Zanussi - effizient und günstig ! Da bleibt der Keks ganz cool !
04.09.2009
Pro:
Preis - - - Energieverbrauch - - - leichter Einbau
Kontra:
nur Kleinigkeiten
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Reinigung
Design
Lautstärke
Zuverlässigkeit
mehr
 Spacekeks71
Über sich:
Hallo, bin nach vielen Wochen wieder im Lande, hoffe ich finde mich hier noch zurecht. Werd wieder l...
Mitglied seit:22.08.2007
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Bon jour! Im Frühjahr ging unser alter Einbaukühlschrank in die Knie. Eigentlich waren wir froh, denn das Teil war schon 20 Jahre alt und wir wollten eigentlich gar nicht genau wissen, wie viel Strom der schluckt. Anderseits war uns klar, dass ein Einbaukühlschrank mit einer akzeptablen Energieeffizienzklasse bestimmt nicht günstig sein wird. Aber wir hatten ja keine Wahl, also zogen wir einen Tag lang durch die Elektronikmärkte unserer Region um uns dann für folgendes Modell zu entscheiden:
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Zanussi ZBA 6154
Einbaukühlschrank mit 4-Sterne-Eisfach
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- Herstellerinformationen
- Garantie und Service
- Warum gerade dieses Modell
- Kaufort
- Preis
- Lieferumfang
- Abmessungen und Nutzvolumen
- Die Innenausstattung
- Technische Merkmale und Energieverbrauch
- Energieverbrauch - eine Vergleichsrechnung
- Umweltverträglichkeit
- Der Einbau
- Erfahrungen in der Praxis
- Vorteile
- Nachteile
- Fazit
Herstellerinformationen Das Gerät wird hergestellt von:
Electrolux Hausgeräte Vertriebs GmbH Markenvertrieb Zanussi Fürther Str. 246 D-90429 Nürnberg Telefon: (0911) 323-0 Telefax: (0911) 323-1770 www.zanussi.de
Zanussi baut schon seit fast 100 Jahren Haushaltsgeräte und wurde in den 80ern von der Firma Electrolux übernommen. Die Geräte werden aber weiterhin unter dem Namen Zanussi entwickelt und vertrieben und hergestellt in Italien.
Garantie und Service Die Herstellergarantie beträgt 24 Monate ab Kaufdatum.
Auf der Internetseite www.zanussi.de gibt es einen Servicebereich, der über Telefon- und Faxnummern (kostenpflichtig: 14 cent/min) sowie E-Mail Adressen zum Bestellen von Ersatzteilen oder dem technischen Kundendienst informiert. Außerdem kann man sich dort auch nochmals die Gebrauchsanweisung ziehen.
Warum dieses Modell Nun, wir haben uns die verschiedensten Geräte der verschiedensten Hersteller angeschaut. Vorgaben waren ja eigentlich nur die Abmessung, weil er ja in die Nische passen sollte, dann, dass es ein Einbaugerät ist, weil ja die Tür wieder dran sollte und ein 3-Sterne-Eisfach war uns wichtig.
Die Entscheidung für dieses Gerät war am Ende einfach eine Sache der Vernunft. Wir wollten ein Basisgerät zu einem vernünftigen Preis und außerdem wollten wir in diesem Falle
Bilder von Zanussi ZBA 6154
nicht den Markennamen mit bezahlen. Bei anderen Gerätschaften sind wir da etwas pingeliger aber ein Kühlschrank ist eben nur ein Gebrauchsgegenstand.
Kaufort Gekauft haben wir bei Medimaxx in Hannover. Geschaut haben wir vorher bei Mediamarkt, Metro, und Ratio, damit wir auch Preise und Qualitäten vergleichen konnten.
Preis Schlappe EUR 299,00 haben wir bezahlt, inklusive Anbausatz für die Küchentür (Schleppsystem). Den Transport mussten wir selbst übernehmen, eine Anlieferung hätte uns ca. 40 Euro gekostet.
