Yves Rocher

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Die zwei Gesichter von Yves Rocher

3  22.06.2006

Pro:
Die Shops, günstige Angebote, Kundenkarte, manche Produkte

Kontra:
Kundenservice, unfreundliche Hotline, ungenaue Werbeversprechen, A weiß nicht B macht, manche Produkte

Empfehlenswert: Ja 

Arti25

Über sich: 01.11.12: Nach einer beruflichen Auszeit wieder hier. Arbeite CIS-Rückstände auf :-) Jeder kommt dra...

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So, heute möchte ich Euch einmal über meine Erfahrungen mit der Firma Yves Rocher berichten. Dabei werde ich sowohl meine Erfahrungen mit der schriftlichen, der Online-Bestellung und dem Shop berücksichtigen. Auch die Hotline wird nicht zu kurz kommen *fg*. Konzept und Firmengeschichte werde ich nur kurz anreißen, da ich mich da selber ja auch nur mittels Fremdquellen schlau machen kann. Aber der Vollständigkeit halber soll auch das nicht fehlen. Fangen wird doch mal an:

1. Firmengeschichte
2. Konzept
3. Produktpalette
4. Mein erster Kontakt
5. Schriftliche Bestellung
6. Online-Bestellung
7. Hotline (warum diese Reihenfolge erkennt Ihr dann schon)
8. Shop
9. Kundenkarte
10. Kontakt
11. Fazit


***Firmengeschichte***
"Weltweit die Nr. 1 in Kosmetik auf Pflanzenbasis" - so wird die Firma für sich selbst. Wie es damit bestellt ist, dazu später mehr.

"Die Erfolgsgeschichte von Yves Rocher begann mit einer einfachen, auf dem elterlichen Dachboden hergestellten Creme auf Basis einer einzigen Pflanze: der Feigwurz. Seine Arbeit widmete Yves Rocher von Anfang an der Schönheitspflege für Frauen. Dank der fortschreitenden Entwicklungen in der pflanzlichen Biologie werden heute mehr als 150 verschiedene Pflanzenwirkstoffe in den Rezepturen der Produkte von Yves Rocher eingesetzt." (Quelle: http://www.yves-rocher.com/marke/index_flash.html)

Das klingt ja schon mal nach der typischen "Vom Tellerwäscher zum Millionär-Story". Aber nun gut, auch Bill Gates fing in einer Garage an und viele, heute renommierte Musikbands ebenso.

"Geboren wurde Yves Rocher in einem kleinen Dorf in der Bretagne, in La Gacilly.
Auch die Zukunft dieses seines Heimatdorfes lag dem französischen Kosmetikerfinder am Herzen: Er wollte neue Arbeitsplätze schaffen und so für wirtschaftlichen Aufschwung in seiner Heimat sorgen. So gründete Yves Rocher seine eigene Firma. Die Idee dafür hatte er natürlich auch parat: Kosmetik aus der Natur für die Schönheit der Frauen herzustellen.
Sein Geburtsort La Gacilly ist daher heute ein moderner, lebendiger Wirtschaftsstandort.
Alle zur Herstellung und zum Vertrieb der Produkte von Yves Rocher erforderlichen Unternehmensbereiche sind hier angesiedelt - von der biologischen Landwirtschaft über die Produktion bis hin zur Logistik. Rund 4.000 Menschen arbeiten vor Ort mit am Erfolg der Unternehmensgruppe Yves Rocher. Von 1959 bis heute hat Yves Rocher 50 Patente für leistungsfähige Innovationen in der pflanzlichen Schönheitspflege angemeldet." (Quelle: http://www.yves-rocher.com/marke/index_flash.html)

Zur Yves Rocher-Gruppe gehört nicht nur das Kosmetikunternehmen Yves Rocher selbst, sonder auch die Kosmetiklinien Daniel Jouvance, Dr. Pierre Ricaud, Isabel Derroisné, Kiotis und Galerie Noémie, von denen mir nur die beiden Erstgenannten noch bekannt sind.


