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Jetzt hat es mich voll erwischt, dass ist das Ende –weiter runter geht es nicht: Ich schreibe einen Bericht über Mangas –das ist so ziemlich das letzte was ich gedacht hätte. Aber was tut man nicht alles für den Nachwuchs: In meinem Falle muss ich mit meiner Tochter Mangas und Cartoons gucken. Dies veranlasste mich einmal einen Bericht über dieses Genre zu schreiben. Wie üblich werde ich erst einmal auf dieses Genre generell eingehen, bevor ich zu dem eigentlichen Produkt, also „Yu-Gi-Oh“ komme. Ich denke dies dient vor allem bei den älteren CIAOianern –wie bei mir- zum besseren Verständnis.
Natürlich gibt es sie noch, die Abenteuer des unerschrockenen Reporters Tim mit seinem Hund Struppi „für junge Leser von acht bis achtzig“, den mutigen Gallier Asterix (nicht verwandt mit Knetix) mit seinem leicht übergewichtigen Freund Obelix (bin ich auch nicht; leicht übergewichtig meine ich) oder den „poor lonesome cowboy“ Lucky Luke.
Aber muten sie im derzeitigen Comic-Dschungel nicht fast wie Relikte aus einer anderen Zeit und (Zeichen-) Welt an? Sind sie nicht „grossäugigen Androiden mit Wespentaille und Schiesseisen“ gewichen, wie die Autorin Sujata Massey in ihrem Krimi „Tödliche Manga“ ihre Hauptfigur provokant fragen lässt?
So schlimm und so bedrohlich wie dies oberflächlich und möglicherweise vor allem durch Elternaugen –also meine- betrachtet aussieht, ist das Faible der Kinder für Mangas nicht. Mangas, das sind zumeist Comics in Schwarzweiss aus Japan, wo sie gut 40 Prozent aller Druckerzeugnisse ausmachen. Dort dient der Comic nicht allein dazu, fiktive Geschichten zu erzählen, sondern durchaus auch Sachzusammenhänge –vom Kochen über die Mode bis hin zur Wirtschaft.
Wir Europäer müssen unsere Sehgewohnheiten bei Mangas gewaltig umstellen. Ihre Bilderflut macht sie komplexer als vergleichbare andere Comics, dennoch kommen sie mit wenig Text aus. Und: Mangas werden von hinten nach vorne und von rechts nach links gelesen, was jetzt schwieriger klingt, als es in der praktischen Handhabung wirklich ist –jedoch dürften hier „Koran-Kundige“ und Mitbürger arabischer Abstammung einen erheblichen Vorteil haben.
Richteten sich aus Japan, die zumeist über Amerika kamen, also entsprechend auch aus dem Amerikanischen übersetzt wurden, anfänglich an ein erwachsenes Publikum, so ist es heute eine Art Dreigestirn, das Kindern Bilder auf allen Ebenen liefert: Video/Computerspiel, Fernsehserie, Comic.
Ein riesiger Markt an Verkaufsartikeln hängt an einem erfolgreichen Produkt –sehr zur Freude meiner Tochter und zu meinem Leidwesen. –kaum ein Konsument vermag noch zu beurteilen, wo diese Kette ihren Anfang nimmt.
Ungefähr mitte der Neunzigerjahre begann der verstärkte Einzug japanischer Comics in heimische Kinderzimmer, nachdem deutsche Comic-Verlage zunächst fast ausschliesslich Mangas publizierten, die sich an ein älteres jungendliches bzw. erwachsenes Publikum richteten.
Heute ist vor allem die Verknüpfung mit einer Zeichentrickserie, die das Interesse an einem Comic bei den Kindern rapide ansteigen lässt –jedenfalls bei meinem Töchterlein. Da gilt es, kritisch bei jeder Art der Veröffentlichung die Qualität zu überprüfen.
Dies muss selbstverständlich nicht nur bei Mangas so sein. Die Comics um die Simpsons, bzw. Bart Simpson sind dafür ein Beleg (schönen Gruss an WuschelF). Entstanden nach der Fernsehserie von Matt Groening stehen sie für diesen gelungenen aber auch zweifelhaften inhaltlichen Spagat zwischen oberflächlichem Klamauk und der starken sozialkritischen Komponente andererseits –die aber wohl nur von älteren bzw. erwachsenen Lesern wahrgenommen wird. Für Kinder sind gerade dort aufklärende Worte von Nöten.
Was in dieser Beziehung, Kindern tatsächlich zuzumuten ist, mag jeder für sich allein definieren.
Streiten lässt sich darüber sicher auch beim jüngsten Mega-Seller und legitimen Erben von Pokémon und Digimon: „Yu-Gi-Oh!“, erstmals in Deutschland vorgestellt im monatlich erscheinenden Comic-Magazin „Banzai“. Seit März diesen Jahres läuft die Serie auf dem Privatsender RTL II.
