas Yotsuba to! wurde in Japan Ende August 2003 durch ASCII Media Works veröffentlicht.
Einige Monate vorher erschien Yotsuba to! bereits regelmäßig einmal im Monat im Comic Dengeki Daiou Magazin.
In Deutschland erschien er erst einige Jahre später, nämlich März 2007, auf dem Markt, veröffentlicht durch TOKYOPOP unter dem Namen Yotsuba&!.
Ein Band ist immer in 7 Kapitel geteilt, die Yotsubas Erfahrungen und Erlebnisse mit den unterschiedlichsten Dingen und Begebenheiten in ihrem Leben beschreiben.
Daher auch das "&" hinter Yotsubas Namen (bzw die Partikel
to im Japanischen). In den Titeln der Kapitel folgt dem
& somit immer das Thema der nächsten Episode. Z.B. Yotsuba & Umzug
(Yotsuba to Hikkoshi).
In Deutschland sind bisher 9 Bände erschienen (Band 9 ist seit Januar 2011 erhältlich)
Das Genre des Mangas ist
Comedy und trägt bei uns die
Altersempfehlung ab 13 Jahre.
Yotsuba&! Band 1 kaufen
Ich habe den ersten Band damals über Amazon.de bestellt für 6,50 Euro. Ein normaler Preis für einen Manga.
Er hat 224 Seiten und ist durchgehend schwarz/weiß. Lediglich der Einband (Softcover) ist in Farbe (siehe Fotos).
Der Manga hat eine Einheitsgröße, passt also perfekt neben die meisten anderen ins Regal (18,8 x 12,5 x 1,5).
ISBN-10: 3865806554
ISBN-13: 978-3865806550
Inhaltsangabe auf dem Buchrücken:"Eine kleine Vorstadtgegend irgendwo in Japan: Blühende Gärten, gepflegte Häuser, Idylle pur - bis sie kommt...
Die 6-jährige Yotsuba zieht mit ihrem Vater in die Nachbarschaft und mischt mit ihrer unschuldig-chaotischen und neugierigen Art das Vorstadtleben so richtig auf. Mit wilden Verfolgungsjagden, Ballonmonstern oder Insektenschwärmen stürzt sie so ziemlich alles und jeden ins Chaos!
Doch kann man einem kleinen Mädchen mit grünen Wuschelhaaren und Kulleraugen wirklich lange böse sein...?"
Anmerkung von mir: Yotsuba ist erst 5, sie erzählt nur gerne, sie sei 6 (aus Unwissenheit. Sie glaubt einige Zeit lang wirklich, sie wäre 6).
Meine Kaufmotivation
Ich lese Mangas nicht nur, weil ich es seit jeher tue und weil sie mir gefallen.
Ich lese sie auch deshalb, weil es mir leider sehr schwer fällt richtige Bücher zu lesen.
Ich lese zwar auch diese, aber da ich eine Konzentrationsschwäche habe und Symptome einer Narkolepsie ist das für mich wahnsinnig anstrengend. Spätestens nach der 3. oder 4. Seite bin ich so müde, dass ich aufhören muss. Daher lese ich mitunter schon mal ein Jahr an einem normalen Buch.
Bei Mangas ist das nicht so. Man kann teilweise die Geschichte auch nur über die Bilder verfolgen - Eindrücke über die Szene erhält man in wenigen Sekunden, die in einem normalen Buch seitenweise beschrieben werden müssten. Text in Sprechblasen wird mit einem Blick erfasst, ohne dass man die gesamte Buchseite von links nach rechts mit den Augen scannen muss.
Mangas sind im Grunde die Japanische Variante eines Comics.
Vorrangig unterscheiden sie sich darin, dass Mangas für gewöhnlich (mit Ausnahme von wenigen Artwork-Seiten) schwarz/weiß sind, während typische Comics so bunt wie nur möglich sind. Ein weiterer Unterschied ist, dass Mangas in Japan einen ganz anderen Stellenwert einnehmen, als Comics in den USA oder Europa.
Er kann nicht nur Geschichten zum Thema haben, sondern auch Themen des normalen Alltags - Politik, Finanzen, Wirtschaft, Bildung etc. Es gibt zu nahezu jedem Thema einen Manga und sie werden von Kindern & Erwachsenen gleichermaßen gelesen.
Wenn ich also schnell mal was lesen mag, dann gerne einen Manga - die Chancen, dass ich ihn zumindest bis zur Hälfte schaffe, bevor ich schrecklich ermüde stehen sehr viel höher (^__^)
Und Yotsuba&! ist so ein Manga.