***Konzept***
Das Konzept der Firma Yves Rocher sieht also wie folgt aus: Viel Forschung um immer neue Pflanzenstoffe zu finden, die der Schönheit der Frau zu gute kommen sollen. Dabei beschränkt sich Yves Rocher natürlich nicht mehr nur auf Feigwurz ;-)
Yves Rocher schreibt dazu:
"In den Labors von Yves Rocher setzen die Forscher auf eine tiefgreifende Kenntnis der Pflanzenwelt sowie auf wissenschaftliche Sorgfalt und Präzision. Ziel ist es, den Frauen weltweit eine immer nach dem neuesten Stand der Wissenschaft entwickelte Kosmetik auf pflanzlicher Basis zu bieten.
Mit ressourcenschonenden Rohstoffen, Rezepturen und Verpackungen sowie umweltverträglichen Herstellungsprozessen in den Produktionsstätten steht Yves Rocher darüber hinaus für eine ökologisch verantwortungsbewusste Produktion. Ferner gründete das Unternehmen eine Umweltstiftung mit dem Auftrag, aktiv die Umwelterziehung und den Naturschutz zu fördern." (Quelle: http://www.yves-rocher.com/marke/index_flash.html)

Umweltschutz und Pflanzenkosmetik - das liest sich doch alles hervorragend, oder? 30 Millionen Kundinnen weltweit scheinen das auch zu denken. Bei manchen bin ich mir nicht sicher, ob hier nicht Pflanzen- mit Naturkosmetik verwechselt wird. Eine meiner Freundinnen ist auch so ein "Exemplar" *smile*. Ich habe ihr bis heute nicht begreiflich machen können, das Yves Rocher keine Naturkosmetik herstellt, sondern "nur" Pflanzenkosmetik. Aber genau da ist meiner Meinung nach schon der erste Haken. Diese direkte Werbung mit Pflanzenkosmetik soll mit Sicherheit die Assoziation zur Naturkosmetik bringen - was sicherlich den einen oder anderen Kunden mehr bringt. Nicht jeder beschäftigt sich intensiv mit Inhaltsstoffen, sondern glaubt einfach, was ihm die Konzerne mit ihrer Werbung so erzählen. Und dabei werden die sog. Pflanzenextrakte alle im Labor erfunden, gewonnen, hergestellt - wie auch immer. Bei Yves Rocher kommen Stoffe rein, die auf pflanzlicher Basis sind, aber nicht natürlich.
Ein Beispiel: Der neue Wirkstoff "Inositol Végétal". Klingt das nach Natur? Für mich eher nach künstlich hergestellt. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff aus grünem Reis mit Anti-Age-Wirkung. Der Stoff wird im Labor meiner Meinung nach künstlich hergestellt, zwar aus grünem Reis, aber wer weiß schon, was noch drin ist?

"Wir achten auf die Umwelt und testen unsere Schönheits-Produkte niemals an Tieren", so wirbt Yves Rocher auf einer Broschüre für ihre Kundenkarte, die man mir beim letzten Shop-Besuch in die Hand gedrückt hat.
Jeder Tierschützer müsste hier laut aufjubeln. Die, die genau gelesen haben, werden das nicht tun. YR testet die Schönheits-Produkte nicht an Tieren - gut, glaube ich. Aber was ist mit den neu entwickelten Inhaltsstoffen? Davon ist hier nicht die Rede. Auch gibt es in den Produkten genügend Stoffe, die YR sicher nicht selbst herstellt, sondern von anderen Herstellern bezieht. Und davon machen
Bilder von Yves Rocher
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Meine Kundenkarte
nun einmal immer noch die meisten Tierversuche. Gerade die Inhaltsstoffe für Sonnenschutzprodukte und auch Haarstyling werden an Tieren getestet. Beide Produktgruppen hat Yves Rocher im Sortiment. Ich finde diese Haltung ziemlich dreist - genau genommen ist das schon Kundenbeschiss. Aber so macht's ja auch der Body Shop. Keine Tierversuche anpreisen, aber Styling und Sonnenschutz im Sortiment. Und jetzt noch die Aktienmehrheit an L'Oreal verkauft - die ja bekanntlich nicht auf Tierversuche verzichten. Aber ich schweife ab. Jedenfalls finde ich diese Art der Werbung nicht gut, weil hier mit falschen oder besser: ungenauen Versprechen ganz bestimmte Kundengruppen angelockt werden sollen.