Lieferumfang Neben dem Kühlschrank mit seinem Innenleben, wie zum Beispiel Ablageschalen, Eierhalter, Getränkeleiste, Glaseinlegeböden und der Gemüseschale, gab es nur noch die Bedienungsanleitung in diversen Sprachen, sowie den Montagesatz für die Türschleppe, Dichtungsgummies, Schrankabschluss- und Lüftungsleisten und ein Blatt mit Montagehinweisen.
Abmessungen und Nutzvolumen Die Außenabmessungen betragen (H/B/T) 87,3 cm / 54,0 cm / 54,9 cm und sind somit für den Einbau in einer Küche mit einer Standard-Kühlschranknische geeignet.
Das Nutzvolumen des Kühlschranks beträgt 123 Liter Kühlteil und 17 Liter Gefrierteil. Das Gefrierteil entspricht der Durchschnittsgröße. Wichtig ist, dass man Standardpizzen lagern kann und das ist der Fall.
Die Innenausstattung Die Aufteilung der Ablagemöglichkeiten ist so, wie man es von Kühlschränken dieser Art kennt. In der Tür haben wir oben durch eine Klappe geschützt das Fach für die Eier. darunter haben wir 2 Abstellflächen, die in der Höhe variabel sind. Unten haben wir dann das Stellfach für Getränke. Dieses ist innenseitig mit Kunststofflippen versehen, sodass fast alle Flaschengrößen guten Halt finden.
Das Gemüsefach besteht aus einer durchgehenden Kunststoffschale, die durch eine Glasplatte mit Lüftungsschlitzen abgedeckt wird. Darüber haben wir jeweils eine einteilige und eine zweiteilige Glasscheibe, praktisch, wenn man einmal etwas Größeres Kühlen will, muss man nicht die ganze Scheibe rausnehmen. Das Glas ist klares Sicherheitsglas, was den Kühlschrank sehr transparent macht.
Sowohl das Gefrierfach als auch das Kühlfach haben Abläufe für Tauwasser, die mit einem grünen Stopfen versehen sind. Das Wasser aus dem Kühlraum läuft automatisch in einen Auffangbehälter auf der Rückseite des Gerätes und verdunstet dort. Taut man das Eisfach ab, zieht man einfach den grünen Stopfen aus dem Loch, stellt eine kleine Schale auf die oberste Glasplatte im Kühlraum und das Wasser tröpfelt dort hinein. Somit muss man das Eisfach hinterher nur noch einmal auswischen und das Gerät wieder einschalten.
Die Temperatur kann mittels des Drehschalters stufenlos von Stufe 0 (Gerät ist ausgeschaltet) bis Stufe 6 geregelt werden. Die Temperatur im Gemüsefach kann mittels der in die untere Ablageplatte eingebaute Belüftung geregelt werden. Bei geschlossenen Schlitzen steigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Gemüsefach, schiebe ich die Schlitze etwas weiter auf, wird es trockener und kälter.
Wie das Ganze dann ausschaut, könnt Ihr ja auf den Fotos sehen.
Technische Merkmale und Energieverbrauch - Energieeffizienzklasse: A+
- Klimaklasse: SN-ST (für Umgebungstemperaturen von +10 bis +38 Grad)
- Energieverbrauch pro Jahr: 193 kWh
- Energieverbrauch pro Tag: 0,528 kWh
- Gefriervermögen Eisfach: 2 kg / 24 Stunden
- Geräuschpegel: dB(A) re 1 pw
Energieverbrauch - eine Vergleichsrechnung Die Deklaration von Energieklassen wird immer undurchsichtiger. Dies liegt vor Allem daran, dass man inzwischen nicht mehr mit der Klassifizierung von A (sehr niedriger Verbrauch) bis G (sehr hoher Verbrauch) auskommt, sondern für besonders effiziente Geräte die Klassen A+ und A++ eingerichtet hat.
Für den Verbraucher stellt sich aber nicht nur die Frage des Verbrauchs, sondern auch der Anschaffungspreis muss in der Berechnung der Gesamtkosten berücksichtigt werden. Ich habe deshalb hier einmal den Vergleich mit ein paar Markengeräten gemacht und eine Rechnung aufgestellt. Dabei gehe ich mal von einer Nutzung des Gerätes von 12 Jahren und von einem Strompreis von EUR 0,20 pro Kilowattstunde aus.
