Auch im Zoo muss Ordnung sein!
29.03.2005
Pro:
Geniales Spielprinzip, sehr intuitive Steuerung, kurzweiliges Spiel für Zwischendurch, günstiger Preis
Kontra:
Grafik von gestern, nerviger Sound
Empfehlenswert:
Ja
 SuperMario80
Über sich:
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Vertrauende:49
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zum Marktstart des neuen Handhelds „DS“ hat es sich Nintendo nicht nehmen lassen, wie schon beim Ur-GameBoy, Puzzlespiele mit auf den Markt zu werfen. Zwei davon musste auch ich sofort haben. Zum einen Polarium, von dem ich ein anderes Mal berichten werden und zum anderen Zoo Keeper, wovon dieser Testbericht handeln wird. Viel Spaß beim lesen! Im Zoo ist die Hölle los
Wie der Titel uns schon verrät, geht es in dem Spiel darum, für Ordnung in einem Zoo zu sorgen, schlüpft man doch schließlich in die Rolle eine Zoowärters. Allerdings funktioniert dies hier ganz anders, als man meinen könnte. Im Spiel bekommt man immer eine Fläche angezeigt, die mit verschiedenen Tieren gefüllt ist. Ziel des Spiels ist es, diese Tiere zu sortieren um sie verschwinden zu lassen. Klingt ein wenig kompliziert? Hab ich zuerst auch gedacht, ist es aber nicht. Die Tiere werden alle durch 2-dimensionale Symbole dargestellt, die dem jeweiligen Tier ansatzweise ähnlich sehen. Nun muss man so zwei Tiere vertauschen, dass es danach eine Reihe mit mindestens 3 gleichen Tieren gibt. Diese Reihe verschwindet dann und es fallen von oben neue herab. Allerdings kann man immer nur zwei Tiere tauschen, die horizontal oder vertikal direkt nebeneinander stehen. Für die Auflösung von solchen Reihen bekommt man Punkte und das Ziel ist es meistens, so viele Punkte wie möglich zu erreichen. Jedoch gibt es verschiedene Spielmodi, die das ganze System ein wenig auflockern und Abwechslung rein bringen. Um das Ganze zu erschweren, hat man auch nicht unendlich Zeit. Auf der linken Seite des Bildschirmes befindet sich ein Balken, der immer grün bleiben sollte. Verliert er seine Farbe völlig, dann ist das Spiel vorbei. Gestoppt werden kann diese Entwicklung auch mit der Auflösung von Reihen. Wenn man gut ist, kann man so theoretisch unendlich lange weiter spielen.
Die Steuerung funktioniert völlig ohne Tasten, denn die Tiere können einfach mit dem Stylus angetippt werden und so ihre Plätze tauschen. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, das Spiel über diverse Tasten zu steuern, allerdings ist das nicht sonderlich empfehlenswert. Deshalb werde ich hier auch nicht näher drauf eingehen. Die Steuerung mittels Touchpen ist sehr intuitiv und innerhalb von wenigen Sekunden perfektioniert. Daher kann man sich völlig auf das Spielfeld konzentrieren und muss sich nicht mit einer komplizierten Steuerung herumschlagen. In der Bedienbarkeit gibt es einfach derzeit keine bessere Konsole als den DS. Abwechslung garantiert
Im ersten Spielmodus geht es darum, so viele Reihen wie möglich aufzulösen, allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad im Laufe der Zeit, so dass es immer schwerer wird, den grünen Balken zu erhalten. Das Spiel ist in Level unterteilt, die sich lediglich in der Anzahl Tiere, die zu fangen sind, unterscheidet. Während man in den ersten Levels nur drei Tiere von jeder Rasse fangen muss um einen Bonus zu bekommen, wird diese Anzahl stetig erhöht. Für Profis gibt es dann noch den „Tokoton-Modus“, in dem man in ein neues Level kommt, sobald man von einer Rasse mindestens 100 Tiere gefangen hat. Als nächste wäre da der Modus „Auf Zeit“. Hier hat man sechs Minuten Zeit um so viele Punkte wie möglich zu machen. Auch hier gibt es verschiedene Levels in denen die Anzahl der zu fangenden Tiere ansteigt. Zuletzt gibt es auch noch ein „Quest“. Hierin muss man Aufgaben erfüllen, die einem von Zoobesitzer gestellt werden und ein möglichst hohes Gehalt erreichen. Die Aufgaben reichen von: „Fange 15 Löwen und sonst so wenig Tiere wie möglich.“ über „Fange Löwen und Krokodile, aber von der einen Rasse 15 mehr als von der anderen“ bis hin zu „Bilde 30 Combos.“ Eine Combo entsteht auf zwei Wegen. Erstens, wenn das Auflösen einer Reihe zum automatischen Auflösen mindestens einer weiteren Reihe führt. Zweitens, wenn man schnell genug ist um Tiere so zu vertauschen, dass sich mindestens zwei Reihen gleichzeitig auflösen.
