BOOMBASTIC MECH-COMBAT SIMULATION
23.05.2003
Pro:
Grafik, Sound, besser als der Vorgänger
Kontra:
länger als Teil 1 aber dennoch viel zu kurz
Empfehlenswert:
Ja
 Raziel2901
Über sich:
Mitglied seit:05.08.2001
Erfahrungsberichte:177
Vertrauende:30
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
THE CALLISTO INCIDENT Die Zukunft.
Ein gigantischer Kolonialkrieg erschüttert die Galaxie. Während Einheiten der BAHRAM Organisation gnadenlos gegen jeden Vorgehen, der ihre Ideale nicht teilt, versuchen all diejenigen die mit dem Konflikt nichts zu tun haben wollen, ein normales Leben zu führen. Luftangriffe auf die Kolonien der Menschen sind an der Tagesordnung. Wenn am Himmel Schwärme von BAHRAM-Kampfeinheiten auftauchen, herrschen Angst und Panik. Es gibt kein Entkommen, weder für Männer noch für Frauen, und vor Kindern macht man sowieso keinen halt. Man schreit nach Frieden und betet jeden Tag um eine schützende Hand, die den Wahnsinn stoppen könnte. Auf dem Eisplaneten Callisto schürft Dingo Egret, vor nicht allzu langer Zeit ein hoch angesehener Offizier der BAHRAM, mit seinem Arbeitsroboter nach Metatron, einem seltenen Material welches für den Bau der Kriegsmaschinerie verwendet wird. Er hat dem Krieg den Rücken gekehrt, schert sich um nichts und niemanden und findet sein Leben mehr als zufriedenstellend. Eines Tages jedoch wird vom Radar seines Roboters eine große Menge Metatron ausgemacht, die in dieser Konzentration noch nicht gefunden worden ist. Natürlich macht er sich auf den Weg um der Sache auf den Grund zu gehen.
Es ist ein riesiger Metallischer Container der vom Eis freigegeben worden ist. Dingo kann seine Neugier nicht zügeln und betritt ohne jeglichen Schutz das Objekt. Während dessen stürmen BAHRAM Einheiten den Planeten und nehmen alles unter Beschuß was ihnen im Weg steht. Über Funk ordern Dingos Kollegen Hilfe an. Es ist sofort klar, das die Einheiten auf der Suche nach dem Container sind. Die BAHRAM umstellen das Objekt und ziehen es mit ihrem Traktorstrahl an die Oberfläche. Dingo verliert den halt und stürzt in eine Art Cockpit. Erst jetzt erkennt er, was in dem Container gelagert wurde. Es ist ein Orbital Frame, der Prototyp eines Kampfroboters mit immenser Durchschlagskraft. Dingo hat keine Wahl, er muß den Frame aktivieren und kämpfen. Als der Container sich öffnet, bricht die Hölle los...
LEARNING BY DOING IS NOT ALWAYS A GOOD SOLUTION Es ist soweit. Das Mastermind Hideo Kojima, der kreative Kopf hinter der „Metal Gear“ Serie, hat den zweiten Teil seines Mech-Epos „Zone of the Enders“ fertiggestellt. „The second Runner“ scheint auf den ersten Blick zwar wie ein Aufguß des Vorgängers aussehen, spielt sich jedoch besser und ausgefeilter als das Prequel. Beginnend mit einer fesselnden Geschichte die dieses mal sogar verständlich gestaltet wurde, über bombastischen Soundeffekte bis hin zur revolutionären Grafik die mit ihren wuchtigen Explosionen und nie gesehenen Partikeleffekten für offene Münder sorgen wird, läßt der zweite Teil den Vorgänger im Regen stehen.
Doch bevor man sich in den Kampf stürzt, gibt es einige Dinge zu beachten. Die Steuerung des Orbital Frame „Jehuty“ sollte perfekt beherrscht werden. Ein ausführliches Tutorial erleichtert dem Spieler diese Aufgabe. Im Trainingsmodus lernt ihr alles was wichtig ist um ein guter „Runner“ zu sein. Ob Laserbeschuß, Blockmanöver, der Umgang mit dem Antrieb des Roboters oder die Kunst einen Gegner zu packen und als Schutzschild zu benutzen, ist nicht gerade einfach. Doch wer denkt, die Steuerung wurde vermurkst, soll sich ein wenig damit auseinandersetzen. Das Ergebnis ist ein lockerer Umgang mit dem Pad und das Einsehen, daß die Buttonbelegung mehr als logisch und intuitiv ist. Hat man das Training absolviert (am besten direkt zwei mal hintereinander), kann man sich noch auf die Schnelle die Ereignisse des ersten Teils in Form einer Filmsequenz ansehen. Mit dem Hintergrundwissen kann man sich, obwohl man den ersten teil nicht gespielt hat, gleich ins Getümmel stürzen.