Ich entdeckte ihn mehr durch Zufall auf Amazon. Ich fand schon die Zeichnung auf dem Cover toll.
Ich recherchierte im Internet, worum genau es ging und fand eine englische Seite, auf der man das erste Kapitel von Yotsuba&! online lesen konnte. Schon nach den ersten paar Seiten stand für mich fest, dass ich das Buch kaufen werde.
Inhalt von Band 1
Die Geschichte von der kleinen Yotsuba startet mit einem Umzug der Koiwais in eine neue Stadt.
Zusammen mit ihrem Vater erhält sie aus dem Umzugswagen heraus erste Eindrücke der neuen Umgebung auf dem Weg zu ihrem Haus, indem sie ab jetzt wohnen werden.
Schon am ersten Tag schließt die kleine Familie Bekanntschaft mit den drei Töchtern der Nachbarsfamilie Ayase - Fuuka, Ena und Asagi.
Ab der ersten Minuten, da sie Yotsuba erleben, müssen sie feststellen, dass das kleine Mädchen irgendwie höchst sonderbar ist - das sagt sogar ihr Vater.
So muss Ena, die das erste Mal im nahegelegenen Park auf Yotsuba stößt, verwundert feststellen, dass diese offenbar keine Ahnung davon hat, was eine Schaukel ist - geschweige denn, wie man sie benutzt.
Fuuka lernt Yotsuba kennen, als die Kleine gerade zirpend weit oben an einem Strommast hängt und Grille spielt.
Asagi macht das erste Mal Bekanntschaft mit dem Mädchen, als Yotsuba ihr schreiend entgegenrennt, auf der Flucht vor Fuuka.
Fuuka hatte Yotsubas Vater angeboten, seine Tochter zu suchen, da diese während das Umzugs auf Erkundungstour in der Gegend rumstromerte.
Als sie Yotsuba schließlich fand, bat sie das Kind mit ihr zu kommen, sie würde sie zurück zu ihrem Vater bringen, der bereits nach ihr suchen würde.
Erst willigt Yotsuba ein, dann allerdings erinnert sie sich daran, wie ihr Vater sie davor gewarnt hatte mit fremden Menschen mitzugehen. Egal wie nett sie wirkten und auch wenn sie behaupteten, er würde sie schicken, sie solle keinesfalls mitgehen. Solche Menschen sind immer böse!
Sie reißt sich also von Fuuka los und rennt weg - und Fuuka ihr natürlich hinterher.
Ein turbulenter Tag für alle beteiligten, mit allerhand Aufregung und merkwürdigen Situationen, die es jetzt, wo Yotsuba nun auch in dieser Straße wohnt, wohl täglich geben wird.
Band 1 erzählt Episoden von Yotsuba und
• einem
Umzug •
guten Manieren/Grüßen - Yotsuba lernt, dass wenn man auf Klingelknöpfe drückt, ein Mensch aus dem Haus kommt. Sie lernt, dass es höflich ist Menschen freundlich zu grüßen, wenn man sie trifft und dass ist es nicht höflich ist, Menschen extra aus dem Haus zu klingeln, nur um sie dann freundlich zu grüßen.
• dem Begriff
Treibhauseffekt - Klimaanlagen verbrauchen viel Strom und fördern den Treibhauseffekt. In Japan gehören sie fast in jedes Haus um die drückenden Sommer zu überstehen. Treibhauseffekt - ein Begriff, der in Yotsubas Kopf für viel Wirbel sorgt, den sie anschließend ungefiltert über ihre Mitmenschen hinwegfegen lässt.
• dem
Fernsehen - die Koiwais haben keinen Fernseher. Fuuka bietet ihnen daraufhin ein altes Gerät aus ihrer Familie an. Um den Fernseher rübertragen zu können, heuert Yotsubas Vater seinen Freund Jumbo an. Die gesamte Nachbarfamilie ist schockiert, als sie zum ersten Mal Bekanntschaft mit ihm macht und sich mit seiner herausragendsten optischen Eigenschaft konfrontiert sieht.
• dem
Einkaufen - Das wohl größte Einkaufszentrum, welches Yotsuba je gesehen hat. Mit Schildern über Rolltreppen, die davor warnen, sich an ihnen zu stoßen, an denen sich Yotsuba stößt, mit merkwürdigen und unheimlichen Produkten, die man dort kaufen kann, mit Schubladen in denen man sich verstecken könnte... und Möbeln. Zum Beispiel Betten, die dort ausgestellt sind, damit man sie kaufen kann. Das sieht Yotsuba allerdings etwas anders...