Dazu muss ich sagen: Mir ist Tierschutz wichtig. Dennoch benutze ich ab und zu immer noch Produkte von L'Oreal, Nivea, Balea & Co. Aber zum einen werben die nicht mit dem Slogan "Keine Tierversuche" und zum anderen muss ich das mit mir selbst ausmachen - ich werde hierbei wenigstens nicht im gegenteiligen Glauben gelassen.


***Die Produktpalette***
Yves Rocher bedient so ziemlich jede Sparte der kosmetischen Abteilung. Gesichtspflege, spezielle Anti-Aging-Produkte, Körperpflege - sprich: Deos, Lotions, Duschbäder, Haarpflege wie Shampoos, Kuren und Stylinghilfen. Auch Sonnenpflege und spezielle Anti-Cellulite-Produkte, Hand- und Fußpflege, Düfte und zwei Make-Up-Serien fehlen nicht. Ein Großteil der Produkte ist in spezielle Gruppen eingeteilt. So gibt es die Jardin des Îles-Duschgele, die Plaisirs Natur-Serie, die wiederum spezielle, fruchtig duftende Duschen, Lotions und Parfums umfasst, sowie hochwertigere Serien wie "Spa Energie Végétale" oder "Lipophénol Végétale".

Ich habe mir inzwischen von mehreren Produkten die Inhaltsstoffe angesehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass hier zwar durchaus Pflanzenextrakte enthalten sind, aber in so geringen Mengen, dass die anderen Inhaltsstoffe oft überwiegen. Dabei handelt es sich dann wieder um die üblichen 08/15-Stoffe, die ich auch bei L'Oreal, Garnier & Co. finde.


***Mein erster Kontakt***
Yves Rocher ist mir schon vor Jahren immer wieder mal begegnet. Oft genug inseriert die Firma auf Rückseiten von Boulevard-Zeitschriften oder eben auch Fernsehzeitungen. Und immer wieder habe ich schon als Jugendliche meine Mum angebettelt, dort doch mal bestellen zu dürfen. Schließlich seien es ja alles sooo tolle Angebote. Ma sagte aber immer wieder "Nein!" Sie war grundsätzlich gegen solche Bestellangebote (zumindest damals *smile*). Dann gerieten die schönen bunten Produkte bei mir auch wieder in Vergessenheit, zumal ich meine gesamte Studienzeit durch in einem Drogeriemarkt gejobbt habe und nach wie vor zur Zeitüberbrückung jobbe. Da gab es genug zum gucken, staunen, ausprobieren. Doch Ende 2004 fiel mir aus meiner Glamour-Zeitschrift ein Prospekt von Yves Rocher entgegen, ähnlich denen, die auch der Club des Createurs de Beauté (CCB) immer wieder massenhaft unter die Menschen streut. Und diesmal konnte ich nicht anders. Zu verführerisch waren die schönen bunten Flaschen und Tiegel *seufz*. Und auch noch alles im Angebot, inklusive diverser Gratisgeschenke. Dazu muss ich sagen, dass ich zu dieser Zeit schon häufiger bei oben genanntem CCB bestellt hatte und dass mich diese Gratisgeschenke wahrlich nicht lockten. Oft genug stellen diese sich als billiger Tand heraus.
Wie dem auch sei, ich füllte meinen ersten Yves Rocher-Bestellschein aus.