Der Zanussi 6154 mit Klasse A+ verbraucht pro Jahr 193 kWh und kostet in der Anschaffung EUR 299,00. Das macht in 12 Jahren Gesamtkosten von EUR 762,20 Der Bo*** KIL20A61 mit der Klasse A++ verbraucht pro Jahr 145 kWh und kostet in der Anschaffung EUR 455,00. Das macht in 12 Jahren Gesamtkosten von EUR 803,00 Der Lieb**** IKP 1854 Premium mit der Klasse A++ verbraucht pro Jahr 146 kWh und kostet in der Anschaffung EUR 820,00. das macht in 12 Jahren Gesamtkosten von EUR 1.170,40 Der Siem*** KI20LA60 mit der Klasse A++ verbraucht pro Jahr 146 kWh und kostet in der Anschaffung EUR 450,00. Das macht in 12 Jahren Gesamtkosten von EUR 800,40 Der Lieb**** IK 1504 Comfort mit der Klasse A+ verbraucht pro Jahr 192 kWh und kostet in der Anschaffung EUR 441,00. Das macht in 12 Jahren Gesamtkosten von EUR 901,80
Diese Berechnung soll nur zeigen, dass es rein kostentechnisch nicht immer sinnvoll ist, ein teures Markengerät zu kaufen, denn der Unterschied zwischen der Klasse A+ und A++ bringt pro Jahr eine Stromersparnis von etwa 10 Euro. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, wie lange ein Kühlschrank halten muss, um die höheren Anschaffungskosten einzusparen. In meinem Beispiel hatte ich auch ein Gerät für EUR 420,00 kaufen können, welches 146 kWh / Jahr verbraucht. Dann wäre ich auf die gleichen Gesamtkosten gekommen. Alles, was darüber läge, würde ich ungern bezahlen. Wie gesagt, das sehe ich an dieser Stelle nur rein kaufmännisch. Es besagt natürlich nichts über die Qualität der zum Vergleich herangezogenen Geräte aus und auch der Entwicklung des Strompreises wird hier nicht Rechnung getragen. Einen wirklichen Vorteil sehe ich nicht darin, ein A++ Gerät zu kaufen. Selbst, wenn es sich nach 12 Jahren rechnen sollte, ich muss jetzt das Geld hinlegen und es macht schon einen Unterschied, ob ich 300 oder 500 Euro auf den Tisch blättern muss..
Umweltverträglichkeit Das eingesetzte Kühlmittel R600a - Isobutan - gehört zu den natürlichen Kältemitteln, die kaum oder keinen Einfluss auf den Treibhauseffekt und die Zerstörung der Ozonschicht haben. Somit ist auch mein Gewissen in Sachen Umweltschutz beruhigt.
Der Einbau Den Einbau hatte ich mir wirklich schwieriger vorgestellt weil mich die Montage mit der Schlepptürtechnik abgeschreckt hat. Ich dachte, ich bohre vielleicht den Kühlschrank an oder die Küchenschranktür hakt hinterher oder gleitet nicht parallel zur Kühlschranktür. Aber es klappte alles reibungslos, nicht zuletzt, weil die Einbaubeschreibung wirklich sehr detailliert und logisch geholfen hat.
Außerdem war ich überrascht, dass man bei diesem Teil mit wenigen Handgriffen den Türanschlag sowohl vom Kühlschrank selbst, als auch von der Klappe des Gefrierfaches auf die andere Seite setzen kann. Nachdem wir den Schrank eingesetzt und die Schlepptechnik montiert haben, schrauben bzw. stecken wir noch noch die Abschlussleisten, die Lüftungsleiste und die Gummidichtungen ein und sind nach insgesamt 30 Minuten fertig. Jetzt nur noch die Einlegeböden und das restliche Zubehör anstecken und vor dem Einschalten des Gerätes mindestens zwei Stunden warten, damit sich die Kühlflüssigkeit wieder gleichmäßig verteilt.