• dem
Grillen fangen - Yotsuba mag Grillen. Und deshalb will sie welche fangen gehen. Zusammen mit Jumbo und Ena fängt sie eine ganze Kiste voll. Und weil das eine ziemliche Leistung ist, will man das allen, die man mag, zeigen. Z.B. der Mutter von Ena, Fuuka und Asagi - und am besten direkt bei ihnen daheim. Zirp.
• dem
Regenschauer - Wer sagt, dass man bei Regen schnell irgendwo drunterschlüpfen muss? Wenn man Gummistiefel hat, kann man sich auch einfach mitten rein stellen.
Die Charaktere
In Band 1 lernt man vorrangig 6 1/2 Personen kennen.
• Yotsuba
Sie ist, wie oben schon erwähnt 5 Jahre alt. Yotsuba ist ein Findelkind mit grünen Haaren und sehr aufgeweckt. Vieles in der Welt ist noch neu für sie und so entdeckt sie fast minütlich überall spannende und interessante Dinge, die ihr Freude bereiten, sie verwirren oder sogar (teilweise grundlos) ängstigen. Yotsuba ist sehr brav und keineswegs so ein Kind, wie manchmal durch die Klappentexte suggeriert wird. Sie gibt sich Mühe alles richtig zu machen, da sie aber ständig von neuen Dingen abgelenkt wird, die ihre Aufmerksamkeit zu 100% beanspruchen, passiert es leider nur allzu oft, dass sie ihre Umgebung dabei in ein Chaos verwickelt. Das ist aber nicht ihre Absicht.
Sie ist sehr energiegeladen, eigentlich immer gut drauf und manchmal einfach nur ein bisschen zu ehrlich.
• Yotsubas Vater
Herr Koiwai (Vorname bleibt unbekannt) ist ein jüngerer Herr, der irgendwo um die 30 Jahre liegen muss - das schätze ich von seinem Verhalten und seinem Aussehen her. Er arbeitet als Übersetzer und traf, nach eigenen Angaben Fuuka gegenüber, auf Yotsuba während eines Auslandaufenthalts. Seitdem lebt sie bei ihm und er kümmert sich liebevoll um sie. Er ist sehr geduldig mit Yotsubas Temperament und gibt sich sichtlich Mühe ihre Wünsche zu erfüllen, so dass es ihr gut geht, sie sich wohl fühlt und es ihr an nichts mangelt.
• Die Ayase-Schwestern, Asagi, Fuuka und Ena.
Alle drei sind sehr höflich und hilfsbereit.
Die drei Töchter der Nachbarfamilie kümmern sich immer wieder um Yotsuba oder helfen aus, wenn der Vater Unterstützung braucht.
Ena, die jüngste von ihnen, freundet sich schnell mit Yotsuba an. Sie ist zwar etwas älter als Yotsuba, hat aber trotzdem viel Spaß daran Zeit mit ihr zu verbringen.
Ena ist eher ruhig und bodenständig. Sie malt sehr gerne und gut und versucht ihren Beitrag zum Umweltschutz beispielsweise durch das Sparen von Strom und Recycling zu leisten.
Sie ist sehr bedacht darauf, Yotsubas kindliche Unschuld so lange wie möglich zu erhalten und Yotsubas Selbstvertrauen so oft wie's geht zu stärken. Auch wenn das bedeutet manchmal die Wahrheit etwas zu verdrehen oder Dinge zu verschweigen - solange es Yotsuba vor schlechten Gefühlen oder Verletzungen schützt, ist es legitim.
Fuuka (16 Jahre), die zweitjüngste der Mädchen ist schon aufgeweckter dafür aber auch wahnsinnig fürsorglich. Seit sie sich am Tag des Umzugs auf die Suche nach Yotsuba begeben hatte, ist sie aus dem Hause Koiwai nicht mehr wegzudenken. Vieles, was Yotsubas Vater manchmal schleifen lässt (beispielsweise die Wäsche reinholen, wenn sie trocken ist oder wenn es nach Regen aussieht) erledigt Fuuka - ungefragt. Eigentlich kümmert sie sich um nahezu alles, was so ansteht, und ihre Zeit erlaubt - inkl. Yotsuba.
Yotsuba bezeichnet Fuuka anfangs als die "die nicht so hübsch ist" und setzt sie auch deutlich darüber in Kenntnis, dass sie von ihren Malkünsten nichts hält. Dennoch verstehen sich die beiden super. Fuuka schockiert es zwar jedes Mal leicht, wenn Yotsuba mit ihrer unverblümten Meinung zu ihrem Aussehen, ihren Talenten oder was auch immer um sich schmeißt, sieht aber im Endeffekt darüber hinweg.