***Die schriftliche Bestellung***
Jedem dieser bunten Werbeprospekte liegt ein entsprechender Bestellschein bei, gleiches gilt für den großen Yves-Rocher-Produktkatalog. Die Bestellscheine sind ähnlich bunt und oft sind schon besondere Angebote eingetragen, so dass man hier nur noch die Zahl und den Betrag angeben muss. Diese Angebote habe ich damals nicht haben wollen und daher auch keine Zahl eingetragen. Sicherheitshalber habe ich diese Spalte noch dick durchgestrichen. Nachdem man alles eingetragen und ausgerechnet hat, sollte man natürlich nicht versäumen, noch die Kreuzchen bei den Gratisgeschenken zu machen. Denn nur dann bekommt man die auch. Den Schein schickt man dann mit dem beiliegenden Umschlag an Yves Rocher, man kann ihn aber auch faxen.

Rechnet man zwei Tage Brieflaufzeit, zwei Tage Bearbeitung und zwei Tage Paketlaufzeit, sollte man sein Päckchen eigentlich nach 6 Werktagen daheim haben. Bei mir dauerte es fast 10 Tage, was ich schon sehr lang fand. Von anderen Firmen war ich da besseren Service gewohnt. Die Produkte lagen mehr oder minder gut verpackt in dem Päckchen. Die Gratisgeschenke - eine Kette und ein Ring - stellten sich wie erwartet als äußerst billig aussehender Modeschmuck heraus. Nicht das Ihr mich falsch versteht. Modeschmuck war klar. Aber das ich den Kleber der Strasssteine an der Ringfassung finden würde fand ich schon doof. Na ja, es ging mir ja um die Produkte. Das bestellte Shampoo und die Sprüh-Haarkur waren unbeschädigt angekommen. Ebenso der Kajal-Stift. Rouge und Lidschatten jedoch waren an einer Ecke jeweils abgebröckelt, weil sie nicht gut genug geschützt waren. Das wollte ich mit der Hotline klären, die Episode findet Ihr also im Kapitel "Hotline".

Insgesamt war ich von den Produkten nicht so begeistert, so dass ich von Yves Rocher bis auf weiteres erst einmal Abstand genommen habe. Ach so, ich möchte noch kurz erwähnen, dass es bei Yves Rocher eigentlich immer Wahnsinns-Angebote gibt. Aktionen von bis zu 50 % Rabatt sind keine Seltenheit, sondern fast schon Normalität. So kostet zum Beispiel ein Duschgel meist nur 1,50 bis 2 Euro, ein Shampoo zwischen 2 und 3 Euro und ein kleines Fruchtparfum meist 2,90 Euro. Also Dauertiefpreise. Für mich heißt das nur, dass solche Dauerangebote schnell zur Norm werden, ich also auch mit diesen Preisen das Preis-Leistungs-Verhältnis berechne.


***Online-Bestellung***
Nachdem das Verhältnis zwischen Yves Rocher und mir abgekühlt war, bin ich vor kurzem doch noch mal schwach geworden. Da meine Freundin (nicht die oben genannte, noch eine andere *gg*) absoluter YR-Fan ist, wollte ich ihr etwas zum Geburtstag besorgen. Okay, dachte ich, bestellst du online, brauchst du nicht extra in die Nachbarstadt zum Shop fahren. Ich also auf die YR-Homepage und gestöbert. Zu der Homepage möchte ich nur kurz etwas sagen: Links findet man aktuelle Angebote, oben eine Navi-Leiste nach Gruppen sortiert: "Anti-Age", "Gesicht & Körper", "Make-Up", "Düfte" und "Weitere Produkte". Ich suchte ein Duschgel und klickte fröhlich auf den Karteireiter "Gesicht & Körper". Pustefix! Keine Duschgele. Nach längerem Suchen fand ich die dann unter "Weitere Produkte". Ebenso wie die Shampoos, Deos und Herrenpflege. Wirklich eine seltsame Einteilung. Überhaupt ist die Shopseite recht konfus und unübersichtlich gestaltet.

