Zoo, Hannover

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Erfahrungsbericht über "Zoo, Hannover"

veröffentlicht 06.06.2010 | andreasloy
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Über sich :
Bin 40 Jahre alt, Bürokaufmann und Mitglied im Freundeskreis des Augsburger Zoos und gehe ins Fitness-Studio (vor allem Pilates, Stretching, Geräte).
Ausgezeichnet
Pro Bootsfahrt auf dem Sambesi heißt Tieren ganz nah zu sein, großes Angebot
Kontra Sauberkeit bei den Booten, die Preise sind etwas teuer
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung

"Tieren mal ganz nah sein, ohne Gitter im Boot dran vorbeifahren"

Tieren mit dem Boot ganz nah sein

Tieren mit dem Boot ganz nah sein

Auf den Hannover Zoo wurde ich aufmerksam, als ich noch in einem Verlag gearbeitet hatte. Ich erhielt eine Presseinformation zur Expo 2000 und da ging es unter anderem um den Zoo. Naja mal gucken, irgendwann könnte das was werden. Es wurde auch was, zehn Jahre später im Juni 2010. Ein kleiner Kurzurlaub führte mich mal wieder in den Norden und da ich mich diesmal in Hannover in einem Hotel einbuchte, war auch Zeit für den Erlebnis-Zoo. Erlebnis ist hier auch Programm, es gibt viele Fütterungen, Shows und sogar eine Schifffahrt auf dem Sambesi ist hier möglich. Tieren ganz nah sein, ist das wirklich so? Schauen wir mal…

Den Hannover Zoo erreicht man am besten mit der Stadtbahnlinie 11, Endhaltestelle Zoo. Man verlässt die Haltestelle in Fahrtrichtung und dann kommt nach wenigen Schritten schon der Eingangsbereich in Sicht. Die Linie 11 fährt leider nicht über den Hannover Hauptbahnhof, so dass sich im Innenstadtbereich ein Zustieg am Steintor, Kröpcke oder Aegidientorplatz anbietet. Unter der Woche fährt die Tram alle 10 Minuten.

Kommt man von der Stadtbahn (oder von den Parkplätzen), so fallen einem kurze Zeit später die vielen Kassen auf, an denen sich um die Mittagszeit als ich wieder raus ging lange Schlangen bildeten. Morgens um 9 Uhr war dort noch weniger los. Ich folgte gleich dem Entdeckerpfad und war etwas zu schnell am Sambesi. Die Bootsfahrt startet erst ab 09:30 Uhr, die Hinweistafel habe ich leider übersehen, ging anderen wohl genauso. Ich ging zurück, ging den Sambesi zu Fuß ab und machte ein paar Fotos von den Schiffen. Stehen die und sind noch keine Leute drin, ist mir das auch lieber so. Noch schnell auf die Toilette, dann flotten Schrittes zurück zum Bootsanleger. Es ist 09:24 Uhr, nachdem ich einige Leute überholt habe bin ich tatsächlich weiterhin der Erste *freu*. Doch zu früh gefreut, als es um 09:30 Uhr losgeht reihe ich mich unglücklicherweise in die dritte Sitzreihe ein so dass während der Fahrt an nach vorne fotografieren nicht zu denken war. Aber dafür hatte ich gute Fotomöglichkeiten nach links und rechts, da ich hinten der einzige war. Die Boote fahren offenbar auf einer Unterwasser-Schienenbahn, die Technik ist gut versteckt. Während der knapp 15 minütigen Fahrt soll man nicht aufstehen und auch nicht schaukeln (deswegen dürfen Kinder auch nur in Begleitung Erwachsener fahren) und der Bitte nicht ins Wasser zu fassen komme ich doch sehr gerne nach. Freiwillig würde ich in diese Dreckbrühe, in der auch eine Gummibärchentüte schwimmt, nicht fassen.

Das Erlebnis geht los, ich fahre an teils schlafenden Enten (aufwachen, sonst wirst du vom Boot gerammt), Wildeseln, Bergzebras, Giraffen, Nashörner, Stelzvögel, Steppenzebras, Antilopen, Gazellen, Flamingos und Flusspferde vorbei. Den Tieren ganz nah ist hierbei wirklich Programm, denn alle sind ohne Gitter oder Glasscheibe zu sehen. Gefährlich scheint das nicht zu sein, mir ist jedenfalls nichts passiert. Die Flamingos zeigten sich ziemlich unbeeindruckt von den Booten, die Antilopen (oder waren es die Gazellen?) waren sich nicht ganz einig was sie von den ersten Fahrgästen des Tages halten sollten. Zwei zogen es vor, aus der Dreckbrühe zu trinken während eine ganz neugierig herguckte *knips*. Die Boote würden mal eine gründliche Säuberung vertragen, Spinnweben und Spinnennetz stach mir sofort ins Auge. Gefahren wird mit geschätzt 20 m Abstand, beim Ein- und Aussteigen ist Personal vor Ort und hier heißt es für so manchen Erwachsenen Kopf einziehen. Schiff fahren auf dem Sambesi kann man vom 19.03. – 31.10.2010, dann ist Winterpause.

Weiter geht meine Reise durch den Zoo – an einem Mühlrad bin ich mit einem Wolf auf du und du, nur durch eine Glasscheibe getrennt. Einer schaut mich an, die anderen rennen durch ihr Gehege, rauf auf den Berg und wieder runter. Ein kurzer Tunnel, dann ein Zug wo nebenan Karibus gerade mit Fressen beschäftigt sind. Nun geht es in Richtung Yukon, im Hintergrund taucht ein Stück Ruhrgebiet auf. Bei einem Imbiss-Stand gibt es drei Sorten Popcorn zu kaufen, die junge Dame rührt das poppige Korn ;-) allerdings mit der nackten Hand um was ich nicht sehr hygienisch finde. Nun geht es zur Unterwasserwelt im Bauch eines Schiffes, die über eine kurvenreiche Rampe erreichbar ist. Statt den Robben und Seelöwen sehe ich nur tosendes Wasser, einen ganz eisigen Bär kann ich durch die nicht gerade sauberen Scheiben fotografieren. Zurück nach oben, da sind die Robben zu sehen und auch ein Eisbär macht gerade seine Morgengymnastik, ich taufe ihn spontan in Yoga-Bär um.