Asagi, die älteste Schwester, lebt nicht mehr zu Hause und ist dort nur noch während der Semesterferien anzutreffen. Sie ist temperamentvoller, als Fuuka und Ena, was man auf den ersten Blick nicht annehmen mag. Asagi ist schon ziemlich reif für ihr Alter und wirkt häufig sehr gelassen, als hätte sie alles im Griff. Der Umgang mit Yotsuba ist für sie ein Kinderspiel - möglicherweise, weil sie sich gar nicht so unähnlich sind. Asagi hat manchmal nur Blödsinn im Kopf, besonders im Bezug auf ihre Familie. Da vertreibt sie sich gerne die Zeit damit, ihre Schwestern oder ihre Mutter zu sticheln.
Außerdem ist Asagi wunderschön und zieht von Anfang an Jumbos Interesse auf sich.
• Herr und Frau Ayase
Die Eltern der Ayase-Schwestern - im ersten Band glänzt der Vater vor allem durch Abwesenheit. Auch später ändert sich das nicht großartig, denn er ist ein typischer Klischee-Japaner: Von früh bis spät auf Arbeit.
Frau Ayase hingegen darf sich dafür umso öfter mit Yotsuba rumschlagen, die nach und nach immer häufiger bei ihr zu Besuch ist - ebenso oft, wie Fuuka bei Yotsuba.
Yotsuba entwickelt schon nach kurzer Zeit die Angewohnheit Frau Ayase "Mama" zu nennen, was diese vorrangig befremdlich findet.
• Takashi Takeda
Jumbo ist ein Freund von Koiwai, Yotsubas Vater. Er taucht ebenfalls gleich zu beginn des ersten Bandes auf, als er beim Umzug hilft.
Seinen Spitznamen "Jumbo" verdankt er seiner unübersehbaren optischen Eigenschaft: Seine Körpergröße ist enorm.
Als er das erste Mal bei den Ayases ist, um mit Koiwai den Fernseher zu holen, reagieren alle Frauen im Haus schockiert ob dieser Größe und das erste, was sie bei seinem Anblick hervorbringen ist immer "Ein RIESE!"
Auf die Frage hin, wie man zu so einer Körpergröße käme, erzählt Jumbo es liege daran, dass seine Vorfahren Giraffen gewesen wären.
Meine Meinung
Positiv
Yotsuba&! beschreibt eine unglaublich liebenswerte Geschichte eines kleinen Mädchens, das die Welt entdeckt und dabei so süß und unschuldig agiert, dass einem streckenweise ganz warm ums Herz wird. Die Dialoge sind meiner Ansicht nach sehr goldig und teilweise herrlich stumpf.
Ebenso die Zeichnungen, über die ich mitunter minutenlang lachen könnte. Besonders die Menschen um Yotsuba herum reagieren immer wieder so wunderbar komisch, dass ich mir manchmal die Mangas nur wegen der Zeichnungen aus dem Regal ziehe, einen Blick reinwerfe und die gute Laune ist zurück.
Der Zeichenstil gefällt mir außerordentlich gut, teilweise ist er sehr vereinfacht, was aber nicht stört - ganz im Gegenteil, ich bevorzuge das hier sogar.
Der Manga wird, wie es sich gehört, von hinten nach vorne gelesen.
Auch die Aufmachung an sich gefällt mir. TOKYOPOP hält sich ziemlich genau an die japanischen Vorgaben - besonders beim Coverdesign.
Da ich den Manga nur in deutsch gelesen hab, kann ich zur der Qualität der Übersetzung leider nichts sagen.
Negativ... sagen wir - Nicht so toll:
Es ist nicht wirklich negativ und es stört auch nicht beim Lesen. Es reicht nicht mal für einen Stern Abzug.
Aber dennoch finde ich es irgendwie doof: Alle zwei Episoden endet diese mit einer fast leeren Seite (beidseitig) und die nächste Episode beginnt dann mit einem Bild und dem Titel auf wieder einer Seite. Also: E1 - leer, leer - E2 - E3 - leer, leer - E4... etc
So, auf besagten fast leeren Seite verteilen sich auf insgesamt 4 davon die Silben des Namens Yotsuba + eine kleine Zeichnung von Yotsuba.
Yotsuba schreibt sich im Japanischen mit Hiragana, also den Silben: Yo tsu ba und "to" für die Partikel, so lautet ja der Originaltitel.