Die Bestellung an sich ist aber recht einfach. Unter jedem Produkt - wenn man es denn gefunden hat - gibt es einen kleinen Warenkorb-Button. An der "Kasse" wird man nach der Kundennummer gefragt. Ich wusste meine nicht mehr und habe auf Neukunde geklickt. Dort hat man dann noch mal die Wahl, ob man sich gleich zu "Mein Yves Rocher" anmelden möchte, oder einfach so einkaufen. Ich habe auf eine Anmeldung verzichtet. Noch schnell die Adresse eingegeben, Zahlungsart Rechnung gewählt und abgeschickt. Keine zwei Minuten später hatte ich schon die Bestellbestätigung im Kasten. Übrigens: Auch Online gibt es Gratis-Geschenke. Ich sollte ein Lipgloss bekommen und hatte noch die Wahl zwischen einem Pareo, einem 12-teiligen Besteckset oder einer Uhr. Ich wählte den Pareo. Dann hieß es warten. Da Online-Bestellungen ja eigentlich schneller sein sollten, als schriftliche, rechnete ich nach ca. einer Woche mit meiner Ware. Am 4. Juni hatte ich bestellt. Feiertage (Pfingsten) mit eingerechnet, hoffte ich ab dem 12. Juni auf meine Ware. Am 13. Juni rief ich dann bei Yves Rocher an. Womit wir bei meinen Erfahrungen mit dieser Wahnsinns-Hotline wären...


***Hotline***
Unter der unten stehenden Nummer erreicht man die Yves Rocher Kundenhotline. 12 Cent die Minute - würg. Am Anfang wird man von der üblichen Computerstimme, die hier doch sehr angenehm klingt, begrüßt und aufgefordert, mittels der Telefontasten zu wählen: die "1" für eine Bestellung und die "2" für eine Anfrage. Frohgemut drückte ich die "2"... Ich wurde mit einer Mitarbeiterin - nennen wir sie hier schlicht Frau X - verbunden, der ich mein Problem, also die vermisste Bestellung, schilderte. Ich wurde nach meiner Kundennummer gefragt, worauf ich erwiderte, ich hätte als Neukunde bestellt, da ich meine alte Nummer vergessen hätte. Kein Problem, also Name und Postleitzahl nennen. Nach dreimaligem Buchstabieren meines Nachnamens teilte mir Frau X mit, dass es unter diesem Namen keine Bestellung gab. Häh??? Ich habe doch eine Bestätigungsmail. Mit Auftragsnummer. Ob ich die angeben solle, fragte ich. Nein, hieß es, die wäre nur so da, würde aber bei der Suche im PC nichts nützen. Na toll! Unnötig übrigens zu erwähnen, dass die Suche im PC mehrere Minuten dauerte, oder? Schließlich will man ja Geld verdienen *fg*. So weit, so schlecht. Wenigstens war noch Zeit bis zum Geburtstag meiner Freundin.