Was dort an Monstern über den Bildschirm marschiert, das ist schon heftig. Aber alles nur ein Spiel. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Yugi Muto, die Hauptfigur, ist eigentlich ein ganz netter Junge und vollkommen harmlos. Er wird von seinen Klassenkameraden gehänselt, ist stets Zielscheibe ihrer Attacken. Als er von seinem Grossvater ein altägyptisches Puzzle erhält, taucht er ein in die geheimnisvolle Welt der Rätsel und Spiele und wird zu „Yu-Gi-Oh“, wobei der Begriff Yugi im Japanischen für „Spiele“ steht.
Wann immer in seiner Nähe Unrecht geschieht, greift „Yu-Gi-Oh“, der König aller Spiele, ein.......usw. Am besten ihr seht euch mal ein-, zwei Folgen an. Sie laufen Montags bis Freitags von 14.10 bis 14.40 auf RTL II. Also für heute besteht noch die Chance eine Sendung zu sehen. Nachdem ich den Inhalt der Sendung gesehen und geprüft habe, schaut meine Tochter nun immer mit einer Freundin diese Serie. Und dies ist ausser dem Sandmännchen und ein-, zwei Tiersendungen alles was ich im Moment fernseh-technisch zugestehe.
Als immer mehr Leser und Serien-Seher vom Autor Kazuki Takahashi wissen wollten, wie denn nun das Spiel, das im Comic gespielt wird, abläuft, entstand das Sammelkartenspiel, dass schliesslich auch hier in Deutschland im Frühjahr 2003 erschienen ist.
Und der Reiz dieser Serie? Er liegt in den vielen dynamischen Bilderfolgen begründet. Die so rasant vorgetragene Handlung entspricht der heutigen schnelllebigen Zeit und den vielen dynamischen Bilderfolgen begründet. Sie schaffen eine unvergleichliche Nähe zum Film, die Comics aus dem franko-belgischen Sprachraum kaum gelingt. Die so rasant vorgetragenen Handlung entspricht den Sehgewohnheiten aus dem Fernsehen Neben inhaltlichen „Lieblingsthemen“ von Kindern und der Ausstattung des Helden mit einer zusätzlichen übernatürlichen Fähigkeit –und damit der schnöden Normalität enthoben, liegt der besondere Reiz wohl vor allem in der Dynamik der Gestaltung. Für den Neuling –wie mich- stellen Mangas erst einmal Überwindung dar und nach der Lektüre zeigt sich schnell welche Geschichte sich trägt und auch gut ist. Für meine Tochter ist die Serie genau das richtige, um nach dem „anstrengenden“ Kindergarten erstmal für eine halbe Stunde abzuschalten, denn die Comics blättert sie nur ab und an durch. Also schaut euch heute Mittag die Serie an und macht euch selbst ein Bild oder geht ins Zeitschriftengeschäft und besorgt euch die Comics!
Yu-Gi-Oh erscheint seit August 2003 in der Banzai. Die Geschichte die in der Banzai zu lesen ist, ist die Vorgeschichte des Animes den RTL II seit dem 10. März zeigt.
Ich kenne nur die ersten beiden Bände:
BAND 1 „Puzzle der Götter“ Yugi Muto wird in der Schule mal wieder erpresst - diesmal von Ushio, dem fiesen Flurdienst. In einer langen Nacht schafft er es, das schwierige Millenium-Puzzle zusammenzusetzen. Nur noch ein Teil fehlt. Jonouchi, ein Klassenkamerad bringt Yugi das verlorengegangene Puzzle-Teil. Das ist der Beginn einer großen Freundschaft und der Moment, in dem Yugi das erste Mal sein zweites Gesicht zeigt......... mehr wird nicht verraten –selber lesen macht schlau.
BAND 2 „Die Karten mit Reisszähnen“ In Yugis Schule sind alle verrückt nach dem Kartenspiel »Magic and Wizards«. Auch Jonouchi und Anzu sind total begeistert von den wunderschönen Monsterkarten. Yugis Opa, Besitzer eines Spieleladens, leiht ihm seine Lieblings-Karte aus: den Blauäugigen Weißen Drachen. Die Freude darüber hält nicht lange an, denn schon erscheint der erste Neider...
wird oft gehänselt, hat aber doch ein paar Freunde, die ihm sehr wichtig sind. Von seinem Opa bekommt er eines Tages ein seltsames Puzzle geschenkt, das sein Leben kompl...
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26.11.2003 17:52
Stimmt, die Serie ist total angesagt. Aber meine Wellenlänge ist das gar nicht. Gruß Keks500
12.11.2003 14:03
Kenn ich nicht, liegt wohl daran das Töchterlein auf eine Ganztagsschule geht.Gruß Manu
04.11.2003 18:01
Da bin ich ja richtig froh, daß sich meine Katzen für sowas nicht interessieren. gruß, carmen