In der deutschen Version sind die Hiragana dafür belassen worden (ich gehe jetzt mal davon aus, dass die auch in der japanischen Version so auf den Seiten zu finden sind) und unter das Schriftzeichen wurde dann mit lateinischen Buchstaben die Lesung bzw die Übersetzung geschrieben.
Nur leider stimmt die nicht.
TOKYOPOP übersetzt
Yostubato nicht mit "Yotsuba und..." (obwohl doch der Manga so heißt) sondern "Mit Yotsuba...". Es stimmt soweit, dass die Partikel "to" auch "mit" bedeuten kann, aber in diesem Fall... ich weiß nicht.
Jedenfalls führt es dazu, dass sich die Lesung der Silben verschiebt. Während die Seiten mit einem "Yo" für Yotsuba starten, wird diese jetzt mit "Mit" übersetzt.
Dann kommt das Schriftzeichen für tsu und darunter steht Yo, dann ba und darunter steht tsu usw.
Für Leute, die sich so Kleinigkeiten merken, weil sie glauben hier können sie ein bisschen Wissen im Vorbeigehen mitnehmen ist das ziemlich blöd gelöst, weil einfach schlichtweg falsch.
In dem Falle hätte man vllt. entweder eine andere Übersetzung wählen oder die Umschrift resp. Hiragana weglassen sollen.
Fazit
Alles in allem aber ein sehr gelungener Manga, der einfach nur wahnsinnig Spaß macht und den ich immer wieder gerne lese.
Meine Empfehlung.
Merchandising und weitere Infos
Insgesamt ist das Aufkommen von Fanartikeln zu Yotsuba bei Weitem nicht so umfangreich wie bei so manch anderer Manga-Serie.
Bisher hat es Yotsuba nicht mal auf die Mattscheibe geschafft in Form eines Animes. Der Autor befürchtet, dass die Story und die Handlungen der Figuren für einen Anime ungeeignet sind. Dennoch gibt es speziell auch auf Youtube eine große Fangemeinde, die sich nichts sehnlicher wünscht, als Yotsuba in bewegten Bildern zu sehen. Bis es vllt. doch irgendwann mal so weit sein könnte, animieren sie Yotsuba selbst.
Zum Fanartikelpaket gehören lediglich Standards wie CD's, Picture Books, Kalender, kleine Figuren (teilweise beweglich und mit austauschbaren Teilen) etc.
Nur eine Sache tanzt aus der Reihe von ihrer Art: Danbo—.
Danbo— war ursprünglich nur ein Kostüm von Miura, einer Freundin von Ena. Als Yotsuba in Enas Zimmer platzt, trägt Miura gerade dieses Kostüm.
Sie schaffen es Yotsuba davon zu überzeugen, dass Danbo— ein Roboter ist und Yotsuba freundet sich mit ihm an.
Danbo— hatte nach kurzer Zeit eine riesige Fangemeinde hinter sich - auch Menschen, die Yotsuba gar nicht kennen. Es gibt unzählige Fotos auf denen gekaufte oder gebastelte Danboos zu sehen sind.
Es gibt eine Amazon-Version von Danbo— (Danbo— leitet sich von Danbooru ab, einem Unternehmen für Kartonagen und Verpackungsmaterial in Japan), da besteht er aus Amazon-Karton. Ein Bastelset dazu konnte man einige Zeit über Amazon.co.jp bestellen (zumindest aus Japan), wird aber inzwischen soweit ich weiß nicht mehr angeboten.
Dafür gibt es noch einen fertigen Danbo— der aber umgerechnet 42,-Euro kostet. Trotzdem wird er gekauft.
Auf Ebay wird mit Preisen zwischen 60,- und 110 USD gehandelt.
Wer also einen Danbo— möchte, aber nicht so viel Geld hat, kommt um das selbst Basteln nicht herum (ja, ich habe auch einen (^^) siehe Fotos).
Und zum Schluss noch ein paar Infos zu TOKYOPOP:
Online findet ihr den Verlag unter
www.tokyopop.deAlles zu Yotsuba&! sowieso kurze Inhalte zu allen bisher erschienene Bänden in Deutschland findet ihr hier:
www.tokyopop.de/buecher/manga/yotsubaDort habt ihr außerdem die Möglichkeit unter
Manga Player die erste Episode aus dem ersten Band online zu lesen, um euch einen Eindruck zu verschaffen, ob dieser Manga etwas für euch wäre. Aber bitte daran denken: Von rechts nach links lesen - sowohl die Seiten, als auch die einzelnen Bilder.
Herzlichen Dank für eure Aufmerksamkeit =)