Frau X teilte mir mit, dass sie meine Bestellung gern noch einmal telefonisch aufnehmen würde. Dem stimmte ich zu. Ich nannte also alle Artikel, samt Bestellnummern und Preis. Jede einzelne Position wurde von Frau X zweimal wiederholt. Zwischendurch bat ich sie, auf die zweite Wiederholung zu verzichten, da mir das zu teuer würde, zumal Frau X sehr langsam sprach - vielleicht unausgeschlafen? *fg* Meine Bitte verhallte auf jeden Fall ungehört. Am Ende teilte mir Frau X die Gesamtsumme mit. Ich stutzte - online war das noch ein Euro weniger gewesen. Also noch mal die gesamten Positionen samt Preis durchgegeben. Am Ende stand fest, dass das Porto schuld war. "Bei telefonischer Bestellung kostet das 3,50 Euro, nicht 2,50 Euro", teilte mir die Dame mit. Wie bitte?! Was soll das denn?! Und außerdem würde die Auslieferung noch etwas dauern, da ich erst als Neukunde eingetragen werden müsse. Meine Antwort könnt Ihr Euch vielleicht denken. Sie bestand aus zwei Worten: "Stornieren. Sofort!" Frau X meinte doch tatsächlich, das sei aber viel Arbeit. Da blieb mir echt die Spucke weg. Ich meinte dagegen, das sei mir egal und sie solle stornieren. Sie entgegnete nochmals das sei viel Arbeit, aber sie würde es machen, woraufhin ich das Gespräch mit einem knappen "Danke!" beendete und entnervt auflegte. Ich sollte hier noch erwähnen, dass ich für unter 30 Euro bestellt hatte - sonst wären die Versandkosten nämlich kostenlos gewesen.

Weiter oben erwähnte ich, dass ich auch schon 2004 einmal die Hotline kontaktierte, zwecks einer Reklamation von kaputt geliefertem Lidschatten und Rouge. Damals schmetterte man mich ab mit den Worten: "Wenn sie das jetzt zurücksenden wissen wir ja gar nicht, ob sie das nicht vielleicht haben fallen lassen." Das nennt man Kundenservice *wütendstampf*. Ich war so sauer, dass ich die Klamotten am liebsten postwendend zurück geschickt hätte und die Rechnung gekürzt hätte. Aber ich hätte aufgrund des geringen Preises die Rücksendekosten tragen müssen und die waren höher als der Schaden. Kundenfreundlichkeit ist bei dieser Hotline gleich null!

Mein Gespräch vom 13. Juni dieses Jahres hatte übrigens noch Folgen. Am 19. Juni hatte ich zwei Briefe von Yves Rocher im Kasten. Das erste war eine Mahnung über eine unbezahlte Bestellung vom 4. Juni. Da kochte in mir schon der Hass hoch. Das zweite jedoch war ein Brief, der auf meine alte Kundennummer lief. Ich zitiere den ersten Satz: "Liebe Frau ..... seit einigen Monaten haben wir nichts mehr von Ihnen gehört." Darauf folgten viele nette Angebote und als wahrer Hohn der Schlusssatz: "Unser Ziel ist es, für Sie da zu sein und dafür zu sorgen, dass Sie sich wohlfühlen, bla bla bla." In dieser Firma weiß scheinbar A nicht, was B macht! Das empfand ich wirklich als blanken Hohn und griff erneut zum Hörer. Diesmal eine andere Mitarbeitern - schlicht Frau Y genannt. Ich schilderte den Fall, dass die Bestellung angeblich nie bei Yves Rocher eingegangen sei, die zweite, telefonische Bestellung sofort wieder storniert wurde, etc. Satte 25 Minuten hat das Gespräch gedauert. Dann endlich folgendes Angebot: "Also, wenn das so ist wie sie sagen, erlassen wir ihnen die Mahngebühren." Das ich nicht durch den Hörer ins Call-Center gehüpft bin vor lauter Wut war noch alles. Ums kurz zu machen: Es dauerte weitere 10 Minuten um Frau Y klar zu machen, das ich überhaupt nicht bezahlen muss und auch eine Entschuldigung von YR erwarte, schließlich sei ich Kundin, keine Bittstellerin. Erwarten tue ich da ehrlich gesagt gar nichts, ist mir mittlerweile aber auch egal. Online bestellen werde ich bei Yves Rocher kein Stück mehr.
Sollte ich Geschenke oder - gaaanz selten - mal was für mich haben wollen, werde ich künftig den Shop in unserer Nachbarstadt vorziehen, den ich Euch im folgenden kurz vorstellen möchte.