Erfahrungen in der Praxis Wir haben das Teil nun seit gut vier Monaten im Betrieb. Ich habe mit einem Energiemessgerät über einen Zeitraum von 7 Tagen den Verbrauch gemessen und komme auf die angegebenen Werte.
Der Kühlschrank ist sehr leise, insgesamt springt die Kühlung sowieso sehr selten an, was dann wohl auch ein Zeichen für eine gute Dämmung ist.
Das Eisfach hat bisher so gut wie keinen Raureif angesetzt und ein Defrosten war auch noch nicht nötig. Der Innenraum ist trocken und an der Rückwand finden sich keine Eisablagerungen.
Selbst bei den hohen Außentemperaturen hatten wir im Kühlschrank eine Temperatur von 6 Grad Celsius bei Kühlstufe 1. Eigentlich läuft das Gerät fast immer auf niedrigster Stufe. Nur nach dem Wochenendeinkauf, wenn das Gerät vollgestopft wird und die Tür beim Einräumen länger offen steht, stellen wir es für kurze Zeit eine Stufe höher.
Etwas eng wird es, wenn man in der Innentür beide Ablagefächer befestigt hat. Entweder wird es bei großen Flaschen (z. B. 1,5 Liter Getränkeflaschen) in der Höhe knapp, oder die beiden Ablagefächer hängen so dicht untereinander, dass man Schwierigkeiten hat, sein Senfglas oder was immer dort auch steht, herauszubekommen. Da die Ablagefächer flexibel sind, kann ich damit gut leben.
Auch die beiden Glasflächen hängen in relativ geringem Abstand übereinander. Egal, wo man die untere Schreibe platziert, irgendwo wird s dann immer eng. Aber irgendwie hat ja jeder sein System was das Einräumen betrifft und auch wie haben eine befriedigende Lösung gefunden.
Vorteile Preis: Mit 300 Euro für ein Einbaugerät in A+ haben wir günstig gekauft Verbrauch: Mit 193 kWh/Jahr ist es ein recht günstiges Gerät Einbau: In 30 Minuten war alles erledigt
Nachteile Aufteilung der Ablageflächen: Etwas eng im Türbereich und zwischen den Glasablageflächen
Fazit Ich vergebe hier wieder fünf Sterne und eine Kaufempfehlung. Vier Monate Dauertest erlaubt uns eine Bewertung der Praxistauglichkeit und bis auf wirklich nur kleine Schwächen ist wirklich nichts festzustellen.
Wir sind zu dritt und für drei Personen reicht das Gerät aus. Für größere Haushalte oder Familien mit kleinen Kindern kommt ein Gerät dieser Größe eh nicht in Frage, da viel zu klein. Für Singles und Paare ist die Größe ideal.
Da stellt sich noch die Frage, was andere Kühlschränke mehr können. Natürlich können Preise jenseits der 500 Euro nicht alleine durch einen Markennamen begründet sein. Auf unserer "Informationstour" durch die Elektrofachmärkte sahen wir Modelle mit gasfedergelenkter Türsteuerung, mit digitalen Temperaturanzeigen und Temperatursteuerungen, Einwürfelmaker und vieles mehr. Auch sind diese Modelle vielleicht besser gedämmt, verbrauchen teilweise nochmals 30 bis 40 % weniger Strom. Aber dies alles wollen wir ja gar nicht. Unser Kühlschrank soll einfach nur kühlen und günstig in Verbrauch und Anschaffung sein. Und als wir nachrechneten, war uns klar, dass wir mit diesem Modell richtig lagen.
Was habe ich draus gelernt? Kühlgeräte mit A++ lohnen sich nicht in dieser Geräteklasse. Ein Gerät mit A+ ist günstiger und die Einsparungen zu den teureren A++ Geräten ist so gering, dass das Gerät auf die Nutzungsdauer gesehen, den Mehrpreis nicht oder kaum einspielen kann. Außerdem weiß ich nicht, wie der Stand der Technik in 15 oder 20 Jahren sein wird.
Vielen Dank fürs Bewerten, Kommentieren und Lesen sagt Euer,
Keks © Spacekeks71 im September 2009
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