Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Comedyversion ist witzig, Westernversion ist schön brutal, Bildqualität der DVD |
| Kontra: |
Zu viele Versionen auf DVD |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Die ganze Welt kennt ihre Namen und (fast) jeder liebt sie auch. Es handelt sich bei diesen beiden Filmstars um Bud Spencer und Terence Hill.
Mal ehrlich, auch wenn die meisten Leute sagen, sie hassen die beiden und ihre dämlichen Filme, hat sie doch schon ein jeder gesehen.
Wer erinnert sich nicht an "Klassiker" wie die Western "Die rechte und die linke Hand des Teufels" oder "Vier Fäuste für ein Haleluja"? Oder auch die Filme danach, als der Western ausstarb. Ich meine da zum Beispiel: "Das Krokodil und sein Nilpferd" oder "Zwei Supertypen in Miami".
Bevor ich jetzt aber die gesamten Filme der beiden aufliste höre ich auf, denn sonst wird dieser Bericht alleine schon durch die Filmografie der beiden gemeinsamen Filme inklusive der Filme, die jeder einzeln gemacht hat eine Seitenangabe von 3 oder sogar 4 haben.
Eins ist jetzt aber nach dieser Einleitung fix: Ihr wisst jetzt alle, dass ich hier über einen Bud Spencer und Terence Hill Film schreibe.
Es handelt sich hierbei aber nicht nur um irgendeinen x-beliebigen Film mit diesen beiden Protagonisten, sondern um den ersten Western, in dem die beiden gemeinsam mitgespielt haben. Im Jahre 1967 kam er in die Kinos und war zu dieser Zeit ein harter Italo-Western mit vielen brutalen Szenen und die Sprüche die die beiden von sich gaben waren ziemlich gemein, böse und hart. Einige Jahre später wurde dies dann geändert, aber dazu komme ich später.
Wie bereits vorher erwähnt handelt es sich bei "Gott vergibt, wir beide nie" um den ersten Italo-Western, in dem die beiden gemeinsam mitspielten.
Was ich den Nicht-Fans zugute halten möchte ist die Tatsache, dass eigentlich alle Spencer und Hill Filme, was die Story angeht, ziemlicher Müll sind.
Bei diesem Erstling hier ist es allerdings anders, denn man hat sich damals in den 60er Jahren anscheinend noch sehr bemüht eine gute Story zu bekommen, anstatt nur raufen und schießen und sterbender auf den Boden fallende Menschen zu zeigen.
Nicht das ich die Story für "Gott vergibt, …" als genial bezeichnen möchte, dass ist sie bei weitem nun doch nicht, nein, ich möchte sie eher als durchschnittlich gut bezeichnen:
Terence Hill trägt in diesem Film den Namen Django (es gefällt mir, dass er früher auch in einigen Django-Filmen mitgespielt hat). Bud Spencer heißt in diesem Film Will Doc. Eines Tages erfahren beide von einem schlimmen Zugüberfall, bei der die Banditen 300.000 Dollar ihr eigen nennen können. Anschließend wurden alle Passagiere dieser Zugfahrt auf brutalste Weise umgebracht. Doch die Banditen waren nicht besonders gründlich, denn einer hat gerade noch so lange gelebt, um Will Doc zu erzählen, was sich wirklich ereignet hat bei Zugmassaker-Überfall.
Es stellte sich heraus, dass es ein ziemlich raffinierter Plan war den laut Meinung der beiden eigentlich nur einer Zustande bringt und zwar handelt es sich dabei um den Gauner Bill St. Antonio, gespielt von Frank Wolff.
Beide tun sich zusammen um Bill St. Antonio das Gold zu stehlen, denn schließlich wissen sie wie er so denkt, da sie ihn ja schon seit längerer Zeit kennen.
Will Doc will zwar nur das Gold haben, aber Django hat ein ganz anderes Ziel: Er will Bill St. Antonio umbringen für dass, was er ihm mal vor 10 Monaten angetan hat.
Wie ihr lest, eigentlich keine schlechte Story, zugegeben sie könnte besser sein, aber der Regisseur Giuseppe Colizzi ist halt nun leider nicht so genial wie Sergio Leone. Was er aber ebenfalls gut beherrscht ist der richtige Einsatz von Musik im Film und auch eine tolle Westernatmosphäre hat er ebenfalls perfekt auf die Leinwand bzw. auf den Fernsehschirm gezaubert. Also vom Look und der Spannung bei Duellen her, kann man ihn schon fast mit einem Sergio Leone vergleichen, aber eben nur fast.
Kommen wir jetzt aber zum wichtigsten was diesen Film betrifft und zwar handelt es sich dabei um die verschiedenen Versionen.
Eigentlich sind es ja zwei, wenn man auf die DVD-Fassung zurückblickt sind es sogar drei.
Die erste Version
Wie ich euch etwas vorher bereits mitteilte ist die erste Version dieses Films im Jahre 1967 in die Kinos gekommen. Damals war es ein harter Italo-Western, der ziemlich brutale Szenen zeigte und Bud Spencer und Terence Hill waren auch nicht ziemlich nett bzw. sarkastisch zueinander wie man es sonst von den restlichen Filmen der anderen gewohnt ist. Außerdem enthält diese Version auch noch eine andere Synchronstimme von Terence Hill, nicht die altbekannte. Ich finde es zwar schön, dass dies extra auf der DVD erwähnt wird, da ist man wenigstens nicht überrascht, aber die andere Synchronstimme betrifft auch die von Bud Spencer. An die Stimme von Hill muss man sich etwas gewöhnen, die von Spencer ist in Ordnung und passt auch zu ihm.
