Endlich ein LCD-TV, endlich ein HTPC!
07.01.2012 (08.01.2012)
Pro:
Schick, stromsparend, leise, guter Betrieb, günstig
Kontra:
Nichts erhebliches
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Zuverlässigkeit
Software-Ausstattung
Benutzerfreundlichkeit
Support/Service
mehr
 m1tch1
Über sich:
Neue Liste online :)
Mitglied seit:17.01.2009
Erfahrungsberichte:26
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
So, jetzt schreibe ich seit einer Ewigkeit auch mal wieder einen Erfahrungsbericht, da die Zotac ZBox mich dazu treibt. Kleine Vorgeschichte:
Seit Jahren will ich mir einen großen LCD-TV leisten (bin azubi). Vor ca. 2 Monaten habe ich das getan, und zwar einen 120 cm Philips TV (nur am Rande). Jetzt hat man natürlich einen Haufen an digitaler Musik, Serien und Filme und will das auch irgendwie auf dieses herrlich große LCD Panel anstatt auf den PC-TFT bringen.
Da kommen einem schnell 2 Ideen: 1. Ein langes, langes, Bildschirmkabel um direkt vom PC an den TV zu verbinden. 2. Ein eigener Rechner der dauerhaft am TV hängt.
Zweiteres erschien mir passender. Die Vorteile werde ich noch erläutern ;) So habe ich also aus meiner recht ansehnlich großen Alt-Hardware-Sammlung und einem alten PC Gehäuse einen Rechner zusammengebaut, Festplatten integriert auf das gute alte Windows XP zurückgegriffen, XBMC (dazu später mehr) installiert, Datensammlung auf die Platte gebracht, das ganze intern ins Netzwerk integriert um zusätzlich von meinem Hauptrechner und meinem Handy auf den TV Streamen zu können.
Das Ganze funktionierte auch wirklich gut. Nur werden einem bei dieser Sache schnell einige Dinge klar: • Das Teil ist laut • Das Teil verbraucht ordentlich Strom • Das Teil hat (in meinem Falle) keinen HDMI anschluss • Sieht einfach nich gut aus!
Also wünschte ich mir zu Weihnachten eine Zotac ZBox. Und habe gott sei Dank eine bekommen! Zur ZBOX an sich:
Prozessor: Intel Atom D525 - 1,8 GhZ:
Der Prozessor ist keiner der zu Großtaten fähig ist, aber genau das ist auch einer der Vorteile bei der Verwendung für den HTPC: Wenig Strom, leise, günstig. Grafik:
Hier übernimmt die ION - Reihe von NVIDIA mit 512 MB Grafikspeicher die anfallenden Arbeiten. Die Grafikkarte ist HD-Fähig und besitzt einen HDMI Ausgang - zusätzlich einen DVI-Ausgang.
Ältere Monitore/TV's mit VGA Anschluss kann man dann ganz leicht an DVI adaptieren. Wichtig bei der Grafikkarte ist auch dass sie HDMI - Audio out unterstützt, was bedeutet dass der Ton direkt über das HDMI Kabel übertragen wird, sprich einfach vom TV wiedergegeben kann.
Weiterhin ist der Zotac mit einer internen Wlan-Karte ausgestattet, Sound- und Netzwerkkarte (GigaBit Lan) sind ebenfalls integriert. Zu den Schnittstellen:
Es stehen HDMI, USB 2.0, USB 3.0 (wichtig!), DVI, eSata, Card Reader, Soundeingänge, Mikroeingang, sowie der Gigabit Ethernet Lan Anschluss zur Verfügung. Es bleiben also keine Wünsche offen. WICHTIG ZU BEDENKEN:
Die ZBox wird als barebone also OHNE Arbeitsspeicher und Festplatte ausgeliefert, die muss man dazu kaufen. Für mich allerdings ein Vorteil da die Wahl der Teile dann einem selbst überlassen wird.
Meine Ausstattung: Festplatte: Western Digital 320 GB Sata-II
Hier sollte man darauf achten dass die Festplatte SATA-II bereithält. Den Speicherplatz muss sich jeder selbst aussuchen, für meine Zwecke hätten es auch weniger getan, da ich nur das Win7 System darauf installiert habe und die Daten per Netzwerk, bzw. USB 3.0 externe Festplatte streame. Ich habe 320 GB gekauft, da es einfach keinen Preisunterschied zu den kleineren gab (vor allem nicht jetzt, da Festplatten enorm teuer sind) Besonders zu empfehlen, allerdings auch ein ganzes Stück teurer, ist der einbau einer SSD (Solid State Disk), also einer Festplatte die ein Flashspeicher ist, und somit sehr hohe Zugriffsgeschwindigkeit aufweisen kann. Das führt zu schnellerem Dateizugriff auf der Platte und zu fast schon rasantem Systemhochfahren.
RAM: 4GB Corsair RAM in einem Riegel
Der Intel Atom Chipsatz unterstützt bis zu 4 GB Ram, deswegen habe ich das Maximum gewählt. Für meine Zwecke hätten es aber wohl auch 2 GB getan. Wer das absolute Maximum an Arbeitsspeicher-Geschwindigkeit haben möchte sollte ebenfalls zu 4 GB RAM greifen (Meine Empfehlung: Corsair oder G-Skill RAM) allerdings mit 2 x 2 GB Riegeln in Multichannel, das erhöhr die Zugriffsgeschwindigkeit am Arbeitsspeicher noch etwas.