***Der Shop***
Noch am 13. Juni fuhr ich nach der missglückten Bestellung in den Shop. Erfreut stellte ich fest, dass hier die gleichen Angebote galten, wie im Netz. Gleich zwei Verkäuferinnen in dem schönen, in Holz und Grüntönen gehaltenen Geschäft fragten nach meinen Wünschen. Den ersten Wunsch äußerte ich mit einem Stoßseufzer: "Sie können mein Bild von Yves Rocher wieder gerade rücken." Nach einer kurzen Erklärung überschlugen sich die Damen fast vor Freundlichkeit. Dabei waren sie aber nie aufdringlich! Schnell stellte ich heraus, dass auch sie nicht allzu viel vom Call-Center-Betrieb der Firma hielten und schon des Öfteren Beschwerden gehört hatten. Beide stellten mir alle gesuchten Produkte vor, das Fehlen des Tahiti-Duftwassers bedauerten sie, erklärten aber auch, dass der Shop quasi im Umzug sei und in der neuen Filiale ein paar Geschäfte weiter in einigen Tagen alles wieder vorrätig sei. Beide waren wirklich total freundlich. Ich kaufte für knapp 14 Euro ein. Dennoch wurde meinem Wunsch, drei der Produkte doch bitte geschenkmäßig zu verpacken, mit einem netten Lächeln nachgekommen (Ich habe schon Läden erlebt, da rührt man für diese Summe keinen Finger mehr). Während Verkäuferin 1 meine Sachen einpackte, fragte Verkäuferin 2 nach meiner Kundenkarte, die ich natürlich nicht hatte, aber sofort bekam. Ebenso wie zwei Stempel auf das Kärtchen - je einen pro volle 5 Euro Einkauf. Einen Gutscheinprospekt und eine Broschüre gab es auch dazu. Deutlich besänftigt verließ ich den Laden. Zwar wird Yves Rocher nie meine bevorzugte Marke sein - das ist und bleibt seit fast neun Monaten Lush, doch wenn ich was brauche, kaufe ich sicher im Shop.

Übrigens: Im letzten Sommer war ich in Amiens/Frankreich in einem YR-Shop. Was ich so gesehen habe, sind die Shops meist gleich groß und alle ähnlich ausgestattet, also viel Holz und Grüntöne. Das Ganze sieht ansprechend aus und strahlt Wärme aus.


***Die Kundenkarte***
Die Yves-Rocher-Kundenkarte hat Scheckkartenformat, auf der Vorderseite das Firmenlogo und einen Scancode und auf der Rückseite einen Papieraufkleber mit freien Kästchen, in die dann immer der Filialstempel gestempelt wird. Insgesamt hat die Karte Platz für 20 Stempel, dann braucht man einen neuen Aufkleber.
Um die Karte zu bekommen, füllt man einfach einen Antrag aus. Name, Adresse und Geburtsdatum werden verlangt. Als Willkommensgeschenk bekommt man dann einen Gutschein für 50 % Rabatt auf alles! Dieser gilt die ersten zwei Monate nach Ausstellungsdatum der Karte. Weitere Vorteile der Karte sind exklusive Angebote für Karteninhaber, besondere Treueangebote und eben die Treuepunkte. Schon ab fünf Punkten kann man die im Shop gegen Original-Produkte eintauschen. Für 5 Punkte gibt es einfachere Produkte, für 10, 20 und mehr Punkte natürlich Höherwertiges.
Außerdem habe ich ein so genanntes Vorteils-Scheckheft bekommen. Darin befinden sich weitere Rabatt-Coupons. Zum Beispiel 50 % auf ein Make-Up-Produkt meiner Wahl, 50 % Rabatt auf ein Sonnenprodukt oder sogar 55 % auf einen Duft.
Ich glaube nicht, dass ich jemals richtig viele Punkte bei YR sammeln werde, aber fünf bekomme ich vielleicht schon irgendwann zusammen.