Darüber hinaus gibt es noch einen 2-Spieler-Modus, der es, danke der W-LAN-Fähigkeiten des DS erlaubt, drahtlos gegen einen anderen Spieler anzutreten. Dieser Modus ist zwar auch nicht unwichtig, allerdings macht das Spiel alleine viel mehr Spaß. Außerdem ist die Jagd nach den vorgegebenen (und recht anspruchsvollen) Highscores nicht zu unterschätzen! Prächtige Grafik und epischer Sound?
Wie zu erwarten ist, reizt Zoo Keeper die Fähigkeiten des DS nicht mal ansatzweise aus. Die Grafik ist sehr schlicht und eher funktional als schön. Die Tiere können sehr gut auseinander gehalten werden, aber besonders hübsch sehen sie nicht aus. Ich hatte auch Anfangs einige Probleme, die verschiedenen Rassen zu erkennen. Das Krokodil sieht für mich zum Beispiel eher wie ein Frosch aus. Allerdings ist das nur wenig negativ zu beurteilen, denn es wäre eher störend gewesen, wenn man von grafischem Schnickschnack zu sehr abgelenkt werden würde. So kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren und so viele Reihen wie möglich abbauen. Beim Sound ist er das Gegenteil eingetreten. Ich habe bisher nur zweimal mit Ton gespielt, da er unglaublich nervtötend ist und schon nach 2 Minuten zur völligen Verblödung des Spielers führt. Es gibt zwar einige unterschiedliche „Melodien“ zur Auswahl, allerdings ist hier eine schlimmer als die andere. Schade, denn ich hätte mich über einen genialen Ohrwurm, wie in Tetris richtig gefreut. Den einzigen Punktabzug in der Technik gibt es daher für die Akustik des Spiels.
Spielspaß und Langzeitmotivation inklusive Am wichtigsten bei einem solchen Spiel ist sicherlich wie gut es das Spiel schafft, seinen Besitzer an die Konsole zu fesseln. Hier ist diese Aufgabe mit Bravour erfüllt worden. Obwohl man bereits in den ersten 5 Minuten riesige Fortschritte macht und das Spielprinzip immer mehr begreift, scheint dieser Lernprozess nie zu enden. Man entdeckt immer wieder neue Möglichkeiten, noch mehr Punkte zu erhaschen und verliert so nur selten die Lust auf das Spiel.
Anfangs wird man zwar noch leicht frustriert sein, weil man die vorgegeben Highscores nicht mal ansatzweise erreichen kann. Nach wenigen Fortschritten kommt man aber in die Top 10 hinein. Um ganz oben zu stehen, braucht man aber neben viel Glück auch viel Training. Dabei wird das Spiel niemals langweilig und es geht sogar soweit, dass der Spieler seine Umwelt völlig vergisst. Es vergehen auf jeden Fall sehr viele Stunden, bevor man alle Aufgaben gemeistert hat. Fazit
Mit Zoo Keeper ist, neben Polarium, ein echter Kracher auf dem DS erschienen. Das Spiel ist schnell gelernt, macht sehr viel Spaß und ist durch die Steuerung über den Stylus erfrischend anders, als andere Puzzlespiele, die bisher auf dem Markt sind (Polarium mal ausgenommen). Besitzer des DS sollten die Anschaffung auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Für knappe 35 € kann man das Spiel sein Eigen nennen und mit seiner Arbeit als Zoowärter beginnen. Wer sich nicht sicher ist, sollte neben diesem Spiel auch Polarium mal anspielen und nach seinen persönliches Präferenzen entscheiden. Zoo Keeper bekommt von mir knappe 4 Sterne und eine eindeutige Empfehlung. Vielen Dank fürs lesen, bewerten und kommentieren!
© 29.03.2005 bei SuperMario80
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03.04.2005 21:31
Musste mir auch mal diesen DS anschauen, wo ich doch noch den "alten" (aber schon in klein) habe. Nette Idee ;) aber kein Kaufgrund für mich ;) Greetz Thomas
01.04.2005 13:41
Polarium kenn ich, aber das hab ich bis eben noch nicht gehört, klingt zwar ganz gut, aber ich steh nicht so wirklich auf puzzle-spiele, höchstens mal für zwischendurch. Bericht ist aber auf alle fälle super. Hab mal noch ne Frage zu Zelda:Minish Cap, und zwar wollt ich fragen wie lange du ungefähr gebraucht hast um es durchzuspielen. Ich dank dir schon mal im voraus, ich weiß in letzter Zeit stelle ich ganz schön viele fragen. Aber ich muss sicher sein ob ich mein geld gut investiere :-) VLG Kabbi
30.03.2005 19:28
irgendwie typisch nintendo...gleich nach dem Start kommen solche Spiele raus...klingt recht altbacken, das Spielprinzip. Altbacken, aber dafür süchtig machend. na ja, und recht hast du: bei solchen Spielen braucht man keine gute Grafik....