So, jetzt aber ausgepackt! Die Zbox ist schön handlich, wirkt wertig verarbeitet und ist leicht. Sie wird mit VESA Mount und einem Halter für Vertikales aufstellen ausgeliefert.
Mit dem Vesa-Mount kann man sie gut an die Wand oder hintem am Fernseher bzw. Monitor befestigen. Ich habe mich für die Vertikale Halterung entschieden, da es meiner Meinung nach einfach cooler aussieht und die Lüfter freier sind, sprich das System kühler bleibt.
Habe also alles eingesteckt. Das erste Anschalten:
Nach dem Anschalten fängt der blaue Kreis an den Seiten an zu leuchten, und der Lüfter läuft für einen kurzen Moment auf nahezu 100%. Dann allerdings ist schluss mit Lärm und die Box ist sogut wie lautlos. Zu allererst also habe ich mir XBMC Live (ein Linux Mediencenter) per USB Stick installiert.
Am Rande: XBMC kann ich jedem, der einen HTPC (Home Theater Personal Computer) einrichten will nur wärmstens ans Herz legen, superschick, super netzwerkfähig, funktionsreich. Einige Beispiele: Das Programm scannt die Dateien und ihre Metatags und stattet z.B Filme und Serienstaffeln mit dem jeweiligen Cover, der Beschreibung, den Folgennamen, den Schauspielern, Regie, Erscheinungsjahr usw. aus und läd sie in eine Bibliothek. Das heißt man steuert seine Medien dann nur noch über die Bibliothek an, und muss nicht nervig und viel weniger gutaussehend die einzelnen Dateien anwählen. Ich steuere Das Programm mit meinem Android Smartphone was das Ganze noch einmal wesentlich aufwertet.
So, nun gehts aber weiter! Die Installation ging flott und ohne Probleme, direkt danach habe ich mir dann Windows 7 mit 64-BIT installiert, um mit der Box auch surfen, oder mal ein kleines Spiel mit Freunden daddeln zu können (Die Zbox ist allerdings kein gaming-pc, aufwändige und neuere Spiele können darauf nicht gespielt werden). Auch dies ging problemlos und das System läuft flott. Die Treiber-CD von Zotac, die beigelegt ist, enthält alle benötigten Treiber und funktioniert tadellos. Einziger Nachteil hier: Die Treiber müssen nacheinander angeklickt und installiert werden und können nicht in einem Schwung installiert werden.
Die Wärmeentwicklung der Box ist auch im Rahmen, bei langem Benutzen wird sie schon gut warm, allerdings nichts, was Sorgen bereiten sollte, das ist nunmal nicht zu vermeiden. Jetzt noch einige weitere Hinweise:
1.Wichtig für alle die die ZBox als Mediencenter benutzen wollen: für HD 1080p Wiedergabe mit XBMC, VLC oder sonstigem muss im Player sowie im System die Hardwarebeschleunigung aktiviert sein. Im System (zumindest unter Windows) geht das in der NVIDIA Systemsteuerung. 2.Bei Amerikanischem Filmmaterial muss man darauf achten dass das Material im NTSC Format ist, deswegen muss in der NVIDIA Symstemsteuern das inverse telecine aktivert sein, da die LCD und Plasma TV's keine Halbbilder anzeigen können.
3.USB 3.0! Wer von externen Platten laden will, sollte darauf achten dass diese USB 3.0 fähig sind, da dies die Übertragungsrate um ein Vielfaches erhöht. Ich beispielsweise benutze normale Sata Platten in einer USB 3.0 Dockingstation von der Marke ICY BOX. Keine langen Ladezeiten, ultraschneller Dateizugriff, also nur zu empfehlen ;) 4. Wer Windows installieren möchte benötigt zusätzlich ein externes DVD Laufwerk für die Installation, ist allerdings auch sonst ganz praktisch, da der Zotac dann jeden DVD Player ersetzen kann.
5. Die Gigabit Lan Karte ist Wake on Lan fähig, das heißt, die Zbox kann durch Netzwerk oder Internet (hierfür gibt es auch apps für unterwegs) ein und ausgeschaltet werden. Das wars dann auch schon soweit, eine kleine Zusammenfassung noch:
Die Zotac Zbox ID41 ist handlich, sehr schick, sehr still, mit gut durchdachter Hardware bestückt und stromsparend. Die Verarbeitung ist ebenfalls gut und der Einbau der Hardware selbsterklärend und auch im Handbuch gut und einfach erklärt. Es gibt also eine klare Kaufempfehlung und volle 5 Sterne von mir. Gruß,
Michi PS: Es wird keine Festplatte mitgeliefert, allerdings musste ich beim Bericht unter den Merkmalen eine Kapazität eingeben, deshalb steht dort "groß" als Festplattenkapazitätangabe !
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08.05.2012 12:44
Inhaltlich gut beschrieben, aber Du solltest die Formatierungsmöglichkeiten mit Fettdruck und Überschriften nutzen, dann kann man die Berichte besser lesen.
07.01.2012 06:45
guter Weihnachtsmann, mein Wunschzetttel wurde nicht gelesen :-(