LOCK ON, DASH, FIRE, FALL BACK AND DASH AGAIN ! Die Missionen erweisen sich diesmal abwechslungsreicher als im ersten Teil. Auch seid ihr nicht stets alleine unterwegs, sondern bekommt Unterstützung durch Bodentruppen oder fliegende Kampfeinheiten. Ob ihr nun einen Konvoi beschützen, eine feindliche Basis infiltrieren oder schlicht einen Luftkampf bestehen müßt, könnt ihr euch auf noch nie dagewesene Action freuen. Nicht selten hat man 30 oder 40 Feinde auf dem Bildschirm die euch liebend gerne tot sehen würden. Schnelles ausweichen, feuern und zurückziehen ist das A und O des Spiels. Ausgestattet mit einer Laserkanone, Zielsuchenden Geschossen, Energiebällen und einer Art Laserschwert geht es in den Kampf. Am Anfang haben die Gegner nicht den Hauch einer Chance. Kommen sie euch zu nah, werden sie mit dem Schwert gespalten. Bewegen sie sich auf Distanz, werden je länger der Feuerknopf gedrückt wird, immer mehr Raketen aktiviert werden. Wer über 40 Ziele erfaßt hat und den Feuerknopf losläßt, wird wissen weshalb das Spiel von der Fachpresse so hoch gelobt wird.
Explosionen, Rauchschwaden und Lichteffekte hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Ein besonderer Leckerbissen dürfte wohl der Grafikstil im allgemeinen darstellen. Dank Cel-Shading Technologie (die Objekte im Spiel werden mit einem schwarzen Rand versehen) entsteht der Eindruck, einen pompösen Zeichentrickfilm vor Augen zu haben. Ein Fest für da Auge des Spielers und eine enorme Bereicherung für die Spielewelt. Nicht das diese Technologie neu wäre, in solch einem Ausmaß hat es sie jedoch nie gegeben. Alle Zwischensequenzen wurden als kurze Manga-Filmchen entworfen, die das Geschehen abrunden. BOOM, SHAKE THE ROOM
Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Musik im Spiel ist für meinen Geschmack ein wenig zu Japanophil und poppig gehalten. Zwar hämmern derbe Bässe aus den Boxen, was jedoch nicht ausreicht um der Atmosphäre des Spiels gerecht zu werden. Dafür wird man jedoch mit einer Soundkulisse verwöhnt, die in ihrer Üppigkeit wohl neue Maßstäbe setzt. Jedes Geräusch, jeder Schuß und jede Bewegung wurde gekonnt mit Soundeffekten unterlegt, die euch Schauer über den Rücken jagen werden. Pompöser geht es wohl kaum und im großen und ganzen würde ich sagen, daß diese Effekte wohl Schule machen werden. Auch Freunde des Vorgängers wurden nicht außer acht gelassen. Es gibt sowohl ein wiedersehen mit den Feinden, als auch mit den Freunden des ersten Teils. Leo Steinbuck zum Beispiel, war der erste Runner des Jehuty. Im zweiten teil ist er erwachsen geworden und gehört zu den besten Piloten der Armee. Mit ihm als Flügelmann darf man auch die ein oder andere Mission spielen. Ebenso gibt es ein wiedersehen mit Viola, die euch bereits im ersten Teil mit ihren Attacken das Virtuelle Leben schwer gemacht hat (was sich übrigens hier nicht geändert hat).
Die Schattenseite dürfte jedoch einmal mehr der Umfang sein. Nach ein paar Stunden ist das ganze schon wieder vorbei und ein erneutes durchspielen kommt nur in Frage, wenn man wirklich nichts besseres zu tun hat. Zwar ist das Spiel doppelt so lang wie sein Vorgänger, reicht dennoch nicht aus um daraus einen Must-Have Titel zu machen. Ganz klar, wer auf Action steht, findet in dem Spiel genau das richtige. Aber Tiefgang wird kaum erzeugt. Trotzdem sollte sich jeder PS2 Besitzer mal in das „Enders“ Universum trauen und die Fetzen fliegen lassen. Erneut meine Empfehlung: Nicht kaufen, dafür ausliehen und an einem Wochenende durchzocken. Lohnen tut es sich auf jeden Fall. Danke für eure Zeit.
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25.06.2003 23:51
Hab umbewertet. Solltest du aber trotzdem kurz antesten, da da Spiel erst Ende August hier erscheint. Ich wurde auch schon mehrfach auf w.h. bzw. n.h. abgewertet, da ich ein Spiel getestet hab, da hier noch nicht raus war. Ist etwas kritisch bei Spielen die es hier noch nicht gibt. Hab im Moment Suikoden 3 hier.
24.06.2003 15:09
Das ist doch noch garnicht erschienen.....Und dann ein Bericht? Ciao Bobic
28.05.2003 18:21
Mann, wie bin ich auf das Game gespannt! Hab mir damals, als ich den ersten Trailer gesehen habe, gleich nachträglich den ersten Teil geholt. War zwar (bis auf das geile Intro) ne leichte Enttäuschung, aber das muss trotzdem her...