Diese harte Version gefällt mir persönlich sehr gut, weil ich gerade das an Italo-Western mag. Das Brutale, das Schmutzige, das Töten, die vielen Schießduelle und auch die gegenseitigen Beleidigungen, die die beiden Darsteller sich zuwerfen. Wie schon gesagt, dass ist man gar nicht gewohnt.
Der Film selber ist ja schon ziemlich düster und brutal, wird durch diese alte Synchronisation nur noch verstärkt und deshalb entschied man sich, einige Jahre später
Die zweite Version
in die Kinos zu bringen. Diese Version, welche im Jahre 1982 erschien, wurde überarbeitet und gekürzt. Insgesamt wurden 10 Minuten harte und brutale Szenen herausgeschnitten. Die Synchronisation wurde komplett neu aufgenommen und zwar mit denselben Stimmen, außer mit der von Terence Hill, da wurde nämlich die Standard-Synchronstimme genommen.
Hier handelt es sich um die sogenannte Comedyversion. Der Film ist jetzt weniger hart und brutal, was nicht nur an den herausgeschnittenen Szenen liegt, sondern vor allem an der neuen Comedy-Synchronisation. Denn diesmal necken sich Bud Spencer und Terence Hill in gewohnte Art und Weise mit flotten Sprüchen und jeder Menge Witz und Humor.
Die meisten von euch mögen die beiden wahrscheinlich nur nicht, weil die Witze der deutschen Synchronisation eher dämmlich als lustig sind. Hier ist dies meiner Meinung nach anders: Denn die lockeren Sprüche sind extrem witzig und haben perfektes Timing und es kommen auch nicht zu viele vor. Sie sind genau perfekt.
Was ich mich anfangs fragte, als ich mir beide Versionen hintereinander ansah war, ob die Comedyversion auch mit den herausgeschnittenen Szenen funktioniert. Ja, sie funktioniert. Das Schneiden wurde ziemlich gut gemacht. Man merkt zwar in der einen oder anderen Szene, dass da etwas geschnitten wurde, aber das macht nicht besonders viel aus. Man bekommt trotzdem alles mit und weiß, was mit dem einen oder anderen Schnitt gemeint war.
Die "dritte" Version
Ich habe das Wort "dritte" mit Absicht in Anführungszeichen geschrieben, weil es nur für mich eine weitere Version ist.
Was ich noch nicht erwähnt habe: Nicht nur der Film hat verschiedene Fassungen, sondern auch die deutschen Titel: Er läuft unter dem Titel "Zwei vom Affen gebissen" oder "Gott vergibt, Django nie" oder auch unter "Gott vergibt, wir beide nie".
Ich wäre eher bei "Gott vergibt, Django nie" geblieben. Es spielen zwar beide mit, aber eigentlich ist es noch immer eine Terence Hill Show.
Nun wieder zurück zur dritten Version. Als ich mir das 2-DVD-Set von "Zwei vom Affen gebissen" kaufte und mir auf dem Einleger die Bilder ansah und die Story las, kam mir dass alles doch sehr bekannt vor. Ich habe mir diesen Film schon mal auf DVD gekauft und zwar unter dem Titel "Gott vergibt, wir beide nie" in der sogenannten Juwel Edition.
Ich sah mir zuerst die Comedyversion an und dann die Westernversion.
Danach dachte ich mir, wie kann das nur weitergehen. Was nämlich ziemlich faszinierend ist, ist die Lauflänge aller drei Versionen. Die Comedyversion dauert 84 Minuten. Die Westernversion dauert 93 Minuten und die dritte Version dauert sogar schon 107 Minuten. Schon interessant was man mit einigen neu hinzugefügten Szenen für eine Länge zusammenbekommt.
Ich dachte mir nur: "Was waren das für zusätzliche Minuten?", da ich wusste, dass die Westernversion die ungeschnittene Version war.
Als ich mir dann die "dritte" Version ansah, wusste ich dann warum der Film länger war. Auf der DVD der Westernversion gab es nämlich geschnittene Szenen als Extra, die alle für die "dritte" Fassung wieder hinzugefügt wurden.
Diese deleted scenes machen den Film sogar noch düsterer und brutaler als der Film eh schon ist. Leider bin ich nicht davon begeistert, dass die geschnittenen Szenen wieder da sind.
Bei diesen Szenen erscheint der Todgeglaubte Bill St. Antonio nämlich schon viel früher als im Originalfilm, was meiner Meinung nach nur die Spannung und ganz besonders den Überraschungseffekt raubt. In der Originalversion passt das Erscheinen von Bill perfekt.
Fazit: Nun, welche Version kann man jetzt empfehlen? Dass muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer sich einen Film mit Bud Spencer und Terence Hill nur wegen der lockeren Sprüche und Witzchen ansieht, dem sei die Comedyversion sehr ans Herz gelegt. Wer die beiden Schauspieler zwar nicht leider kann, dafür aber gerne einen harten Italo-Western a la Sergio Leone oder auch Sam Peckinpah liebt, dem möchte ich die Westernversion empfehlen.
Die "dritte" Version kann man vergessen. Ich werde sie trotzdem behalten, da mir diese Version eh nur 5 Euro gekostet hat.
Wer nach Bildqualität bei einer DVD geht, dem möchte ich noch sagen, dass alle drei Versionen die gleiche besitzen. Es gibt keinen einzigen Unterschied.
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
02.07.2004
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