Nun geht es weiter, über den faulen Tiger geht es zu den gar nicht faulen Elefanten. Die realen laufen umeinander, künstliche speien Wasser. Weiter geht es, kleine Hulman-Affen turnen umeinander. Die Lichtverhältnisse in dem kleinem Haus lassen hier nicht allzu gute Fotos zu. Weiter geht es ins Outback nach Australien, die frechen Keas suche ich jedoch vergebens. Aber Känguruhs hüpfen rum, eines bleibt sogar sitzen und lässt sich fotografieren. Sittiche flattern in einer Voliere. Der Weg führt weiter über den Streichelzoo, während Kinder nur Augen für die süßen Zicklein haben fallen mir Tiere beim Zelten auf. Schwein, Hase und Frosch sind da hübsche Details am anderem Ende, nett gemacht. Siehe auch das angehängte Foto. Über einen Bauernhof, wo eine Wäsche zum Trocknen aufhängt, kommt man zurück zu den Kassen.

Im gesamten Zoo gibt es kinderwagenfreundliche Wege, optional muss mal die eine oder anderen Stufe genommen werden. Toiletten sind ausreichend vorhanden, immer wieder. Dasselbe gilt für die Gastronomie, wobei es mal Popcorn, frischen Fisch, Eis oder Pasta gibt. Für Kinder gibt es drei Sommer-Rodelbahnen und einen Spielplatz wo man unter anderem am Strand spazieren oder am Wasser spielen kann. Der Rundgang durch den Zoo ist selbstverständlich auch in umgekehrter Richtung möglich, die meisten folgen aber dem Entdeckerpfad. Es gibt übrigens mehr Tierarten als ich aufgezählt habe, der Flyer listet über 60 auf. Von 09:30 – 17:30 Uhr gibt es irgendwo im Zoo alle halbe Stunde eine Show-Fütterung, vom 02.10. – 14.05. nicht um 12 und 16 Uhr (beide Male Flußpferde). Shows wie Vorstellungen der Elefantenfamilie (Samstag, Sonntag und Feiertag sowie in den niedersächschen Schulferien stündlich, sonst alle zwei Stunden), Tierische Rekorde und Alle Tiere sind Stars finden zu gewissen Zeiten statt. Ab August 2010 wird das Leben im Yukon Bay zusätzlich vorgestellt.

Geöffnet ist der Zoo von März – Oktober von 9 – 18 Uhr, von November bis Februar von 10 – 16 Uhr wobei der November dieses Jahr bereits am 31.10.2010 anfängt. Hier die Preise an der Kasse für die Sommersaison (incl. Sambesi Schifffahrt), die online gekauften und ausgedruckten Tickets sind je ein Euro günstiger trotzdem noch ganz schön happig.

Kind (bis 3 Jahre) 0 €
Kind (3 bis 5 Jahre) 13 €
Kind (6 bis 17 Jahre) 16 €
Erwachsener (ab 18 Jahre) 23 €

Weitere Informationen auf www.zoo-hannover.de

FAZIT

Ich mach mir ja normalerweise nur wenig aus Zoos, aber bei diesem habe ich gerne eine Ausnahme gemacht. Hier kann man ja teilweise direkt an den Tieren vorbeifahren – ohne Gitter und Glasscheiben. Auch die Möglichkeit Robben und Eisbären unter Wasser zu sehen, ist nicht von schlechten Eltern. Die Öffnungszeit um 9 Uhr kam mir auch sehr gelegen, nur die Sambesi Bootsfahrt hätte früher starten können. Die Wege-Führung im Bereich des Gorillabergs erscheint mir verbesserungswürdig, irgendwie musste ich dran vorbei gelaufen sein, dabei bin ich immer schön brav den Wegweisern des Entdeckerpfads gefolgt.

Andreas Loy

BILDUNTERSCHRIFTEN

Bild 1: Mit dem Boot den Tieren ganz nah sein
Bild 2: Wirklich, ganz nah…
Bild 3: Während der Fahrt geknipst
Bild 4: Mühlrad
Bild 5: Hallo Wolf
Bild 6: Yukon Welt
Bild 7: Der Yoga-Bär
Bild 8: Unterwasserwelt
Bild 9: Elefanten
Bild 10: Tiere beim Zelten

Alle Bilder unter https://fotoalbum.web.de/gast/andreas.loy/Hannover

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Sydneysider47 veröffentlicht 14.06.2010
    Umbewertet. Ich habe Bekannte, die sind absolute Zoo-Freaks, sie würden den Zoo sicherlich sofort besuchen. Ich war schon in Hannover, für den Zoo fehlte mir die Zeit. Die Dreckbrühe, auf der das Boot schwimmt, klingt wenig einladend, der Zoo scheint ansonsten einen Besuch wert zu sein - auch wenn die Eintrittspreise heftig sind. Viele Grüße und bh!
  • Tweety-88 veröffentlicht 12.06.2010
    Oh ja das wäre ein Besuch werd.
  • thomas_kretschmer veröffentlicht 12.06.2010
    Die Zooverwaltung scheint ja sehr innovativ und engagiert zu sein. Dein Bericht ist prima. :) LG Thomas
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Produktdaten : Zoo, Hannover

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Typ: Zoo

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