***Kontakt***
Yves Rocher AG,
Lombardinostr. 1,
76724 Germersheim

www.yves-rocher.de

Telefon: 0180 52 0 53 (bundesweit 0,12 € pro Minute)
Fax: 0180 52 0 81
E-Mail: kundenservice-de@yrnet.com


***Fazit***
Das ist jetzt schwierig. Ich stehe der Firma wirklich gespalten gegenüber. Die ungenauen Werbeversprechen und der schlechte Kundenservice in Sachen Hotline und Online-Bestellungen sind für mich dicke Minuspunkte. Auch bin ich mit den Inhaltsstoffen nicht so recht einverstanden. Für "was Besonders", was YR ja sein will, deckt sich da für mich zuviel mit Firmen wie Fa, Duschdas, Nivea, L'Oreal & Co. Ich möchte hier nicht den Moralapostel in Sachen INCI spielen - ich bin mit Sicherheit eine der letzten die da konsequent ist und probiere genug rum, wenn auch in letzter Zeit weniger. Dennoch sind mir die Inhaltsstoffe für "hochwertige Pflanzenkosmetik" zu gewöhnlich.
Die Firma Yves Rocher hat zwei Gesichter: Zum einem die dunkle Seite *gg*, sprich Online-Versand und Hotline. Doch das YR-Gesicht kann auch Lächeln. Nämlich in Form freundlicher Shop-Verkäuferinnen, die wohl oft genug das ausbügeln müssen, was das Call-Center verbockt, wenn Kundinnen, wie ich, sich letztlich doch in den Shop begeben. In NRW gibt es übrigens 12 Fachgeschäfte. Die Kundenkarte reißt in der Gesamtwertung nicht mehr viel. Kundenkarten bieten auch andere Firmen.
Ich habe mich entschlossen Yves Rocher gaaanz knappe drei Sterne zu geben. Online-Versand und Hotline würden 0 Sterne bekommen, der Shop 5. Daher der Mittelwert. Was die Weiterempfehlung angeht, so bezieht sich diese ausschließlich auf den Kauf im Geschäft.
So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen :-)

© Arti25


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Penny1

Penny1

06.04.2011 17:39

Ich bestelle meist online, manchmal auch telefonisch.Probleme hatte ich noch nie, die Mitarbeiter am telefon waren immer sehr freundlich. Die Produkte sind eigentlich die einzigen, mit denen ich rundum zufrieden bin, weil ich endlich mal etwas vertrage. Seit ich die verwende, geht es meiner mimosigen Haut wirklich deutlich besser. Und die Parfüms sind wunderbar unaufdringlich, einfach nur schön. Meine anderen Düfte habe ich inzwischen eingemottet...

Schnecki82

Schnecki82

27.03.2010 21:53

Da ich nicht mehr bei YR bestelle, werde ich manchmal angerufen und mir werden die Ohren vollgeheult, wieso ich denn soooooo lange Nichts mehr bestellt hätte und es wird gesagt, dass sie mich ja sooooooo gerne wieder als Kundin hätten... LG

benita123

benita123

24.06.2009 14:09

Ja tut mir leid, das du so schlechte erfahrungen mit dem callcenter gemacht hast. Gottseidank kann ich die nicht teilen: bei mir waren die immer sehr nett und freundlich und es gibt auch sogar eine kostenlose hotline, die ich nutze wenn ich per telefon bestelle. Noch ein wort zum callcenterbetrieb. Firmen wie versandhäuser betreiben in der regel bzw sehr selten eigene callcenter; meist sind es große callcenter die für mehrere, verschiedene firmen arbeiten. Das ist n ziemlich stressiger job, da kanns schon mal vorkommen das L nicht weiß was R macht, aber egal. das ist keine entschuldigung aber eine erklärung zumindest... .lg benita123

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